Sport

Spanische Fußballer: «Wir haben recht» Bild: EPA/EFE

Streit um TV-Vermarktung eskaliert: Spaniens Fussballstars drohen mit Streik

Im Streit um TV-Rechte hat der spanische Fussballverband angedroht, den kompletten Spielbetrieb im Profifussball vom 16. Mai an einzustellen. Dabei erhält er Unterstützung von prominenten Fussballern. Die Liga will dagegen vorgehen.

07.05.15, 20:40

Ein Artikel von

Die Fussballer der spanischen Primera División haben sich im Streit um die künftige Fernsehvermarktung der Liga hinter den Verband RFEF gestellt und mit Streik gedroht. Der RFEF hatte angekündigt, den kompletten Spielbetrieb ab dem 16. Mai auszusetzen; auf einer Pressekonferenz der Spielergewerkschaft AFE erklärten nun unter anderem die Ex-Weltmeister Andrés Iniesta und Sergio Ramos ihre Solidarität.

Auch Real-Star Sergio Ramos schliesst sich der Streikdrohung an. Bild: Andres Kudacki/AP/KEYSTONE

Der Verband und die Spielergewerkschaft reagierten damit auf ein neues Gesetz, das den künftigen Verkauf der TV-Rechte regelt. Die spanische Regierung und der Ligaverband LFP hatten am 30. April beschlossen, die Rechte zur Saison 2016/2017 erstmals zentral vermarkten zu lassen. Der RFEF kritisiert an der neuen Regelung allerdings die ungleiche Verteilung der Gelder zwischen der ersten und zweiten Liga (90:10 Prozent). Zudem fordert die Spielergewerkschaft eine Beteiligung von einem Prozent.

Versammlung angekündigt

«Wir haben recht und fühlen uns stark», sagte AFE-Präsident Luis Rubiales. An seiner Seite waren rund 50 Profis, darunter die Real-Stars Ramos und Iker Casillas sowie Iniesta, Xavi und Gerard Piqué vom FC Barcelona.

Von dem Streik betroffen wären unter anderem die letzten beiden Spieltage der Primera División sowie das Pokalfinale am 30. Mai zwischen dem FC Barcelona und Athletic Bilbao. Dies sei «rechtlich unwirksam», hiess es in der Mitteilung der Liga.

Um eine Lösung für das Problem zu finden, kündigte der Ligaverband für kommenden Montag eine ausserordentliche Mitgliederversammlung an. Ausserdem behielt sich die Liga rechtliche Schritte vor, um sich gegen mögliche Schäden abzusichern.

psk/sid/dpa

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • MaskedGaijin 08.05.2015 06:50
    Highlight Das die 2. Liga mehr Geld bekommen soll ist in Ordnung. Aber für was sollen die armen, armen Spieler mit 1% beteiligt werden? Diese 1% hätten in Spanien wohl viele nötiger.
    3 0 Melden

Da grinst King Roger – Federer ist Sportler des Jahres, Holdener bei den Frauen gekürt

Die Schweizer Sportlerin des Jahres heisst Wendy Holdener. Die Schwyzer Skirennfahrerin setzte sich an den Credit Suisse Sports Awards in Zürich in einer engen Ausmarchung knapp gegen die Ironman-Weltmeisterin Daniela Ryf und Kunstturnerin Giulia Steingruber durch. Holdener verdiente sich die Auszeichnung mit dem WM-Titel in der Kombination und der WM-Silbermedaille im Slalom. Nach Lara Gut im Vorjahr gewann zum zweiten Mal in Folge eine Vertreterin von Swiss Ski den Award. 

Roger Federer …

Artikel lesen