Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Kann Basel YB stoppen? Bild: KEYSTONE

Basels Wicky gesteht vor dem Spitzenspiel: «YB war diese sieben Punkte besser»

Im Frühling könnten sich YB und Basel einen harten Kampf um den Meistertitel liefern. Im Spitzenduell (16 Uhr live bei watson) in Basel haben beide Kontrahenten die Gelegenheit, noch im alten Jahr vorzusorgen.

05.11.17, 09:27 05.11.17, 10:45


>>> Wir tickern das Spitzenspiel zwischen Basel und YB ab 16 Uhr live.

Basels Trainer Raphael Wicky wies in der Medienkonferenz vor dem Hit im St.Jakob-Park – bis zum Freitagnachmittag waren 30'300 Tickets verkauft – auf die bekannte Sechs-Punkte-Rechnung hin. Nach dem Spiel wird der Abstand zwischen Leader YB und Meister Basel je nach Ausgang zehn, sieben oder vier Punkte betragen. Wie wenig solche Abstände im Herbst bedeuten müssen, zeigte sich zum Beispiel in der Saison 2009/10, als die Young Boys bis zu 13 Punkte vor Basel lagen und der FCB dennoch seinen ersten von bis heute acht Meistertiteln am Stück gewann.

Bei Wickys Debüt im Juli zog er den Kürzeren. Bild: KEYSTONE

Wicky billigt den Bernern zu, dass sie im bisherigen Saisonverlauf um die sieben Punkte besser waren, um die sie nun voraus liegen. Der Walliser begründete es mit dem lange Zeit offensichtlichen Unterschied in der Konstanz der beiden Mannschaften und damit, dass sich die Berner nach vereinzelten schwächeren Leistungen jeweils umgehend auffingen. Dennoch sagte Wicky, was er unbedingt sagen musste: «Wir wollen gewinnen und den Rückstand auf vier Punkte reduzieren.» Und er fügte an: «Wir haben die Mittel, um YB zu schlagen.»

Wickys Gegenüber Adi Hütter stellte seiner Mannschaft nach den ersten gut drei Monaten der Saison ein positives Zeugnis aus: «Unsere Leistungen sind konstant gut.» Er habe mit den Spielern auch nach den Niederlagen in Lausanne und gegen Dynamo Kiew nicht hart ins Gericht gehen können. Die Leistungen seien beide Male gut gewesen, nur die Resultate nicht.

Hoarau und Ravet stehen YB im Gegensatz zum 2:0 zum Auftakt nicht mehr zur Verfügung. Bild: KEYSTONE

Hoaraus Ausfall kompensiert

Hütter ist erfreut darüber, dass der neuerliche verletzungsbedingte Ausfall von Goalgetter Guillaume Hoarau wenig oder überhaupt nicht ins Gewicht fällt. Neuzugang Jean-Pierre Nsame und Roger Assalé sind für den Franzosen in die Bresche gesprungen. Assalé erzielte in den letzten elf Wettbewerbsspielen elf Tore. YBs Torverhältnis von 32:11 in der Super League ist beeindruckend. Dennoch sagte Hütter vor dem Schlagerspiel: «Wir benötigen eine perfekte Leistung, um zu bestehen.» Schliesslich haben die Berner seit dessen Amtsübernahme im September 2015 noch nie in Basel gewonnen.

Im Auftaktspiel der Super League trumpften die Young Boys gross auf. Sie überliessen dem FC Basel vor 31'000 Fans im Stade de Suisse kaum eine Torchance und hätten deutlicher gewinnen können als durch zwei prächtige Tore von Yoric Ravet und Miralem Sulejmani.

Aber seither ist viel Wasser die Aare und den Rhein hinunter geflossen. «Rückschlüsse nach diesem Spiel kann man heute nicht mehr ziehen», so Wicky. «Vieles hat sich verändert. Wir haben Delgado nicht mehr, YB hat Ravet nicht mehr und Hoarau ist verletzt.»

Wicky persönlich hat in den vergangenen Wochen viele (möglicherweise voreilige) Kritiker zum Verstummen gebracht. Daran soll auch die jüngste Heimniederlage in der Champions League gegen ZSKA Moskau nichts ändern. Der Walliser sagte es deutlich: «Wir wurden in der zweiten Halbzeit für Fehler bestraft und liessen die Wende zu. Aber diese eine Halbzeit ist für mich nicht der Massstab für unsere Leistungen in der letzten Zeit. Wir hatten einen wirklich sehr guten Oktober.»

Erinnerungen an 2009/10

«Im November ist noch niemand Meister geworden», sagte Hütter in der Medienkonferenz vor dem Spitzenspiel. Wie recht der Österreicher hat, wissen sie nirgends besser als in seinem Verein. Ein noch so grosser Vorsprung deutlich vor Weihnachten will nichts heissen.

Wer erinnert sich nicht? YB gab den Meistertitel 2010 in der Finalissima aus der Hand. Bild: KEYSTONE

Wer an ein spannendes Duell um die Meisterschaft zwischen Basel und den Young Boys denkt, erinnert sich beispielsweise an die Saison 2009/10. Nachdem sie den Titel zum dritten Mal in vier Jahren knapp dem Erzrivalen Zürich hatten überlassen müssen, starteten die Basler unter Christian Gross' Nachfolger Thorsten Fink miserabel in die Saison. Nach acht Runden waren sie nur Siebte und hatten sie erst 9 Punkte auf dem Konto, 13 Punkte weniger als Leader YB. Selbst nach 29 Runden hinkte der FCB, jetzt Zweiter, noch 6 Punkte hinter den Bernern her. Die 36. Runde brachte die Finalissima im Stade de Suisse. Basel siegte 2:0. Schlussstand: 1. Basel 80 Punkte. 2. YB 77 Punkte.

In der Winterpause hatte Basel einen Vertrag für die nachfolgende Saison mit dem damaligen Berner Schlüsselspieler Gilles Yapi abgeschlossen. Der Schachzug wirkte. Gegen Schluss der Saison kam immer mehr Unruhe in den Berner Verein. Der abtrünnige Ivorer wurde für die letzten Spiele, auch für jenes gegen Basel, von Trainer Vladimir Petkovic nicht mehr aufgeboten.

Shot Happens, Teil 3: watson mixt Cocktails ... und trgrrm%&

Video: watson/Oliver Baroni, Emily Engkent

Die Super League im Zeitraffer – wie sich die Liga seit 1980 verändert hat

Das könnte dich auch interessieren:

Erkennst du alle Filme an nur einem Bild? Wer weniger als 7 hat, muss GZSZ* gucken!

Erste Verurteilungen nach Ausschreitungen in Paris

Die 10 wichtigsten Fragen und Antworten zur WM 2022 in Katar

Ein kleiner Vorgeschmack, was uns bei der nächsten WM erwartet

8 Dinge, die purer Horror sind, wenn sie morgens vor deinem ersten Kaffee passieren

«Nur no ä halbs Minipic»: Lara Stoll steckt für 127 Stunden mit dem Finger im Abfluss fest

Das sind die Tops und Flops der WM

So gross müsste ein Gebäude sein, um die gesamte (!) Menschheit zu beherbergen

Bei welchen Fluglinien hast du gratis oder günstig WLAN? Der Preisvergleich zeigt's

Nach diesen 5 Dokus wirst auch du deine Ernährung hinterfragen

Warum das chinesische Modell über den Westen siegen wird

«Who is America?» – 7 Fakten über die neue Skandal-Show von Sacha Baron Cohen

Wie mich Sekten mundtot machen wollten – und was ich daraus gelernt habe

Hat die Queen gerade Trump getrollt? Diese Bloggerin ist davon absolut überzeugt

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

Abonniere unseren Daily Newsletter

1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Therealmonti 05.11.2017 15:40
    Highlight Nur sieben Punkte?
    1 1 Melden

Darum ist der verlorene Cupfinal gut für YB und die Stadt Bern

Adi Hütter war der perfekte YB-Trainer. Er hat Bern ein meisterliches Frühjahr beschert und mit dem verlorenen Cupfinal zugleich die YB-Kultur bewahrt, die wir lieben.

Den Cupfinal verloren – na und? Alles ist halb so schlimm. YB bleibt YB. Und das ist gut so. Zur YB-Kultur, die wir in den letzten 30 Jahren lieben gelernt haben, gehören nun mal Scheitern und Niederlagen aller Art.

Meister und Cupsieger im gleichen Jahr? Eine Sommerpause ohne die Möglichkeit, über einen Misserfolg zu hadern? Das hätte die YB-Fans verwirrt. Und die Intellektuellen von Bern, die Titanen der bernischen Kultur, die sich so gerne und intensiv mit der Fussball-Kultur befassen wie …

Artikel lesen