Sport

Vereinbarten eine einvernehmliche Trennung: Didier Tholot (l.) und Christian Constantin. Bild: KEYSTONE

Was zu erwarten war: Didier Tholot ist nicht mehr Sion-Trainer

Nach lediglich vier Super-League-Runden trennt sich der FC Sion per sofort von Trainer Didier Tholot. Beim Cup-Auftakt gegen den Zweitligisten CS Romontois wird das Team vom bisherigen Assistenten und dem Präsidenten gecoacht.

12.08.16, 17:04 13.08.16, 10:54

Das inzwischen dritte vorzeitige Mandatsende Tholots im Wallis kommt angesichts der jüngsten Entwicklung nicht überraschend. Die teure Equipe ist in der Liga frühzeitig unter Druck geraten. In drei von vier Spielen enttäuschten die Romands; nach dem 1:3 in Lugano sackte Sion auf den letzten Tabellenplatz ab.

Das 2:0 für Lugano durch Jonathan Sabbatini (l.). Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Den hohen Preis für den kollektiven Fehlstart bezahlt der 52-jährige Tholot nun alleine; mit einem flugs beidseits signierten Communiqué bekräftigten die Beteiligten zwar den «einvernehmlichen» Rahmen der Causa. Klubchef Christian Constantin betonte wie immer in vergleichbaren Fällen mit Nachdruck, den 37. Trainerwechsel seit seinem Wiedereinstieg 2003 ausschliesslich im Interesse des Vereins angeordnet zu haben.

Der französische Coach hat in einem schwierigen Umfeld mit einem allzu oft nervösen Präsidenten an der Spitze weitgehend gute Arbeit geleistet. Unter seiner Führung hat sich die Mannschaft überaus positiv entwickelt.

Im zweiten Frühling seiner knapp 20-monatigen Amtszeit führte der Ex-Stürmer Sion zum 13. Cupsieg – der 3:0-Triumph gegen Basel im St.-Jakob-Park 2015 liess nicht nur national aufhorchen. Im letzten Herbst überzeugten die Romands in der Europa League mit zwei Remis gegen den späteren Finalisten Liverpool.

In der Europa League gegen Liverpool konnte Didier Tholot noch jubeln. Bild: KEYSTONE

Sein Bonus bei «CC» war gleichwohl relativ schnell aufgebraucht. Der in unbefriedigenden Phasen unzimperliche Boss entzog Tholot das Vertrauen. Einen zeitnahen Kurswechsel traute er seinem leitenden Angestellten offenbar nicht mehr zu. (sda)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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    Alle Leser-Kommentare
  • leu84 12.08.2016 19:22
    Highlight Der Totomat hat gesprochen
    8 0 Melden

Wegen fehlender Kontinuität im historischen Tief – in Sion geht das Abstiegsgespenst um

Die 2:3-Heimniederlage gegen Thun ist nochmals ein neuer Tiefpunkt: Nie seit dem Wiederaufstieg in die Super League auf die Saison 2006/07 hat der FC Sion eine derart schlechte Hinrunde gespielt. Im Wallis geht die Abstiegsangst um.

In den letzten beiden Runden hat sich die Lage drastisch verschlechtert. Während die Walliser ihre Saisonniederlagen Nummern 8 und 9 bezogen, kamen die Konkurrenten im hinteren Bereich fleissig vorwärts. Luzern und Thun holten je sechs Punkte, Lausanne und Lugano je drei. Lagen die fünf Mannschaften vorher noch dicht beieinander, ist Sion nunmehr mit zwei Punkten Rückstand Letzter. Lausanne auf dem 6. Rang ist um fünf Punkte davongezogen.

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