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Champions League, Achtelfinal-Hinspiele

Ronaldo, Zidane und Ramos feiern den Treffer des portugiesischen Superstars.
Bild: Andrew Medichini/AP/KEYSTONE

«Das isch emol en Antwort»: Ronaldo bringt seine Kritiker zum Schweigen – und feiert ausgelassen mit Zidane

Angesprochen auf seine zuletzt fehlenden Auswärtstore verliess Cristiano Ronaldo die Pressekonferenz vor dem Spiel gegen die AS Roma wutentbrannt. Die richtige Antwort fand der Portugiese anschliessend auf dem Platz, wo er die Madrilenen mit einem tollen Treffer in Führung brachte.

18.02.16, 08:38 18.02.16, 09:22
Oliver Linow
Oliver Linow

Marcelo schickt Ronaldo in die Tiefe. 56 Minuten sind im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals zwischen der AS Roma und Real Madrid gespielt. Noch immer steht es 0:0. Jetzt hat der Portugiese nur noch Alessandro Florenzi vor sich. «CR7» lässt den Italiener mit einem herrlichen Hackentrick herrlich ins Leere laufen und schlenzt die Kugel gefühlvoll zur 1:0-Führung in die Maschen. Ein tolles Tor, auch wenn Florenzi das Leder noch leicht ablenkt.

Ronaldos Schuss zwar noch leicht abgefälscht aber trotzdem klasse gemacht.
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«Cristianos Tor war grossartig und fiel in einer entscheidenden Phase. Es war der Schlüssel zum Sieg.»

Sergio Ramos nach dem Spiel

«Das isch emol e gol», würde Alex Frei sagen. Aber Ronaldos Tor war vor allem eine gute Antwort auf die Vorwürfe seiner Kritiker. Bei der Pressekonferenz vor dem Spiel hatte sich nämlich Folgendes ereignet: Ein Reporter hatte Ronaldo nach dessen derzeitigen Torflaute in Auswärtsspielen befragt und ihn darauf hingewiesen, dass ihm sein letztes Tor auf fremdem Terrain am 30. November des letzten Jahres gelungen sei.

Ronaldo nervt sich zurecht.

«Nennen Sie mir einen Spieler, der mehr Auswärtstore geschossen hat als ich, seit ich in Spanien bin?», erwiderte ein sichtlich genervter Ronaldo auf diese «Majestätsbeleidigung». «Das können sie nicht. Weil es keinen gibt», fügte er hinzu und verliess die Pressekonferenz. Mit dieser Antwort dürfte er sich nicht nur Freunde geschafft haben. Vor allem hätte er dieses Auftreten gar nicht nötig, da er auf dem Platz jederzeit zu einer einer solch eindrücklichen Antwort fähig ist.

Der Portugiese lässt die Reporter einfach stehen.
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Eine schöne Geschichte ereignet sich nach Ronaldos Treffer. Der 31-Jährige dreht nicht wie sonst immer in Richtung Eckfahne ab, wo er jeweils einen 180-Grad-Sprung hinlegt und sich mit einem lauten «Siiiii» selber feiert. Nein, Ronaldo sprintet zur Real-Bank und umarmt seinen Trainer Zinedine Zidane. Eine Geste, die beweist, wie gut das Verhältnis zwischen dem französischen Trainer und seinem Superstar ist.

Komm in meine Arme: Zidane empfängt seinen Star.
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Zidane war nach dem Spiel denn auch ganz angetan von Ronaldos Leistung: «Für mich ist das Team das Wichtigste. Es wird immer einen geben, der den Unterschied macht und heute war das Cristiano Ronaldo,» gab er nach dem Spiel zu Protokoll. Angesprochen auf seinen Superstar ergänzte er: «Ich bin glücklich über sein Tor, weil alle erwarten immer, dass er trifft und genau das hat er getan.» Und wie er das getan hat.

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • elmono 18.02.2016 10:21
    Highlight @ Ketsch, sämtliche Körperteile, mit welchen man ein Tor erzielen kann, sind für die Abseitsregel relevant - glaube ich zumindest. Somit zählt der Kopf dazu. Wieso zur Hölle wird während des Spiels bei Wiederholungen keine ''Vergleichs-Linie'' eingeblendet?
    1 4 Melden
  • Gelöschter Benutzer 18.02.2016 09:32
    Highlight Finde die Antwort hat er schon beim Interview gegeben. Seine Frage konnte ja schliesslich auch nicht beantwortet werden.

    Ausserdem sind das irgendwelche Hobby-Journis, die nur da sind um die Sportler (von mir aus generell Promis) zu provozieren - mit dämlichen Fragen die niemandem etwas bringen.

    Aber CR7 hat ihnen schön das Maul gestopft - ander Konferenz UND auf dem Platz.. CR7 1, alle anderen Journis 0.
    8 1 Melden
  • K3tsch 18.02.2016 08:48
    Highlight Ich will ja nicht haten oder so.
    Aber Offside ist dies definitiv^^

    Trotzdem, schönes Tor.
    3 13 Melden
    • unejamardiani 18.02.2016 09:16
      Highlight Nein Rüdiger hebt es auf wenn man genau hinschaut :)
      11 1 Melden
    • droelfmalbumst 18.02.2016 09:22
      Highlight offisde? Tomaten auf den augen? schon mal die roma spieler oben im bild gesehen? das ist definitiv kein offside
      8 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 18.02.2016 09:22
      Highlight Definitiv? Erst im Video sieht man, dass sein Bein bei der Passabgabe etwas weiter hinter als der letzte Verteidiger ist. Kann man keinem Schiedsrichter verübeln so was nicht zu sehen.
      5 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 18.02.2016 09:28
      Highlight Bei näherem Hinsehen hat Unejamardiani recht, Rüdiger (Linker Innenverteidiger im Bild) hebt das Offside auf, man nehme die Linien im Gras zum Vergleich.
      8 1 Melden
    • K3tsch 18.02.2016 09:28
      Highlight Da kommt die Frage, ob der Kopf ein Körperteil ist, welcher für die Entscheidung eines Offsides relevant ist oder nicht.
      Gut, die Ansicht ist auch recht suboptimal für die Beurteilung.
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    • Connor McSavior 18.02.2016 10:19
      Highlight Die Frage, ob der Kopf zählt (er würde zählen) stellt sich aber gar nicht: Man sieht ja, dass Rüdiger oben klar näher an der Linie des Rasenmusters steht als CR.
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    • K3tsch 18.02.2016 10:53
      Highlight Jetzt könnte man darüber streiten, ob der Rasen gerade gemäht wurde oder nicht. xD

      Ok, es ist kein Offside ;-)
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    • droelfmalbumst 18.02.2016 11:00
      Highlight ich finde sowieso man sollte in Sachen offside das ganze eine runde auflockern..wenn der spieler 1m oder mehr weiter vorne steht dann okay, hat er ein Vorteil.. ist die Fussspitze 0.5mm weiter vorne heisst es gleich abseits.. hat er einen langen hals und sein kopf ist vorne..auch abseits.. das ist völlig kontraproduktiv für den spektakel. bei gleicher höhe oder von aug nicht erkennbar soll einfach gespielt werden und ende
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    • Gelöschter Benutzer 18.02.2016 11:39
      Highlight Gemäss IFAB, dem für Fussballregeln zuständigen Gremium, gilt der gesamte Körper mit Ausnahme der Arme:  "Consideration should be given to any part of the head, body or feet of the attacker [...] the arms are not considered to be part of the body".

      De Facto gibt es allerdings Schiedsrichter, die auch die Arme ins Offside einbeziehen. Aber letztendlich ist es auch gut wenn im Zweifelsfall auf gleiche Höhe entschieden wird, viel attraktiver als ständig Offside zu pfeifen.
      2 0 Melden
    • droelfmalbumst 18.02.2016 12:47
      Highlight es gibt auch die regel im "Zweifelsfall für den angreifer". eben zur förderung des spielflusses und der Attraktivität...nur wenden die meisten schiedsrichter genau das Gegenteil an und pfeiffen alle 30 Sekunden irgend etwas
      2 0 Melden

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