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FA Raetia: Bei der WM der Regionen verloren – aber das Herz eines Sechsjährigen gewonnen



Dabei sein ist alles – das dürfte das Motto sein, das den Trip der FA Raetia zur WM der Regionen nach Abchasien am besten beschreibt. Die Bündner haben ihre ersten drei Spiele verloren – und müssen nun nach einem weiteren Match bereits den Heimweg antreten.

Nachdem das Team an der Grenze von einer Polizeieskorte empfangen und zum Hotel gebracht wurde, trafen die Schweizer am 30. Mai auf die italienischen Vertreter von Padania. Die Norditaliener hatten am Vortag knapp mit 1:2 gegen Nordyzpern verloren, tankten dann jedoch dank der Schweizer wieder Selbstvertrauen, als sie Raetia mit 6:0 vom Platz fegten.

«Das Team aus Norditalien beeindruckte durch das ganze Spiel, zeigte sein Können durch grossartige Angriffe und eindrückliche Tore», ist auf der CONIFA-Website nachzulesen. «Raetia verteidigte anfangs stoisch und hielt dem erheblichen Druck durch Padana stand. Aber nach einem Tor in der 24. Minute öffneten sich alle Schleusen. Padana traf vor der Halbzeit noch einmal und danach vier Mal.»

Das Spiel gegen Nordzypern am Folgetag im Daur Akhvlediani Stadion in Gagra hatte der Schweizer Goalie ebenfalls viel zu tun: Raetia ging mit 7:0 unter. Im ersten von zwei Platzierungsspielen stand ein Duell gegen Szeklerland auf dem Spielplan: In dem Gebiet in Rumänien lebt eine ungarische Minderheit. Und auch die kann – zum Leidwesen der Schweizer – mit einem Ball umgehen. Das Ergebnis: 7:0.

Die Raetia-Kicker mit dem Moskauer Vanja. Er ist sechs Jahre alt und hat beim Turnier sein Herz an die Schweizer verloren.

«Unser bester Spieler hat direkt eine rote Karte fürs Meckern bekommen», erklärt Yacine Azzouz. Das habe das Team anfangs schon runtergezogen. «Aber die Stimmung ist wieder gut», versichert der Vereinspräsident am Donnerstag. Am Vortag hatten einige seine Kicker den Nationalpark Abchasiens besucht – zusammen mit Spielern der Auswahl von Somaliland und drei lokalen Betreuerinnen.

Die FA Raetia ist mit den Kickern aus Somaliland, Nordzypern, Padania und Panjab in einem Hotel untergebracht. «Die Leute sind unheimlich freundlich, aufgeschlossen und auch neugierig», beschreibt Azzouz die abchasischen Gastgeber. 

Im letzten Spiel am Freitag konnte die Fussballauswahl dann nochmal beweisen, dass sie doch das Zeug zum Matchwinner hat. Gegen die Tschagos-Inseln setzten sich die Schweizer gegen die Tschagos-Inseln mit 6:5 durch. Damit endet das Fussball-Abenteuer in Abchasien: Am Sonntag macht sich das Team auf die Rückreise.

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