Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Saint-Etienne' players celebrate after Fabien Lemoine, second right, scored a goal against Monaco during their French League One soccer match in Saint-Etienne, central France, Saturday, March 1, 2014. (AP Photo/Laurent Cipriani)

Nach einer langen Durststrecke haben Saint-Etiennes Spieler in dieser Saison endlich wieder Grund zum Jubeln.
Bild: AP

Basels Gegner St-Etienne: Kein Starensemble und die Liga wohl wichtiger als die Europa League

Saint-Etiennes glorreichste Jahre liegen schon eine Weile zurück. Nun befinden sich «Les Verts» endlich wieder im Aufwind. Und morgen empfangen sie den FC Basel zum Hinspiel im Europa-League-Sechzehntelfinale.

markus brütsch/ Aargauer Zeitung



Eigentlich müssten die Erinnerungen schlecht sein. Doch Christophe Ohrel sagt: «Mein Jahr in Saint-Etienne bleibt trotz des Abstiegs in meiner Fussballkarriere ein positives Souvenir.» Während eines Jahres war der Schweizer Nationalspieler als Stammkraft für die Association Sportive de Saint-Etienne Loire aufgelaufen und durfte dort die ausgeprägte Begeisterung der Menschen für den Fussball erleben.

«Obwohl unser blutjunges Team nicht gut genug für den Klassenerhalt war, spürten wir einen riesigen Rückhalt in der Bevölkerung. Wir hatten bei den Heimspielen immer zwischen 30'000 und 35'000 Zuschauer», sagt der in der Westschweiz lebende 47-Jährige. «Der Klub war seit den gloriosen Zeiten von 1967 bis 1975 der beliebteste in Frankreich und hatte die meisten Fanklubs», sagt Ohrel. «In Saint-Etienne wurde nur über Fussball gesprochen.»

Erfolgreiche Vergangenheit

In jenen Jahren war die ASSE nicht weniger als acht Mal Meister geworden und hatte 1976 den Final des Europacups der Landesmeister gegen Bayern München mit viel Pech 0:1 verloren. 1981 wurde sie mit Starspieler Michel Platini letztmals Champion, ist mit zehn Titeln aber noch immer Frankreichs Rekordmeister. «Der Verein hat jedoch zu lange von diesen gloriosen Zeiten gelebt und die Leute immer nur von Platini gesprochen. Das Niveau sank und sank», sagt Ohrel, der neben Alain Geiger, Nestor Subiat, Toni Esposito und Gelson Fernandes als «Petit Suisse» die Ehre hatte, das berühmte grüne Trikot der Stéphanois zu tragen.

Saint-Etienne's Gelson Fernandes Tavares, reacts after Dimitri Payet scored against Bordeaux, during their French League One soccer match, in Saint-Etienne, center  France, Saturday, Oct. 3, 2009. Saint-Etienne won 3-1. (AP Photo/Claude Paris)

Richtig gehört: Gelson Fernandes spielte einst für den französischen Rekordmeister.
Bild: AP

Noch immer verfolgt er sehr genau, was sich bei der AS Saint-Etienne tut. Er tauscht sich regelmässig mit dem damaligen Torwart Grégory Coupet aus. «Die Entwicklung ist gut. Die Mannschaft schnuppert an einem Platz für die Champions League», sagt Ohrel. Dennoch gibt er dem FCB gute Chancen, eine Runde weiterzukommen. «Ich habe den Eindruck, dass für Saint-Etienne die Meisterschaft wichtiger ist als der Europacup.»

Saint-Etienne coach Christophe Galtier prior to the Europa League Group F soccer match between Dnipro Dnipropetrovsk and Saint-Etienne at the Olympiyskiy national stadium in Kiev, Ukraine, Thursday, Dec. 11, 2014.  (AP Photo/Sergei Chuzavkov)

Galtiers Team hat schon einige Spiele in den Beinen.
Bild: Sergei Chuzavkov/AP/KEYSTONE

In der Tat hat Trainer Christophe Galtier bisher nach einem Spiel in der Europa League sein Team jeweils – einmal auf sechs, zweimal auf fünf und einmal, als das Weiterkommen schon geschafft war, gar auf zehn Positionen – massiv verändert. Was natürlich auch dem Mammutprogramm geschuldet ist. Während der FCB bisher 34 Pflichtspiele bestritt, haben die «Verts» schon deren 40 in den Beinen.

In der Meisterschaft belegen sie nach 26 Runden punktgleich mit dem Dritten (berechtigt zu den Champions-League-Qualifikationsspielen) Nizza den vierten Platz, im Cup treffen sie am 2. März im Viertelfinale auf Paris Saint-Germain und in der Europa League haben sie sich in der Gruppenphase gegen Lazio Rom, Dnipro Dnipropetrowsk und Rosenborg für die K.-o.-Runde qualifiziert.

Kein Starensemble

In den Spielen gegen die Norweger waren den Verantwortlichen der Stürmer Alexander Söderlund (28, mit 22 Treffern norwegischer Torschützenkönig) und der Aufbauer Ole Selnaes (21) so sehr ins Auge gestochen, dass diese beiden seit diesem Jahr nun im Stade Geoffroy-Guichard auflaufen. Beide sind in der Europa League aber nicht spielberechtigt.

Saint-Etienne's Florentin Pogba, left, challenges for the ball with Inter Milan's Pablo Osvaldo, right, during their Europa League Group F soccer match in Saint-Etienne, central France, Thursday, Nov. 6, 2014. (AP Photo/Laurent Cipriani)

Vom Namen her der bekannteste Akteur: Florentin Pogba verteidigt für «Les Verts».
Bild: Laurent Cipriani/AP/KEYSTONE

Galtier, der mit einer Amtszeit von über sechs Jahren der dienstälteste Trainer der Ligue 1 ist und die ASSE 2013 zum Ligacupsieg geführt hat, trainiert eine Mannschaft ohne herausragende Stars. Florentin Pogba trägt zwar einen berühmten Namen, doch er ist «nur» der ältere Bruder von Juve-Juwel Paul Pogba und spielt für Guinea und nicht für Frankreich.

Valentin Eysseric reichen vier Tore, um in der Meisterschaft der beste Torschütze seines Teams zu sein, gar drei Assists genügen dem 23-jährigen Aufbauer, um in diesem Bereich führend zu sein. Aber aufgepasst: Die AS Saint-Etienne ist im Februar in Form gekommen, hat Rennes, Bordeaux und Troyes besiegt und zuletzt unglücklich gegen Monaco nur 1:1 gespielt. «Ich hoffe, dass wir gegen Basel dasselbe Gesicht wie gegen Monaco zeigen, ohne aber ein Tor zu kassieren», sagte Galtier.

Lasst uns ein bisschen träumen: Das sind die grössten Schweizer Erfolge im Europacup

Die schönsten Tore, Fouls und Tricks im Fussball

Hobby-Fussballer aufgepasst! Wayne Rooney zeigt dir, wie allerletzter Einsatz geht

Link to Article

Bend it like Sturridge – das sind die 13 besten Aussenrist-Tore aller Zeiten

Link to Article

Gesucht! Das schönste Tor der WM-Vorrunde – Coutinho, Kroos oder doch Ronaldo?

Link to Article

Diese 17 Hammer-Treffer streiten um das Tor des Jahres 2017 

Link to Article

27 zeitlose Klassiker: Die  schönsten Tore der Schweizer Nati

Link to Article

Iniesta erzielt sein erstes Tor in Japan – es ist wunderschön und von Podolski vorgelegt

Link to Article

Barças Penalty-Pass: Der endete auch schon sehr peinlich – und Cruyff war nicht der Erfinder

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Daniela Ryf und Nino Schurter sind die Schweizer Sportler des Jahres

Nino Schurter und Daniela Ryf wurden an den Credit Suisse Sports Awards in Zürich als Schweizer Sportler und Sportlerin des Jahres ausgezeichnet. Den Preis für das Team des Jahres erhielt die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft.

Zahlreiche Schweizer Sportler haben 2018 Ausserordentliches geleistet, deshalb präsentierte sich das Feld der Nominierten für die Sports Awards von heute hochkarätig wie selten zuvor. Mit Triathletin Daniela Ryf und Mountainbiker Nino Schurter setzten sich im Gegensatz zum Vorjahr, als Wendy Holdener und Roger Federer triumphierten, zwei Athleten durch, die eher aus Randsportarten stammen.

Die weiteren Awards in der TV-Gala gingen an Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer (Trainer …

Artikel lesen
Link to Article