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Fans des FC Zuerich werden von Polizisten eingekesselt und durchsucht, vor dem Fussballspiel der Super League zwischen dem FC Aarau und dem FC Zuerich, am Samstag, 25. April 2015, in Aarau. In der Stadt Aarau steht eine Konfrontation zwischen den ausgesperrten Fans des FC Zuerich und der Polizei bevor. Die ersten Mitglieder der Zuercher Suedkurve sind bereits vor dem Bruegglifeld in Aarau. Auch die Polizei ist praesent. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Die Polizei war am Samstag mit einem Grossaufgebot vor Ort. Bild: KEYSTONE

Polizeieinsatz gegen FCZ-Fans kostet rund 250'000 Franken – das schmerzt vor allem den FC Aarau 

Nach der ersten positiven Bilanz zur aussergewöhnlichen Aktion der Aargauer Kantonspolizei gegen Fussballfans kehrt Ernüchterung ein. Die Kosten gehen gegen eine Viertelmillion.

28.04.15, 07:39 28.04.15, 10:57

Bastian heiniger / aargauer zeitung



Ein Artikel der

Eigentlich könnten nach dem Spiel zwischen dem FC Aarau und dem FC Zürich alle Beteiligten eine positive Bilanz ziehen. Die anfangs heissgekochten Befürchtungen verdampften spätestens nach der Partie. Beide Teams holten einen Punkt, die Polizei hatte die gut 300 angereisten Gästefans im Griff und Ausschreitungen blieben aus. Und: Die Staatsanwaltschaft wird keine Strafverfahren eröffnen. «Der Grosseinsatz war nötig», sagt der Aargauer Sicherheitsdirektor Urs Hofmann und fügt an: «Im Nachhinein hätte man es immer anders machen können.» Aber nur weil man wisse, dass nichts Gravierendes passiert sei. 

Doch so einfach geht die Rechnung nicht auf. Denn: Für ein Fussballspiel habe es in Aarau noch nie ein derartiges Polizeiaufgebot gegeben, sagt Polizeisprecher Roland Pfister. Im Einsatz standen insgesamt 370 Polizisten – davon 235 von der Kantonspolizei Aargau und 135 von auswärtigen Korps. Derzeit laufen bei der Kantonspolizei Aargau und beim Departement des Inneren (DVI) gemeinsame Auswertungen. Nur: Wie teuer der Grosseinsatz war, wollen beide Abteilungen nicht mitteilen. 

Hans Peter Fricker, Generalsekretär des DVI, sagt auf Anfrage, dass nur die auswärtigen Polizeikräfte zusätzliche Kosten verursacht hätten. Für die Aargauer Kantonspolizei werde das ausserordentliche Aufgebot als normale Arbeitszeit abgerechnet. Wie teuer waren also die zusätzlichen Korps der Stadtpolizei Aarau, der Regionalpolizei Suret sowie der Kantone Bern, Solothurn und der beiden Basel? Die Rechnung: Der Einsatz eines Polizisten kostet gemäss Recherchen 120 Franken pro Stunde. Bei acht Stunden wären das also allein für die 135 auswärtigen Polizisten gut 130'000 Franken. Doch das ist nicht alles. Hinzu kommen noch der Wasserwerfer aus Bern und der Helikopter aus Zürich. Berechnet man jedoch die Vollkosten, ist man schnell einmal bei einer Viertelmillion Franken. 

66'000 Franken verloren

Als doppelter Verlierer steht letztlich der bereits finanziell angeschlagene FC Aarau da. Roger Geissberger, der Vizepräsident, sagt: «Aufgrund der fehlenden Ticketverkäufe von etwa 3000 Zuschauern seien dem Verein gut 66'000 Franken Einnahmen entgangen.» Zudem muss der FC Aarau als Veranstalter einen Teil der Polizeikosten übernehmen – Kosten, die aus Sicht der Behörden durch Fans des FC Zürich entstanden sind.

Die leere Tribuene der Gaestefans, aufgenomen vor dem Fussballspiel der Super League zwischen dem FC Aarau und dem FC Zuerich, am Samstag, 25. April 2015, in Aarau. Die Aargauer Polizei hat am Samstagnachmittag rund 200 Anhaenger des FC Zuerich vor dem Stadion Bruegglifeld in Aarau eingekesselt. Ein Teil dieser Fans hat inzwischen eingesehen, dass sie nicht zum Spiel des FC Aarau gegen den FC Zuerich ins Stadion gelassen werden. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Die Auswärtskurve blieb am Samstag leer. Bild: KEYSTONE

Bei einem jährlichen Betrag bis zu einer Million Franken muss der FC Aarau gemäss Rahmenbewilligung der Kantonspolizei einen Viertel der Kosten tragen. Bei einem Betrag über einer Million muss der Verein sogar die Hälfte zahlen. Zum jüngsten Fall sagt Sicherheitsdirektor Urs Hofmann: Bei den Kosten müsse noch entschieden werden, ob man nach dem normalen Schlüssel rechne oder ob der Kanton aufgrund der besonderen Umstände mehr übernehme. Klar ist: Für den FC Aarau wird die Rechnung so oder so teuer. Laut Geissberger will der FC Aarau nun abklären, ob man gegen den FC Zürich Regress nehme. Einfach sei dies jedoch nicht, wie die ersten Abklärungen gezeigt hätten. 

Denn: Die Behörden hatten entschlossen, den Gästesektor zu schliessen, und nicht der FC Zürich. Könnte der FC Aarau auf die FCZ-Fans zurückkommen? Immerhin liegen der Kantonspolizei die Personendaten aufgrund der Kontrollen vor. Geissberger: Die Polizei dürfe die Namen aus Gründen des Datenschutzes nicht weitergeben. «Wir können höchstens Strafanzeige gegen unbekannt einreichen.» Hofmanns Departement geht jedoch nicht davon aus, dass man die Fans belangen könnte. Diese hätten sich ja ruhig verhalten, so Generalsekretär Fricker.

Der Regierungsrat ist gefordert

Dies sieht der FDP-Grossrat Adrian Meier anders: «Der FC Zürich müsste die Sicherheitskosten übernehmen.» Erst wenn man den Verein und die gewalttätigen Fans haftbar machen könne, würde ein solches Chaos aufhören. Mit dem derzeitigen Verteilschlüssel der Kosten werden laut Meier die Falschen bestraft. Mit dem Hooligan-Konkordat liesse sich etwas umsetzen, sagt Meier. Er erwartet nun vom Regierungsrat, dass dieser sich etwas ausdenkt und sich mit den anderen Kantonen abspricht.

Auch der SVP-Grossrat Clemens Hochreuter ist der Meinung, dass die FCZ-Fans belangt werden müssten. «Sie wussten ja im Voraus, dass sie nicht hätten kommen dürfen.» Peter Koller, SP-Grossrat und Mitglied der Sicherheitskommission, findet es schade, dass überhaupt eine solche Massnahme ergriffen werden musste. «Ob es die optimale war, bin ich mir indes nicht sicher.»

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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37Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • stadtzuercher 28.04.2015 22:31
    Highlight wer mit der grossen kelle anrichtet, muss halt auch bezahlen. sind da die anwaltskosten schon dabei, die durch die klagen festgenommener unbeteiligten und unschuldigen entstehen?
    9 1 Melden
    • Androider 28.04.2015 23:48
      Highlight Die lassen sich wohl noch nicht beziffern. Hoffe aber, dass diese möglichst hoch ausfallen.
      2 0 Melden
  • AdiB 28.04.2015 18:18
    Highlight ein netter artikel zu diesem ereignis, der uns zeigt was das volk mit dem ja zum komkordat angenommrn hat. auch sportferne menschen könnrn vom konkordat ergasst werden.
    http://www.zuerilive.ch/?p=734
    6 2 Melden
  • Ni96 28.04.2015 12:05
    Highlight Ich verstehe nicht ganz... Kosten die eigenen polizisten denn nichts? Mit meiner rechnung komme ich auf (8h mal 370 polizisten mal 120.- fr/h = ) 355'200 Fr... Dann kommen noch die administrativen kösten dazu, heli, wasserwerfer... ~ gegen die 500k gesamt. Ist der wochenend bonus in diesem stundensatz von 120.- schon dazugerechnet?

    Auf jeden fall enorm übertriben... Wurde selbst auch mitgenommen, kann es immer noch nicht richtig glauben...
    16 1 Melden
    • Daria Wild 28.04.2015 13:42
      Highlight Danke für den Input. 250'000 Franken kosten allein die 135 auswärtigen Polizisten. Der Einsatz dürfte also noch weit teurer sein. Wir bleiben dran.
      21 0 Melden
  • The Writer Formerly Known as Peter 28.04.2015 10:53
    Highlight ha ha das Bild mit der "Auswärtskurve" im Brüggli! Selten so gelacht! Wenn man genau schaut lässt sich die leichte Krümmung dieser Treppe erkennen! ha haha... lol... in Deutschland besitzen Regionalmannschaften bessere Stadien!
    14 4 Melden
    • jk8 28.04.2015 11:38
      Highlight In Deutschland kann auch nicht ein einziger Dreikäsehoch den Bau eines Fussballstadions verhindern.
      15 4 Melden
    • stadtzuercher 28.04.2015 22:32
      Highlight gasser, für einen nati B verein -pardon: tschellensch liigg- reicht das vollkommen.
      1 0 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 28.04.2015 23:52
      Highlight Das abhalten der Fans diese "Kurve" zu besuchen, hat wahrscheinlich ein mehrfaches an Geld gekostet, wie der Bau dieser "Kurve"... ha ha ich könnte mich krümmen vor lachen!
      0 0 Melden
  • Adonis 28.04.2015 10:33
    Highlight in Watson überstimmte man mich mit 61/75 Und nun? Bin immer noch derselben Meinung. Durchgreifen! Weil:
    Das ist Anarchie! Wisst ihr was das bedeutet, wenn die Polizei das Recht (unser gewähltes Recht), nicht mehr durchsetzen kann? Ich denke, dass diese Leute nie gehorchen lernten. Die Chaoten stammen von "schlecht erzogenen Eltern", ab! Wer schreibt so was? Ich, ein 48er, der dies noch lernte. Punkt. POLIZEI! Nehmt euren Auftrag endlich wahr und verhaftet die Steuergeldvergaser!
    4 67 Melden
    • Lagovai 28.04.2015 10:42
      Highlight Für welchen Tatbestand würden sie die Menschen verhaften? Einfach so? Präventiv?
      39 3 Melden
    • manhunt 28.04.2015 10:57
      Highlight komm mal runter von deinem wohlerzogenen ross.
      unsere durch die bundesverfassung garantierte bewegungsfreiheit, unser durch die bundesverfassung garantiertes versammlungsrecht, wurden durch den entscheid des sicherheitsdirektors u. hofmann ausgehebelt. der vorwurf des landesfriedensbruchs hat sich als unhaltbar herausgestellt, weil nie ein tatbestand gegeben war. soviel zur faktenlage. und jetzt mein rat an dich mit jahrgang 48: in deinem alter sollte man sich des lebens freuen, aufgeregt hast du dich in den letzten 67 jahren bestimmt genug.
      37 2 Melden
    • Wilson_Wilson 28.04.2015 11:56
      Highlight Du sagst es: Verhaftet die Steuergeldvergaser! Und nicht ein paar friedliche Typen, die sich nichts zu schulden kommen liessen. Holzkopf
      18 3 Melden
  • sste87 28.04.2015 10:02
    Highlight Erledigt und abhacken. Man hat nun gesehen, dass eine übertriebene Polizeiaktion etwa genau so unnötig ist wie randalierende Fans.
    Fazit: Wenn es beide Parteien in Zukunft unterlassen, übertriebene und unnötige Aktionen durchzuführen, ist das Ziel erreicht.
    29 8 Melden
    • Coach Cpt. Blaze 28.04.2015 10:28
      Highlight Machen die Fans einen Fehler wird das Thema wochen- bis monatelang in den Medien breitgetreten, neue Gesetze werden geschaffen und harte Strafen gefordert. Schiesst die Polizei einen Bock, so kann man das Thema nach 2 Tagen abhacken, ist ja nicht so schlimm wenn mehrere hundert Bürger einfach mal so eingesackt werden und ihrer Freiheit beraubt werden... Das ist echt bedenklich...
      36 3 Melden
    • sste87 28.04.2015 11:02
      Highlight @ Cheesesteak
      Ich glaube, das Thema wird noch einige Tage thematisiert, insbesondere die Vorgehensweise und die Kosten dieser Übung. Ich bin absolut einverstanden mit Dir, dass der Einsatz der Polizei hinterfragt werden muss.

      Die Problematik ist eher die Häufigkeit der Fehler, welche die sogenannten Fans sich erlauben. Wäre der Vorfall der FCZ-Fans vor Wochenfrist in Basel nur ein „einmaliger“ Ausrutscher seit Jahren gewesen, hätte dies auch keine Folgen gehabt. Nur kann die Polizei eigentlich machen was sie will, es wird nicht richtig sein. Zuschauen und im Stadion gewähren lassen, funktioniert anscheinend ja auch nicht.

      7 8 Melden
    • Coach Cpt. Blaze 28.04.2015 11:33
      Highlight Wie ich bereits mehrmals in meinen Kommentaren erwähnt habe, ist es nachvollziehbar, dass ein grösseres Polizeiaufgebot da sein wird. Ich finde es persönlich übertrieben, aber im Nachhinein ist man immer schlauer.

      Mich erschreckt einfach die Art und Weise, wie die Polizei ihre Aufgabe ausgeführt hat.

      Ja, das Thema wird vielleicht noch einige Tage bei Watson diskutiert. Aber dann hat sich's auch mit den Medien. Nicht-Ereignisse generieren keine Schlagzeilen; ergo keine Leser, die mit roten fetten Lettern angelockt werden können. Furzt aber ein Fan quer ist er das Arschl. der Nation.
      11 4 Melden
    • jk8 28.04.2015 11:36
      Highlight sste87: Auf watson wird die Geschichte natürlich verfolgt. Aber alte Medien wie Tagesanzeiger haben seit Samstag kein Wort mehr darüber verloren. Aber genau vom Tagi waren in den letzten zwei Wochen ausschliesslich negative Geschichten über die FCZ Fans berichtet worden.
      15 1 Melden
    • Coach Cpt. Blaze 28.04.2015 11:57
      Highlight Eben genau diese Zurückhaltung meine ich. JA - es gibt Fans, die Fehler begangen haben. ABER die Polizei ihrerseits auch. Klar - es wurde als "Erfolg" abgetan und kein Wort über die Zustände an diesem Samstag Nachmittag verloren seitens der Staatsmacht. Also alles erledigt und es muss nicht mehr berichtet werden oder wie? Im Ernst, das macht mich richtig hässig. Ich möchte mal wissen, wie Personen die nichts mit Sportfans am Hut haben reagieren, wenn sie an einem Samstag Abend abgeführt und für mehrere Stunden eingesperrt werden, weil es 2 Schlägereien gegeben hat im Club.
      7 1 Melden
  • manhunt 28.04.2015 09:49
    Highlight das sich jetzt grossräte dafür aussprechen, den fcz fanz die entstandenen kosten aufzuerlegen, ist bloss bauernfängerei im wahljahr. mal angenommen es wäre NIEMAND angereist, auf wen würden sie die kosten dann abwälzen wollen?
    54 2 Melden
  • kuhrix 28.04.2015 09:29
    Highlight Der Steuerzahler wollte es, jetzt hat er es und darf es auch bezahlen. Man hätte halt das Hirn schon vorher einschalten sollen.
    54 3 Melden
    • stadtzuercher 28.04.2015 22:34
      Highlight kuhrix, schuld sind ja nicht die steuerzahler, das sind die opfer. schuld sind die öhm ausländer und sozialschmarotzer.
      1 1 Melden
  • Gian Andrea Accola 28.04.2015 09:14
    Highlight Genau das läuft sowas von verkehrt! Zuerst werden am Bahnhof willkürlich und unverhältnismässig freie Menschen in ihren Rechten beschnitten und dann sollen sie auch noch dafür aufkommen?!?! Hurra, das Konkordat ist da!
    67 8 Melden
  • Buyer's Remorse 28.04.2015 09:12
    Highlight BTW, schönes Bild für den Artikel, man achte auf die linke obere Bildecke^^
    18 2 Melden
    • Petar Marjanović 28.04.2015 09:19
      Highlight Wie spricht man eigentlich dieses ACAB aus? Azeeaabee? Akab?
      10 6 Melden
    • Buyer's Remorse 28.04.2015 09:29
      Highlight Da gibt es verschiedene Varianten, obwohl die gängigste sicherlich "eissiieibii" (Buchstaben einzeln in englischer Sprache ausgesprochen) ist.
      10 1 Melden
    • SomeoneElse 28.04.2015 09:44
      Highlight Einige vermuteten auch schon, dass Acab schlicht ein Vorname sei: http://www.bildblog.de/ressort/nuernberger-zeitung/

      hahaha
      14 1 Melden
  • reaper54 28.04.2015 09:06
    Highlight Das Stimmvolk hat das Hooligankonkordat angenommen. Damals haben sie sich dafür entschieden, also sollen es auch diese Bürger sein welche die Kosten übernehmen müssen.
    (als Anmerkung, ich selbst habe nein gestimmt und Wohne im Aargau es gehen also auch meine Steuern dafür drauf...)
    52 1 Melden
  • Hans Jürg 28.04.2015 09:05
    Highlight Der Aargau bezieht ehtliche Millionen Franken aus dem Nationalen Finanzaisgleich (NFA). Zürich bezahlt extrem viel in den NFA. Wenn die Aargauer so ihr Geld verschwenden, müssen sie nicht meinen, sie müssten Zürich doppelt anzocken.
    22 13 Melden
  • HSalamanca 28.04.2015 08:39
    Highlight Das ruhige Verhalten der zürcher Fans beim Bahnhof Aarau zeigt doch, dass sie lediglich ihren Verein unterstützen wollten. Dass die Kantonspolizei Aarau bzw. das von ihr erstellte Sicherheitsdispositiv einen derartig grossen Polizeieinsatz forderte, daran haben weder der FC Aarau noch die FCZ-Fans ihren Anteil.
    Präventive Repression hat ihre Kosten. Diese nun auf, in diesem Fall, friedliche Anhänger abzuwälzen - oder allenfalls sogar das Hooligan-Konkordat zuhilfe zu ziehen - finde ich absurd...
    83 4 Melden
    • Asmodeus 28.04.2015 09:08
      Highlight Stimmt leider nicht ganz.

      Die Vergangenheit hat gezeigt, dass man sich nicht darauf verlassen konnte, dass sich die FCZ-Anhänger ruhig verhalten.
      Es wäre also von der Polizei fahrlässig gewesen sich nicht entsprechend vorzubereiten.


      Die Kosten nun jedoch auf Leute abzuwälzen die sich an diesem Tag nichts illegales haben zu Schulden kommen lassen und teilweise widerrechtlich verhaftet wurden ist hanebüchener Unsinn.
      26 5 Melden
    • HSalamanca 28.04.2015 09:38
      Highlight Da hast du natürlich völlig recht...war nicht immer so. Ich würde mich auch nicht gegen ein Polizeiaufgebot aussprechen! Lediglich sollte meiner Meinung nach die Kostenverteilung auch im Vorhinein thematisiert werden.
      9 2 Melden
    • Asmodeus 28.04.2015 10:11
      Highlight Im Grunde genommen sollte man es doch so handhaben, dass WENN etwas geschieht, die Kosten auf die Krawallbrüder abgewälzt werden können.

      Wenn nichts geschieht. Glück gehabt. (oder Pech für den Steuerzahler)
      8 1 Melden
  • The Writer Formerly Known as Peter 28.04.2015 08:31
    Highlight Eine etwas quere Logik haben die Herren da im Aargau. Schliesslich wurde das Konkordat nicht wegen der paar FCZ Fans die gekommen sind, aufgeboten. Die Kosten wären mit oder ohne Fans entstanden. Nun soll sich die Regierung etwas "ausdenken"? Hoffentlich ist sie schön kreativ dabei! Nur blöd leben wir in einem Rechtsstaat und solch "kreativen Tricks" sehen Gerichte gar nicht gerne. Die gesamte Aktion war sowieso durch und durch fragwürdig.
    42 5 Melden
  • Devante 28.04.2015 08:25
    Highlight Momoll, jetzt sind wir schon soweit, dass UNSCHULDIGE kosten übernehmen müssen nur weil die Polizei etwas rumpröbeln will? nicht vergessen: Die Fans waren friedlich und haben sich an das Verbot gehalten: Sie waren ja nicht IM Gästesektor....die reine Anreise konnte man normalen Zivilisten ja nicht verbieten? An Lächerlichkeit kaum zu überbieten die Law&Order Aargauer
    55 6 Melden
  • Coach Cpt. Blaze 28.04.2015 08:25
    Highlight Aha stimmt da gibt's ja so ein "Hooligan Konkordat" welches alles regelt. Das wurde ja auch überall mit ca. 80%iger Mehrheit angenommen, um dann 1 Jahr später festzustellen, dass es nicht funktioniert. Wieso sollen den nun die Kosten auf die Fans abgewälzt werden?! Das ist ja eine der grössten Schnapsideen die es je gab...
    48 2 Melden
  • TschGadEis 28.04.2015 07:51
    Highlight Die FCZ-Fans sollen die Kosten übernehmen?! Unfassbar, diese Einzeller...

    Ich wiederhole mich: Niemand hat sich strafbar gemacht. Die Aktion war eine Schnapsidee der Aargauer KaPo.
    67 7 Melden

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