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Jeder gegen jeden: Spieler von Roca (grün), von Cipolletti (gelb) und Sicherheitskräfte. Bilder: Youtube/Cipolletti TV

Abbruch in Argentinien

12 Rote Karten in einem Spiel?! Als ich das Video der Massenschlägerei sah, war ich nicht mehr überrascht

Gauchos haben für eine zünftige Schlägerei auf dem Fussballplatz noch nie Drohnen gebraucht. Beim argentinischen Derby zwischen Deportivo Roca und Cipolletti kommt es nach zwei Platzverweisen zur Massenkeilerei und zehn weiteren Roten Karten.

17.10.14, 08:56 17.10.14, 09:58

Wilde Szenen in der argentinischen Stadt General Roca. Video: Youtube/Cipolletti TV

In Argentinien bewegt auch die Dritte Liga die Massen. Besonders dann, wenn es wie bei der Begegnung von Deportivo Roca mit dem Club Cipolletti zu einem «Clásico» kommt. Nur 40 Kilometer trennen die Städte der beiden Teams, seit Jahren sind sich die beiden Klubs und ihre Fans alles andere als gut gesinnt.

Am Mittwochabend eskaliert das Derby. Nach einem Foul entsteht ein Handgemenge, in dessen Verlauf ein Cipolletti-Spieler einem Gegner die Faust ins Gesicht schlägt und dafür Rot sieht.

Der Platzverweis ist nicht das Ende der Aktion, sondern der Türöffner zum ganz grossen Eklat. Denn das Opfer reklamiert so lange, bis der Schiedsrichter auch ihm die Rote Karte zeigt.

Was also tun? Genau: wie von der Tarantel gestochen dem Gegner nachsprinten, um ihm spanisch und deutlich sagen, was man von ihm hält. Ganz im Stil der grossen Frank Rijkaard und Rudi Völler an der WM 1990.

Nun, es gab schon bessere Ideen. Denn jetzt erinnert nichts mehr an ein Fussballspiel, eher an einen «Royal Rumble» im Wrestling. Es wird geschlagen und getreten, ein Spieler nach dem anderen geht im Chaos zu Boden.

Nicolas Alegria vom gastgebenden Deportivo Roca bleibt ausgeknockt liegen. Zwei Teamkollegen tragen ihn zu einem Krankenauto, das auf der anderen Seite des Spielfelds bereit steht.

Für insgesamt zehn weitere Akteure notiert der Schiedsrichter eine Rote Karte in sein Notizbüchlein. «Das Verhalten der Spieler beider Teams war eine Schande, ganz und gar unprofessionell», schimpfte Roca-Trainer Diego Landeiro. Damit fand er die absolut richtigen Worte für das, was im Drittliga-Clasico geschehen war.



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    Alle Leser-Kommentare
  • Mia_san_mia 18.10.2014 23:26
    Highlight Geil :-)
    0 0 Melden
  • Hans der Dampfer 17.10.2014 14:23
    Highlight Sogar ein bitzli Slapstick war dabei..
    0 0 Melden

Herr und Frau Mötzli, können wir uns nicht einfach mal freuen?!

Die Schweiz schlägt Serbien hochdramatisch 2:1. Schlagzeilen machen aber die Doppeladler beim Jubel von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri. Die Gesten waren unüberlegt und unnötig. Aber auch verständlich für Spieler, bei denen sich so viel um Identität und Zugehörigkeit dreht.

Als sich Xherdan Shaqiri nach seinem 2:1 in der 90. Minute gegen Serbien dazu entschied, seine Hände zum Doppeladler zu formen, da wurde er innert Sekunden vom Helden zum Deppen. 

Zumindest für ganz viele Schweizer Fans. Die Freude über den Sieg wurde schnell gedämpft. Dürfen sich Schweizer da überhaupt noch freuen? Das war doch Hochverrat!

Zum Glück, so muss man fast sagen, haben Shaqiri und Xhaka mit dem Doppeladler für einen kleinen Skandal gesorgt. Sonst, man stelle sich vor, hätten …

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