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(FILES) - Picture taken on May 8, 2014 shows the Adidas official FIFA World Cup 2014 ball "Brazuca" as it is presented during the company's shareholders' meeting in Fuerth, southern Germany. Greenpeace criticized the use of toxic chemicals by Adidas in their products on May 8, 2014. AFP PHOTO/CHRISTOF STACHE

WM-Ball enthielt pro Kilo 20 Milligramm Nonylphenole. Bild: AFP

Adidas, Nike, Puma

Greenpeace findet Gift in WM-Kollektionen

Gesundheitsschädliche Chemikalien in Fussballschuhen, Shirts und Torwarthandschuhen: Greenpeace hat mehr als 30 Produkte der WM-Kollektionen von Adidas, Nike und Puma getestet – fast alle waren belastet. Die Hersteller sehen keine Gefahr für Verbraucher.

18.05.14, 15:41 18.05.14, 17:02

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Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat giftige Chemikalien in Fussballschuhen, Shirts und Torwarthandschuhen nachgewiesen. Betroffen ist Sportausrüstung für die Fussball-Weltmeisterschaft aus den Häusern Adidas, Nike und Puma.

Fast alle der 33 getesteten Produkte der aktuellen WM-Kollektionen waren mit gesundheitsschädlichen Nonylphenolen oder auch perfluorierten Chemikalien belastet. Ein Adidas-Fussballschuh der Linie «Predator» kam auf einen Spitzenwert von 14,5 Mikrogramm an giftiger Perfluoroctansäure (PFOA) pro Quadratmeter. Selbst der untersuchte Adidas-WM-Ball «Brazuca» enthielt pro Kilo 20 Milligramm der hormonell wirksamen Nonylphenole.

Die Untersuchung ist Teil der Detox-Kampagne. Greenpeace startete diese 2011, um auf die schädliche Wirkung von Risiko-Chemikalien aufmerksam zu machen. 20 Textilhersteller, darunter die drei Sportausrüster, verpflichteten sich damals, bis 2020 auf Risiko-Chemikalien zu verzichten.

Besonders Adidas steht in der Kritik

Die Kritik der Umweltschützer zielt im Besonderen auf Adidas: Der Konzern aus Herzogenaurach war 2011 als Detox-Pionier gestartet, verschanze sich aber inzwischen nur noch hinter «leeren Papierversprechen», so Greenpeace.

Die drei Sportausrüster verwiesen dagegen auf die Sicherheit ihrer Produkte. Eine Gefahr für Verbraucher bestehe nicht, die Befunde lägen weit unterhalb gesetzlicher Vorgaben und Meldepflichten. Grenzwerte gibt es für viele der Risiko-Chemikalien allerdings noch nicht. Norwegen ist das erste Land, das auf die potentielle Gefahr reagiert hat: Ab Juni dürfen dort keine Textilien mehr verkauft werden, die über ein Mikrogramm PFOA pro Quadratmeter enthalten.

(juh)



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