Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Munas Dabbur schiebt zur GC-Führung ein. FCZ-Torhüter Favre ist am Boden. 
Bild: KEYSTONE

Weil wir niemanden treten, der wehrlos am Boden liegt, lassen wir den FCZ in Ruhe und feiern GC

Nach der 0:5-Klatsche gegen die Grasshoppers könnten wir auf dem Tabellen-Schlusslicht FC Zürich rumhacken. Könnten wir. Wir widmen uns aber lieber dem sensationellen GC und blicken auf die Gründe für den Höhenflug. 

30.11.15, 12:07 30.11.15, 17:19


Wenn einer am Boden liegt, tritt man nicht mehr nach. Daran gibt es nichts zu diskutieren und deshalb lassen wir den FC Zürich in Ruhe. Keine Memes zu Sami Hyypiä und auch keinen Kommentar zur verhängnisvollen Alleinherrschaft von Ancillo Canepa. Nach den fünf Backpfeifen von GC schmerzt dem FCZ die Wange schon genug. Erholt euch gut.

Was geht Sami Hyypiä nach dem 0:2 durch den Kopf? Der eine oder andere dumme Spruch liegt uns auf der Zunge. Wir behalten ihn für uns.
bild: srf

Stattdessen beschäftigen wir uns lieber mit dem anderen Zürcher Klub, mit den Grasshoppers. Starke 45 Tore hat GC in 17 Partien bereits erzielt und dabei 33 Punkte geholt. Gestern begeisterte der Rekordmeister auch im Derby. Fünf Gründe für den Höhenflug:

Ein Ausbilder an der Seitenlinie

Die Grasshoppers haben mit Pierluigi Tami den perfekten Trainer gefunden. Der ehemalige U18- und U21-Natitrainer passt perfekt ins Konzept des Klubs. Die Talentschmiede im GC-Campus bildet die jungen Fussballer gezielt aus – jetzt hat auch die erste Mannschaft einen Ausbilder an der Seitenlinie. Tami ist das letzte Puzzlestück in der Förderung von GC-Talenten – er bringt die Spieler den letzten und entscheidenden Schritt weiter. Pierluigi Tami ist wortwörtlich der Vater des Erfolges.

Das 20-jährige GC-Eigengewächs Shani Tarashaj trifft gegen Zürich zum 8. Mal in dieser Saison.
video: streamable

Ein Macher im Mittelfeld

Die Grasshoppers haben vielleicht nicht den besten, aber sicher den wichtigsten Spieler der Liga in ihren Reihen. Der Schwede Kim Källström ist nach kurzer Zeit bei GC schon nicht mehr wegzudenken. Der 32-Jährige ist der beste Super-League-Transfer seit der Rückkehr von Alex Frei zum FC Basel 2009. 

Im 4-2-3-1 der Grasshoppers macht Källström zusammen mit Marko Basic das Zentrum dicht und hält so dem überragenden Offensiv-Quartett den Rücken frei. Der Schwede beschränkt sich jedoch nicht bloss auf seine defensiven Aufgaben, gegen Zürich hat er zwei Tore vorbereitet und eines selbst geschossen. In der gesamten Saison kommt er schon auf neun Assists – bockstark!

Kim Källström für einmal selbst Torschütze – eigentlich bereitet der Schwede lieber vor.
video: streamable

Spielfreude in der Offensive

Treffen sich ein Israeli, ein Brasilianer, ein Franzose und ein Schweizer. Was beginnt wie ein schlechter Witz, ist die Zusammenstellung der überragenden Offensive von GC. 

Das Angriffsquartett harmoniert perfekt, die Tor- und Assistquoten sind eine Folge davon. Pure Spielfreude bei den Grasshoppers!

Caio dribbelt Brunner Knoten in die Beine und vollendet.
video: streamable

Die Geilheit auf Tore

Der Kopf der starken GC-Tormaschinerie ist zweifelsohne Munas Dabbur. Der 23-Jährige war im Sommer schon so gut wie bei Palermo, Trainer Tami dementierte umgehend. Dann bot GC dem Israeli angeblich 150'000 Franken mehr pro Saison, was Dabbur offenbar genug war.

Seither hat der Israeli in 16 Spielen je 11 Tore und Assists zum GC-Höhenflug beigesteuert. Der Stürmer aus Nazareth ist richtig geil auf Tore, glaubt an seine Chance. Und Geschenkte wie jenes von Berat Djimsiti am Wochenende nimmt Dabbur natürlich auch in der Vorweihnachtszeit dankend an.

Mit Schleife auf dem Tablett serviert: Djimsitis «Assist» für Dabbur.
video: streamable

Der FC Basel spielt in einer anderen Liga

GC kann und wird nicht Meister werden und das wissen die Hoppers genau. Dafür ist der FC Basel einfach zu stark. GC ist der ungefährliche Verfolger des Serienmeisters. Niemand erwartet, dass die Hoppers mit den Baslern mithalten können, das nimmt Druck und führt zur befreiten Spielweise. GC darf verlieren und muss keine Angst haben, den Anschluss an den Tabellenführer zu verlieren.

Es ist wie auf dem Kinderspielplatz: Basel ist zwar Chef, GC hat seinen Platz auf dem «Gireitzli» aber gefunden und hat da eine Menge Spass. Vor allem auch, weil der FC Zürich auf der Rutschbahn ist – auf dem Weg nach unten.

Unbekümmert und simpel: Flanke hinter die Abwehr von Källström, Ravet sagt Danke und schiebt ein.
video: streamable

Wie die Zeit vergeht … Fussballtrikots mit Sponsoren, die es heute nicht mehr gibt

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

Abonniere unseren Daily Newsletter

27
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pitar 30.11.2015 19:26
    Highlight irgendwie spuckt ihr in dem beitrag dem fcz indirekt ins gesicht😂
    1 0 Melden
  • NWO Schwanzus Longus 30.11.2015 14:22
    Highlight GC hat nur dann Fans wenn es läuft sonst nicht wirklich, ausserdem spielt GC schöneren Fussball als wir Basler, aber das ist zur hälfte vom Momentum geschuldet. GC hat so oder so kaum merkmale eines Topvereins kaum Treue Fans, null Popularität (da hat sogar der FC Canepa viel mehr Fans) kaum Finanzielle Stärke, da hat YB eigentlich die deutlich besseren anlagen, aber die stehen sich immer selbst im Weg.
    11 46 Melden
    • Kimbolone 30.11.2015 14:45
      Highlight Bezüglich treuer Fans kann ich die Aussage nicht unterschreiben. GC stellt bei Auswärtsspielen immer noch einen der grössten Mobs schweizweit. Der treue Kern ist halt einfach relativ klein.

      Was fehlt, sind die casual Fans ausserhalb der Fankurve. Wobei auch dort ein gewisser Anteil an erfolgsgesteuerten Fans vorhanden ist.
      36 2 Melden
    • NWO Schwanzus Longus 30.11.2015 14:52
      Highlight Die Ultras meinte ich dabei nicht. Sondern die Normalos, in Zürich kenne ich mehr FCB Fans als GC Fans, allgemein sind FCZ Fans deutlich in der Überzahl im Vergleich zu GC. Aber such der FCZ hat einen Grossen Mob auswärts zur Verfügung. Man muss sich mal die Zuschauerzahlen von den Beiden Stadtrivalen anschauen, trotz Krise bringt der FCZ fast 2000 Zuschuauer mehr als GC die richtig in Form sind. Wie viel würde der FCZ hinein bringen wenn sie genauso stark spielen würden wie wir oder GC? Da würde es noch krässer im Vergleich zu GC aussehen.
      10 23 Melden
    • Anded 30.11.2015 15:21
      Highlight Der FC Basel hatte in den letzten Jahren auch nur Fans wenn es gut lief. ;-)
      25 6 Melden
    • NWO Schwanzus Longus 30.11.2015 15:30
      Highlight Nein, da kennst du die NLB Zeiten nicht ;-) gut das bei beiden Zürcher Vereinen weniger Zuschauer kommen kann ich aufgrund des Letzgrunds Verstehen, aber so tiefe Zahlen für Clubs die aus einer Bevölkerungsreichen Umgebung kommen ist doch erschrenkend, mit dem Eishockey müsste man zuschauer mässig eigentlich mithalten in Zürich. Nichts desto Trotz, der FCZ ist in Zürich viel beliebter, dafür hat GC in der Restschweiz mehr Fans als der FCZ.
      9 8 Melden
    • Anded 30.11.2015 15:52
      Highlight Ich habe gesagt in den letzten (Meister-)Jahren, nicht zu NLB Zeiten. Dass der FCB damals bei weniger Erfolg auch schon ein volleres Stadion hatte als der Letzi heute ist mir schon klar. In Zürich gibt es halt auch ausserhalb des Passivsports Unterhaltungs- und Freizeitangebote auf Grossstadt-Niveau. Da hat der bescheidene schweizer Fussball einen schweren Stand dagegen. Ich war diese Saison an einem Spiel im Letzigrund. Trotz attraktiver Partie war es halt das Geld irgendwie nicht wert. Und ja, dass das Letzigrund kein Fussballstadion ist, macht die Sache nicht besser.
      14 2 Melden
    • Tom Garret 30.11.2015 16:21
      Highlight @Südländischer Macho

      Es ist immer spannend wie vergesslich Fussballfans sind. Hier mal zwei Bespiele für dich:

      8'500 Zuschauer:
      http://www.joggeli.ch/erste-mannschaft/spiele?FC_Basel_vs_Grasshopper_Club&id=10774

      4'500 Zuschauer:
      http://www.joggeli.ch/erste-mannschaft/spiele?FC_Basel_vs_Servette_FC&id=10780

      Und das war nicht NLB sondern gar die Finalrunde... Nur weil ihr mal in einem entscheidenden Aufstiegsspiel gegen den FCZ 40'000 hattet heisst das nicht dass dies die Norm war. Der FCB hat vor allem so hohe Zuschauerzahlen seit er wieder erfolgreich ist (Aufschwung startete etwa 2001)
      10 1 Melden
    • Tom Garret 30.11.2015 16:54
      Highlight Mir ist klar, dass es immer wieder Spiele gab mit 30'000 oder mehr, vor allem wenn man ganz lange zurück geht, aber Basel Fans erzählen oft gerne die Màr von all den NLB Spielen mit mehr als 20'000 Zuschauern, das stimmt einfach nicht... Zumindest nicht was die letzte NLB Phase angeht die Basel durchlebt hat... Auch da war es so, wenn der Erfolg kam (Chance auf Aufstieg in der Auf-, Abstiegsrunde) kamen die Fans...

      Mich würde es sehr wunder nehmen was Zuschauermässig passieren würde wenn sich Basel mal so 4, 5 Jahre nicht unter den ersten 4 Platziert. Nur wird das wohl nicht geschehen...
      9 0 Melden
    • maxi 30.11.2015 17:28
      Highlight gab ja dieses jahr auchschon spiele bei basel zuhause mit15000 zuschauer, in der el (quali?) wenn ich mich richtig erinnere
      3 1 Melden
    • Gritzvogel 01.12.2015 14:06
      Highlight Wie sagte doch Ottmar Hitzfeld anlässlich der GC Meisterfeier? "Wir haben vieleicht nicht die meisten Fans, dafür die Besten!" Und er MUSS es ja wissen, nicht?
      3 0 Melden
    • NWO Schwanzus Longus 01.12.2015 22:15
      Highlight Die besten niemals, die hat immer noch der FCB ;-)
      0 4 Melden
  • frankyfourfingers 30.11.2015 14:04
    Highlight nume GC!
    32 15 Melden
  • dimitris muse 30.11.2015 13:08
    Highlight meiner meinung darf man auch mal auf dem fcz rumhacken. die rivalität zwischen den klubs wird genau durch das ausgemacht. ich errinnere ans 6:0 vor ein paar saisons und alle die hoppers runtergeputzt haben.
    39 4 Melden
  • Nicosinho 30.11.2015 13:08
    Highlight BRAVO GC!
    34 11 Melden
    • Hans Jürg 30.11.2015 17:30
      Highlight Hat er nicht Rooney angespuckt? Trotzdem ein no go.
      0 2 Melden
    • Hans Jürg 30.11.2015 17:57
      Highlight falscher Thread... sollte Antwort auf Frei-Spuckaffaire sein. ①↘
      0 2 Melden
  • Gritzvogel 30.11.2015 12:54
    Highlight Der Autor vergleicht Alex Frei mit Kim Källström, bzw. stellt beide auf eine Stufe. Damit wär der Schreibende dann auch gleich qualifiziert. Immerhin. Die Gründe dafür bleiben im Verborgenen, was wohl auch besser ist. Mein Rat: sich einfach mal ein Ticket kaufen, und während des Spiels auch tatsächlich mit offenen Augen am Geschehen auf dem Rasen teilnehmen. Viel Glück!
    14 9 Melden
    • Schreiberling 30.11.2015 13:06
      Highlight Das ist doch schon, wenn der Schreibende qualifiziert ist. Schlimmer wäre es wenn er unqualifiziert oder disqualifiziert wäre ;-)
      27 2 Melden
    • maxi 30.11.2015 13:08
      Highlight Niemand in der schweiz wird je mal wider an Alex Frei rankommen. Sein Charakter, Ehrgeiz, Kampfgeist und Torricher suchen seines gleichen. Seine Ecken und Kanten fehlen dem schweizer Fussball! Ich vermisse ihn, und das sage ich als jemand der Basel eigentlich nicht ausstehen kann.
      13 40 Melden
    • Gritzvogel 30.11.2015 13:25
      Highlight @Schreiberling: durch Qualifikationen entstehen Ranglisten und Tabellen wodurch Fähigkeiten abgelesen werden können. Und nun schön weiter auf Blick.ch kommentieren, gell?
      3 18 Melden
  • The Writer Formerly Known as Peter 30.11.2015 12:24
    Highlight Trotzdem würde ich mich mal wieder darüber freuen, wenn der Titel wieder mal nach Zürich oder dann auch anderswo hingeht. Motto: Hauptsache nicht Basel! Wird langsam langweilig. Seit 2009 geht der Titel nur noch nach Basel! Geld vor Klasse, Jahr für Jahr!
    41 8 Melden
    • SirJoe 30.11.2015 14:33
      Highlight Nicht doch eher Klasse durch Geld?
      14 0 Melden
    • Anded 30.11.2015 15:21
      Highlight Kasse macht Klasse und Klasse macht Kasse
      6 0 Melden

Herr und Frau Mötzli, können wir uns nicht einfach mal freuen?!

Die Schweiz schlägt Serbien hochdramatisch 2:1. Schlagzeilen machen aber die Doppeladler beim Jubel von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri. Die Gesten waren unüberlegt und unnötig. Aber auch verständlich für Spieler, bei denen sich so viel um Identität und Zugehörigkeit dreht.

Als sich Xherdan Shaqiri nach seinem 2:1 in der 90. Minute gegen Serbien dazu entschied, seine Hände zum Doppeladler zu formen, da wurde er innert Sekunden vom Helden zum Deppen. 

Zumindest für ganz viele Schweizer Fans. Die Freude über den Sieg wurde schnell gedämpft. Dürfen sich Schweizer da überhaupt noch freuen? Das war doch Hochverrat!

Zum Glück, so muss man fast sagen, haben Shaqiri und Xhaka mit dem Doppeladler für einen kleinen Skandal gesorgt. Sonst, man stelle sich vor, hätten …

Artikel lesen