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FIFA President Sepp Blatter applauds before the start of the 2014 World Cup Group G soccer match between Germany and Portugal at the Fonte Nova arena in Salvador June 16, 2014. REUTERS/Fabrizio Bensch (BRAZIL  - Tags: SOCCER SPORT WORLD CUP)

Hilft der FIFA bald nur noch beten? Bild: FABRIZIO BENSCH/REUTERS

Von 100'000 auf 200'000 Dollar

Weil die Bonuszahlungen gestrichen wurden: Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees verdoppeln ihre Gehälter

Weiter, immer weiter: Die englische «Sunday Times» legt mit neuen Enthüllungen gegen die FIFA nach. Die Mitglieder des Exekutivkomitees haben sich demnach das Gehalt verdoppelt. Dafür fallen die umstrittenen Bonuszahlungen weg.

22.06.14, 14:23

Ein Artikel von

Der Fussball-Weltverband FIFA gerät weiter in die Kritik. Laut eines Berichts der Londoner «Sunday Times» bekommen die 25 Mitglieder des Exekutivkomitees künftig eine doppelt so hohe jährliche Aufwandsentschädigung. Statt bisher 100'000 Dollar sollen es 200'000 Dollar sein. Die Zeitung beruft sich unter anderem auf Kontoauszüge, die ihr vorliegen sollen.

20.06.2014; Curitiba; Fussball - WM Brasilien 2014 - Ecuador - Honduras;
FIFA Praesident Josef Sepp Blatter auf der Zuschauertribuehne (Zhou Lei/Zuma Sports Wire/freshfocus)

Wer weiss, was da noch alles ans Licht kommt ... Bild: Zhou Lei/freshfocus

Im Gegenzug wurden die umstrittenen Bonuszahlungen an die Mitglieder gestrichen. «Es wurde verdoppelt, als Ausgleich für den Wegfall der Bonuszahlungen», wird ein namentlich nicht genanntes Exko-Mitglied in der «Sunday Times» zitiert. Die Exko-Angehörigen erhielten bisher einen Bonus in Höhe von 75'000 Dollar pro Jahr. In WM-Jahren waren es sogar bis zu 200'000 Dollar.

Pikant ist dabei die letzte WM-Ausschüttung: Nach Angaben der «Sunday Times» wurde den Exko-Mitgliedern der WM-Bonus für das Jahr 2010 (200'000 Dollar) exakt einen Tag vor der Abstimmung über die WM-Vergabe 2022 überwiesen. Es folgte die nach wie vor äusserst umstrittene und unter Korruptionsverdacht stehende Vergabe der Endrunde an Katar.

FIFA: «Das ist lächerlich»

Nach Angaben der Zeitung können sich die Exko-Mitglieder, die während ihres Aufenthalts bei der WM-Endrunde in Brasilien angeblich 700 Dollar «Taschengeld» pro Tag erhalten, ihre Aufwandsentschädigung auf Schweizer Konten überweisen lassen.

21.03.2014; Zuerich; MK FIFA; FIFA Konnunikations Direktor Walter De Gregorio waehrend der Medienkonferenz (Andreas Meier/freshfocus

FIFA-Kommunikationsdirektor Walter De Gregorio will nicht jedes Wochenende neue Anschuldigungen kommentieren. Bild: Andreas Meier/freshfocus

FIFA-Kommunikationsdirektor Walter De Gregorio wollte sich nicht zu dem Bericht äussern. «Wir können nicht jede Seite, die Sie sich aus den hunderten Millionen von Mails - die Ihnen nach eigenen Angaben vorliegen - herauspicken, kommentieren», schrieb De Gregorio per Mail der «Sunday Times». Und weiter heisst es: «Das könnte ja immer so weiter gehen. Wir können dieses Spiel nicht jedes Wochenende spielen. Das wissen Sie. Das ist lächerlich.» (pre/spon)

Das Exekutivkomitee der FIFA

Das Exekutivkomitee des Welt-Fussballverbandes FIFA setzt sich zusammen aus dem Präsidenten Joseph S. Blatter, seinen acht Vizepräsidenten und weiteren 15 einfachen Mitgliedern. Das Komitee tagt zweimal im Jahr. Die Mandatsdauer der Mitglieder beträgt vier Jahre.

Das Exekutivkomitee legt die Termine, Spielorte und Formate der FIFA-Wettbewerbe, darunter die der WM, fest. Es beruft die FIFA-Delegierten für das International Football Association Board (IFAB), das über Regeländerungen bestimmt, und ist für die Ernennung sowie Abberufung des Generalsekretärs (derzeit: Jérôme Valcke) zuständig. (sid)



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    Alle Leser-Kommentare
  • Romeo 22.06.2014 14:38
    Highlight Die FIFA fördert Fussball überall und für alle. Das wird in allen Stadien gespammt. Nun frage ich mich. Mit 200k USD lässt sich so mancher Junior grossziehen. Warum machen diese Typen ihren Job eigentlich nicht ehrenamtlich ? Schliesslich sind sie ein Verein. Soll mir Norman erzählen das wäre ein 100% Schoggi-Job.
    5 1 Melden
    • Romeo 23.06.2014 17:04
      Highlight Genau suncollector. Deswegen empfinde ich den FIFA Werbungs-Spruch als Hohn. Es sind nur Worthülsen. Es wird nicht gelebt wie es gross angepriesen wird. Ich meine im Verhältnis. Die sind einfach überbezahlt für das was sie leisten. Dazu kommen sicher noch Spesen, Vergütungen, Entschädigungen und was es sonst noch gibt. Ah. Gratifikationen. Hoppla. Selbstverliebter Sepp. Ich bin kein WUTBÜRGER aber das nervt einfach.
      3 0 Melden

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