Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Wird der FC Basel schon am Sonntag Meister?
Bild: KEYSTONE

FCZ als Basler Meistermacher? FCB-Trainer Urs Fischer drückt auf die Euphoriebremse

Am siebten Titelgewinn des FC Basel in Folge bestehen seit Wochen keine Zweifel mehr. Die Frage ist einzig noch: Wann wird der FCB Meister? An diesem Wochenende könnte es soweit sein.

23.04.16, 11:16

Die Rechnung ist einfach: Holt Basel in Vaduz einen Punkt mehr als die Young Boys gegen den FC Zürich, so wäre nach 30 von 36 Runden im Meisterrennen alles klar. Gleichzeitig würde der FCB seinen eigenen Rekord aus der Saison 2011/12 brechen. Damals stand die Mannschaft unter Heiko Vogel nach einem 3:1 gegen Lausanne fünf Runden vor Schluss als Meister fest. Am Ende betrug der Vorsprung auf Luzern 20 Punkte.

Urs Fischer will mit dem FCB die Saison fokussiert zu Ende spielen.
Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Aktuell sind es 18 auf die Young Boys. Beim Anpfiff der Partie im Fürstentum Liechtenstein um 16 Uhr wird der FC Basel bereits wissen, ob er am Sonntag Meister werden kann oder nicht. Denn bereits um 13.45 Uhr empfängt YB den FC Zürich. Vielleicht wird also ausgerechnet der Erzrivale zum «Meistermacher». Die Faktenlage ist eindeutig, der Formstand ist es ebenfalls. Der FC Basel zeigte in den letzten Wochen und Monaten keine Anzeichen von Schwäche. Er zog die Pace nicht zuletzt dank seines breiten Kaders durch.

Seit dem 1:2 in St. Gallen am 23. November 2015 holte er aus 13 Spielen 33 Punkte, nur Thun (1:1) und der FC Zürich in einem seiner lichten Momente (2:2) trotzten dem designierten Meister. Noch immer winkt Trainer Urs Fischer ab, wenn es um das Thema Titel geht. «Ich verschwende keinen Gedanken daran.

«Wir wollen keinen 'Larifari-Betrieb'.»

FCB-Trainer Urs Fischer

Wir nehmen die Spiele weiterhin sehr ernst, das haben die letzten Resultate gezeigt. Für uns endet die Meisterschaft am 25. Mai, keinen Tag vorher.» Fischer beteuerte, dass seine Mannschaft keinen «Betriebsausflug nach Vaduz» mache. «Es geht bis Ende Mai noch um Punkte- und um Einsatzprämien, um Seriosität. Wir wollen keinen 'Larifari-Betrieb'.»

Streit um eine Platz auf dem europäischen Parkett

Im Kampf um die Europacup-Plätze spüren die drittklassierten Grasshoppers den FC Sion im Nacken. Innert fünf Runden schmolz der Vorsprung von GC von neun auf zwei Punkte zusammen, zwischenzeitlich hatten die Zürcher die Walliser sogar bis auf einen Zähler heranrücken lassen müssen. Sions Chefcoach Didier Tholot redet aber weiterhin von Platz 4, den er konsolidieren will. Vor allem aber möchte der Franzose verhindern, dass Sion in der 36. Runde eine «Finalissima» in Luzern zu bestreiten hat. Die Sittener spielen am Sonntag gegen Lugano, die Grasshoppers bereits am Samstag gegen St. Gallen.

Sion-Trainer Didier Tholot will eine Finalissima um den Europa-League-Platz gegen Luzern vermeiden. Bild: Christian Pfander/freshfocus

Jeff Saibene, der Trainer des im 6. Rang klassierten FC Thun, orientiert sich nach den Punktverlusten in Lugano (1:2) und gegen Vaduz (2:2) nach hinten. Ein Platz in den Top 4 ist angesichts des Rückstandes von sieben Punkten auf Sion nicht mehr sehr realistisch. Stattdessen will der Luxemburger den Klassenerhalt so schnell wie möglich sicherstellen.

Beim FC Thun und Jeff Saibene macht sich Ernüchterung breit.
Bild: Michael Zanghellini/freshfocus

Vor dem Auswärtsspiel in Luzern beträgt der Vorsprung auf Lugano sieben Zähler, jener auf Vaduz neun. Saibene wirkte nach einigen strittigen Entscheiden gegen sein Team in den letzten Wochen angesäuert und etwas nervös. (sda)

Rekorde in der Schweizer Super League

Unvergessene Schweizer Fussball-Geschichten

25.11.2009: Das beste Fussball-Musikvideo aller Zeiten erscheint auf Youtube – über den FC Aarau

15.11.2009: Die Schweiz ist Fussball-Weltmeister! Die U17-Nati setzt ihrem Höhenflug die Krone auf

22.02.2004: St.Gallens Kultfigur «Zelli» muss in der Not ins Tor und kratzt den Ball in «seiner» Ecke

30.09.2009: Dank Tihinens Hackentrick, «abgeschaut bei einem finnischen Volkstanz», bodigt der FC Zürich das grosse Milan

07.12.2011: Der FC Basel schmeisst Manchester United aus der Champions League und Steini, der Glatte, schiesst den Ball an die Latte

05.12.2004: Paulo Diogo gewinnt mit Servette wichtige Punkte im Abstiegskampf – und verliert dabei einen Finger

12.11.2002: Basel holt gegen Liverpool ein 3:3 und Beni Thurnheer schwärmt: «Dieses Spiel müsste man zeigen, wenn ich gestorben bin»

01.11.1989: Nur durch einen Witz-Penalty zwingt Diego Maradonas Napoli die tapferen Wettinger in die Knie

21.10.2013: Pajtim Kasami hämmert «einen der schönsten Volleys überhaupt» ins Crystal-Palace-Tor und verzückt sogar Andy Murray

08.10.2010: Vucinic lässt der Schweiz die Hosen runter und trägt sie als Kopfschmuck

07.10.1989: Der «Fall Klötzli» – vier Wettinger gehen auf den Schiri los, weil dieser Sekunden vor dem Ausgleich abpfeift

20.11.1996: Wegen 20 fatalen Minuten landet Champions-League-Überflieger GC in Glasgow auf dem harten Boden der Realität

25.9.1996: Murat Yakin sticht mit seinem Freistoss mitten ins Ajax-Herz und bringt Mama Emine zum Weinen

10.09. 2008: Luxemburgerli vernaschen? Denkste! – Die Schweizer Nati kassiert die bitterste Niederlage ihrer Geschichte

07.09.2005: Nati-Goalie Zuberbühler kassiert auf Zypern ein Riesen-Ei und schiebt die Schuld dafür dem «Blick» in die Schuhe

29.09.1971: Statt «allzu augenfällig im Spargang» die Pflicht zu erledigen, sorgt GC für den höchsten Schweizer Europacup-Sieg aller Zeiten

01.09.2007: Mit dem letzten Spiel im Hardturm-Stadion gehen 78 Jahre Geschichte zu Ende

11.08.2010: Moreno Costanzo schiesst mit seiner ersten Ballberührung als Natispieler gleich den Siegtreffer

09.08.2009: Basel-Goalie Costanzo wird für drei Spiele gesperrt – nach einer Attacke auf den eigenen Mitspieler

26.06.1954: Die Schweiz kassiert gegen Österreich in der «Hitzeschlacht von Lausanne» eine ihrer bittersten Niederlagen

26.06.2006: «Züngeler» Streller leitet das peinliche Schweizer Penalty-Debakel ein

30.07.2000: Nur GC-Milchbubi Peter Jehle steht noch zwischen FCB-Legende Massimo Ceccaroni und seinem allerersten Tor

03.05.1994: Mit dem Sonderflug zur spontanen Aufstiegsfeier auf den Barfi

01.05.1993: Marc Hottigers Knallertor versenkt Italien – und er verärgert die Azzurri danach mit einer frechen Leibchentausch-Bitte 

30.04.2011: Cabanas fordert vom Basler Schiri Respekt, denn «das isch GC! Rekordmeister! Än Institution, hey!»

26.04.2003: Colombas Goalie-Goal lässt Razzetti alt aussehen und den FC Aarau unabsteigbar bleiben

13.11.1991: Weil die Schweizer Nati in der «Hölle von Bukarest» auf 0:0 spielt, vergeigt sie die EM-Qualifikation im letzten Moment doch noch

16.11.2005: Die Nacht der Tritte und Schläge – einer der grössten Nati-Erfolge verkommt zur «Schande von Istanbul»

26.09.1995: Luganos Carrasco bringt mit seiner Banane Gianluca Pagliuca und das grosse Inter Mailand zum Weinen

24.04.1996: Das Ende von Nati-Trainer Artur Jorge nimmt ausgerechnet mit dem einzigen Sieg seiner kurzen Ära den Anfang 

12.04.2004: Der grosse Robbie Williams führt den kleinen FC Wil zum Cupsieg gegen GC

16.04.2009: «Jawoll, jawoll, jawoll, jawoll … YB isch im Göppfinau!»

30.05.1981: Der Wolf und seine «Abbruch GmbH» entfachen mit dem 2:1-Sieg gegen England eine neue Fussball-Euphorie

18.06.1994: Beni Thurnheers fataler Irrtum – es gibt eben doch einen Zweiten wie Bregy

07.03.2007: Johann Vogel droht Köbi Kuhn, in den Flieger zu steigen, um ihm «eins zu tätschen»

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Liebes YB, bitte veryoungboys es noch ein Mal

Liebe Young Boys

Versteht mich bitte nicht falsch. Ich würde euch den Titel von Herzen gönnen. Obwohl ich kein Fan bin, mag ich euch: das Team, Radio Gelb-Schwarz, die Stadt, den Hütter – und den Spycher sowieso. Spätestens seit ich ihn einmal im grossen Buchladen in Zürich traf. Und nicht etwa in der DVD-Abteilung.

Ich würde euch den Titel echt gönnen.

Aber ich hätte es auch Odysseus gegönnt, dass er nach dem Krieg gegen Troja auf direktem Weg nach Hause gefunden hätte. Doch so funktioniert …

Artikel lesen