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Andy Möller ist bei den Fans des FC Schalke nur bedingt beliebt. Bild: ullstein bild

«Fischer, nie eine vo uns!!!» – Auch bei diesen 7 Transfers kochten die Emotionen hoch

Nicht alle Fans des FC Basel sind mit dem neuen Trainer Urs Fischer zufrieden. Auch bei Petric, Figo, Götze und Co. ist es nach Transfers zum Erzrivalen zu unschönen Szenen gekommen. Hier sind die sieben besten Geschichten.

19.06.15, 12:32 19.06.15, 16:53

1. Mladen Petric

Der kroatisch-schweizerische Doppelbürger ist ein echter Hopper. Er macht für GC über 100 Spiele, gewinnt zwei Meistertitel und schiesst im März 2003 beim legendären Cup-Halbfinal gegen den FC Zürich (6:5 n.V.) zwei wichtige Tore. Im gleichen Jahr zündet der Stürmer an der Meisterfeier der Grasshoppers einen Basel-Schal an. Als Petric ein Jahr später zum FCB wechselt, verbrennen Basler Fans im Gegenzug eine Petric-Puppe. Es benötigt viele Tore, bis Mladen Petric in Basel vollends akzeptiert ist.

Fans des FC Basel mit einer brennenden Petric-Puppe. bild: beepworld.de

2. Mario Götze

Die Aufregung und der Wirbel im Frühling 2013 sind riesig. Götze, das Dortmunder Wunderkind, wechselt zu Bayern München. Wie schon bei Transfers in der Vergangenheit greifen die Bayern auch bei Mario Götze tief ins Portemonnaie und überweisen den Westfalen 37 Millionen Euro. Dies mag das gebrochene Herz aber nicht kitten, bei der Borussia regieren punkto Götze fortan Hass und Enttäuschung.

Liegen die Dortmunder mit ihrer Einschätzung richtig? Bild: ullstein bild

3. Luis Figo

Es geschieht im November 2002. Erstmals nach seinem Wechsel von Barcelona zu Erzrivale Real Madrid trifft der Portugiese auf seinen alten Verein. Im Camp Nou bekommt Figo den blanken Hass der Barcelona-Anhänger zu spüren. Den Wechsel ihres einstigen Lieblings verzeihen ihm die Fans nicht. Luis Figo kommt in den Genuss des «lautesten Pfeifkonzerts der Fussballgeschichte Spaniens» und wird während der ganzen Partie als «Pesetero» («Geldhure») beschimpft. Die Anfeindungen erreichen ihren Höhepunkt in der 72. Minute. Als der Portugiese einen Eckball treten will, kommt nebst diversen anderen Gegenständen sogar ein Schweinekopf geflogen.

Luis Figo wurde vom Schweinekopf knapp nicht getroffen. Bild: AP AS

4. Manuel Neuer

Im Sommer 2011 wechselt der Torhüter von Schalke 04 zu den Bayern nach München. Neuer, das Schalker Urgestein. Als Jugendlicher jubelt er mit den Ultras in der Nordkurve. Der damals 25-Jährige steht dazu, Königsblauer zu sein, Schalke 04 bezeichnet er als «die Liebe meines Lebens». Bevor der Wechsel unter Dach und Fach ist, muss Schalke im Halbfinal des DFB-Pokals nach München. Dort machen die Fans des FC Bayern ihrem Unmut über den bevorstehenden Wechsel Luft.

Die Fans des FC Bayern kommunizieren unmissverständlich. Bild: ullstein bild

5. Harry Kewell

Die Fans von Leeds United drehen durch, als ihr ehemaliger Stürmer 2008 von Liverpool zu Galatasaray Istanbul wechselt. Vorgeschichte: Im Halbfinale des UEFA-Cups 2000 treffen Leeds und Galatasaray aufeinander. Am Rande des Hinspiels in Istanbul werden zwei Leeds-Anhänger von türkischen Fans erstochen. Kewell versucht zu beruhigen: «Ich habe bei Galatasaray aus Respekt vor Leeds die Nummer 19 gewählt. Diese Nummer trug ich, als ich zum ersten Mal in der Startformation von Leeds United stand.»

Ein Fan wird in Istanbul von der Ambulanz versorgt. bild: sky

6. Christoph Metzelder

Sieben Jahre ist «Metze» durch und durch Borusse. Mit Dortmund geht der Verteidiger durch Höhen und Tiefen, wird 2002 Deutscher Meister und erlebt gleichzeitig, wie der Traditionsverein 2005 ums finanzielle Überleben kämpft. 2007 wechselt Metzelder nach Spanien zu Real Madrid. Nach drei schwierigen Jahren mit wenig Einsätzen unterschreibt der Deutsche ausgerechnet beim Dortmunder Erzrivalen Schalke 04 einen Dreijahresvertrag. Christoph Metzelder fällt so bei den Fans beider Vereine in Ungnade. Die Schalker Fans teilen mit Transparenten mit, was sie vom ehemaligen Borussen halten und ein Dortmunder Fanclub löst sich umgehend auf.

Ein Dortmunder Fanclub weniger. bild: metzelder-fc.de

7. Andy Möller

«Mein Problem ist, dass ich sehr selbstkritisch bin, auch mir selbst gegenüber». Ja genau, diese Aussage stammt von Andreas Möller. Sein Wechsel von Borussia Dortmund zu Schalke im Jahr 2000 war dann von weniger Selbstkritik geprägt, wusste der Spielmacher doch um die grosse Rivalität der beiden Vereine. Diese mündete nach seinem Transfer in Transparenten beider Clubs. Bei Schalke 04 hiess es in der Kurve «Möller verpiss dich» auf Seiten der Dortmunder kurz und knapp «Judas».

Möller (l.) bereits bei Schalke trifft au seinen ehemaligen Arbeitgeber. Bild: Bongarts

8. Userinput von «rindolone»:
Boris Smiljanic

watson-User «rindolone» hat uns auf einen weiteren Transfer aufmerksam gemacht, der polarisierte. Boris Smiljanic, ein Urgestein der Grasshoppers, verlässt den Verein 2003 in Richtung FC Basel. Dieser Entscheid kommt bei den Fans des Rekordmeisters gar nicht gut an. Der Gipfel dann vier Jahre später: Smiljanic macht von einer juristischen Besonderheit Gebrauch und kündigt seine Arbeitsverhältnis beim FC Basel um zu GC zurückzukehren und dort einen langfristigen Vertrag zu unterschreiben.

Die Kurve der Grasshoppers ist einer Meinung. bild: userinput

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • droelfmalbumst 19.06.2015 15:32
    Highlight extrem unnötig... schlussendlich ist es deren ihre arbeit... finde es absurd dass jemand nicht zum "rivalen" wechseln darf.. wenn er sportlich wie finanziell davon profitiert?? hat meiner meinung nach nichts damit zu tun ob man ein verein mag oder nicht. die arbeiten für den verein wie wir alle für unsere firma.... oder will mir einer sagen er würde es nicht tun wenn er das dreifache verdienen würde? könnt euch auch gerne selber anlügen :)
    4 10 Melden
    • d_yannick_ 19.06.2015 18:27
      Highlight man darf in der Wirtschaft auch nicht zum Konkurrenten wechseln. Steht meistens im Vertrag.
      3 0 Melden
  • Philler_sg 19.06.2015 15:07
    Highlight Und Calla? Dieser Verräter lag damals nach dem Abstieg des FCSG weinend auf dem Boden (als Captain notabene) und hat dann die Courage den Verein als erster (!) zu verlassen! Und zu allem Übel noch nach Niederhasli zu GC!
    4 6 Melden
  • rindolone 19.06.2015 15:02
    Highlight Boris Smiljanic bitte nicht vergessen. Als er 2003 als GC-Captain zum FC Basel wechselte, wurde auch er als «Judas» beschimpft.
    4 0 Melden
    • Ralph Steiner 19.06.2015 16:53
      Highlight Vielen Dank «rindolone» für den Input, wir haben Smiljanic in unsere Liste integriert.
      4 0 Melden
  • goonerch 19.06.2015 14:23
    Highlight Ashley Cole?
    0 1 Melden

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