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Football - Manchester United v Arsenal - Barclays Premier League - Old Trafford - 17/5/15
Manchester United's David De Gea sustains an injury before being substituted
Action Images via Reuters / Jason Cairnduff
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Als ob der Transfer-Sommer nicht schon absurd genug gewesen wäre, was beim De-Gea-Deal ablief, übertraf nochmals alles. Bild: Jason Cairnduff/REUTERS

Die Unterlagen eine Minute zu spät abgeschickt: Wie Real und Manchester United den De-Gea-Deal vertrödelten

David De Gea sollte von Manchester United zu Real Madrid wechseln. Das war der Wunsch des Torwarts und nach zähen Verhandlungen waren sich auch die Vereine einig. Doch dann landeten die Vertragsunterlagen zu spät beim spanischen Ligaverband.



Ein Artikel von

Spiegel Online

An diesem Dienstag um 13 Uhr wollte Real Madrid in der Ehrenloge des Estadio Santiago Bernabéu einen neuen Spieler präsentieren. David De Gea, bislang bei Manchester United unter Vertrag, sollte als neuer Torwart der Königlichen vorgestellt werden. 30 Millionen Euro wollte sich Real den 24-jährigen Keeper kosten lassen. De Gea wäre damit zum zweitteuersten Torhüter der Fussballgeschichte aufgestiegen.

Doch daraus wird wohl nichts. Die Journalisten können sich den Weg ins Stadion aller Voraussicht nach sparen. Denn die notwendigen Unterlagen sind erst nach Mitternacht beim spanischen Ligaverband eingetroffen, damit war die Frist für einen Transfer abgelaufen. Und nun schieben sich Spieler und Vereine gegenseitig die Schuld zu.

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Die Frontseite der heutigen Ausgabe der Marca: «Lächerlich». bild: 101greatgoals.com

Manchester United behauptet, die erforderlichen Unterlagen rechtzeitig nach Madrid geschickt zu haben. Nach Informationen des Guardian kann der Verein das auch mit Hilfe von Zeitstempeln auf den Fax-Unterlagen belegen.

Die Real Madrid sehr zugeneigte spanische Sportzeitung Marca behauptet hingegen, die Dokumente aus Manchester seien erst um 23.59 Uhr eingegangen. Dann habe man die Unterlagen umgehend an den spanischen Ligaverband weitergeleitet, dort seien sie dann aber erst um eine Minute nach Mitternacht eingetroffen. Real wolle nun nachweisen, dass der Vertrag um 23.59 Uhr an den Verband geschickt wurde.

Oder hat Navas den Deal platzen lassen?

Eine andere Version präsentiert die spanische Sportzeitung As. Demnach hätten sich die beiden Vereine um 23.30 Uhr auf den Wechsel geeinigt. Doch dann kam Keylor Navas dazwischen: Der Torwart aus Costa Rica hätte im Gegenzug für 15 Millionen Euro von Madrid nach Manchester wechseln sollen. Er habe jedoch in letzter Minute Änderungen an seinem neuen Vertrag bei den Engländern verlangt. Diese Nachverhandlungen hätten sich hingezogen, daher seien die Unterlagen nach «As»-Informationen erst um 0.28 Uhr beim Verband angekommen.

Football - Manchester United v Newcastle United - Barclays Premier League - Old Trafford - 22/8/15
Manchester United's Anders Lindegaard and David de Gea watch from the stands
Reuters / Andrew Yates
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David De Gea darf sich wohl auf eine Saison auf der Ersatzbank freuen.  Bild: Andrew Yates/REUTERS

Damit bleiben beide Torhüter wohl zumindest bis zur Winterpause bei ihren Vereinen. De Gea droht bei Manchester United eine Saison auf der Bank, denn Trainer Louis van Gaal scheint nicht mehr auf ihn zu setzen. Argentiniens Nummer eins Sergio Romero stand bislang in der Premier League im Tor, zweiter Torwart ist der ehemalige Keeper des FC Barcelona, Victor Valdes. Nach Ende dieser Saison könnte De Gea dann ablösefrei wechseln.

In der vergangenen Winterpause gab es einen ähnlichen Fall: Damals wollte Bryan Ruiz vom FC Fulham zu UD Levante nach Spanien wechseln. Auch damals trafen die Unterlagen zu spät ein, Levante wandte sich an den Weltverband FIFA – ohne Erfolg. Eigentlich dürfte Real Madrid nun mit einem Einspruch kaum grössere Chancen auf Erfolg haben. Aber Real Madrid ist nicht Levante.

syd/cma

Die besten Reaktionen auf Twitter

Ex-Fussballer Didi Hamann versteht die Welt nicht mehr. Wie können zwei der grössten Klubs der Welt ihre Büroarbeit nicht rechtzeitig erledigen?

Sowieso: Wer braucht überhaupt noch Fax-Geräte?

Wie man diese benutzt, weiss sowieso schon lange keiner mehr.

Aber vielleicht war ja Kalkül dahinter und Manchester-United-CEO Ed Woodward und Louis van Gaal wollten De Gea gar nicht verkaufen.

Das grosse Transfer-Desaster: Bart Simpson starring as Florentino Perez, Abe Simpson starring as David De Gea.

Ob letzten Endes das Problem in Madrid oder ...

... in Manchester lag, kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht definitv gesagt werden. 

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