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Ausländer-Trios, werbefreie Trikots oder das Nasenpflaster – 16 Dinge, die aus dem Fussball verschwunden sind

Im Fussball wie in der Mode: Trends kommen und gehen. Vieles, was früher hip war, ist heute längst verschwunden. Egal ob auf der Taktiktafel, bei der Bekleidung oder im Regelwerk.

12.01.16, 14:45 25.07.16, 14:03

Schwarze Schuhe

Egal ob von Adidas, Puma, Lotto, Nike oder Diadora – lange waren sämtliche Fussball-Schuhe schwarz. Dann 1997 die Revolution: Ex-Hopper Giovane Elber wechselt im Sommer vom VfB Stuttgart zu Bayern München und trägt als erster Fussballer überhaupt weisse Schuhe.

Es war ein blütenweisser Adidas Predator mit drei schwarzen Streifen und knallroter Zunge. Von da an ist der Siegeszug der farbigen Fussball-Schuhe nicht mehr aufzuhalten. Mittlerweile gibt es sie in allen Farben wie der Nati-Vergleich zwischen 1996 und 2015 zeigt.

Nasenpflaster

Erfunden wurde es 1993 eigentlich, um Frauen schnarchender Männern wieder ruhige Nächte zu bescheren. Doch schnell schaffte der von der amerikanischen Firma «Breathe Right» entwickelte Klebestreifen den Weg in die Sportwelt. Natürlich auch in den Fussball.

Pierluigi Casiraghi, Murat Yakin, Olaf Marschall und unzählige namenlose Hobbyfussballer – sie alle trugen Mitte der 90er-Jahre ein Pflaster über der Nase. Genauso schnell wie es gekommen war, verschwand es danach wieder.

Olaf Marschall diskutiert mit Ciriaco Sforza – wohl nicht über das Nasenpflaster.
Bild: AP

Werbefreie Trikots

Wie heute nur noch bei den Nationalmannschaften gab es früher auch im Klubfussball keine Trikotwerbung. Der uruguayische Verein CA Peñarol kam 1950 auf die Idee, die Brustfläche zu vermarkten und generierte als erster Klub der Welt Einnahmen durch Trikotwerbung.

In Europa etablierte sich das Trikot-Sponsoring erst in den 70er-Jahren. Bald prangte auf jeder Brust ein Logo oder ein Schriftzug. Auf jeder? Nicht ganz. Der FC Barcelona und Athletic Bilbao verstanden sich als katalanische bzw. baskische Nationalmannschaft und verzichteten lange auf Trikotwerbung. Bilbao wurde 2008 schwach, Barcelona 2011. Seither macht die «Blaugrana» Werbung für das Emirat Katar und kassiert dafür rund 30 Millionen Euro jährlich.

Mit und ohne: Ronaldinho (l.) vs. Messi

Rückennummern 1 bis 11

Lange hatten Fussballer keine fixe Rückennummern. An grossen Turnieren nummerierten einige Teams mit wenigen Ausnahmen – Diego Mardona hatte beispielsweise stets die 10, Johann Cruyff immer die 14 – einfach alphabetisch durch. Das hatte zur Folge, dass der Holländer Jan Jongbloed als Goalie mit der 8 spielte. Anderswo trugen die Spieler der Startelf stets die Nummern 1 bis 11. Die 1 gehörte dem Torhüter, 2 bis 4 den Verteidigern, die 5 dem Libero, 6 bis 8 den Mittelfeldspielern, die 10 dem Spielmacher, die 9 und die 11 den Stürmern.

Die Kommerzialisierung des Fussballs brachte die Idee von fixen, individuellen Rückennummern hervor. Schliesslich waren diese mit dem auf dem Trikot gedruckten Namen verbunden. Und so liefen plötzlich Fussballer mit der 69 (Bixente Lizarazu) oder der 99 (Antonio Cassano) auf. Dem haben einzelne Verbände mittlerweile einen Riegel vorgeschoben. In der Bundesliga sind keine Nummern über der 40 erlaubt, bei der Fussball-WM sind die Nummern 1 bis 23 Pflicht. In der Super League ist zwischen 2 und 99 alles möglich. Vorgeschrieben ist nur, dass die 1 ein Torhüter tragen muss.

Die Schweizer Nati freut sich 1991 über einen 7:0-Sieg gegen San Marino.
Bild: KEYSTONE

Richtig kurze Hosen

Modisch fragwürdig war's wohl schon damals, trotzdem trugen sämtliche Fussballer bis zu Beginn der 90er-Jahre extrem kurz geschnittene Hosen. Ob die zusätzliche Beinfreiheit zu mehr Beweglichkeit verhelfen sollte oder ob man mehr weibliches Publikum anlocken wollte – das lässt sich heute nicht mehr eruieren. Wichtig ist nur, dass sie Geschichte sind.

Luzerns Peter Nadig und Servettes Oscar Acosta zeigen 1990 viel Bein.
Bild: KEYSTONE

Radlerhosen

Mitte der 90er-Jahre gehörte die schwarze Radlerhose von einem Moment zum anderen plötzlich zur Pflichtausrüstung aller rutschfreudigen Fussballer. Dass ausserdem die Oberschenkelmuskulatur schön warm blieb, war natürlich ein weiterer Vorteil.

Als die Hosen darüber länger wurden, verschwand sie wieder.  Aber nicht ganz: Farblich an die Hosen angepasst wird sie auch heute noch gerne getragen, beispielsweise von Jerome Boateng, Arjen Robben oder Stephan Lichtsteiner.

YBs Peter Közle (hier im Zweikampf mit Alain Sutter) war 1990 einer der ersten, der die Radlerhose in der Schweiz trug.
Bild: KEYSTONE

Keine Schienbeinschoner

Erst 1990 entscheidet die FIFA, das Tragen von Schienbeinschonern zur Pflicht zu machen. Zuvor war es den Spielern überlassen, ob sie die Schützer tragen wollten oder nicht. Wer darauf verzichtete, war ein Revoluzzer, ein cooler Hund. Irgendwie zumindest ...

Der Dortmunder Michael Schulz pfeift 1989 auf die Verletzungsgefahr.
Bild: Bongarts

Libero und Vorstopper

Was war das für eine Revolution, als Mitte der 80er-Jahre die ersten Mannschaften begannen, die Vierer- oder Dreierkette einzuführen. Zuvor war die Manndeckung das Non-Plus-Ultra: Die Aussenverteidiger kümmerten sich um die beiden Stürmer, der Vorstopper um den Spielmacher. Dahinter sorgte der Libero, der freie Mann, für die Absicherung und den Spielaufbau.

Doch bald stellte sich heraus, dass die Raumdeckung deutlich effektiver ist und sie ein schnelles Umschalten von der Defensive in die Offensive ermöglicht. Mittlerweile wird im modernen Fussball kaum mehr mit Manndeckung gespielt. Den letzten grossen Erfolg mit dem alten Spielsystem errangen die Griechen an der EM 2004, als sie völlig überraschend den Titel holten.

Alain Geiger war Anfang der 90er-Jahre der letzte Libero der Schweizer Nati.
Bild: KEYSTONE

Werbefreie Stadionnamen

Früher hiessen die Arenen dieser Welt Allmend, Espenmoos, Westfalenstadion oder Highbury, doch das ist längst Geschichte. Um noch mehr Einnahmen zu generieren, werden seit 2001 die Stadionnamen auch in Europa nach amerikanischem Vorbild an finanzkräftige Unternehmen verkauft.

Und so heisst das Stadion in Luzern jetzt Swissporarena, die Heimstätte des FC St.Gallen AFG Arena, das BVB-Stadion Signal-Iduna-Park und die Arsenal-Arena Emirates Stadium. Längst hat man sich daran gewöhnt – schade ist es trotzdem, dass die bekannten Persönlichkeiten oder die geographischen Angaben aus den Stadionnamen ein- für allemal (?) verschwunden sind.

Bis 2005: Westfalenstadion.
bild: getty images europe

Seit 2005: Signal-Iduna-Park.
Bild: EPA

Rückpässe zum Goalie

1992 wurde sie eingeführt, die wohl beste Regeländerung im Fussball aller Zeiten: Die Rückpassregel. Seither gilt, dass der Torhüter den Ball nicht mehr mit der Hand berühren darf, wenn 

Die Rückpassregel war eine Reaktion der FIFA auf das ständige «Auf-Zeit-Spielen» in der Schlussphase, wenn der Ball – wie im WM-Final 1990 – immer wieder zurück zum Torhüter gespielt wurde und der den Ball erst in die Hand nahm, wenn ein Gegner unmittelbar vor ihm stand.

In der Schlussphase des WM-Finals 1990 zwischen Deutschland und Argentinien suchten die Deutschen immer wieder Bodo Illgner.
streamable

Ausländer-Trios

2010 stand bei Arsenal zum ersten Mal in der 133-jährigen englischen Fussball-Geschichte kein einziger Brite im Kader. Das war früher gar nicht möglich. Bis zum Bosman-Urteil, das 1995 allen Profi-Fussballern innerhalb Europas die übliche Arbeitnehmerfreizügigkeit zusprach und die bestehende Ausländerregelungen zu Fall brachte, waren pro Klub höchstens drei Ausländer pro Spiel zugelassen.

Natürlich spielten die besten Legionäre damals wie heute in der besten Liga der Welt und das war die italienische Serie A. So engagierte Inter Mailand mit Andreas Brehme, Lothar Matthäus und Jürgen Klinsmann drei Deutsche, während Stadtrivale AC Milan auf das Holländer-Trio Frank Rijkaard, Ruud Gullit und Marco van Basten setzte. 

Milan: Gullit, van Basten, Riijkard.
bild: getty images europe

Inter: Matthäus, Klinsmann, Brehme.
bild: getty images europe

Fussballzwerge als Meister

Die Spreu hat sich im modernen Fussball längst vom Weizen getrennt. Den Titel kann nur noch holen, wer über das nötige Spielermaterial und die dafür benötigten finanziellen Mittel verfügt. Serienmeister wie der FC Basel, Red Bull Salzburg oder Dinamo Zagreb sind in den kleineren Ligen zur Gewohnheit geworden. Aber auch in den Topligen gibt es höchstens eine handvoll ernsthafter Titelkandidaten.

Das war früher anders, die Finanzschere weit weniger offen. Wer gut einkaufte und ein gutes Gefüge im Team hatte, durfte sich berechtigte Hoffnungen auf den ganz grossen Coup machen. Zuletzt gelang dies in der Schweiz dem FC St.Gallen im Jahr 2000, zuvor Aarau 1993 und dem FC Luzern 1989.

Ungezupfte Augenbrauen

Das Schönheitsideal hat sich im Laufe der Jahre natürlich auch bei den Fussballern geändert. Doch erst mit dem Vorzeige-Metrosexuellen David Beckham wurde so richtig Wert auf Äusserlichkeiten gelegt. Während die Fussballer früher scheinbar wie frisch aus dem Bett den Platz betraten, geht Mann heute komplett durchgestylt auf den Rasen. Schliesslich lauert an jeder Ecke eine Kamera.

Trifon Iwanow (l.) vs. Granit Xhaka

 Untätowierte Fussballer-Arme

Es scheint fast ansteckend zu sein: Heutzutage gibt es fast keinen Fussballer mehr, dessen Körper nicht von Tattoos bedeckt ist. Naja, ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber doch tragen Fussball-Profis deutlich öfter Tätowierungen als Durchschnittsmenschen.

Über die Gründe gibt es vielfältige Theorien. Die gängigste: Die Tattoos der Profis sollen Ausdruck ihres aggressiven Kampfes sein und vor allem die Gegner einschüchtern. Schon bei den Ur-Völkern waren Tätowierungen genauso wie andere Körperveränderungen wie Piercings oder Schmucknarben ein Zeichen von Mut und Stärke.

Meist versteckt Lionel Messi seine tätowierten Unterarm unter einem langen Ärmel. Nicht so bei der Teampräsentation des FC Barcelona im Sommer 2015.
Bild: Francisco Seco/AP/KEYSTONE

Schmuck

Wenn kleines, dickes Ailton früher in unnachahmlicher Manier mit dem Ball am Fuss in Richtung Tor sprintete, hüpfte das Goldkettchen um seinen Hals wild hin und her. Wenn Bayern-Hüne Carsten Jancker mal wieder einen Ball ins Tor stolperte, küsste er stets seinen Ehering. Und wenn der Teenager Cristiano Ronaldo auf den Platz lief, funkelten an seinen Ohren zwei helle Klunker.

Heute ist das undenkbar, denn seit 2005 ist das Tragen vom Schmuck während einer Partie komplett verboten. Zuvor durften Ohr- oder Fingerringe für kurze Zeit abgeklebt werden.

Ailton spielte bei Werder Bremen noch mit Goldkette und Fingerreing.
Bild: DPA

Carsten Jancker küsste nach Toren stets seinen Ehering.
Bild: Bongarts

Bei der EM 2004 musst Cristiano Ronaldo seinen Ohrring abkleben.
Bild: EPA

Schlangen vor der Kasse

Wer früher ins Stadion ging, kaufte sich das Eintrittsbillett vor dem Spiel an der Tageskasse. Anstehen gehörte zur Tagesordnung, vor allem bei gut besuchten Spielen. Mit dem Aufkommen des Internets hat sich das radikal geändert. Kaum einer kauft sich das Billet noch am Matchtag an der Kasse, sondern bereits Tage im Voraus über irgendein Ticket-Portal.

Die Kasse auf dem Aarauer Brügglifeld.
Bild: KEYSTONE

Sie haben die Haare schön: Das sind die schrägsten Frisuren der Fussballer

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45
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45Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • The oder ich 14.01.2016 09:03
    Highlight Was an den Hosen aus den 70er/80er-Jahren so falsch sein soll, kann ich als "alter Sack" nicht begreifen. Dank der Innenhose war immer alles schön parkiert und sauber verpackt. Die heutigen Hosen haben einen Schnitt, dass man meint, der Schneider habe eher an genügend Platz für die Werbung als an die Bedürfnisse der Spieler gedacht.
    15 3 Melden
  • zimmerli 14.01.2016 02:18
    Highlight der vorstopper spielte auf den mittelstürmer, reich. der war damals meist die nummer 10, da man mit einem unkonventinellen 4-3-3 gespeilt hat. der mitte-mitte, meist die 7 (flügel 6, 8) hatte zwar freiheitenj, wurde aber ebenfalls von der 7 gedeckt. trotzdem ein netter artikel.
    1 2 Melden
  • Boniek 13.01.2016 17:54
    Highlight Eine einschneidende Veränderung, die in dieser Liste vielleicht noch fehlt: Die Einführung der Drei-Punkte-Regel Mitte der Neunzigerjahre (England war Vorreiter, die FIFA zog 1994 nach und in der Schweiz und Deutschland wurde sie auf die Saison 1995/96 hin eingeführt.) Davor gab's für einen Sieg nur zwei Punkte.
    17 0 Melden
    • Amboss 13.01.2016 22:54
      Highlight Uiii jaa stimmt :) früher gab's ja nur zwei Punkte für einen Sieg :)

      Und nicht zu vergessen: Nationalliga B Ostgruppe und Nationalliga B Westgruppe...

      :)
      12 0 Melden
    • maxi 14.01.2016 08:58
      Highlight auf/abstiegsrunde nicht zu vergessen;)
      7 0 Melden
    • Amboss 14.01.2016 09:47
      Highlight :) Damals spielten noch Grössen wie Étoile Carouge, FC Emmenbrücke, FC Glarus, FC Brüttisellen, Urania Genève Sports und nicht zu vergessen die Old Boys Basel in der Nationalliga B.


      8 0 Melden
    • maxi 14.01.2016 09:54
      Highlight jaja der tiefe fall des fc emmebrücke, wie schön. 😎
      5 0 Melden
  • Hoppla! 13.01.2016 09:50
    Highlight Und erst 1986 wurden erstmals synthetische Fussbälle benutzt.
    6 0 Melden
  • dave1771 12.01.2016 22:08
    Highlight naja... Valencia spielt auch ohne Sponsor. Radlerhosen nennt man Tights und es spielen fast alle damit. Und richtigenStadionnamen gibt es immer noch Wembley, Anfield-Road usw.
    21 2 Melden
    • ram 05.09.2016 13:01
      Highlight Nur Anfield, ohne Road.
      0 4 Melden
  • Seebär 12.01.2016 21:41
    Highlight Adidas World cup Schuhe, Tango Fussball , Blacky Trikots (die an gewissen Stellen juckten) und bei der Grätsche Kreide fressen.
    Im Stadion gab's immer Bier und Pyros fanden alle ok.
    Seufz
    37 2 Melden
  • Max Pauer 12.01.2016 20:54
    Highlight Bunte Schuhe gab's schon in den 70er Jahren von Puma. Wollte nur damals keiner. Frankfurts Lajos Detari war dann m.W. der erste, der bunte Töppen trug (anno 1988).
    11 1 Melden
  • Splinter 12.01.2016 20:28
    Highlight au ja. viel zu kurze Hosen mit XXL-Trikot.
    9 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 12.01.2016 21:14
      Highlight Ressourcen sparen, heisst die Devise! Heute macht man mit dem Stoff, der früher ein Trikot ergab, die Shirts für das ganze Team!
      14 1 Melden
    • Rowger Ebener 12.01.2016 23:21
      Highlight Der war gut :D
      2 1 Melden
  • maxi 12.01.2016 20:28
    Highlight 😂😂😂
    27 1 Melden
  • chrisdea 12.01.2016 20:03
    Highlight Hätte gern die selbe Liste für's Eishockey! Z.B. aus vergangenen Zeiten: der Gretzky-Helm, der HC Arosa in der NLA... ;-)
    10 5 Melden
    • maxi 12.01.2016 20:25
      Highlight sc luzern in der NLB 😍...heute gibts den verein nicht mal mehr... spielt jetzt unter dem namen hcluzern in der 2liga
      12 2 Melden
    • Amboss 12.01.2016 21:27
      Highlight Damals als man noch ohne Helm spielte :)

      Auch wenn das Spiel nicht mit heute vergleichbar ist... irgendwie lebensmüde...
      3 1 Melden
    • Splinter 13.01.2016 14:31
      Highlight oder Skirennen... als die Slalomfahrer noch mit Mütze fuhren
      7 1 Melden
  • Thomas J. aus B. 12.01.2016 19:10
    Highlight Mir wird gerade bewusst, dass ich die beschriebenen Zeiten in Sachen Fussball etwas vermisse. Und das obwohl damals die Schweizer kaum etwas rissen und (knappe) Niederlagen gegen die Grossen üblich waren. (Ist für mich beim Eishockey dasselbe.) Ich kucke beides gerne, aber irgendwie lebte die Sache mehr.
    Europacup der Meister, UEFA-Cup und Cup der Cupsieger mit nicht zig Vertretern aus den grossen Ligen waren irgendwie interessanter als der (manchmal durchaus unterhaltsame) Champions-League-Einheitsbrei. Allenfalls trübt da die Nostalgie-Brille etwas den Blick...
    29 4 Melden
  • Kloddz 12.01.2016 18:22
    Highlight Wenigstens das Old Trafford trägt noch keinen verhunzten Sponsorennamen... Hoffe, dass das noch lange so bleibt.
    24 3 Melden
    • Luca Brasi 12.01.2016 20:55
      Highlight Dafür liegt das "Theatre of Dreams" nicht einmal in der Stadt Manchester. *duck und weg*
      6 4 Melden
    • zettie94 12.01.2016 22:23
      Highlight Es gibt auch Stadionnamen mit Werbung, welche trotzdem super passen. Die Stockhorn-Arena in Thun beispielsweise. Aus dem Stadion hat man je nach Platz wirklich einen guten Blick auf's Stockhorn.
      15 5 Melden
  • Pisti 12.01.2016 18:18
    Highlight Das Nasenpflaster hatten wir bei de E-Junioren auch alle, hauptsache cool sein. 😎
    Übrigens in der Serie A scheint der Trend wieder dahin zu gehen, dass man kein Trikotsponsor mehr hatt. 😉
    15 2 Melden
  • Dan Rifter 12.01.2016 17:43
    Highlight Elber hatte doch schon beim VfB weisse Schuhe? (und Balakov oder Bobic rote..)
    7 5 Melden
  • el_chef 12.01.2016 17:07
    Highlight neymar hat bei santos noch mit nasenpflaster gespielt.
    13 4 Melden
    • el_chef 12.01.2016 17:29
      Highlight der beweis an diejenigen, die es nicht glauben wollten/ es als schlechten scherz verstanden
      27 3 Melden
  • Amboss 12.01.2016 16:42
    Highlight Hehe, genial diese Aufstellung. Da wird man ja gleich nostalgisch.
    Jaja, der Fussball hat sich gewandelt - nicht unbedingt zum Guten.


    Nun, was fehlt in der Zusammenstellung?

    - Ungedeckte Stehplatztribünen (Schlotter, schlotter im Winter, Hitzeschlag im Sommer)
    - Samstagabend-Spiele (19.30 Uhr Beginn, 21.30 Uhr zu Ende - Ein optimaler Samstag-Abend Beginn)
    - vielleicht gibt's ja noch mehr?
    29 2 Melden
    • hoi123 12.01.2016 16:50
      Highlight Es gibt ja immer noch ein Samstagsspiel um 20:00
      11 1 Melden
    • Switch_On 12.01.2016 17:31
      Highlight Jop hab auch noch einen:
      Früher konnte man sich frei im ganzen Stadion bewegen, also einmal um den Platz laufen. Heute ist das unmöglich.
      24 1 Melden
  • Anded 12.01.2016 16:39
    Highlight Stadiensponsor ist das eine, und von mir aus OK, wenn das Stadion ab Neubau bis zum Abriss so heisst. Stadien umbenennen gehört jedoch verboten. Ein Stadion wird ein Mal benannt wenn es gebaut wird. Im CH Fussball (SL) wurde soweit ich weiss noch nichts umbenannt. Aber beim Eishockey sind es in der NLA schon 5 Stadien. Seit dieser Saison eines schon zum 2. Mal. Genau so ein Unding sind Namensrechte für Ligen. Als nächstes kommen noch die Vereinsnamen? FC Novartis, FC Netstream? Und bei GC wechselt der Teamname in der Halbzeit?
    50 1 Melden
    • Jaing 12.01.2016 17:55
      Highlight In Österreich sind die mit den Namen schon lange so weit. Cashpoint Altach oder früher Tirol Milch Insbruck sind so tolle Namen. Und im Schweizer Eishockey kommt der Name SCL Tigers ursprünglich auch vom Sponsor.
      13 0 Melden
    • Luca Brasi 12.01.2016 21:04
      Highlight Wir haben doch mit der swisspor-Arena ein Stadion, das an der alten Stelle des Allmendstadions errichtet wurde und nun einen Sponsornamen trägt.
      1 3 Melden
    • Anded 12.01.2016 23:04
      Highlight @Luca: Ja, aber es ist ein neues Stadion. Allmend abgerissen, Swisspor gebaut. So gesehen nicht umbenannt.
      3 1 Melden
    • Luca Brasi 13.01.2016 11:13
      Highlight @Anded: Das Traurige ist ja, dass es mittlerweile normal ist die alten Stadien abzurupfen und ein neues obendrauf zu bauen, weil die Anforderungen der Ligen an Stadien heute anders sind (siehe auch: Wankdorf). Nun gut, in Zürich ist es anders. Dort lässt man ein Stadion in Schutt und Asche gehen, baut aber nie ein neues Stadion. Seltsame Kultur dort...
      12 0 Melden
    • Amboss 13.01.2016 13:05
      Highlight @Brasi: Ja, dass der Hardturm abgerissen wurde, ist wirklich schade. Der Wankdorf war ein ziemlich gutes Stadion (die Stehrampe der Osttribüne war leider sehr flach). Ich bin überzeugt, man hätte relativ günstig ein stimmungsvolles, genug grosses Stadion für FCZ und GC haben können.
      Nordtribüne abbrechen, Ersetzen durch eine Neubau mit zeitgemässer Infrastruktur. So das Stadion schliessen rundum schliessen, plus punktuelle Instandsetzungen oder Anbauten und fertig. Das hat man echt verbockt
      2 1 Melden
  • TanookiStormtrooper 12.01.2016 16:28
    Highlight Ich habe Barcelona lange dafür bewundert, dass sie auf Werbung verzichtet haben (resp. mit Unicef was vernüftiges mit dem Platz angestellt haben), jetzt ist es so ziemlich das Gegenteil. Wer sich von den Scheichs kaufen lässt ist für mich ganz weit unten in der Respekt-Skala. Hallo PSG!
    61 2 Melden
    • icarius 14.01.2016 15:24
      Highlight Was auch ziemlich fies wie die Barça Klubführung das damals eingefädelt hat. Erst einmal Unicef auf der Brust platzieren, damit man sich schon mal an einen Schriftzug gewöhnt, dann auf die 'wohltätige Stifung" Quatar Foundation wechseln und schlussendlich - macht ja eh keinen Unterschied mehr - Quatar Airways.....
      9 1 Melden
  • Dä Brändon 12.01.2016 15:55
    Highlight Gezupfte Augenbrauen sehen sowas von sch**** aus! Vorallem Xhaka, hei nei! scho nur wäg dem würd ich ihn nöd spiele lah!
    71 11 Melden
  • icarius 12.01.2016 15:44
    Highlight Wie schnell die Zeit vergeht.... Habe mich sehr gefreut über die Zusammenstellung. Besten Dank!
    25 1 Melden
  • maxi 12.01.2016 15:02
    Highlight das mit den mordenen schuhfarben ist wirklich scheisse. Aber es gibt auch noch schwarze modelle die sich gut verkaufen lassen ( quelle der sportshop meines vetrauens). Am beliebtesten ist die adidas linie bestehend aus dem nocken und stollenschuh copa mundial/ kaiser5
    43 7 Melden
    • icarius 12.01.2016 15:53
      Highlight Black is the new black sag ich nur!
      26 0 Melden

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