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Schlüsselspieler Guillaume Hoarau: Ohne seine Tore ging in Bern zuletzt nicht viel. Bild: KEYSTONE

Die ganz grosse Frage: Kann YB in dieser Saison den FC Basel schlagen?

Die Super League 2017/18 beginnt am Samstag mit dem Schlagerspiel YB – Basel (im watson-Liveticker). Es ist das Duell, das die gesamte Saison prägen könnte. So hoffen es zumindest all jene, die sich eine spannende Meisterschaft wünschen.

21.07.17, 11:36

Eine spannende Meisterschaft mit der Entscheidung am letzten Spieltag. Dies gab es zuletzt vor sechs Jahren zu erleben, als Admir Mehmedi und Alexandre Alphonse Zürichs Goalgetter waren und Alex Frei und Marco Streller die sichersten Schützen des FC Basel. Die Basler überquerten die Ziellinie einen Punkt vor den Zürchern. Es war die zweite Saison des noch andauernden Monologs der Basler, die seither jeden Meistertitel schon vor der Schlussrunde feiern konnten, nicht selten deutlich vorher.

Soll sich an den klaren Verhältnissen etwas ändern, müssen sich nach den Erwartungen in erster Linie die Young Boys ins Zeug legen. Die Hoffnungen waren in Bern nie seit den Zeiten von Seydou Doumbia und Vladimir Petkovic so gross wie diesmal. Die Berner haben in der ersten Transferperiode nach eigenem Bekunden alle ihre Pläne und Ziele umgesetzt. Vor seiner ersten ganzen Saison als Sportchef hat Christoph Spycher offenbar ausgezeichnet gearbeitet.

Wechsel im Berner Tor

Die Berner sind auch zuversichtlich, dass sie nach Marco Wölfli und dem weggezogenen Yvon Mvogo auf einen weiteren starken Goalie vertrauen können. Der junge David von Ballmoos aus der Emmentaler Hornussergemeinde Heimiswil war in zwei Saisons beim FC Winterthur einmal der beste und einmal der zweitbeste Torhüter der Challenge League. Für YB könnte es auch wichtig sein, dass Goalgetter Guillaume Hoarau im Unterschied zur letzten Saison ohne Verletzung durchspielen kann.

Trotz des Optimismus behalten die Berner den Respekt vor dem FCB. Trainer Adi Hütter sagte dieser Tage vor den Medien: «Solange es den FC Basel gibt, sollte man nicht zu grosse Töne spucken. Wir konzentrieren uns nur darauf, dass wir einiges besser machen müssen als in der letzten Saison. Ich glaube, dass uns Bescheidenheit und Demut guttun.»

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Double-Gewinner Basel kann sich Abgänge wie die der treffsicheren Stürmer Seydou Doumbia und Marc Janko leisten, ohne in Verlegenheit zu geraten. Der Internationale Renato Steffen und der 28-jährige Niederländer Ricky van Wolfswinkel, den man als Königstransfer bezeichnen könnte, dürften den FCB auch für die Aufgaben in der Champions League stark machen. Sie haben Matias Delgado im Rücken, der seit seiner Rückkehr 2013 höchstens noch besser geworden ist – trotz seiner mittlerweile 34 Jahre. In seiner ersten Saison als Trainer in der obersten Liga vermisst Raphael Wicky im ohnehin breiten Kader keinen Bestandteil einer schlagkräftigen Mannschaft.

Aus dem Duell wird eher kein Dreikampf

Wer kann YB auf der Jagd nach dem Serienmeister begleiten? Der FC Luzern nach der derzeitigen Einschätzung eher nicht. Trainer Markus Babbel dürfte alle Mühe haben, die Schlüsselspieler Nicolas Haas, Markus Neumayr und Marco Schneuwly nicht ins Gewicht fallen zu lassen. Bei Sion ist der Aderlass noch grösser. Bewährte Kräfte wie Veroljub Salatic, Reto Ziegler, Pa Modou und Chadrac Akolo sind gegangen. Es fragt sich, ob der in die Jahre kommende Marco Schneuwly und der begabte Verteidiger Eray Cümart, den Besitzer Basel früher oder später zurückbeordern dürfte, die Lücken ausreichend stopfen.

Neu im Wallis: Trainer Paolo Tramezzani und Stürmer Marco Schneuwly. Bild: KEYSTONE

Dafür haben die Walliser für den verwaisten Trainerposten ein rechtes Kaliber verpflichtet. Zum Ärger von Luganos Präsidenten Angelo Renzetti hat sich Paolo Tramezzani aus dem laufenden Vertrag gestohlen. Der Italiener hatte Lugano im Frühling vom Abstiegsanwärter in einen Europa-League-Teilnehmer verwandelt. Sollte Tramezzani gar der erste Sittener Trainer nach Didier Tholot (2009/10) werden, den Christian Constantin nicht unter der Saison entlässt?

Abstiegskampf könnte spannend werden

Lugano seinerseits, neu von Pierluigi Tami befehligt, gehört nicht nur wegen der Abgänge der Stürmer Ezgjan Alioski und Armando Sadiku zu den Verlierern der Zwischensaison. Es wäre eine satte Überraschung, wenn den Tessinern noch einmal eine so gute Saison wie die letzte gelingen würde.

Lugano verlor mit Sadiku (links) und Alioski zwei seiner wichtigsten Spieler. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Vor der Saison kommen mehr Teams für den Abstieg in Frage als für den Titel. Am wenigsten Kredit wird (in der Deutschschweiz) allgemein Lausanne gegeben, beinahe traditionell wird auch der FC Thun zu den Abstiegskandidaten gezählt. Für St.Gallen und GC geht es – wie für Luzern, Lugano und Aufsteiger Zürich – in erster Linie darum, mit der Relegation nichts zu tun zu haben. Der Abstiegskampf scheint offener als vergangene Saison zu sein, als Vaduz schon früh die Felle davon schwimmen sah. (ram/sda)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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28Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rudolf_k 21.07.2017 17:52
    Highlight "Die Hoffnungen waren in Bern nie seit den Zeiten von Seydou Doumbia und Vladimir Petkovic so gross wie diesmal." - Blödsinn. Vor 2 Jahren mit sehr teuren Transfers (u.a. Sulejmani), als YB von vielen in der Presse vorne gesehen wurde, waren die Erwartungen viel höher. YB hat nun endlich eine vernünftige Strategie, viele junge hoffnungsvolle Spieler, den Titel erwartet aber sicher niemand. Dafür ist der Substanzverlust (Mvogo, Rochat, Lecjaks, Sutter, Zakaria) viel zu gross.
    7 2 Melden
  • Switch_On 21.07.2017 14:59
    Highlight Ich denke den FCZ darf man nicht ganz abschreiben. Sie kommen aus der NLB und haben nichts zu verlieren, dass kann eine Mannschaft gefährlich machen.
    7 26 Melden
  • Therealmonti 21.07.2017 13:37
    Highlight Die Antwort auf die ganz grosse Titel-Frage von watson lautet: Nein.
    Selbst wenn YB eine Runde vor Schluss noch mit zwei Punkten in Führung sein sollte – was eigentlich ausser ein paar völlig verblendeten YB-Fans sowieso niemand glaubt – werden die Berner in der letzten Runde den Titel noch veryoungboysen.
    29 33 Melden
    • chraebu 21.07.2017 13:58
      Highlight Abgerechnet wird am Schluss.

      Hopp YB!
      24 7 Melden
  • Kommemtar 21.07.2017 13:17
    Highlight Die Erste Meisterschaftsphase wird entscheidend sein!

    Meine Hoffnung ist, dass sich YB für die Champions League qualifiziert und keine Verletzungssorgen hat.

    Um Basel über die ganze Saison zu gefährden fehlt die Breite im Kader. Daher sind Cup und CHL Quali die realistischeren Ziele.
    17 3 Melden
    • Entenmann 21.07.2017 13:35
      Highlight Champions League-Gruppenphase ist für den Zweiten der Schweizer Meisterschaft extrem schwierig zu realisieren. Das schaffte nur Thun, allerdings mit einem einfacheren Modus.
      21 0 Melden
    • satyros 21.07.2017 13:50
      Highlight CL-Quali ist kein realistisches Ziel. Nur schon um Dynamo Kiew rauszuhauen, müsste man zweimal über der eigenen Leistungsfähigkeit spielen. In der zweiten Runde warten dann Sevilla, Napoli, Liverpool u.ä. Die EL-Gruppenphase und der zweite Platz in der Meisterschaft sind mit dieser jungen Mannschaft realistische Ziele. Über einen Cupsieg sollte man dann reden, wenn man im Final steht.
      9 0 Melden
    • chraebu 21.07.2017 13:59
      Highlight Apropos Breite: Jede Position bei YB ist doppelt besetzt...
      6 4 Melden
    • Switch_On 21.07.2017 14:53
      Highlight Ich denke die CL Quali wird ein harter Brocken für YB. Zuerst müsste mit Dynamo Kiev eine starke Mannschaft besiegt werden. Das wäre schon starke Leistung.

      Aber in den Playoffs könnte dann eine Mannschaft wie Neapel, Sevilla, Liverpool oder Hoffenheim warten.

      Es ist halt schon so. Der Champions-Weg ist einfacher. Beim Platzierungs-Weg besteht halt immer die Gefahr, dass man auf ein Team aus einer grossen Liga trifft, was eine schwere Aufgabe ist.
      5 0 Melden
    • Kommemtar 21.07.2017 14:58
      Highlight Das die CL-Quali nicht einfach wird ist klar. Dafür braucht es 4 Überragende wenn nicht grandiose Spiele.

      Aus meiner Sicht ist das realistischer als nach 36 Spielen besser zu sein als der FCB.

      Zur Breite: klar ist jede Position doppelt besetzt aber die wenigsten mit zwei auf gleichem Niveau.

      Wir werden sehen. Ich freue mich auf jeden Fall auf Samstag.
      7 0 Melden
  • fandustic 21.07.2017 13:05
    Highlight Challenge League ist nun mal nicht die Super League. Interessant wird es zu sehen sein, wie der neue Goalie mit erhaltenen "Eiern" oder sonstigen Rückschlägen umgehen wird. Nichts destotrotz hat YB natürlich eine gute Mannschaft, aber in der Defensive hat man es erneut verpasst einen starken IV zu verpflichten. Von Bergen wird nicht jünger und besser schon gar nicht und Bürki ist zwar ein stabiler Super League IV, aber auch nicht mehr. Basel hat da, meiner Meinung nach, klare Vorteile. So kommt es wie es kommen muss....Die Offensive gewinnt Spiele und die Defensive Meisterschaften.
    27 2 Melden
  • Walter Sobchak 21.07.2017 13:00
    Highlight Haha 😂😂
    9 11 Melden
  • Schwanzus Longus 21.07.2017 12:52
    Highlight Möglich wäre es aber YB verspielt sich zu oft Punkte. Wenn YB konstant punktet und der FCB einen hänger hat, kann YB den Titel holen. Der FC Sion hat sehr viele Verluste zu beklagen, ob so viele Spieler ädaquat ersetzt wurden wird sich noch zeigen, ein paar gute Spieler wurden geholt.

    Ich sehe St.Gallen als Überraschungs Kandidaten, sie haben einen neuen Trainer und einen Kader der eigentlich immer gut war. Nur Zinnbauer konnte damit nix anfangen. Contini könnte St.Gallen zu einem EL Platz führen. GC, FCZ, FC Thun (spielen immer besser als auf dem Papier) streiten sich um Rang 5.
    10 9 Melden
    • Danyboy 21.07.2017 14:15
      Highlight Nicht YB vergibt zwingend zu viele Punkte, sondern Basel gibt viel zu wenige ab. Basel hat in der Breite und im Portmonnee viel zu viel Klasse.
      Wenn der FCB keine Schwächephasen hat, kann YB machen was es wilö... Und um Basel überhaupt nahe zu kommen, muss YB von Verletzungen der Leistungsträger verschont bleiben. Etwas, was die letzten Jahre nie vorkam...
      10 2 Melden
    • Switch_On 21.07.2017 14:57
      Highlight Höchsten wenn St.Gallen mal ohne Nebengeräusche durch die Saison kommt....
      3 0 Melden
  • Wasmeinschdenndu? 21.07.2017 12:48
    Highlight Niiiieee im Läbe. Da ist der FCZ viel näher dran😉
    11 40 Melden
    • satyros 21.07.2017 13:52
      Highlight Ein Jahr in der NLB alles gewinnen und dann eine grosse Klappe? Ich kann mich nicht erinnern, wann der FCZ zuletzt in der NLA irgend eine Rolle spielte. Aber es braucht halt auch Punktelieferanten.
      18 5 Melden
    • Wasmeinschdenndu? 21.07.2017 15:44
      Highlight Letzter Schweizermeister, der nicht Basel hiess, Cuptitel 2014/2016, diverse Achtungserfolge in der Europaleague (Sieg gegen Villareal)...
      Wohl nach Basel der erfolgreichste schweizer Fussballverein in den Letzten 10Jahren. Aber ja, YB ist ja seit 30 Jahren am Scheitern und wird doch immer als 1.Herausforderer von Basel gesehen...
      5 10 Melden
  • w800 21.07.2017 12:46
    Highlight Ich denke ja der fcb ist im umbruch und noch dazu mit einem schlechten trainer noch schlechter als letztes jahr
    10 21 Melden
    • Fly Boy Tschoko 21.07.2017 13:29
      Highlight Wie willst du vor dem ersten Pflichstpiel von Wicky als Trainer einer 1. Mannschaft wissen, dass er schlecht ist?
      20 4 Melden
    • Wasmeinschdenndu? 21.07.2017 15:45
      Highlight Weil es so ist...
      6 2 Melden
    • Fly Boy Tschoko 21.07.2017 17:50
      Highlight Bin ja wirklich kein FCB Fan aber dieses Urteil Verstehe och nicht. Wicky hat eine Ahnung von Fussball, war -für schweizer Verhältnisse- ein guter Spieler und hat was im Kopf. Wäre er ein schlechter Trainer nei den Junioren gewesen hätte man ihn kaum befördert.
      Ich sage auch nicht er wird ein guter Trainer aber jetzt schon solche Aussagen zu machen macht in meinen Augen keinen Sinn.
      3 2 Melden
  • CoachZRH 21.07.2017 12:15
    Highlight Nein.
    29 12 Melden
  • häfi der Spinat 21.07.2017 12:13
    Highlight Das ist keine Frage.
    Natürlich Nicht.
    26 14 Melden
  • smoenybfan 21.07.2017 12:09
    Highlight Die Direktduelle gegen den FCB sind nicht das Problem sondern all die dämlichen Punktverluste in Lausanne, Thun, Vaduz, etc.
    Auch der Start in die Saison war in den letzten Jahren äusserst dürftig. Nun kann gegen Basel zuhause und dann bei Teams die Ende letzte Saison eher geschwächelt haben endlich mal ein starker Start glücken und dann kann es durchaus interessant werden. Hopp YB!
    44 6 Melden
    • Datsyuk 21.07.2017 12:44
      Highlight Das stimmt! Hopp YB!
      16 8 Melden
  • chnobli1896 21.07.2017 11:44
    Highlight Sollte Hoarau verletzungsfrei bleiben und der FCB einen Durchhänger haben könnte es durchaus sein, dass YB in der Winterpause auf Platz 1 liegt. Ob sies dann durchziehen ist natürlich eine andere Frage..
    34 4 Melden
  • bibaboo 21.07.2017 11:43
    Highlight In der Saison 12/13 war Basel streng genommen auch noch nicht vor der letzten Runde Meister. GC hatte damals drei Punkte Rückstand.
    35 2 Melden

Diese 9 Gefahren lauern vor der Meister-Erlösung nach 32 Jahren noch auf YB 

Sieben Punkte Vorsprung weist YB auch nach dem zweiten Direktduell der Saison auf Basel aus. Aus eigener Kraft kann der achtfache Meister den Titel nicht mehr verteidigen. Die Young Boys können sich nur noch selbst schlagen. Das sind die neun Gefahren auf dem Weg zur Meisterschaft.

Seit 1986 wartet YB auf den zwölften Meistertitel. Selbst Xamax, Aarau, Servette, Sion, GC oder Luzern warten weniger lange auf die Trophäe. Die Vize-Meisterschaften von 2004, 2008, 2009, 2010, 2015, 2016 und 2017 sind auch kein Trost. Aber jetzt, 2018 soll es klappen. Allerdings lauern noch Gefahren auf das Team von Adi Hütter.

Unvergessen sind die beiden Finalissimas zwischen YB und Basel 2008 und 2010. Ein Sieg und die Berner hätten den Titel geholt. Beide Partien gingen 0:2 verloren. Klar: …

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