Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Super League, 5. Runde

YB – Lausanne 7:2 (3:1)

Basel – Lugano 4:1 (1:0)

YB feiert das 2:0 durch Yoric Ravet. Bild: KEYSTONE

Schützenfeste in Basel und Bern: Der Leader und sein Verfolger feiern Kantersiege

Zum Auftakt der 5. Super-League-Runde feierten die Young Boys einen hohen Heimsieg. Die Berner schlugen Lausanne in einem torreichen Spiel mit 7:2. Tabellenführer Basel zog mit einem 4:1 gegen Lugano nach.

20.08.16, 21:49 21.08.16, 08:54

YB – Lausanne 7:2

– Auf das ernüchternde CL-Playoff-Ergebnis gegen Mönchengladbach reagierten die Young Boys im Tagesgeschäft vehement. Den überraschend wehrlosen Aufsteiger Lausanne führten die Berner phasenweise vor. Im Zentrum des imposanten Variantenreichtums stand Yoric Ravet: Der herausragende französische Tempo- und Spielmacher war an fünf der sieben sehenswerten Treffer direkt beteiligt.

Scott Sutter bejubelt seinen Treffer zum 4:1. Bild: freshfocus

– Derweil YB zumindest in Sachen Super League ein Statement platzierte und sich mental mit Blick auf das schwierige Rückspiel im Borussia-Park ein paar Bonus-Prozente verschaffte, tauchten die Waadtländer ohne Ansage ein erstes Mal seit ihrem Comeback schonungslos ab. Ihre Aufwärtstendenz der letzten Wochen verflüchtigte sich regelrecht.

– Das spielerisch durchaus veranlagte Team von Taktgeber Fabio Celestini entschied sich im Stade de Suisse in prekären Situationen ausnahmslos für die falsche (Abwehr-)Variante. Den Tiefpunkt des Tages verschuldete Diniz in dilettantischer Manier: Der vom italienischen Drittligisten Padova übernommene Verteidiger passte den Ball quer durch den eigenen Strafraum – Debütant Thorsten Schick nahm die Offerte an, 3:0 nach 36 Minuten.

– YB bezahlte den Sieg mit dem Ausfall von Topskorer Guillaume Hoarau. Der Franzose erlitt im linken Bein eine Zerrung und wird für das Playoff-Rückspiel zur Champions League am Mittwoch in Mönchengladbach womöglich ausfallen.

Basel – Lugano 4:1

– Eine Halbzeit lang hält der Gast aus dem Tessin mit. Doch praktisch mit dem Pausenpfiff köpft Marek Suchy die Basler nach einem Corner in Führung.

– Nach dem Seitenwechsel ist das Spiel dann sehr schnell entschieden. Renato Steffen (48.), Seydou Doumbia (54.) und Michael Lang (61.) sorgen für klare Verhältnisse im St.Jakob-Park. Lugano kommt durch Valerio Rosseti (66.) immerhin zu einem Ehrentreffer.

– In der Tabelle bleibt der Meister damit unangefochten an der Spitze. Nach fünf Runden beträgt der Vorsprung auf YB bereits sechs Punkte, Luzern könnte die Lücke morgen auf drei Zähler verkleinern.

Basler Freude über Doumbias 3:0. Bild: KEYSTONE

Die Telegramme

Young Boys - Lausanne 7:2 (3:1)
14'665 Zuschauer. - SR San.
Tore: 2. Hoarau (Ravet) 1:0. 29. Ravet (Sutter) 2:0. 36. Schick 3:0. 39. Campo (Gétaz) 3:1. 48. Sutter (Ravet) 4:1. 59. Lecjaks (Ravet) 5:1. 66. Kubo (Ravet) 6:1. 75. Pak (Campo) 6:2. 90. Frey 7:2.
Young Boys: Mvogo; Sutter, Wüthrich, Rochat (75. Gajic), Obexer (46. Lecjaks); Ravet, Zakaria, Bertone, Kubo; Frey, Hoarau (21. Schick).
Lausanne: Castella; Monteiro, Manière, Diniz; Kololli, Custodio (66. Pasche), Araz, Gétaz; Campo, Margairaz (55. Pak); Margiotta (56. Torres).
Bemerkungen: Young Boys ohne Sulejmani, Von Bergen, Sanogo, Gerndt, Seferi, Joss, Benito (alle verletzt), Lausanne ohne Frascatore, Tejeda, Yang Yang. 5. Lattenschuss von Ravet. Verwarnungen: 4. Manière, 32. Schick, 50. Wüthrich, 81. Kololli (alle Foul).

Basel - Lugano 4:1 (1:0)
26'012 Zuschauer. - SR Erlachner.
Tore: 45. Suchy (Zuffi/Corner) 1:0. 48. Steffen 2:0. 53. Doumbia (Delgado) 3:0. 60. Lang (Zuffi) 4:0. 66. Rosseti 4:1.
Basel: Vaclik; Lang, Suchy, Balanta, Traoré; Xhaka, Zuffi; Bjarnason, Delgado (81. Boëtius), Steffen (62. Elyounoussi); Doumbia (73. Janko).
Lugano: Salvi; Mihajlovic, Sulmoni, Golemic, Jozinovic; Sabbatini, Vécsei (57. Ponce); Alioski, Mariani (77. Rey), Mizrachi (66. Ceesay); Rosseti.
Bemerkungen: Akanji, Serey Die, Sporar (alle verletzt), Bua (U21), Fransson (nicht im Aufgebot), Lugano ohne Culina, Piccinocchi (beide verletzt), Aguirre (nicht spielberechtigt). Verwarnungen: 19. Xhaka, 37. Balanta, 80. Delgado, 88. Golemic (alle Foul).

Die Tabelle

12 Sensations-Meister

30.07.2000: Nur GC-Milchbubi Peter Jehle steht noch zwischen FCB-Legende Massimo Ceccaroni und seinem allerersten Tor

01.05.1993: Marc Hottigers Knallertor versenkt Italien – und er verärgert die Azzurri danach mit einer frechen Leibchentausch-Bitte 

26.06.2006: «Züngeler» Streller leitet das peinliche Schweizer Penalty-Debakel ein

22.02.2004: St.Gallens Kultfigur «Zelli» muss in der Not ins Tor und kratzt den Ball in «seiner» Ecke

09.08.2009: Basel-Goalie Costanzo wird für drei Spiele gesperrt – nach einer Attacke auf den eigenen Mitspieler

26.04.2003: Colombas Goalie-Goal lässt Razzetti alt aussehen und den FC Aarau unabsteigbar bleiben

16.04.2009: «Jawoll, jawoll, jawoll, jawoll … YB isch im Göppfinau!»

01.09.2007: Mit dem letzten Spiel im Hardturm-Stadion gehen 78 Jahre Geschichte zu Ende

12.11.2002: Basel holt gegen Liverpool ein 3:3 und Beni Thurnheer schwärmt: «Dieses Spiel müsste man zeigen, wenn ich gestorben bin»

13.11.1991: Weil die Schweizer Nati in der «Hölle von Bukarest» auf 0:0 spielt, vergeigt sie die EM-Qualifikation im letzten Moment doch noch

08.10.2010: Vucinic lässt der Schweiz die Hosen runter und trägt sie als Kopfschmuck

25.11.2009: Das beste Fussball-Musikvideo aller Zeiten erscheint auf Youtube – über den FC Aarau

26.09.1995: Luganos Carrasco bringt mit seiner Banane Gianluca Pagliuca und das grosse Inter Mailand zum Weinen

21.10.2013: Pajtim Kasami hämmert «einen der schönsten Volleys überhaupt» ins Crystal-Palace-Tor und verzückt sogar Andy Murray

07.10.1989: Der «Fall Klötzli» – vier Wettinger gehen auf den Schiri los, weil dieser Sekunden vor dem Ausgleich abpfeift

01.11.1989: Nur durch einen Witz-Penalty zwingt Diego Maradonas Napoli die tapferen Wettinger in die Knie

25.9.1996: Murat Yakin sticht mit seinem Freistoss mitten ins Ajax-Herz und bringt Mama Emine zum Weinen

05.12.2004: Paulo Diogo gewinnt mit Servette wichtige Punkte im Abstiegskampf – und verliert dabei einen Finger

12.04.2004: Der grosse Robbie Williams führt den kleinen FC Wil zum Cupsieg gegen GC

07.12.2011: Der FC Basel schmeisst Manchester United aus der Champions League und Steini, der Glatte, schiesst den Ball an die Latte

15.11.2009: Die Schweiz ist Fussball-Weltmeister! Die U17-Nati setzt ihrem Höhenflug die Krone auf

30.05.1981: Der Wolf und seine «Abbruch GmbH» entfachen mit dem 2:1-Sieg gegen England eine neue Fussball-Euphorie

18.06.1994: Beni Thurnheers fataler Irrtum – es gibt eben doch einen Zweiten wie Bregy

30.04.2011: Cabanas fordert vom Basler Schiri Respekt, denn «das isch GC! Rekordmeister! Än Institution, hey!»

29.09.1971: Statt «allzu augenfällig im Spargang» die Pflicht zu erledigen, sorgt GC für den höchsten Schweizer Europacup-Sieg aller Zeiten

24.04.1996: Das Ende von Nati-Trainer Artur Jorge nimmt ausgerechnet mit dem einzigen Sieg seiner kurzen Ära den Anfang 

30.09.2009: Dank Tihinens Hackentrick, «abgeschaut bei einem finnischen Volkstanz», bodigt der FC Zürich das grosse Milan

10.09. 2008: Luxemburgerli vernaschen? Denkste! – Die Schweizer Nati kassiert die bitterste Niederlage ihrer Geschichte

07.09.2005: Nati-Goalie Zuberbühler kassiert auf Zypern ein Riesen-Ei und schiebt die Schuld dafür dem «Blick» in die Schuhe

20.11.1996: Wegen 20 fatalen Minuten landet Champions-League-Überflieger GC in Glasgow auf dem harten Boden der Realität

03.05.1994: Mit dem Sonderflug zur spontanen Aufstiegsfeier auf den Barfi

07.03.2007: Johann Vogel droht Köbi Kuhn, in den Flieger zu steigen, um ihm «eins zu tätschen»

26.06.1954: Die Schweiz kassiert gegen Österreich in der «Hitzeschlacht von Lausanne» eine ihrer bittersten Niederlagen

11.08.2010: Moreno Costanzo schiesst mit seiner ersten Ballberührung als Natispieler gleich den Siegtreffer

16.11.2005: Die Nacht der Tritte und Schläge – einer der grössten Nati-Erfolge verkommt zur «Schande von Istanbul»

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Jonas Schärer 20.08.2016 21:21
    Highlight Schöne Reaktion auf die unglückliche Gladbachpleite... Herzlich Wilkommen Thorsten Schick 😆
    18 4 Melden

Und so sieht das aus, wenn beim FC Zürich ein Spieler «unterschreibt»

Noch vor dem Cupfinal gegen YB am Sonntag stellt der FC Zürich die Weichen für die nächste Saison. Fix bei den Profis ist neu der 20-jährige Mittelfeldspieler Lavdrim Rexhepi. Der Schweiz-Kosovare mit der Erfahrung von bislang drei Super-League-Partien unterschrieb bis im Juni 2022. Wobei: Unterschrieb er wirklich? Wenn wir das Foto genau anschauen, das der FCZ zu seiner Mitteilung verschickt hat, kommen bei uns Zweifel auf ... (ram)

Artikel lesen