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Ab Sommer 2017 spielt Atlético Madrid in seinem neuen Stadion mit 73'729 Plätzen. bild: atleticodemadrid.com

Grössere Arenen müssen her – das sind die Stadionpläne der europäischen Topklubs

Stillstand ist Rückschritt – nirgends wird das im modernen Fussball so deutlich sichtbar wie bei den Stadien. Deshalb haben fast alle europäischen Grossklubs Pläne für eine neue oder modernisierte Arena im Köcher.

07.12.16, 14:22 08.12.16, 06:28

England

FC Liverpool

Als die Fenway Sports Group im Oktober 2010 den FC Liverpool übernahm, dachten die neuen Besitzer öffentlich über ein neues Stadion nach. Schnell regte sich Widerstand und so wurde beschlossen, die damals 45'522 Zuschauer fassende Arena zu erweitern.

Im April 2014 wurden die Pläne veröffentlicht: Geplant waren der Ausbau des Main und des Anfield Road Stand. Die neue Haupttribüne mit einer zusätzlichen Kapazität von 8500 Plätzen wurde im September 2016 nach einer 643-tägigen Bauzeit eröffnet. 54'074 Zuschauer fasst das Stadion dank der grössten Einzeltribüne im englischen Fussball jetzt.

Der neue Main Stand im Anfield von innen ... Bild: Phil Noble/REUTERS

... und von oben. bild: youtube

Noch unklar ist, ob auch der Ausbau des Anfield Road Stand umgesetzt wird. Die LFC-Besitzer erklärten zuletzt, dass die Entscheidung gefällt werde, wenn der Innenausbau der neuen Haupttribüne (im Februar 2017) komplettiert ist. Geplant war eine Erweiterung von 9074 auf 13'860 Plätze, was die Kapazität des Stadions auf rund 58'000 Zuschauer erhöhen würde.

Der geplante Anfield Road Stand (rechts im Bild, links der legendäre Kop Stand). bild: thisisanfield.com

Manchester City

Im Sommer 2003 zog Manchester City von der Maine Road ins City of Manchester Stadium, welches die Stadt für die Commonwealth Games 2002 gebaut hatte. Dazu wurde die Leichtathletik-Bahn zurückgebaut, so dass 48'000 Zuschauer Platz fanden. Zu wenig für die reichen Besitzer aus Abu Dhabi.

2013 wurde deshalb beschlossen, die Kapazität auf 62'170 Zuschauer zu erhöhen, indem die beiden Hintertortribünen um einen dritten Rang erweitert wurden. Im August 2015 war der Ausbau des South Stand abgeschlossen, neu fanden 55'097 Zuschauer Platz in der 2011 in Etihad Stadium umbenannten Arena. Die Arbeiten am North Stand sollen bald beginnen. 61'000 Zuschauer werden nach deren Beendigung ins Etihad passen.

Der fertige South Stand ... Bild: Andrew Yates/REUTERS

... und der noch ursprüngliche North Stand. bild: skyscrapercity

Vogelansicht des Etihad Stadiums: Der umgebaute South Stand links, der North Stand rechts. bild: sykscrapercity

Manchester United

Das 1909 erbaute Old Trafford wurde immer wieder erweitert, letztmals 2006. Momentan fasst die zweitgrösste Fussball-Arena Englands (nach dem Wembley-Stadion) 75'731 Zuschauer. Momentan gibt es keine öffentlichen Umbau-Pläne, längerfristig wollen die «Red Devils» die Kapazität von Old Trafford aber weiter erhöhen.

Vorgesehen ist ein Neubau der Südtribüne, die als einzige noch immer nur über einen Rang verfügt. Doch es gibt Probleme: Hinter dem Sir Bobby Charlton Stand (ehemals South Stand) verläuft in unmittelbarer Nähe zum Stadion eine Eisenbahnlinie, was einen Neubau stark verteuern würde. Ausserdem liegt dahinter eine Häuserreihe, die einst aufgekauft, mittlerweile aber wieder abgestossen wurde.

Deshalb tauchten zuletzt Gerüchte auf, dass die Glazer-Familie einen Neubau ein paar 100 Meter nördlich des Old Trafford anstreben könnte. Diese Grundstücke wurden in den letzten Jahren kontinuierlich übernommen.

Blick ins Old Trafford mit dem einrangigen Sir Bobby Charlton Stand rechts. bild: Shutterstock

Das Old Trafford aus der Luft mit der Eisenbahnlinie hinter dem Sir Bobby Charlton Stand. bild: Shutterstock

FC Chelsea

Seit 1905 trägt der FC Chelsea seine Heimspiele an der Stamford Bridge aus. Dreimal wurde das Stadion seither renoviert, momentan bietet es 41'629 Zuschauern Platz. Ein weiterer Ausbau scheint ausgeschlossen, da das Areal begrenzt und mittlerweile bis an den Rand bebaut ist.

Im Dezember 2015 veröffentlichte die Klubführung deshalb Pläne für einen kompletten Neubau auf dem heutigen Areal. Das neue Stadion soll 60'000 Zuschauer fassen und bis 700 Millionen Euro kosten. Vorbild für die Architekten war die Westminster Abbey, Metall-Elemente sollen für einen Silberschein sorgen und an eine Kathedrale erinnern. Für die Zeit der Bauarbeiten wird Chelsea ins Wembley ausweichen.

Eigentlich sollte mit dem Neubau im Oktober 2016 begonnen werden, doch noch fehlt die Baugenehmigung. Die «Blues» hoffen, dass sie bis zu Beginn der Saison 2020/21 an der neuen Stamford Bridge spielen können.

So soll die Stamford Bridge dereinst aussehen. bild: Chelseafc

So sieht sie heute aus. Bild: Getty Images Europe

Animation der neuen Stamford Bridge. Video: streamable

Tottenham Hotspur

Ab der Saison 2018/19 ziehen die «Spurs» in ein komplett neues Stadion. Anstelle der White Hart Lane, die lediglich 36'284 Zuschauer fasst, wird derzeit an der neuen Arena mit rund 61'000 Sitzplätzen gebaut. 550 Millionen Euro soll die Schüssel kosten, gebaut wird in drei Phasen.

In der ersten Phase wurden alle verbleibenden Gebäude auf dem Stadiongelände abgerissen, damit mit dem Bau der West- und Nordtribüne begonnen werden konnte. Diese Arbeiten sind derzeit voll im Gang, weshalb Tottenham in der Champions League im Wembley spielte.

Die zweite Phase umfasst den Abriss der 119-jährigen White Hart Lane, den Bau des Daches und der restlichen Tribünen. Sie soll im kommenden Sommer beginnen, die «Spurs» werden dann die komplette Saison im Wembley absolvieren. In der dritten Phase sind schliesslich das ausfahrbare Spielfeld und die Infrastruktur des Stadions an der Reihe.

Der Baufortschritt Ende November 2016. bild: twitter

Und so sieht die Arena aus, wenn sie fertig ist. bild: tottenhamhotspur.com

FC Arsenal

Zwischen 1913 und 2006 spielte Arsenal im altehrwürdigen Highbury (eigentlich Arsenal Stadium), dann zogen die «Gunners» ins nahe gelegene Emirates Stadium, das für rund 600 Millionen Euro aus dem Boden gestampft wurde. Die neue Heimat des 13-fachen englischen Meisters beherbergt im besten Fall 60'260 Zuschauer. Offizielle Pläne für einen Ausbau bestehen derzeit nicht, obwohl sich nicht wenige Fans eine noch grössere Arena wünschen.

Panorama-Aufnahme des Emirates Stadium. bild: wikipedia

Das Highbury einst ... bild: arsenal.com

... und heute (als Wohnsiedlung). Bild: Getty Images Europe

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  • 19%FC Arsenal (Emirates Stadium)

Spanien

FC Barcelona

Barça präsentierte im April 2016 die Umbaupläne für ein «Nou Camp Nou». Von 2018 bis 2022 soll die aktuell 99'354 Zuschauer fassende Arena zum dritten Mal komplett renoviert und auf 105'000 Plätze erweiterte werden. Die Stadionränge sollen in Zukunft komplett überdacht sein, bisher ist nur die Haupttribüne geschützt. Auch während des Umbaus wird der FC Barcelona seine Heimspiele im Camp Nou austragen, das Stadion wird in verschiedenen Phasen umgebaut.

Einst wurde das Projekt, das vom japanischen Architektur-Büro Nikken Sekkei entworfen wurde, als allzu gigantisch abgetan und deswegen verworfen. Bereits 2007 war der Umbau des 1957 fertig gestellten Kolosses angedacht worden, 600 Millionen Euro hätte das Projekt damals verschlungen. Zu viel, befand die damalige Klubführung und legte die Pläne 2010 in die Schublade. 2014 wurden sie wieder hervorgeholt, da die Kosten auf 420 Millionen Euro gesenkt werden konnten.

105'000 Plätze – so präsentiert sich das neue Camp Nou:

Real Madrid

Auch der Fussball-Tempel von Barcelonas Erzrivalen Real Madrid wird renoviert. Das Estadio Santiago Bernabéu soll ab 2017 für 400 Millionen Euro umgebaut und in ein modernes Hightech-Stadion verwandelt werden.

Unter anderem sind ein 360-Grad-Videoblock, überdachte Sitze, ein Schiebedach und Tausende LED-Leuchten geplant, die eine Seite des Aussenbereiches an Spieltagen in eine Mega-Leinwand verwandeln. Das derzeitige Fassungsvermögen von etwas mehr als 81'000 Zuschauern soll beibehalten werden. Die Neueröffnung ist für 2019 geplant.

Um die Pläne hatte es lange Streit gegeben. Die «Königlichen» hatten zunächst vor, ihr Stadion auf den angrenzenden Paseo de la Castellana – eine der Hauptverkehrsadern Madrids – auszuweiten und ein Hotel und ein Einkaufszentrum zu bauen. Der zuständige Gerichtshof lehnte dies aber ab.

So soll das Bernabéu in Zukunft aussehen:

Atlético Madrid

Die «Colchoneros» spielen derzeit ihre letzte Saison im Estadio Vicente Calderón. Im Sommer 2017 zieht der zehnfache spanische Meister ins Estadio de Madrid. Dieses wurde zwischen 1990 und 1994 als Leichtathletik-Stadion mit 20'500 Plätzen erbaut. Bei den gescheiterten Bewerbungen Madrids für die Olympischen Spiele 2012, 2016 und 2020 war die Arena als Olympiastadion vorgesehen. 

Trotz dreimaligem Nicht-Zuschlag für die Sommerspiele wurde im November 2011 mit den Bauarbeiten begonnen. Denn von Anfang an war klar, dass Atlético später ins Stadion mit 73'729 Plätzen ziehen wird. Ab der Saison 2017/18 wird es so weit sein. Da die Olympia-Kandidaturen allesamt scheiterten, wird keine Leichtathletik-Bahn eingebaut. Für die Atlético-Fans wird es dennoch ein harter Abschied von ihrem Vicente Calderón, das für seine fantastische Stimmung bekannt war.

Immerhin: Die neue Arena wird bereits vor ihrer Eröffnung mit zahlreichen Superlativen umschwärmt. Die Fassade wird mit dem modernsten Beleuchtungssystem der Welt erstrahlen, welches es ermöglicht, über 16 Millionen Farben darzustellen. 276 Millionen Euro soll der Umbau kosten, die Namensrechte hat sich bereits ein chinesischer Investor gesichert.

«La Peineta» – das neue Stadion von Atlético Madrid

Italien

AC Milan/Inter Mailand

Seit Jahren müsste das Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion (auch als San Siro bekannt) dringend renoviert werden. Das ikonische Stadion mit den vier Türmen wurde vor dem Champions-League-Final im Frühling 2016 zwar für 23,5 Millionen Euro leicht saniert, doch das war nur ein Tropfen auf den heissen Stein: Ein Abbau von Barrieren zwischen Tribünen und Spielfeld, neue Toiletten und ein paar zusätzliche VIP-Logen, das war's dann auch schon. Sonst ist seit der WM 1990 nicht viel passiert.

Kein Wunder, sind die AC Milan und Inter Mailand mit der aktuellen Situation mehr als unzufrieden. Die «Rossoneri» planten zuletzt gar einen Neubau bis 2018 auf dem Expo-Gelände im Nordwesten der Millionenstadt, Inter hätte das San Siro nach eigenen Vorstellungen renovieren können. Doch das offiziell vorgestellte Projekt musste mangels finanzstarken Investors verworfen werden. Schade, denn die 320 Millionen Euro teure Arena für 48'000 Zuschauer wäre ein Schmuckstück geworden.

So hätte das neue Milan-Stadion aussehen sollen. bild: arup

Nun müssen Milan und Inter auf unabsehbare Zeit zur Miete im San Siro bleiben. Doch es gibt Vorschläge, das Dilemma der beiden Mailänder Klubs zu lösen: Die 80'074 Zuschauer fassende Arena soll künftig zweigeteilt werden. Gemäss Bürgermeister Beppe Sala könnten zwei getrennte Bereiche entstehen, die jeweils nur durch einen der beiden Vereine genutzt werden. Im Stadion sollen auch Logen und Business-Plätze auf beide Seiten des Stadions aufgeteilt werden, damit jeder Verein diese individuell vermarkten kann. Einen Finanzierungsplan gibt es dafür allerdings noch nicht …

Das San Siro von aussen: Immer noch eines der schönsten Fussball-Stadien der Welt. bild: Shutterstock

Das San Siro von innen: Wer bezahlt die dringend nötigen Sanierungsarbeiten?  bild: sansiro.net

AS Roma/Lazio Rom

Ähnlich wie in Mailand ist die Situation in Rom. In der Hauptstadt spielen die AS Roma und Lazio Rom seit 1953 im Olympiastadion, doch auch das 72'698 Zuschauer fassende Olimpico ist längst angestaubt und seit der WM 1990 nicht mehr umfassend renoviert worden.

Die Roma plant deshalb seit 2014, ein eigenes Stadion zu bauen. Bis Sommer 2019 soll im Stadtteil Tor di Valle auf dem Gelände einer ehemaligen Pferderennbahn das «Stadio della Roma» entstehen. Derzeit sieht es so aus, als könnten die Träume der «Giallorossi» in Erfüllung gehen, doch noch ist Geduld gefragt: Eigentlich sollten die Bauarbeiten für die neue Heimat mit 52'500 Plätzen im März 2017 beginnen.

Die Stadt hat die Pläne nach anfänglichen Bedenken zwar bewilligt, allerdings steht noch die Zustimmung der Region Latium aus. Das Amt für Landschaftsplanung hat allerdings eine Untersuchung des Geländes, auf dem das Stadion gebaut werden soll, angeordnet. Bevor diese abgeschlossen ist, geht vorerst gar nichts.

So soll das «Stadio della Roma» aussehen. Video: YouTube/AS Roma

SSC Napoli

Gleich noch so eine alte Kiste wie in Mailand und Rom steht in Neapel: Das Stadio San Paolo. Die Schüssel aus dem Jahr 1959 wurde für die WM 1990 so richtig und zuletzt 2010 ein wenig aufgemöbelt. Doch nun soll das Kultstadion zum dritten Mal ein Facelifting erhalten. Im Mai 2016 gab die Stadt Neapel die Zustimmung für eine sanfte Modernisierung.

Für 25 Millionen Euro soll bis 2018 gebaut werden. Durch den Abriss des obersten Ranges ist geplant, die Kapazität von 60'240 auf 55'000 Plätze zu verringern. Es sollen neue Grossbildschirme, LED-Anzeigetafeln, neue Umkleidekabinen und Konferenzräume entstehen. Die Leichtathletik-Bahn wird entgegen ersten Plänen vorerst erhalten bleiben.

Für Napoli-Präsident Aurelio De Laurentiis ist dies alles aber nicht genug: Er hat im September 2016 angekündigt, erst wieder einen Match zu besuchen, wenn sein Klub in einem neuen Stadion spielt. Ihm schwebt eine Arena mit rund 20'000 Plätzen vor, die dafür immer ausverkauft sein soll. Noch sind das aber alles nur Hirngespinste.

In die Jahre gekommen: Das Stadio San Paolo in Napoli. bild: Shutterstock

Juventus Turin

Die «Alte Dame» aus Turin darf als einziges Topteam der Serie A eine nigelnagelneue Arena ihr Eigen nennen. Seit 2011 spielt Juve im 41'507 Zuschauer fassenden Juventus Stadium, das für 155 Millionen Euro auf dem Areal des atmosphärearmen Stadio delle Alpi errichtet wurde. Es ist eine einzige Erfolgsgeschichte: Seit dem Umzug in die neue Heimat hat Juventus fünfmal hintereinander den Scudetto gewonnen.

Ausbaupläne gibt es derzeit nicht, der italienische Rekordmeister modernisiert allerdings die Infrastruktur rund um die Arena fortlaufend. Im März 2016 konnte beispielsweise das neue Medical Center eröffnet werden. Momentan laufen die Arbeiten am J-Village, einem Trainingszentrum in Stadionnähe inklusive Fanshop, Bürogebäuden und Hotel. Im Sommer 2017 sollen seine Pforten öffnen.

Das Juventus Stadium ist selbst im Nebel ein wahres Schmuckstück. bild: wikimapia

So soll das J-Village im Sommer 2017 aussehen. bild: Juventus.com

Deutschland

Bayern München

Auf die Bundesliga-Saison 2016/17 hat Bayern München seine im Mai 2005 eröffnete Allianz Arena erneut erweitert. Statt wie zuvor 71'100 passen neu 75'000 Zuschauer in den Kessel im Norden der Stadt. Bei internationalen Spielen konnte die Kapazität dank Umgestaltung der Sitzordnung von 67'800 auf 69'344 Plätze gesteigert werden. 

Gemunkelt wird auch immer wieder, dass in der Allianz Arena dereinst ein vierter Rang installiert werden könnte. Bayerns Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen tat dies im Sommer allerdings als «Traum» ab, der «in weiter Ferne» liege. Die Nachfrage nach Tickets ist aber bereits jetzt so hoch, dass alle Heimspiele der Bayern längst ausverkauft sind.

Nur Photoshop: Ein vierter Rang für die Allianz Arena ist nicht in Sicht. bild: bayernkurve.de

Borussia Dortmund

Anders als die Münchner Allianz Arena ist der Signal Iduna Park von Borussia Dortmund nicht neu gebaut worden, sondern kontinuierlich gewachsen. Für die WM 1974 wurde auf dem heutigen Areal ein Stadion für 54'000 Zuschauer errichtet. Bis Ende der 90er-Jahre blieb das Stadion unverändert, dann wurden sämtliche vier Tribünen ausgebaut und modernisiert.

Zwischen 2000 und 2003 wurden schliesslich die Stadionecken geschlossen. Seither wird die Arena, die mittlerweile 81'360 Zuschauern Platz bietet, immer wieder auf den neusten Stand der Technik gebracht. Pläne für einen Ausbau gibt es derzeit nicht.

Aus dem Westfalenstadion von 1974 ... bild: archistadia.it

... ist der Signal Iduna Park geworden. bild: Wikipedia

Frankreich

Paris St-Germain

Für die EM 2016 wurden in Frankreich viele Stadien renoviert oder neu gebaut. Auch der Parc des Princes, der 1897 als Pferderennbahn eröffnet worden war, wurde für rund 75 Millionen Euro modernisiert. Aktuell fasst das Stadion 49'000 Zuschauer, was mittelfristig zu wenig sein könnte. Der PSG hatte lange Mühe, genügend Fans in seine Arena zu locken. Momentan liegt der Zuschauerschnitt allerdings bei fast 45'000, Tendenz steigend.

Langfristig planen die Hauptstädter darum einen umfangreichen Ausbau des Stadions auf bis zu 75'000 Plätze. Die Erweiterung könnte auch für die Pariser Olympiabewerbung interessant werden. Die französische Hauptstadt möchte die Olympischen Spiele 2024 austragen (Vergabe im September 2017).

Der Prinzenpark im Vordergrund, dahinter die Rugby-Arena Stade Jean-Bouin. bild: psgtalk.com

Kein offizieller Entwurf, aber ein hübscher Vorschlag für eine Erweiterung des Parc des Princes. bild: ungrandparc.com

(mit Informationen von stadionwelt.de)

Die merkwürdigsten Fussballstadien der Welt

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32
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32Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • #10 07.12.2016 18:42
    Highlight Icch mag die (zu) grossen Stadien nicht, alles über etwa 45'000 ist mir zu gross. Das Spielfeld wird im Blickfeld zu unwichtig im Verhältnis zu den Tribünen, ausser man sitzt sehr weit unten. Bei Arsenal oder ManU sieht man statt eines Fussballspiels in vertretbarer Nähe vor allem eine riesige Fläche mehr oder wenig regungsloser Zuschauer ("sit down!). Die Stimmung mag in den Kurven selber noch okay sein, aber für den Rest kann man auch in den dritten Rang im Zürcher Opernhaus.
    16 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.12.2016 22:32
      Highlight häsch öppis geges emirates????o.ô
      1 20 Melden
  • riqqo 07.12.2016 18:35
    Highlight wieso hats nirgends solaranlagen oder ähnliches? die teams laufen mit ozean-plastik-trikots auf, warum werden daraus nicht gleich stühle für neue stadien hergestellt? warum muss das ganze stadion leuchten, wo wir doch jährlich über die lichtverschmutzung schimpfen? heute ist doch der trend, dass man mit nachhaltigen überlegungen angibt. warum denn beim stadionbau nicht?
    30 4 Melden
  • Yes. 07.12.2016 17:58
    Highlight Vor allem beim vollständigen Abriss und Neubau des einen oder anderen Stadions wird man schon wehmütig. Zudem werden die neuen Stadien kaum zu unterscheiden sein. Viel Sitzplätze und eine LED Fassade.
    Stehplätze wären für die Stimmung und das Fassungsvermögen auch wieder in Betracht zu ziehen (Vorbild Dortmund). Das Camp Nou könnte ein Fassungsvermögen von 150'000 erreichen, wenn die Tribünen hinter den Toren zu Stehplätzen umfunktioniert werden würden.
    11 8 Melden
  • Gelöschter Benutzer 07.12.2016 17:55
    Highlight und warum sind die Preise nicht in £ angegeben? Wir reden schliesslich von Stadien in England....;-)
    3 32 Melden
    • dintaifung 08.12.2016 12:10
      Highlight Wieso nicht in der Währung des jeweiligen Besitzers des Klubs?
      7 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.12.2016 13:19
      Highlight Weil Rechnungen in GB in Pfund beglichen werden dintaifung. Kann man jetzt aber auch selber draufkommen
      2 2 Melden
    • dintaifung 08.12.2016 18:58
      Highlight 😂
      1 2 Melden
  • Pana 07.12.2016 17:43
    Highlight Seelenlose Sitzplatz-Schüssel. Renovieren ist ok. Aber die Neubauten sind nicht meine Welt. Da stirbt ein Teil der Fussballkultur.
    34 6 Melden
    • Davide42 07.12.2016 23:29
      Highlight Dafür wird eine neue aufgebaut
      5 8 Melden
    • Pana 08.12.2016 15:50
      Highlight Yeah?
      2 0 Melden
  • Fabio74 07.12.2016 17:27
    Highlight Und finanziert von Katar, Saudis etc vermutlich. Weil Geld ja nicht stinkt
    17 6 Melden
  • Boixos 07.12.2016 17:20
    Highlight Bei Barça stimmt etwas nicht.

    Der neue Plan ist von Nikkei Sekkei. Die Pläne die abgeschmettert wurden, waren vom Architekten Foster der unter anderem das Vogelnest in Peking gezeichnet hat. Damals war noch Joan Laporta der Präsident von Barça und als Rosell dann gewählt wurde, beschloss man es nicht zu realisieren da zu teuer etc.
    1 12 Melden
    • F4Fred 07.12.2016 18:00
      Highlight Ich dachte das Vogelnest war von den schweiter Architekten Herzog&deMeuron, die unter anderem die Allianz Arena, das Joggeli und das neue Stadion von Marseille gezeichnet haben.
      27 1 Melden
    • Boixos 07.12.2016 19:57
      Highlight Stimmt hast du recht. Aber die Pläne waren von Forster bei Barças ersten Umbauplänen.
      4 0 Melden
  • Cityslicker 07.12.2016 17:05
    Highlight Bei RB Leipzig soll bis Januar entschieden sein, ob aufgestockt (von 42'500 auf ca 55'000) oder neu gebaut wird (>70'000).
    7 9 Melden
  • Gelöschter Benutzer 07.12.2016 16:48
    Highlight Man müsste noch erwähnen, dass im Jahr 2064 die Stadt Zürich ein Stadion mit 5400 Plätzen eröffnen wird. Die Sitzplätze sind kompostierbar und energiefressende Beleuchtung gibt es nicht. Zudem sind 100 Plätze fest an Asylbewerber vergeben und 1000 an schwul-lesbische Aktivisten. Es muss auch darauf geachtet werden, dass das Verhältnis unter den Zuschauerinnen und Zuschauern immer 50:50 is.t
    127 35 Melden
    • D0nMaN0lo 07.12.2016 18:24
      Highlight Von Wolfgang nicht hot
      0 5 Melden
  • The Laser 07.12.2016 16:09
    Highlight Sehr interessanter Artikel. Neben diesen Top-Clubs könnte man auch das neue Stadion des FC Valencia erwähnen. Dieses soll 2019 eröffnet werden und ersetzt (leider) das alte Mestalla.
    15 0 Melden
    • PRE 07.12.2016 16:25
      Highlight Hoffentlich wird das Nou Mestalla nach mehr als 10 Jahren dann auch wirklich mal fertig.
      20 0 Melden
    • Boixos 07.12.2016 17:22
      Highlight Wird überhaupt weitergearbeitet? War vor ein paar Jahren mal da und war traurig diese Bauruine zu sehen die schon sehr nach Stadion ausschaut.
      3 0 Melden
    • F4Fred 07.12.2016 18:01
      Highlight Oder das neue Stadion von Marseille
      5 0 Melden
    • Hoppla! 08.12.2016 13:18
      Highlight @ Boixos

      Ich war im Sommer dort und da gab es keine Anzeichen von Bauarbeiten.
      1 0 Melden
  • unejamardiani 07.12.2016 16:01
    Highlight Ich finde es richtig geil wie Arsenal aus dem Highbury eine Wohnsiedlung gebaut hat. Ein Traum für einen echten Fan. Das beste daran ist wie nahe die Highbury-Siedlung am neuen Emirates Stadium ist siehe Bild
    73 1 Melden
    • Mia_san_mia 07.12.2016 16:34
      Highlight Das ist wirklich super gemacht...
      25 3 Melden
  • michel. 07.12.2016 15:31
    Highlight Sehr interessanter Artikel! Danke für die Übersicht.
    Komplett neu gebaute Stadien sehen leider immer ähnlicher aus, eigentlich schade. Die umgebauten/renovierten behalten wenigstens noch einen Teil Ihres altehrwürdigen Charmes bei.
    42 0 Melden
    • PRE 07.12.2016 15:38
      Highlight Dem kann ich nur zustimmen. Hoffe immer noch auf eine Totalsanierung des San Siro ...
      35 0 Melden
    • Mia_san_mia 07.12.2016 16:35
      Highlight Ja beim San Siro wäre es echt mal nötig...
      16 0 Melden
    • Amboss 07.12.2016 23:46
      Highlight @michel: Richtig. Neue Stadiet sind echt langweilig. Am schlimmsten die Allianz Arena oder das Emirates Stadium. Null Charme, null Charakter.

      sanieren und Aufstocken ist der richtige Weg. Gerade die englischen Stadien, zB Old Trafford oder Anfield road sind ziemlich cool. Ödet auch das Westfalen-Stadion oder das Velodrom. Man sieht die Geschichte und Entwicklung des Vereins
      7 1 Melden
    • Mia_san_mia 08.12.2016 12:15
      Highlight @Amboss: Die Allianz Arena ist geil, du hast keine Ahnung!
      1 8 Melden
    • Amboss 08.12.2016 21:20
      Highlight Ich gebe es zu, ich kenne sie nur von ei ner Führung, nicht von einem Match (man hört nicht das Beste) und muss sagen : Die Allianz Arena ist beeindruckend, aussen architektonisch top, modern, und zu 99% genau das, was der FC Bayern braucht (etwas zu klein).

      Aber sie ist halt einfach genau so, wie ein Stadion heute ist.
      Der Unterschied zu den Stadien von Gladbach und Hoffenheim liegt nur in den Anzahl Rängen

      Das gewisse Etwas, das Erkennungsmerkmal fehlt.
      Und halt auch die Geschichte des Vereins an diesem Ort...
      2 2 Melden
    • michel. 09.12.2016 07:42
      Highlight Das ist genau was ich meine: wie ein Stadion heute halt ist...
      Alle Stadien sind sehr ählich gebaut im Innern. Nur aussen unterscheiden sie sich noch.
      Die alten Stadien hingegen, wie z.B. San Siro, Old Trafford, etc. sehen einfach geil aus und werden hoffentlich nicht bald durch neue identische Stadien abgetauscht...
      2 0 Melden

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