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Scheint so, als ob die FCZ-Spieler vor dem Spiel des Jahres guter Dinge wären. Oder vielleicht witzeln sie einfach alle über Adrian Winters Frisur. Bild: freshfocus

«Niemand ist auf die Idee gekommen, im FCZ-Trikot grossspurig aufzutreten»

Im vergangenen Frühling droht dem Super-League-Absteiger Zürich ein Kollateralschaden. Einer bewahrt trotz erheblicher Anfeindungen die Nerven: Ancillo Canepa, Klubchef und Geldgeber.

08.12.16, 08:53 08.12.16, 09:38

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Zusammen mit seiner Frau Heliane managte Präsident Ancillo Canepa die FCZ-Krise des Jahrzehnts strategisch und ging couragiert in die Offensive. Das finanzielle Risiko zahlte sich (vorerst) aus: In der Liga walzt der Stadtklub die Konkurrenz platt. Im Cup kommt es im neuen Jahr zum Viertelfinal-Klassiker gegen den FC Basel.

Ancillo und Heliane Canepa (hier ein schönes Bild von 2009): Haben ein feines Händchen bewiesen. In dieser Saison. Bild: KEYSTONE

Und in europäischen Gefilden greift der neu ausgerichtete FCZ in Ankara nach einem Ticket für die 1/16-Finals. Vor dem Europa-League-Highlight analysiert Ancillo Canepa im Interview mit der Nachrichtenagentur SDA die Zürcher Rückkehr aus der vorübergehenden Versenkung.

Wie fällt Ihre Zwischenbilanz nach 25 Spielen aus?
Ancillo Canepa:
Ich bin sehr zufrieden mit dem Weg, den wir eingeschlagen haben. In der Meisterschaft führen wir souverän, im Schweizer Cup überwintern wir, vor dem letzten Spiel der Europa-League-Gruppenphase besteht die Chance weiterzukommen. Das ist eine Reihe von Zwischenerfolgen, die uns bestimmt nicht viele zugetraut hätten.

«Für mich geht von diesem Team Lebensfreude aus.»

Ancillo Canepa

Was beeindruckt Sie an der ansprechenden Serie? Was strahlt der umgebaute FCZ aus?
Die Einstellung der Mannschaft imponiert mir. Jedes Spiel hat sie hoch konzentriert bestritten. Und für mich geht von diesem Team Lebensfreude aus – unter der Woche, am Spieltag, immer. Das ist auch ein Verdienst der Trainer-Crew und dem Einfluss der neu verpflichteten Spieler zu verdanken, die wir im Sommer ganz bewusst ausgewählt hatten. Sie haben für eine positive Dynamik gesorgt. Das Klima ist gut wie nie zuvor während meiner zehnjährigen FCZ-Amtszeit.

Das Pendeln zwischen der Anonymität der Challenge League und der erheblich grösseren Bühne Europa League gelingt nahezu problemlos – ein spezielles Merkmal der Equipe?
Selbst im Cup gegen einen Erstligisten war eine Prise Demut erkennbar. Niemand ist in den letzten Monaten auf die Idee gekommen, im FCZ-Trikot grossspurig aufzutreten. Das spricht zum einen für den Charakter der Akteure und ist andererseits das Ergebnis intelligenter Transfers. Wir holten im Sommer ausschliesslich Spieler, die sich zu 100 Prozent glaubhaft dem Projekt Wiederaufstieg verschrieben haben.

Uli Forte wusste schon beim Hinspiel, warum Osmanlispor nicht zu unterschätzen ist Video: streamable

Sie persönlich und ihre Frau haben finanziell viel riskiert.
Als die Schwarzmaler in Überzahl waren, haben sich Heliane und ich strategisch für den Vorwärtsgang entschieden – also den sofortigen Wiederaufstieg anzustreben. Wir sind beide so programmiert: Wenn man mal auf die ‹Schnurre› fällt, steht man wieder auf. Dann wird entschieden und umgesetzt. Bei den diversen personellen Wechseln haben wir ein gutes Händchen bewiesen.

Es wird zwar eine heisse Atmosphäre in Ankara herrschen, aber auch klirrende Kälte. Bild: freshfocus

Dem FCZ räumte vor dem Start zum Europacup die Mehrheit der Experten wenig Chancen ein. Wie ist die Konstellation einzuordnen, jetzt unverhofft Europa-League-Geschichte zu schreiben?
Wir haben für unsere ambitionierte Zielsetzung, europäisch im Februar noch vertreten zu sein, breites Kopfschütteln geerntet. Aber das Team hat sich hervorragend verkauft bis anhin. Jetzt überwiegt die riesige Vorfreude. Selbst wenn wir uns nicht qualifizieren sollten, bin ich stolz auf die Performance unserer Mannschaft. Im Prinzip sind wir der erfolgreichste Schweizer Vertreter in der aktuellen Europacup-Saison.

Ist es für Sie die wichtigste Partie auf internationaler Ebene seit dem verlorenen Champions-League-Playoff gegen Bayern München vor fünf Jahren?
Zwischenzeitlich hatten wir einige entscheidende Qualifikationsspiele mit Siegen und Niederlagen. Vor allem das Out gegen Dynamo Minsk vor einem Jahr zum Beispiel tat schon ziemlich weh. Aber klar, es ist eine Finalissima und sicherlich einer meiner internationalen Höhepunkte – keine Frage.

Die grössten Schweizer Europacup-Erfolge im Fussball

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • 8004 Zürich 08.12.2016 14:30
    Highlight Was soll sich beim FCZ geändert haben? Caneppa tönt immer noch genau gleich wie immer:

    "Ich bin sehr zufrieden mit dem Weg, den wir eingeschlagen haben." (= „Alles isch guet, ich bin en super Präsi! Und d‘Heliane isch au super“)

    „Das ist auch ein Verdienst der Trainer-Crew und dem Einfluss der neu verpflichteten Spieler zu verdanken, die WIR im Sommer GANZ BEWUSST ausgewählt hatten." (=Ich bin au en super Sportchef!“)

    „Das Klima ist gut wie nie zuvor während meiner zehnjährigen FCZ-Amtszeit.“ (= „NLB tuet gar nöd weh“)

    ...
    5 5 Melden
    • 8004 Zürich 08.12.2016 14:40
      Highlight ...
      „und ist andererseits das Ergebnis intelligenter Transfers.“ (= „AN-CILLOOO CAAA-NEEE-PAAAAA - AN-CILLOOO CAAA-NEEE-PAAAAA!!“)
      Nach der Sadiku-Geschichte würde ich aber das Thema Transfer-Intelligenz eine Zeit lang nicht überstrapazieren.

      „Als die Schwarzmaler in Überzahl waren, haben sich Heliane und ich strategisch für den Vorwärtsgang entschieden – also den sofortigen Wiederaufstieg anzustreben.“ (= „Mir sind besser als die andere. Will mir de volli Durchblick händ. Und soo positiv und muetig sind. Eigentlich sind mir sogar chli wie Helde.“)
      3 3 Melden
    • 8004 Zürich 08.12.2016 14:42
      Highlight
      ...
      „Wir sind beide so programmiert: Wenn man mal auf die ‹Schnurre› fällt, steht man wieder auf. Dann wird entschieden und umgesetzt.“ (= „Weisch, mir sind so Maschinene.! Und dänn tschägg, tzägedibumm, let’s fetz!. Uf „go“ Go und so, weisch.“)

      „Bei den diversen personellen Wechseln haben wir ein gutes Händchen bewiesen.“ (= „Namal für alli: Ich bi de Best und han de Grösst“)
      >Sadiku?

      ...
      3 3 Melden
    • 8004 Zürich 08.12.2016 14:45
      Highlight ...
      „Im Prinzip sind wir der erfolgreichste Schweizer Vertreter in der aktuellen Europacup-Saison.“ (= „Als so richtiger Schnurri bin ich mir auch für solch hanebüchenen Schlussfolgerungen nicht zu schade. Erfolgreichster CH-Vertreter in Europa? Tönt doch no huere geil!“)

      Ich warte (ernsthaft!) nur noch auf ein Interview, in dem er dann sagt, er würde rückblickend wieder alles genau gleich machen.

      5 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 08.12.2016 11:52
    Highlight Die Einstellung von Herrn Canepa ist gefährlich. Anfangs Saison Junge raus, gestandene Spieler zusammengekauft. An den Strukturen die zum Abstieg führten, wurde aber nichts (Bickel hin oder her) geändert. Wenn's dann einmal nicht mehr läuft, ist schnell wieder "rette sich, wer kann" und Abwärtsspirale angesagt.
    5 7 Melden
  • bcZcity 08.12.2016 11:35
    Highlight Canepa der den Club mit fragwürdigen Personalentscheiden und Transfers geschädigt hat, an Nullnummern wie Rizzo festhält (Ist jetzt U Trainer) und kein Wort mehr über die schlechte Infrastruktur im Trainings"zentrum" verliert, spielt sich natürlich gerne als Retter auf. Wir sehen in 1 Jahr was man davon halten soll und wie lange es hält.
    18 7 Melden
  • Kommemtar 08.12.2016 10:48
    Highlight Ich als Treuer YB Fan hoffe, dass der FCZ diese Einstellung über die Saison hinaus und zurück in die Super League tragen kann.

    In der Hoffnung dass die Liga endlich wieder spannend wird!
    30 5 Melden

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