Sport

Das neue schottische Auswärtstrikot

«Sie kämpften wie Kriegerpoeten. Sie kämpften wie Schotten.» Aber können Sie das auch in diesen Trikots?

Schottland hat das neue Auswärtstrikot für die EM-Kampagne 2016 enthüllt. In Pink und Gelb wollen die «Bravehearts» Europa erobern. Nun ja, hoffentlich spielen die Schotten nicht so, wie ihr neues Trikot aussieht.

27.02.14, 11:50 27.02.14, 16:24

«Im Jahre des Herrn 1314 erstürmten schottische Patrioten halb verhungert gegen eine Übermacht das Feld von Bannockburn. Sie kämpften wie Kriegerpoeten. Sie kämpften wie Schotten. Und gewannen ihre Freiheit.» Mit diesen Worten endet der Mel-Gibson-Film «Braveheart». Langhaarige, mit braunen Fetzen bekleidete Schotten, die in ihrer Erscheinung männlicher kaum sein könnten, erkämpfen sich im epischen Geschichtsdrama aus dem Jahr 1995 ihre Freiheit gegen die englische Übermacht. 

Mel Gibson ist als William Wallace der Wegbereiter für die schottische Unabhängigkeit. Bild: AP

«Bravehearts» ist auch der Spitzname für die schottische Fussballnationalmannschaft. Sie kämpft alle zwei Jahre nicht nur gegen die englische Übermacht, sondern gegen ganz Europa. Um die Qualifikation für die nächste Fussball-WM oder -EM. Zuletzt verbreiteten die Schotten aber wenig Angst und Schrecken. Seit 1998 konnten sie sich nicht mehr für eine WM qualifizieren, die letzte EM-Teilnahme liegt sogar noch zwei Jahre länger zurück.

Weiss mit pinken und gelben Streifen

2016 bei der Euro in Frankreich will das Team von Gordon Strachan aber endlich wieder einmal dabei sein. Hinter Gruppenfavorit Deutschland werden die Schotten sich wohl mit Irland und Polen um Rang 2 balgen. Georgien und Gibraltar sollten als Punktelieferanten fungieren.

Anders als Williams Wallace und seine Mannen werden die heutigen «Bravehearts» den Gegner aber nicht bereits mit ihrem Aussehen einschüchtern können. Zumindest auf dem Platz des Gegners nicht. Denn das neue Auswärtstrikot sieht so aus:

Umfrage

Wie gefällt Ihnen das neue schottische Auswärtstrikot?

  • Abstimmen

13 Votes zu: Wie gefällt Ihnen das neue schottische Auswärtstrikot?

  • 0%Sehr schön, endlich ist etwas Farbe im Spiel.
  • 31%Naja, aber es gibt Schlimmeres.
  • 54%Hässlich, damit würde ich mich nicht aufs Feld getrauen.

Nicht gerade furchteinflössend! Und auch wenn wir uns in den letzten Jahren problemlos an rosa Fussball-Trikots im modebewussten Italien oder auch beim ehemaligen Nobelklub GC gewöhnen konnten, für die rauen Schotten passt dieses Design halt irgendwie nicht. Wir können uns zwar den italienischen Seefahrer Marco Polo mühelos in edlem Zwirn und gewagten Farben vorstellen, aber William Wallace in Pink? Schottland hätte die Unabhängigkeit nie erreicht. 

Aber vielleicht verursachen die Trikots beim Gegner ja Augenkrebs. Auf Twitter kommen die Jerseys jedenfalls nicht bei allen gut weg. Der englische Ex-Internationale Gary Neville möchte die Schotten im Wissen über ihr neues Trikot über die Unabhängigkeit von Grossbritannien abstimmen lassen.

Weitere Meinungen

Etwas muss man den Verantwortlichen des Designs aber lassen. Unüberlegt haben sie nicht gehandelt. Das Trikot soll nämlich eine witzige und moderne Interpretation eines der berühmtesten schottischen Jerseys überhaupt sein. Denn im 19. Jahrhundert und nach dem zweiten Weltkrieg trugen die «Bravehearts» Pink und Gelb. Zu Ehren von Lord Rosebery, einem frühen Patron des schottischen Fussballs.

Ach ja, und das ist übrigens das neue Heimtrikots der Schotten. Traditionell gehalten und sicher besser geeignet, um wie Kriegerpoeten zu kämpfen.

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Die Reaktionen dieser Basler Fussball-Reporter nach ihrer falschen Prognose? Unbezahlbar

Pascal Flury und Jakob Gubler sind Reporter für das Basler Newsportal «barfi.ch» und natürlich immer im Stadion, wenn ihr FC Basel spielt. Gegen den FC St.Gallen sind die beiden noch froh, als der ausgeliehene Cedric Itten eine Chance vergibt. 

Sie wissen auch weshalb er das tut: «Zum Glügg isch das nit sone riese Knipser, wel suscht wärer erstens bim FC Basel blybe und zweitens heter sunscht d Sangaller tatsägglig in Fyehrig chene brynge.»

Den Rest der Geschichte kennen wir: Cedric Itten hat …

Artikel lesen