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Europameisterinnen! Bild: AP/AP

Verdienter EM-Titel für die orangen Löwinnen

Das niederländische Sommermärchen ist perfekt. Der Gastgeber entschied an der Frauen-EM im eigenen Land den Final in Enschede gegen Dänemark mit 4:2 (2:2) für sich und holte erstmals den EM-Titel.

06.08.17, 20:29

Ein Transparent mit einem grossen Löwenkopf und den Worten «Wir sind auf der Jagd» hatten die Fans vor der Partie in die Höhe gehalten. Und die «Oranje Leeuwinnen» enttäuschten die gut 27'000 Zuschauer im ausverkauften Stadion von Twente Enschede wie bereits in den vergangenen drei Wochen nicht. Im hochklassigen, von der Schweizerin Esther Staubli souverän geleiteten Final setzte sich der Gastgeber nach einem frühen Rückstand verdient 4:2 durch.

So feiert Holland den EM-Titel im Frauen-Fussball

Vivianne Miedema, die bereits das 1:1 erzielte hatte (10.), entschied in der 89. Minute mit ihrem vierten Turniertreffer das Duell der Final-Debütanten endgültig zugunsten des Gastgebers und gab mit dem 4:2 den Startschuss zur Party in orange, zu der sich auch der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte, Louis van Gaal und Marco van Basten eingefunden hatten. Es war der Schlusspunkt eines makellosen Turniers des Gastgebers, der seine sechs Partien gewann und sich in den drei K.o.-Spielen gegen Schweden, England und Dänemark souverän durchsetzte.

Die Entscheidung zum 4:2. Video: streamable

Die Mannschaft von Sarina Wiegman, organisiert in einem klassischen 4-3-3-System, spielte den technisch besten und attraktivsten Fussball aller 16 Teams und verfügte auch über die herausragenden Individualistinnen des Turniers. Ob Mittelstürmerin Miedema, die schnelle Shanice van de Sanden auf dem rechten Flügel, Lieke Martens, die trickreiche linke Flügelstürmerin, die zur besten Spielerin des Turniers gewählt wurde, Captain Sherida Spitse oder Jackie Groenen im Zentrum, sie alle trugen ihren Anteil zum Erfolg bei und entfachten mit ihrem Offensivspektakel eine Euphorie im ganzen Land.

Nie fand ein Frauen-Fussballspiel in Holland vor mehr Fans statt. Bild: EPA/ANP

Auf den ersten Rückstand im Turnier - Dänemark war bereits in der 6. Minute durch einen Foulpenalty von Nadia Nadim in Führung gegangen - reagierte die Niederlande postwendend. Miedema (10.) und Martens (28.) drehten die Partie, ehe Dänemarks Captain Pernille Harder noch einmal der Ausgleich gelang (33.). Die Entscheidung fiel kurz nach der Pause, als Spitse mit einem direkt verwandelten Freistoss Dänemarks Keeperin Stina Petersen in der Goalie-Ecke erwischte.

Das Game-Winning-Goal zum 3:2. Video: streamable

Mit dem Erfolg trat die Niederlande die Nachfolge von Deutschland an, das an den letzten sechs Europameisterschaften triumphiert hatte. Der «Koninklijke Nederlandse Voetbal Bond» ist nach Schweden, Norwegen und Deutschland erst der vierte Europameister der Geschichte. (fox/sda)

Holländisch tönt ja fast noch lustiger als Sanktgallerisch. Aber da dürfen wir uns auch nicht drüber beklagen:

2m 15s

«Hört auf, den St.Galler Dialekt zu hassen!»

Video: watson

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • mikel 06.08.2017 22:32
    Highlight War ein super Finale! Hoffe der Frauenfussball kann weiter wachsen, von mir aus lieber in die Breite als an der Spitze. Mädchen können Fussball ebenso lieben wie Jungs. Und wenn auf dieser Ebene weiter Vorurteile abgebaut werden, dann wird der vielzitierte Unterschied zu den Männern auf dem Fussballplatz auch kleiner. Hat jedenfalls Spass gemacht die EM!
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