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Nationaltrainer Petkovic diskutiert mit Captain Stephan Lichtsteiner.
Bild: TI-PRESS

Petkovic vor EM-Test gegen Belgien: «Wir können zeigen, dass wir es besser können»

Die tristen Testspiele vom März scheinen weit weg in diesem Moment. Am Tag vor dem Testspiel in Genf gegen Belgien hat der Schweizer Nationalcoach Vladimir Petkovic ein Leuchten in den Augen.

28.05.16, 14:13 28.05.16, 17:38


Seine gute Laune und der Optimismus wirken nicht aufgesetzt. Petkovic spricht jetzt bei den öffentlichen Auftritten Italienisch, das ihm so viel näher liegt als Deutsch. Er blickt zurück auf eine gute erste Vorbereitungswoche in Lugano, auch wenn er teilweise nur mit 13 Feldspielern habe trainieren können und die Mannschaft erst seit Donnerstag komplett sei.

«Man muss Träume haben»

«Wir haben sehr hart trainiert, aber auch viel gelacht. Die Stimmung ist positiv», sagt Petkovic. Neben ihm sitzt Captain Stephan Lichtsteiner und schiebt nach: «Als ich am Mittwoch angekommen bin, habe ich eine optimistische Mannschaft vorgefunden.» Sie hätten die Qualität, ein grosses Turnier zu spielen, ist er überzeugt. «Wir haben Spieler auf top Niveau. Man muss Träume haben.»

Belgien, die FIFA-Nummer 2 und einer der Mitfavoriten auf den EM-Titel, wird diese Schweizer Zuversicht auf eine erste Probe stellen. Beide Teams stehen mitten in der EM-Vorbereitung, aber vielleicht wird das Spiel in Genf doch Tendenzen aufzeigen. Die Schweizer werden gefordert sein, denn der belgische Coach Marc Wilmots sagte: «Wir nehmen dieses Spiel ernst. Nur schon deshalb, weil man das Verletzungsrisiko minimiert, wenn man auch in solchen Spielen 100 Prozent Einsatz gibt.»

«Dieser Gegner bietet uns eine gute Gelegenheit, zu zeigen, dass wir es besser können», sagte Abwehrchef Johan Djourou mit Blick auf die Niederlagen von Ende März in Irland (0:1) und gegen Bosnien-Herzegowina (0:2). Weil Fabian Schär aufgrund einer Verstauchung des Sprunggelenkes nicht spielen kann, ist noch unklar, wer neben Djourou verteidigt. Nico Elvedi von Borussia Mönchengladbach wird es nicht sein. «Er spielt nicht von Beginn weg», so Petkovic. Das Gleiche sagte der Nationalcoach auch über YB-Mittelfeldspieler Denis Zakaria.

Belgiens Coach Marc Wilmots erwartet von seinen Mannen gegen die Schweiz Vollgas.
Bild: KEYSTONE KEYSTONE

Doch beide könnten im Verlaufe der Partie zu ihrem ersten Länderspiel für die Schweiz kommen und Petkovic Argumente liefern, sie am Montag nicht aus dem Kader zu streichen, wenn sich der Coach auf die 23 Spieler festlegt, die er an die EM nach Frankreich mitnimmt. Bei einem ist schon seit Freitag offiziell klar, dass er nicht zum 23-Mann-Kader gehören wird. Yvon Mvogo, die Nummer 4 im Schweizer Tor, hat die Reise von Lugano nach Genf nicht mehr mitgemacht. Wenn am Montag die Vorbereitung auf die EM «richtig beginnt» (Petkovic), ist der YB-Keeper nicht mehr dabei.

Yvon Mvogo hat das Naticamp bereits verlassen.
Bild: freshfocus

Die möglichen Aufstellungen

Schweiz: Sommer (Borussia Mönchengladbach); Lang (Basel), Senderos (Grasshoppers), Djourou (Hamburger SV), Rodriguez (Wolfsburg); Behrami (Watford), Xhaka (Borussia Mönchengladbach), Dzemaili (Genoa); Shaqiri (Stoke City), Derdiyok (Kasimpasa Istanbul), Mehmedi (Bayer Leverkusen).

Belgien: Courtois (Chelsea); Ciman (Montreal Impact), Alderweireld (Tottenham Hotspur), Vermaelen (FC Barcelona), Vertonghen (Tottenham Hotspur); Fellaini (Manchester United), Dembélé (Tottenham Hotspur); Origi (Liverpool), De Bruyne (Manchester City), Hazard (Chelsea); Lukaku (Everton). Bemerkungen: Schweiz ohne Schär und Embolo (beide verletzt). (rst/sda)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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Herr und Frau Mötzli, können wir uns nicht einfach mal freuen?!

Die Schweiz schlägt Serbien hochdramatisch 2:1. Schlagzeilen machen aber die Doppeladler beim Jubel von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri. Die Gesten waren unüberlegt und unnötig. Aber auch verständlich für Spieler, bei denen sich so viel um Identität und Zugehörigkeit dreht.

Als sich Xherdan Shaqiri nach seinem 2:1 in der 90. Minute gegen Serbien dazu entschied, seine Hände zum Doppeladler zu formen, da wurde er innert Sekunden vom Helden zum Deppen. 

Zumindest für ganz viele Schweizer Fans. Die Freude über den Sieg wurde schnell gedämpft. Dürfen sich Schweizer da überhaupt noch freuen? Das war doch Hochverrat!

Zum Glück, so muss man fast sagen, haben Shaqiri und Xhaka mit dem Doppeladler für einen kleinen Skandal gesorgt. Sonst, man stelle sich vor, hätten …

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