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Profifussballer, Unternehmer, Trainer. Joe Zinnbauer coacht seit Mitte September den FC St.Gallen.
Bild: Martin Meienberger/freshfocus

Selfmade-Millionär Zinnbauer: «Zwei Jahre später ass ich Döner im Ferrari»

Ferrari-Joe, Feuerschlucker, Flammenwerfer, Tausendsassa – Josef «Joe» Zinnbauer hat viele Übernamen. Seit Mitte September trainiert der 45-Jährige den FC St.Gallen. Hinter dem Deutschen liegt eine schillernde Vergangenheit.

21.11.15, 09:38 21.11.15, 10:07

Sebastian Wendel, St. Gallen / Aargauer Zeitung

Joe Zinnbauer, wie viele Handys braucht man als Trainer des FC St.Gallen?
Zinnbauer: (lacht) Ich habe zwei, ein Schweizer und ein deutsches Handy – aber nur aus Kostengründen. Die Dinger sind ja mittlerweile Telefon, Computer und Fotoalbum in einem. Eines reicht im Normalfall aus.

Warum hatten Sie früher drei Handys, als Ihre Teamkollegen in Mainz noch gar keines hatten?
Ach, der Kloppo (Jürgen Klopp; d. Red.) hat dieses Gerücht in die Welt gesetzt. Ich kann mich nur an zwei Handys erinnern. Früher gab es eben keine Flatrate. Also hat man mit dem Vertrag entweder aufs Festnetz oder ins Mobilnetz günstig anrufen können. Und da ich viel am Telefon war und aus dem Finanzbereich stamme, war das Motto: Wo es was zu sparen gibt, spare ich. Ich habe wirklich sehr, sehr viel Geld gespart.

Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie frühere Bilder von Ihnen anschauen?
Dass sich die Mode verändert hat. Mein Gott, was habe ich da für Hosen an? Was war mein Friseur von Beruf? Kürzlich hat mich Stefan Effenberg auf meine Klamotten von damals angehauen, da hab ich ihm geantwortet: Du foppst mich ja nur, weil du die Kleider nie anziehen konntest. Die Sachen gehören halt zu meinem Image dazu, die Medien bedienen diese Klischees.

Zinnbauer hat mit St.Gallen Grosses vor.
Bild: KEYSTONE

Mit 24 haben Sie als Finanzberater ein Millionenunternehmen geführt. Stört es Sie, dass Sie in der Öffentlichkeit auf den grellen, jungen Selfmade-Millionär reduziert werden?
Ich habe mich vor Jahren für den Fussball entschieden und trotzdem werde ich immer mit der Vergangenheit konfrontiert. Kürzlich habe ich die Frage gelesen: Hat Zinnbauer für lau gespielt? Mit Sicherheit nicht. Ich hatte sowohl als Spieler als auch als Trainer immer gut dotierte Verträge. Sicher nicht in der Grössenordnung der Einnahmen, die ich als Unternehmer hatte. Aber ich war für die Vereine immer ein wichtiger Posten im Budget. Mich hat nie jemand verpflichtet, weil ich gratis war. Das würde kein Verein machen, niemals. Wie sieht das denn aus? Dann hätten sie 25 Spieler, die nichts kosten – aber der Abstieg wär im Voraus besiegelt. Ich hatte als Trainer meistens Erfolg, als Feuerwehrmann oder als Aufstiegsmacher. Die Statistik des Joe Zinnbauer sieht nicht so schlecht aus. Schade, dass gewisse Medien dann nur vom grünen Sakko schreiben, weil es gerade ulkig ist.

Wie viel Unternehmer steckt noch in Ihnen?
Als Trainer braucht man Führungsstärke, davon profitiere ich ungemein. Ich habe in meiner Firma als Mittzwanziger Mitarbeiter geführt, die waren viel älter als ich. Man braucht als Trainer eine strukturierte Arbeitsweise, man muss entwickeln können, technische Hilfsmittel bedienen können – das alles ist kein Neuland für mich durch meine Vergangenheit. Ich bringe in verschiedenen Bereichen, Führung, Organisation, Planung, Motivation, Umsetzung der Ziele, Ausbildungskenntnisse mit.

«Richtig Blut geleckt habe ich dann in Oldenburg: Als ich angefangen habe, kamen 250 Zuschauer ins Stadion. Fünf Jahre später waren es teilweise 9000, die Spitze waren 13'000.»

Arbeiten Sie noch als Unternehmer?
Seit acht Jahren nicht mehr. Ich bin nur noch Eigentümer und Namensgeber der «Unternehmensgruppe Zinnbauer».

Als Fussballer haben Sie den grossen Sprung nie geschafft, als Unternehmer schon früh. Warum sind Sie trotzdem im Fussball geblieben und nicht im Finanzsektor?
Als ich direkt nach der Aktivkarriere, mit 25, begonnen habe, kleinere Vereine in meiner Heimatregion zu trainieren, da wurde der Spass daran immer grösser. Ich war auch wahnsinnig wichtig für die kleinen Vereine, weil ich Spieler weitergebracht und der Mannschaft Erfolg beschert habe. Irgendwann habe ich mir gesagt: Als Spieler habe ich es nicht gepackt, weil daneben immer das Unternehmen war. Will ich es als Trainer schaffen, musst du als Unternehmer aussteigen. Ich hatte einfach riesig Bock drauf. Richtig Blut geleckt habe ich dann in Oldenburg: Als ich angefangen habe, kamen 250 Zuschauer ins Stadion. Fünf Jahre später waren es teilweise 9000, die Spitze waren 13000. Fünf Jahre mit zwei Meisterschaften, zwei Vizemeisterschaften. Die Zeit in Oldenburg war berauschend, da begann die Sucht. Der Gipfel war die Zeit als Cheftrainer in Hamburg – wenn dich 57000 Zuschauer anfeuern, Wahnsinn, das sind Erlebnisse, die kann man nicht beschreiben! Und es ist ja nicht das Ende, es gibt ja noch Champions League, Weltmeisterschaften. Das ist das eine…

… und das andere?
Die Emotionen, die Leidenschaft, das Verbindende. Wie viele Menschen sich ergötzen am Fussball, wie viele Fanfreundschaften es ins Ausland gibt. Menschen sind glücklich, wenn sie ins Stadion gehen und ein geiles Spiel sehen. Und sie geben den Menschen auf dem Rasen eine Belohnung für deren Leistung. Alle sind glücklich im Stadion, auch die Verlierer, weil es einfach ein geiler Event war. Diese Interaktion ist atemberaubend, das gibt dir nur der Fussball. Das hat mich gepackt – und wenn der Erfolg dazukommt, klebst du fest am Trainerberuf.

Sie sind am 1. Mai geboren. Klar, Zufall. Aber das passt ganz gut…
Tag der Arbeit? Hat man da nicht frei? (lacht) Dabei bin ich vier Wochen zu früh geboren. Als Kind war es genial, am Geburtstag nicht in die Schule zu müssen. Aber mittlerweile werde ich meinem Geburtsdatum wohl ziemlich gerecht…

Joe Zinnbauer hat klare Vorstellungen davon, wie Fussball funktioniert.
Bild: KEYSTONE

Als Sie sich für den Trainerberuf entschieden haben, waren Sie in der komfortablen Situation, es sich leisten zu können. Finanziell haben sie längst ausgesorgt. Andere sind auf Jobs angewiesen…
Ne, ne, ne, ne. Wer in Deutschland einen Bundesliga-Vertrag unterschreibt, bekommt immer wieder irgendwo einen Job und muss sich nach einer Entlassung nicht sorgen, wo er nächste Nacht ein Dach über dem Kopf hat. Die Verträge dauern ja zwei, drei Jahre – da braucht man nichts arbeiten und verdient trotzdem ein Schweinegeld.

Aber als Sie als Trainer noch ganz unten waren, da haben Sie irgendwann gesagt, ich versuche, nach oben zu kommen. Ihre Kollegen konnten das nicht, weil sie auf ihren Job angewiesen waren.
In der Regionalliga hat jeder Trainer nebenbei noch einen normalen Job, auch dort verhungert niemand. Entlassungen sind nicht so schlimm. Klar sind die Einkommensunterschiede da im Amateurbereich – aber ich habe ja schon als junger Mensch sehr gut verdient. Daran gewöhnt man sich mit seinem Lebensstil. Meine Sicherheit war das Geld aus der Firma, meine Kollegen hatten ihren Job. Es gibt in Deutschland kaum Trainer, die von einem Regionalliga-Gehalt leben. Ich bin bei weitem nicht der einzige Trainer, der ohne Druck zum Training fahren kann – das sind Märchen.

Was bedeutet Ihnen Luxus?
Relativ, auf grossem Fuss habe ich nie gelebt. Aber ich habe mir Träume verwirklicht. Etwa mit 24 einen Ferrari gekauft, der noch heute in der Garage steht. Andere träumen von einem Hund. Was ich sagen will: Träume verlieren mit der Zeit ihren Reiz. Als ich den Ferrari frisch gekauft habe, ass ich nie darin, suchte immer die breitesten Parkplätze, lieh ihn keinem aus. Zwei Jahre später habe ich Döner drin gegessen und ein paar Kratzer sind auch dran. Träume nicht dein Leben, sondern lebe deine Träume – ganz egal, auf welchem finanziellen Niveau. Ob Hund oder Ferrari, am Geld würde ich nie jemanden messen, der Charakter fasziniert mich.

«In Deutschland ist die Trainerausbildung top, top. Ich denke schon, ich kann hier einen Mehrwert bieten.»

Themawechsel: Schwingt bei Ihrer Tätigkeit als St.Gallen-Trainer das schlechte Gewissen mit?
Wie bitte?

Weil Sie einem Schweizer Trainer den Job wegnehmen.
Also in Deutschland waren wir froh, dass wir ausländische Trainer reinbekommen haben. Sie haben den deutschen Fussball sehr attraktiv gemacht. Ehrlich gesagt habe ich mich mit Ihrer Frage nie beschäftigt.

Die vielen ausländischen Trainer in der Super League (6 von 10; d. Red.) rufen Kritiker hervor.
Ich bin froh, den Job in St.Gallen bekommen zu haben. Ausländer bringen neue Philosophien und Ideen ins Land, in Deutschland haben sie uns neue Wege in der Jugendarbeit aufgezeigt. In Deutschland ist die Trainerausbildung top, top. Ich denke schon, ich kann hier einen Mehrwert bieten.

Welchen?
Eine Philosophie, vielleicht auf der Ausbildungsstufe, die vorher nicht da war. Neue Formen der Teamansprachen, neue Mentalität. Der Deutsche ist bekannt für Disziplin und akribisches Arbeiten, für stolzes Auftreten. Das sind Tugenden, die hier vielleicht aufgefrischt werden müssen. Das hat weniger mit der Schweiz, sondern mit dem FC St.Gallen zu tun. Jeder Verein hat ein Raster, in das sein Trainer passen muss. Da habe ich anscheinend Glück gehabt – wenn ein Schweizer Trainer da gewesen wäre mit den gleichen Eigenschaften, hätte vielleicht er die Stelle bekommen. Aber es war vielleicht keiner da, der schon mal im Scouting, als Co-Trainer, als Cheftrainer und mit Junioren gearbeitet hat und dazu noch eine unternehmerische Vergangenheit aufweisen kann. So bin ich übrig geblieben…

Der Deutsche tritt in St.Gallen das schwere Erbe von Jeff Saibene an.
Bild: KEYSTONE

Als Sie vor gut einem Jahr die Profis des Hamburger SV übernommen haben, lautete der Auftrag: Emotionen schaffen. Sie sollten ein Feuerspucker, ein Flammenwerfer sein, so schrieben es die Medien. Sollen Sie das in St. Gallen auch sein?
Wir arbeiten im Moment schon viel im Motivationsbereich. Man darf den Fussball aber nicht auf die Motivation reduzieren. Als Trainer kann man schon eine Motivationsshow machen, die fruchtet hier auch, so wie ich höre. Aber der taktische Aspekt, der strategische, die individuellen Trainings, die sind genauso wichtig. Dort ist Qualität gefragt. Darüber hole ich mir als Trainer am Ende des Tages die Glaubwürdigkeit bei den Spielern ab. Vom Gesamtpaket hat der Verein gesehen, der Zinnbauer kann motivieren, er kann ausbilden, er kann eine Mannschaft formen. Ich habe in Hamburg mit Superstars wie van der Vaart oder Djourou gearbeitet, wirklich Topspieler vom Namen her. Organisation, strukturiertes Denken, all das vereine ich. Der Uwe Rapolder, unter dem ich in Karlsruhe Co-Trainer war, der hat mir gesagt: Du musst viele Aspekte kompakt rüberbringen, dann wirst du ein grosser Trainer. Daran habe ich mich gehalten und ich weiss, dass ich es kann.

Wie gut greifen Ihre Methoden?
Für eine Beurteilung ist es zu früh. Die Mannschaft und ich sind im Findungsprozess. Von Jeff zu Joe, das war ein grosser Sprung. Mein Vorgänger hat hier sehr gute Arbeit geleistet, aber ich bin ganz anders. Ob mein Stil hierhin passt, wird man zu einem späteren Zeitpunkt sehen. Jeff hat hier viereinhalb Jahre gearbeitet, ich hoffe, die Zeit bekomme ich auch.

Sind Sie auf St.Gallen zugegangen oder umgekehrt?
Der Verein hat sich bei mir gemeldet.

Die Trainer, die aus der Bundesliga in die Schweiz kommen, stehen unter dem Generalverdacht, die Super League nur als Sprungbrett zurück nach Deutschland zu nutzen.
Ich habe keine Ausstiegsklausel in meinem Dreijahresvertrag. In Oldenburg hatte ich dauernd Anfragen von höherklassigen Klubs und bin trotzdem fünf Jahre geblieben. Wenn man wie hier in St.Gallen etwas neues kreiert, dann ist das wie mein eigenes Baby. Wir haben einen neuen Sportdirektor (Christian Stübi; d. Red.), neue Leute in der Jugendabteilung, ich zähl mich dazu als Stück des Rades, das in Zukunft noch runder rollen soll.

Auffällig ist, wie schnell sie Eigengewächse integriert haben. Auf die wartete man in der Vergangenheit in der St.Galler Profimannschaft vergebens.
Einerseits braucht es die gute Arbeit im Jugendbereich, anderseits den Mut des Cheftrainers, die Jungen dann auch zu bringen. Ich hab grossen Bock drauf, junge mit erfahrenen Spielern zu mixen. Das motiviert dann die Leute im Jugendbereich, wenn plötzlich einer der ihren bei den Profis spielt. Und für mich das Schönste ist, sagen zu können: Dank dem Jungen haben wir ein Spiel gewonnen, ohne grossen finanziellen Aufwand, der für einen ausländischen Spieler nötig gewesen wäre.

Saibene hat nach seinem Rücktritt angetönt, der Verein müsse in Zukunft weniger in die Breite, dafür mehr in die Qualität des Kaders investieren.
Dies beschreibt exakt die Philosophie von unserem Sportdirektor und mir, dies war bereits bei den ersten Gesprächen ein entscheidender Punkt. Wir wollen junge, dynamische Leute, angeführt von einigen Topspielern mit Erfahrung.

«Der Schweizer macht sich kleiner, als er ist. Wir Deutsche gehen raus und sagen: Wir gewinnen ohne wenn und aber. Der Schweizer sagt eher: Versuchen wir, nicht zu verlieren.»

Das heisst, im Winter wird das Kader umgekrempelt.
Nein, nein, das ist zu früh. Den aktuellen Spielern müssen wir eine Zeit der Entwicklung geben. Aber wir wehren uns nicht gegen Transfers, das wäre fahrlässig. Es gibt vielleicht auch Spieler, die von selber sagen, mit dem Zinnbauer passt es nicht. Wir gehen ehrlich miteinander um.

Sie haben in Hamburg mit Djourou und Behrami zwei Schweizer Nationalspieler trainiert. Djourou hat gesagt, sie seien zwar ein super Trainer, aber damals zu jung gewesen, um beim HSV Erfolg zu haben.
Jung und alt ist relativ. Das Problem lag eher darin, dass ich als U23-Trainer zu den Profis stiess. U23-Trainer, Servus, wie geht’s dir? Es hiess ja, ich sei Trainer auf Zeit. Mach mal, dann schauen wir weiter. Da leidet dann auch die Autorität, klar. Der Verein hat mir schon vertraut, aber die Spieler wussten um meine Vertragssituation. Ich spiel den Ball mal zurück zu Djourou: Er als erfahrener Spieler hätte mir ja den Rücken stärken können, wenn er mich einen guten Trainer findet.

Für Sie spricht, dass auch Ihre Vorgänger nur kurz beim HSV waren.
Meine 24 Spiele waren da fast schon eine Ewigkeit. Ich glaube nicht, dass meine Vorgänger beim HSV und ich viel falsch gemacht haben. Nicht umsonst hat der HSV in diesem Sommer 14 neue Spieler geholt, dieser Umbruch musste einfach sein. Ich hab das auch in dem Gespräch, in dem mein Rückzug vom Profiteam beschlossen wurde, gespürt, wie schwer es den Verantwortlichen fiel. An meinen Qualitäten als Trainer haben sie nicht gezweifelt, sonst hätten sie mich nicht behalten und wieder zur U23 geschickt – und sogar noch den Vertrag verlängert. Ein Beispiel: Wir haben in München 0:8 verloren, der nächste Gegner war Gladbach. Alle haben die nächste Klatsche vorausgesagt. Doch dann spielen wir das beste Match der Saison und kassieren erst in der Nachspielzeit das 1:1. Sogar Lucien Favre hat gesagt, Hamburg hätte gewinnen müssen. Damit will ich sagen: Ich hatte die Mannschaft schon im Griff, meine Ideen haben gegriffen. Aber die Angst vor dem erstmaligen Abstieg war in der Stadt einfach riesig, es wurde viel Geld investiert in eine neue AG, die Medien haben gepoltert – ich wollte da nicht im Weg stehen.

Welche Mentalitätsunterschiede zu Deutschland machen Sie aus, seit Sie in der Schweiz arbeiten?
Der Schweizer macht sich kleiner, als er ist. Wir Deutsche gehen raus und sagen: Wir gewinnen ohne wenn und aber. Der Schweizer sagt eher: Versuchen wir, nicht zu verlieren. Wir haben in der Super League super Einzelspieler, wir haben Teams, die hervorragenden Fussball spielen. Die Liga ist nicht so weit weg von der Spitze, wie die Schweizer das denken.

Sie haben einen Berührungspunkt mit dem FC Basel, dem Gegner am Sonntag. Sie haben 2010 beim damaligen FCB-Trainer Thorsten Fink hospitiert.
Ich habe tolle Erinnerungen. Ich war ein paar Mal für eine Woche da. Dabei habe ich vom Präsidenten und vom ganzen Verein einen sehr guten Eindruck gewonnen. Ich durfte sogar mitfliegen ans Champions-League-Spiel in Rom, das Basel gewonnen hat. Leider wurde das nichts mit dem Glücksbringer – das Heimspiel, bei dem ich auch dabei war, hat dann Rom gewonnen. Basel ist ein Spitzenklub, wie Bayern in Deutschland. Eine hervorragende Adresse, Kompliment.

In der Schweiz wird moniert, die FCB-Dominanz führe zu Langeweile – was sagen Sie dazu?
Ach, mittlerweile gibt es doch in jeder Liga einen oder zwei dominierende Vereine. Das ist doch ein Highlight für jeden Verein, wenn Basel oder Bayern kommen, dann ist die Hütte voll. Wir sollten uns glücklich schätzen, gibt es in der Schweiz einen Klub wie den FC Basel. Es ist auch ein Ziel für Spieler von anderen Klubs, den Sprung zum FCB zu schaffen und international zu spielen. Und der Klub schafft Europacup-Plätze für den Rest der Liga. Ich sage es nochmals: Die Schweizer machen sich viel zu klein.

Sie müssen nun schauen, dass sich Ihre Spieler vor dem FC Basel nicht zu klein machen.
Wir gehen völlig relaxt in die Partie, wir können nur gewinnen.

Die Super League im Zeitraffer – wie sich die Liga seit 1980 verändert hat

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Brikne, 20.7.2017
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