Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bernard Russi: Die Ohrfeige des Vaters hallt bis heute nach. bild: alex Spichale

Bernhard Russi über Olympia: «Ich habe kein schlechtes Gewissen, neue Pisten zu bauen»

Er ist noch nicht da, aber doch omnipräsent in der Bar des Luxushotel Chedi in Andermatt. Helm, Ski, Fotos, Bücher und im Fernseher läuft «Von hohen Gipfeln und dunklen Tälern», ein Film, der sein Leben nachzeichnet. Das Leben von Ski-Legende Bernhard Russi (69).

19.12.17, 10:54

François Schmid-Bechtel / Nordwestschweiz



Wie hat sich Ihr Leben verändert, seit Sie nicht mehr als Ski-Kommentator arbeiten?
Bernhard Russi: Ich muss nicht mehr an die Rennen fahren. Als die ersten Rennen stattfanden, war ich in Vietnam, Kambodscha und in China. Ich hatte schon Mühe, allein die Resultate zu erfahren, weil man in China unsere Newsportale teilweise nicht aufschalten kann.

Was haben Sie in Asien gemacht?
Entdeckungsreisen in Vietnam und Kambodscha. Und in China habe ich an der Piste für die Olympischen Spiele 2022 gearbeitet.

Unterscheidet sich die Arbeit in China von anderen Orten?
Bislang habe ich sehr positive Erfahrungen gemacht. In China ist alles gradlinig strukturiert. Alle ziehen am gleichen Strick. Und man spürt, dass China die Olympischen Spiele wollte, hinter den Spielen steht und sich dem Perfektionismus verpflichtet.

Bernhard Russi auf der Olympia-Piste in Pyeongchang.  bild: schweiz am Wochenende

Tönt nach militärischem Drill?
Nein, überhaupt nicht. Es ist bürokratisch. Und es wird viel Wert auf Audit (Qualitätsmanagement) gelegt. Denn China will jeglicher Korruption einen Riegel schieben. Ich spüre das bei jeder Spesenrechnung, die ich abgebe. Das ist hochprofessionell.

Vermissen Sie die Ski-Rennen?
Nein, es ist sehr angenehm, wenn ich die Rennen von Beaver Creek mit Kollegen am Stammtisch im Restaurant Ochsen verfolgen kann. Da wird viel diskutiert, viel behauptet – das habe ich vermisst.

Und Ihr Wort ist am Stammtisch das heilige Gebot?
Wo denken Sie hin! Ich sage nichts. Das sind Einheimische.

Sie doch auch.
Ja, aber ich bin am Stammtisch nichts anderes als ein Einheimischer. Ich bin für die nichts Spezielles.

Matthias Hueppi, left, and  Bernhard Russi, right, commentators of the Swiss TV, SRF, pose in the studio during the 2017 FIS Alpine Skiing World Championships in St. Moritz, Switzerland, Tuesday, February 7, 2017. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Matthias Hüppi und Bernhard Russi feierten als Sportmoderatoren so manches Käferfest – 1997 beispielsweise als Hüppi auf dem Tisch rappte und Russi knöcheltief in Bier watete. Bild: KEYSTONE

Nicht der ehemalige Ski-Weltmeister und Olympiasieger?
Nein. Überhaupt nicht.

Woran liegt das? An Ihnen oder an den anderen?
Dazu tragen beide Seiten bei. Andermatt ist ein kleines Dorf. Wir gehen alle gemeinsam durch Dick und Dünn. Keiner hat das Gefühl, er sei besser als der andere.

Liegt in dieser Bescheidenheit das Geheimnis Ihrer Beliebtheit?
Ich bin dankbar für das, was ich erreichen durfte, was mir gelungen ist. Aber ich hatte nie den Gedanken, ein «Siebesiech» zu sein. Wenn ich ein Rennen gewonnen habe, sinnierte ich stets, wo die anderen Fehler gemacht haben.

Im Dok-Film «Von hohen Gipfeln und dunklen Tälern» sehen wir Sie als 24-jährigen Olympiasieger bei der frenetisch gefeierten Ankunft am Flughafen Zürich. Ich meine: Sie sind jung, die ganze Schweiz verehrt Sie. Es wäre nachvollziehbar, wenn Sie in dieser Situation als «Siebesiech» auftreten.
Wenn das Umfeld normal auf eine solche Situation reagiert, hebt man nicht ab. Wenn die Erziehung darauf zielt, sich nicht zu wichtig zu nehmen, hebt man nicht ab.

«Bernhard Russi – Von hohen Gipfeln und dunklen Tälern» Video: YouTube/SRF DOK

Und wenn im Nachgang zum Film geschrieben wird, Sie seien der grösste Konsens des Landes?
Ich glaube zu wissen, wie die Medien funktionieren und kann deshalb solche Beschreibungen gut einschätzen. Die Medien sind heute gezwungen zu polarisieren. Mal kippt es auf diese, mal auf die andere Seite. Der Dok-Film war nichts anderes als eine Illustration, was in einem Leben passieren kann. Jeder Zuschauer hat sich in diesem Film gesehen. Weil jeder Hochs und Tiefs erlebt. Darum kann man von einem Konsens reden. Ausserdem zeigt der Film, dass man viel akzeptieren muss, aber die guten Momente nicht verpassen soll. Denn die guten Momente sind nicht selbstverständlich.

Man hätte sich allein auf die guten Momente in Ihrem Leben beschränken können. Stattdessen erfahren wir von Ihrer schwerstbehinderten Schwester, ihrem Bruder, der schwer zurechtkommt und etlichen Schicksalsschlägen.
Erst habe ich mich gegen den Film gewehrt. Ich habe befürchtet, da wird nochmals jeder Sieg abgefeiert. Darin sah ich keinen Sinn. Erst als Drehbuchautor Michael Bühler intensiver mit mir diskutierte, fanden wir uns auf einer ganz privaten Ebene wieder. Irgendwann hat Bühler geschwenkt und gesagt: Der Film soll die Hochs und Tiefs in deinem Leben abbilden.

Im Film sagten Sie, in ständiger Sorge um Ihre Lieben zu sein, weil Ihr Vater als Bahnangestellter im Winter ständig der Lawinen-Gefahr ausgesetzt war. Wie lebt man mit dieser Angst?
Indem man dem Leben in die Augen schaut. Man kommt zur Welt, man lebt, und irgendwann ist fertig. Wenn eine Gefahr latent ist, muss man einen Weg finden, mit dieser Gefahr zu leben. Man könnte diese Haltung als fatalistisch bezeichnen. Wenn mich jemand fragt, wovor ich Angst habe, sage ich stets: um meine Lieben.

Was, wenn Sie noch erleben, wie sich eines Ihrer Enkelkinder die Streif in Kitzbühel hinunterstürzt?
Ich hoffe es nicht. Gut, da würde schon auch ein Prozess stattfinden. Mein Sohn Ian ist auch Skirennen gefahren. Daran habe ich mich irgendwann gewöhnt. Ich fragte mich: Kann er das? Kann er das nicht? Wo sind die Gefahren? Schliesslich bleibt ein Restrisiko, das wir alle täglich eingehen, wenn wir ins Auto steigen. Ich glaube, mich damit angefreundet zu haben, dass diese Restangst zum Leben gehört. Und es gehört zum Urinstinkt des Menschen, dass er die Grenzen immer wieder auslotet.

Der Schweizer Abfahrts-Olympiasieger Bernhard Russi (Nr. 4) und der Schweizer  Olympiazweite Roland Collombin (Nr. 11) auf den Schultern der Fans an den Olympischen Winterspielen in Sapporo 1972. Die 'goldenen Tage von Sapporo' sind in der Schweiz bis heute ein Begriff geblieben. Zehn Medaillen brachten die Schweizer Wintersportlerinnen und Sportler 1972 von der Insel Hokkaido im Norden Japans mit nach Hause und belegten damit in der Nationenwertung hinter den beiden ueberragenden Ostblockmaechten Sowjetunion (16 Medaillen) und DDR (14) den sensationellen dritten Platz. (KEYSTONE/Str)

Nach seinem Olympiasieg in Sapporo 1972 wird Russi auf Händen getragen. Bild: KEYSTONE

Nach Ihrem ersten Sieg kassierten Sie vom Vater eine Ohrfeige. Hallt diese bis heute nach?
Ich kam nach Hause und habe geprahlt. Die Philosophie meiner Eltern war aber, sich nicht zu wichtig nehmen, am Boden bleiben. Warum gewinnt man ein Rennen? Weil die anderen langsamer waren.

Oder Sie schneller?
Im Sport hängt viel mit Glück zusammen. Aber meistens haben jene Glück, die viel dafür tun.

Ab wann haben Sie viel für das Glück gemacht?
Ich habe immer viel gemacht. So ganz bewusst wohl aber nach dem WM-Titel 1970. Daraufhin habe ich das Olympia-Trickli angewendet.

Oh, wie war das schön! Die goldenen Tage von Sapporo

Olympia-Trickli?
Wenn wir 50 Liegestützen machen mussten, habe ich immer 51 gemacht, ohne dass es jemand gemerkt hat. Kräftemässig brachte das zwar nichts. Aber mental war es sehr wichtig für mich. Denn wenn man am Start steht, fragt man sich vielleicht: Warum soll ich heute Olympia-Sieger werden? Die Antwort darauf fand ich im Olympia-Trickli.

Wie spielt Ihr Ehrgeiz mit Ihrer Empathie zusammen? Als Ihnen Franz Klammer 1976 Olympia-Gold weggeschnappt hat, freuten Sie sich für ihn.
Schon, aber das war eine Ausnahmesituation. Olympia war in Innsbruck, die Erwartungshaltung der Österreicher enorm und Klammer ist ein toller Typ. Ich hatte nach keinem Sieg das Gefühl, der Beste gewesen zu sein. Ich stand nie im Ziel und dachte: Das war das Nonplusultra. Vielleicht basiert diese Haltung auf einem Selbstschutz. Wenn ich nach einem Sieg glaube, der Allerbeste zu sein, setze ich mich für das nächste Rennen unnötig unter Druck. Entscheidend ist, Ziele so zu setzen, dass man sie erreichen kann und gleichzeitig Befriedigung spürt.

Franz Klammer wird 1976 Olympiasieger in der Abfahrt. Video: YouTube/Zwickl Guenther

Sie arbeiten für Olympia, finden aber, Olympia sei zu gross geworden.
Der Gigantismus stört mich, weil es ihn nicht unbedingt braucht. Man könnte in vielen Fällen mit halb so grossen Stadien ebenso faszinierende Spiele durchführen. Vieles wird aufgeblasen.

Sie haben auch für Sotschi gearbeitet, die gigantischsten Winterspiele aller Zeiten.
Man spricht von den vielen Milliarden und vergisst dabei, dass der Hauptanteil in die Infrastruktur geflossen ist. Ein Tal wurde erschlossen, wo vor den Spielen die Arbeitslosenquote bei 40 Prozent lag. Heute gibt es dort 10'000 Arbeitsplätze, die Touristen kommen, das Tal funktioniert. Der Erfolg der Skistation Rosa Khutor ist wie ein Märchen. Wenn Sion die Olympischen Spiele will, muss sich Sion fragen: Was brauchen wir nach den Spielen? Wenn die Olympia-Pläne mit den Bedürfnissen für die Zeit nach Olympia übereinstimmen, bin ich sehr zuversichtlich. Denn beim Internationalen Olympischen Komitee hat ein Umdenken stattgefunden. Das erlebe ich selbst.

Ist Ihre Kritik am Gigantismus und Ihre Arbeit als Pistenbauer für Olympia ein Widerspruch?
Ich will mich auf mein Gebiet, Ski alpin, beschränken. In der Schweiz haben wir etwa 60 grössere Skistationen. In China nur vier. Die Kernfrage lautet: Ist Skifahren, Skitourismus etwas, was der Mensch braucht? Und kann die Natur das verkraften? Wenn man auf beide Fragen mit Ja antwortet, hat das mit Gigantismus nichts zu tun. In China bauen wir Pisten in einem Gebiet, wo in der Nähe 20 Millionen Menschen leben, wo es kalt genug ist, um Schnee zu produzieren und die Menschen auch das Bedürfnis haben, im Winter raus zu gehen. Sowohl in Sotschi als auch in Südkorea oder in China ist Nachhaltigkeit ein grosses Thema. Deshalb habe ich kein schlechtes Gewissen, neue Pisten zu bauen. Denn wir bauen nicht nur schwarze Pisten für Olympia, sondern auch blaue für Anfänger.

Machen Sie sich Sorgen um das Klima?
Ich erinnere an den Winter 1964, als man den Schnee vom Brenner an die Spiele in Innsbruck transportieren musste und es in Andermatt nie schneite. Alles um uns herum ist Evolution. Das Matterhorn wird eines Tages nicht mehr da sein. Es fällt in sich zusammen. Ich habe mal eine Nacht an der Nordwand biwakiert. Ich konnte kein Auge zu tun, weil ich ständig hörte, wie Steine runtergefallen sind. Aber da ist keiner, der die Steine wieder hoch schleppt. Die Erde war nie, wie sie heute ist. Luzern war mal unter einem Gletscher.

epa06292287 A photograph taken with a drone of the course of the Jeongseon Alpine Centre, which will host the Alpine Skiing speed events (Downhill & Super G) of the PyeongChang 2018 Winter Olympic Games, in Jeongseon, South Korea, 18 October 2017 (re-issued 27 October 2017). November 1st, 2017 will mark the 100 days to go milestone for the PyeongChang 2018 Winter Olympics that will be held from 09 until 25 February 2018.  EPA/JEON HEON-KYUN

Die Olympiastrecke in Jeongseon wurde von Bernhard Russi designt. Bild: EPA/EPA

Sie bagatellisieren.
Nein. Aber ich glaube, dass wir Menschen so intelligent sind, mit dem, was wir haben, richtig umzugehen. Die Schadstoffe sollen verringert werden. Wir müssen uns verantwortungsbewusst verhalten. Aber die Evolution der Erde können wir kaum beeinflussen.

Sind wir punkto Umweltbewusstsein weiter als grosse Teile der Welt?
Ja. Als ich erstmals in China war, haben die Arbeiter ihren Abfall in der Natur liegen lassen. Ich riet: Stellt Eimer hin, wo ihr den Abfall entsorgen könnt. Das nächste Mal lag keine Flasche mehr im Wald.

Sie sagten einst: Blicke ich zurück, sehe ich nur Sonnenschein. Dabei ist ihre Schwester schwerstbehindert, ein Bruder urplötzlich gestorben, der andere Bruder hat Mühe sich im Leben zurechtzufinden, ihre erste Frau ist in einer Lawine umgekommen, ihr Vater starb relativ früh an Krebs.
Das hat mit Selbsterziehung zu tun. Immer, wenn etwas nicht gut ist, versuche ich mich an einem positiven Gegenteil zu orientieren. Habe ich eine Knieverletzung, denke ich an eine besonders schöne Skitour. Auf der anderen Seite vergesse ich auch nicht, wenn es mir ganz gut geht, inne zu halten. Im Sport habe ich gelernt, dass das Verhältnis etwa 1 zu 10 ist. Also von zehn Versuchen ist nur einer voll befriedigend. Wenn man es schafft, diesen Moment so einzusaugen, dass es nachhaltig ist, hilft das in schwierigen Situationen.

Bernhard Russi, der ehemalige Skiweltmeister und Olympiasieger, unterrichtet Kinder im Rahmen des Projekts

Bernhard Russi bringt Kindern den Skisport näher. Bild: PHOTOPRESS

Also nur wer lernt, mit Niederlagen umzugehen, verdient es auch zu gewinnen?
Sehr gut ausgedrückt. Richtig gewinnen kann man sowieso erst, nachdem man verloren hat. Richtig gesund ist man erst, nachdem man verletzt oder krank war. Deshalb kommen viele Sportler nach Verletzungen richtig stark zurück. Das Gefühl, wieder gesund zu sein, ist wie Doping.

Sind Sie involviert in die Olympia-Pläne von Sion 2026?
Nein, ich will nicht involviert sein.

Hat man Sie angefragt?
Doch, doch. Auch wenn man versucht, Sion 2026 als schweizerisches Projekt zu verkaufen, ist es schliesslich eine Walliser Angelegenheit. Es mag ein paar Satelliten haben wie St.Moritz, Bern und andere. Aber die richtigen Träger, die das Projekt mit Leib und Seele und Herz durchboxen müssen, sind die Walliser.

Und Sie sind nicht dabei, weil Sie Urner sind oder weil Sie es nicht gut finden, dass es eine Walliser Angelegenheit ist?
Ich finde Sion 2026 gut. Aber es muss eine Walliser Geschichte sein. Und ich bin kein Walliser. Als Urner kann ich den Wallisern doch nicht den Takt vorgeben. Ich unterstütze Sion 2026 voll. Aber wir müssen die Olympischen Spiele auf unsere Verhältnisse zuschneiden.

Olympia hat kein gutes Image ...
... Olympia hat nur kein gutes Image wegen des früheren Olympischen Komitees. Man muss jetzt auch den Mut haben, dem IOC und seiner Agenda 2020 zu vertrauen ...

ARCHIVBILD ZUR BUNDESRAETLICHEN UNTERSTUETZUNG FUER SION 2026 --- La ville de Sion, les chateaux de Valere et Tourbillon, et les alpes valaisannes, ce vendredi 10 mars 2017. Le conseil executif de Swiss Olympic a donne son aval a la candidature de Sion pour l'organisation des Jeux olympiques d'hiver 2026. (KEYSTONE/Olivier Maire)

Sion 2026? Bernhard Russi ist dafür, aber nicht involviert. Bild: KEYSTONE

... schon. Aber das IOC hat eine Bring-, das Publikum indes keine Holschuld. Das IOC muss jetzt erst mal Taten sprechen lassen ...
... einverstanden. Aber im Ski alpin haben wir unseren Beitrag geleistet im Kampf gegen den Gigantismus.

Wie?
In dem wir schon in Südkorea nur eine Piste statt wie ursprünglich geplant zwei gebaut haben. Dann haben wir auf die Lichtanlage auf der Abfahrt verzichtet, die eigentlich vorgesehen war. Und in China genau das gleiche. Abgesehen von der reduzierten Belastung für die Natur erreichen wir Einsparungen zwischen 60 und 100 Millionen Dollar pro Standort. Nochmals zurück zu Sion.

Bitte.
Es gibt kein besseres Marketingtool für die Schweiz als Olympische Winterspiele. Südkorea und China können keine Berge zeigen, weil es sie dort, wo die Spiele stattfinden, nicht gibt. Der nächste Austragungsort, der der Welt ein verschneites, sonniges Bergpanorama zeigen kann, wird enorm profitieren. Deshalb hoffe ich sehr, dass es Sion 2026 schafft. Denn es ist klar: Unsere Bergtäler haben nur eine Überlebens-Chance, wenn das Tourismus-Geschäft funktioniert. (aargauerzeitung.ch)

Schweizerinnen und Schweizer mit mehr als 10 Weltcupsiegen

Das sind die feurigen Winterbräuche der Schweiz

Video: https://www.winterfeuer.ch/

Unvergessene Ski-Geschichten

Wie der Ski-Salto zu Didier Cuches Markenzeichen wurde: «Fans glaubten, es war geplant»

Eine TV-Drohne kracht um ein Haar auf Marcel Hirscher

Verrückteste Abfahrt aller Zeiten: Markus Foser macht sich mit der Nummer 66 unsterblich

Weil Hermann Maier falsch jubelt, erbt Mike von Grünigen den Sieg

06.03.1994: Heidi Zeller-Bähler stürzt sich aus dem Starthaus, wie vor und nach ihr nie mehr eine Skifahrerin

06.02.1989: Eine deutsche Eintagsfliege vereitelt in Vail einen Schweizer Vierfach-Triumph und wird Abfahrts-Weltmeister

Heinzers Bindung bricht – was für eine Blamage für den Olympia-Favoriten

31.01.1987: So wie in Crans-Montana haben wir die Österreicher nie mehr paniert

23.01.1994: Vreni Schneider steht noch nicht für den Kafi am Pistenrand, sondern ist der Evergreen im Stangenwald

19.01.2013: Nie rast einer schneller über eine Weltcup-Piste als Johan Clarey am Lauberhorn

18.01.1987: Pirmin Zurbriggen kommt zum billigsten Weltcupsieg – er ist der einzige Starter

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • w'ever 19.12.2017 12:48
    Highlight "Der Gigantismus stört mich, weil es ihn nicht unbedingt braucht."
    genau das stört mich an den skigebieten überall. halligalli an jeder ecke, ein 4sterne restaurant an jeder kurve und 50meter breite pisten die vom pistenbully flachgewalzt wurden.
    ich für meinen teil würde es begrüssen, wenn wenigstens die pisten ein wenig "rustikaler" werden würden. links und rechts die begrezungspfosten und fertig.
    17 10 Melden

Darum wird die Schweiz die beste Skination der Welt (ja, besser als Österreich)

Das starke Schweizer Team, angeführt vom dominierenden Marco Odermatt (5x Gold), an der Junioren-WM in Davos lässt uns träumen. Davon, die österreichische Phalanx zu durchbrechen und die beste Skination zu werden. Dafür sprechen auch die jüngsten Entwicklungen im Weltcup.

Die Schweiz fährt wieder Ski. Und zwar richtig gut. Im Weltcup gibt es endlich wieder regelmässig Siege und auch in der Nationenwertung wird sich die Schweiz in der Saison 2017/18 wieder vor Italien auf Rang 2 platzieren. Doch nicht nur das, die Schweiz wird in Zukunft nach oben schauen und vielleicht sogar Österreich bald abfangen. 

Seit 1989 hatten unsere östlichen Nachbarn Ende Saison jeweils am meisten Weltcup-Punkte auf ihrem Konto. Mal knapp, dann wieder sehr deutlich. Der Tiefpunkt …

Artikel lesen