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Michael Lang und der FC Basel hatten diese Saison viel zu jubeln. Auch nach dem Meistertitel? Bild: KEYSTONE

Saison der Superlative – diese Rekorde kann der FC Basel noch knacken

Der FCB hat den zweiten Stern. Was die Basler da noch antreibt? Vielleicht die diversen Rekorde, die der Liga-Dominator diese Saison noch knacken kann.

28.04.17, 21:45 28.04.17, 22:24

SÉBASTIAN LAVOYER / Aargauer Zeitung



Kennen Sie das Gefühl, das sich einstellt, nach dem Erreichen eines grossen Zieles? Nach der Lehrabschlussprüfung, im Ziel nach dem ersten Marathon oder im Geburtssaal, kurz nachdem das erste Kind das Licht der Welt erblickte. Zuerst ist da Euphorie, eine riesige Genugtuung. Alles ist gut, alles ist schön.

Dann aber kommt die Leere. Manche fallen gar in eine Depression. Besonders gefährdet sind jene, die sich keine neuen Ziele gesteckt haben. Wenn da nichts ist, wonach man sich strecken, wofür man sich verreissen oder worauf man hinarbeiten könnte.

Hand in Hand zum Meistertitel. Und dann? Bild: KEYSTONE

Neue Ziele braucht der FCB

Das ist die grosse Herausforderung, mit der sich der Trainer konfrontiert sieht. In erster Linie appelliert er dabei an den Berufsethos, den Willen der Spieler, immer und immer wieder gewinnen zu wollen, Leistung zu zeigen, sich aufzudrängen. Auch im Hinblick auf die neue Saison, das neue Konzept, den neuen Trainer. 

Verlässt Urs Fischer den FC Basel mit einer Reihe von Rekorden? Bild: KEYSTONE

Doch auch Fischer weiss, wie zentral Ziele sind. Wenn die Meisterschaft im Sack ist, steckt man sich neue Ziele. Möglichst viele Punkte holen, möglichst viele Tore schiessen, einen möglichst grossen Vorsprung auf den Zweiten rausspielen. Kurz: Rekorde brechen. Und es gibt viele Rekorde, die der FC Basel diese Saison im Visier hat:

Die Rekordserie:

Der FCB weitet seine Rekordserie auf acht Titel in Serie aus – der Rekord ist in der Tasche.

Der Punkterekord:

2003/04 sprach man von einem Rekord für die Ewigkeit, als Christian Gross mit seinem Team 85 Punkte holte. Jetzt wackelt dieser Rekord gewaltig. Noch neun Punkte fehlen, dann ist er geknackt. Und das bei sechs verbleibenden Spielen und einem bisherigen Schnitt von 2,55 Punkten pro Spiel.

Präsident Edelmann, Vizepräsidentin Oeri und der damalige Meistertrainer Christian Gross mit dem Meisterpokal 2004.  Bild: KEYSTONE

Der Torrekord:

Unter Thorsten Fink erzielte der FC Basel 2009/2010 90 Tore. Derzeit steht der FCB mit 77 zu Buche. Bleibt er seinem Schnitt von 2,58 Toren pro Spiel treu, sind's im Juni 93 Tore.

Der Defensiv-Rekord:

Nie kassierte der FC Basel weniger Gegentore als unter Heiko Vogel und Murat Yakin in der Saison 2012/13. Nur gerade 31 Tore liessen die Basler damals zu. Derzeit steht der FCB bei 24 Gegentreffern, und verteidigt er weiter so gut wie bis anhin, steht er am Schluss bei 29 oder weniger Gegentoren.

Wenn Tomas Vaclik nicht danebengreift, winkt dem FC Basel auch der Gegentor-Rekord. Bild: KEYSTONE

Der Torverhältnis-Rekord:

Christian Gross hält auch diesen Rekord. 2003/04 schloss der FCB die Saison mit einem Plus von 54 Toren ab. Derzeit liegt das Plus bei 52 Toren.

Der Rekordvorsprung:

«Jeder Rekord ist interessant. Nicht für mich, nein, für das ganze Team.»

Urs Fischer

Heiko Vogel lag mit seinem Team am Ende der Saison 2011/12 20 Punkte vor YB. Heute liegt der FCB bereits 21 Verust-Punkte vor den Bernern.

Heiko Vogel feierte 2012 den Meistertitel mit 20 Punkten Vorsprung.  Bild: KEYSTONE

Bisher sprach Urs Fischer nur ungern über solche Statistiken. Jetzt sagt er: «Jeder Rekord ist interessant. Nicht für mich, nein, für das ganze Team. Von den Spielern über die Physios bis hin zu den Waschfrauen. Es wäre eine Anerkennung für die Leistung von uns allen, dem ganzen Unternehmen.» Das Hauptziel, der Meistertitel, ist seit heute Abend in trockenen Tüchern sein.

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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Linus Luchs 28.04.2017 13:17
    Highlight Der FC Basel ist nicht der FC Bayern. Beim deutschen Serienmeister sackt die Leistung nach der Sicherung des Titels in der Regel nicht dramatisch ab. Anders bei unserem FCB. Und vor allem in dieser Saison stehen die Zeichen auf "Luft draussen". Der Trainer weiss bereits, dass man ihn nicht mehr haben will. Aber auch ein grosser Teil der Spieler kann nicht sicher sein, dass die neue Clubführung weiterhin mit ihnen rechnet. Wie soll man unter solchen Umständen top motiviert sein und alles geben? Viele Rekorde wird der FCB nicht mehr knacken. Und Sion ist im Cupfinal klarer Favorit.
    4 9 Melden
  • Illuminati 28.04.2017 11:47
    Highlight Meisterrennen seit gefühlten 40 wochen entschieden und auch das Abstiegsrennen scheint doch schon entschieden.
    Diese Saison bricht der rekord für die langweiligste Saison! Ob sich das auch auf die Zuschauerzahlen auswirkt? Wir werden sehen.
    23 4 Melden
    • Li La Launebär 28.04.2017 13:04
      Highlight Aber das Problem liegt nicht beim FCB - er ist der einzige Verein, der etwas gegen diese Langeweile tut, nämlich die angekündigten, mutigen (und meiner Meinung nach richtigen) Veränderungen in diesem Sommer... 😅
      7 5 Melden
  • Rudolf die Banane 28.04.2017 11:46
    Highlight laaangweilliggg....
    11 10 Melden
  • Lucernefan 28.04.2017 11:27
    Highlight da hat aber der fcl etwas dagegen, dass basel heute endgültig meister wird! ;))
    feiern können die bebbi bitte woanders und NICHT heute abend...
    5 11 Melden
    • Lucernefan 29.04.2017 12:56
      Highlight tja, schade wars ;))
      gratulation zom 2. stärn!
      2 1 Melden
  • Hercules Rockefeller 28.04.2017 10:50
    Highlight Der FCB könnte auch als erster Sion im Cupfinal besiegen - wäre auch ein fetter Eintrag in die Geschichtsbücher des Schweizer Fussballs. Aber Sion und Cupfinal kommt einer Herkulesaufgabe gleich - glaubt mir, ich weis wovon ich spreche ;-)
    41 4 Melden
  • Martinov 28.04.2017 10:41
    Highlight Irgendwie kann ich mich an einen ähnlichen Beitrag erinnern der vor einem, vor zwei... vor fünf Jahren schon geschrieben wurde ;-)

    habe die Hoffnung auf eine Spannendere Meisterschaft noch nicht aufgegeben, vielleicht, irgendwann einmal..
    21 1 Melden
    • NWO Schwanzus Longus 28.04.2017 11:41
      Highlight Jetzt mit dem Paradigmenwechsel bei Basel mit ihrer neuen Front Office (Streller, Ceccaroni, Frei) und noch Wicky als Trainer plus noch die vermehrte Einsetzung von Jungspielern wird Basel wohl die Dominanz schon ab nächster Saison verlieren und die Meisterschaft spannender machen. Denn bei Basel sind jetzt relativ unerfahrene Leute am Schalter.
      12 2 Melden
    • Li La Launebär 28.04.2017 13:05
      Highlight Die werden aber wieder Meister! Hoffentlich aber mit attraktiverem Fussball und mehr Spannung...
      2 3 Melden
  • Toerpe Zwerg 28.04.2017 10:32
    Highlight Schon gewaltig diese Überlegenheit.

    Zum Glück sind jetzt Stolperi und Speuzi am Drücker ...
    27 36 Melden
    • Toerpe Zwerg 28.04.2017 11:02
      Highlight aka Züngli der Nation & beleidigte Leberwurst
      21 41 Melden
    • Lutz Pfannenstiel 28.04.2017 11:13
      Highlight Etwas armselig, die für Schweizer Verhältnisse grossartige Karrieren von Streller und Frei darauf zu reduzieren.
      57 11 Melden
    • toofast2.0 28.04.2017 13:11
      Highlight Ich wünschte mir für die Nati einen Stürmer vom Format Frei oder Streller....
      8 1 Melden
    • Toerpe Zwerg 28.04.2017 13:11
      Highlight Das mag sein. Ich bin da auch nicht neutral. Speziell Frei aber wäre auch mit der Karriere von Messi noch immer brutal unsympathisch.

      Man darf jedenfalls nach den ersten Auftritten der neuen FCB Führung berechtigte Hoffnung haben, dass die Doninanz endet.
      6 2 Melden
    • Switch_On 28.04.2017 16:54
      Highlight Dass man Frei nicht als sympatisch empfindet, aber dass immer so viele etwas gegen Streller haben kann ich wirklich nicht verstehen.

      Ich denke die Dominanz des FCB wird solange halten bis der Rest der Liga mal beginnt anständig zu arbeiten. Es gibt VEreine die genug finanzielle Mittel hätten.
      3 2 Melden
  • Tom Garret 28.04.2017 09:56
    Highlight Mal schauen wie viele Rekorde sie dann wirklich knacken. Denn bekannterweise lässt Basel nach dem Titelgewinn immer stark nach. Aber für den einen oder anderen reicht es schon denke ich...
    30 2 Melden

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