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16.09.2014; Davos; Eishockey NLA - HC Davos - Kloten Flyers; Trainer Arno del Curto (Davos) und Andres Ambuehl (Michael Zanghellini/freshfocus)

Andres Ambühl hört seinem Chef Arno Del Curto aufmerksam zu. Bild: Michael Zanghellini/freshfocus

HCD-Kulttrainer Arno Del Curto im Interview

«Wir hätten auch dreimal verlieren können. Dann würde niemand über uns reden»

Platz 2, am meisten Tore erzielt und am zweitwenigsten kassiert. Arno Del Curto sagt, warum sein HC Davos trotzdem noch kein Spitzenteam ist. 

Ist der HCD wieder ein Spitzenteam?
Arno Del Curto: Nein. Auch wenn wir jetzt besser klassiert sind als viele erwartet haben, so sind wir noch kein Spitzenteam. 

Aber der HCD spielt wie ein Spitzenteam und wieder richtiges «Arno-Hockey» ...
Ich habe erwartet, dass wir wieder Emotionen ins Spiel bringen und Dampf machen können. Das überrascht mich nicht. Aber die Resultate haben mich überrascht. Wir hatten ein paar richtig geile Spiele. Intensiv und schnell wie beispielsweise gegen Lugano. Die bisherigen Partien waren sehr ausgeglichen und wir hätten auch schon dreimal verlieren können. Dann würde niemand über uns reden. Wir heben sicher nicht ab und bleiben schön auf dem Boden. 

Die Davoser jubeln nach dem Tor durch Felicien DuBois, Mitte, zum 2:1, beim Eishockeyspiel der National League A zwischen dem HC Davos und dem HC Lugano, am Samstag, 20. September 2014, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Auch Lugano konnte den HCD nicht stoppen.   Bild: KEYSTONE

Was fehlt noch zu einem Spitzenteam? 
Wir sind eine junge Mannschaft. Die Spieler müssen sich weiter entwickeln und noch viel lernen. Für junge Spieler ist es schwierig, die Pace über eine längere Zeit zu halten. Deshalb haben wir die Budgeterhöhung nicht dafür verwendet, um teure Transfers zu machen. Wir investierten in erster Linie die Kadererweiterung und haben jetzt mit den Torhütern 30 Spieler. So ist es möglich, dass die jungen Spieler zwischendurch pausieren können.

Reto von Arx dominiert das Spiel nicht mehr so wie früher. 
So? Sehen Sie das so? Also er spielt im Boxplay, er spielt im Powerplay… 

 …aber er hat nicht mehr so viel Eiszeit wie früher. 
Das ist logisch. Er ist schliesslich 38. Aber er stand zuletzt in Ambri in den letzten 30 Sekunden auf dem Eis. Er ist immer noch ein sehr, sehr wichtiger Spieler für uns, gerade wenn es darum geht, ein Resultat zu halten. 

Der Davoser Reto Von Arx beobachtet das Spielgeschehen im Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem HC Fribourg-Gotteron und dem HC Davos am Dienstag, 28. Januar 2014 in Fribourg. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Erstmals 1995 trägt der mittlerweile 38-jährige Reto Von Arx das HCD-Trikot.  Bild: KEYSTONE

Haben Sie das Experiment vorerst verschoben, ihn zum Verteidiger zu machen? 
Ja. 

Ihr Vertrag läuft ebenso aus wie der Vertrag von Reto von Arx. Wie beeinflusst diese offene Vertragssituation Ihre Arbeit? 
Das spielt überhaupt keine Rolle. 

Aber es ist nachgerade die Mutter aller HCD-Fragen, ob Sie und Reto von Arx bleiben.
Es reicht, wenn wir in drei, vier Wochen beginnen, darüber zu diskutieren. 

Der ehemalige HCD-Captain Sandro Rizzi, rechts, mit Praesident Claudenz F. Domenig, wird nach seinem Ruecktritt im Maerz offiziell verabschiedet, vor dem Eishockeyspiel der National League A zwischen dem HC Davos und dem HC Lugano, am Samstag, 20. September 2014, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Der ehemalige HCD-Captain Sandro Rizzi wird von Präsident Claudenz F. Domenig verabschiedet. Bild: KEYSTONE

Ihr Präsident möchte gerne so früh wie möglich eine Antwort.
Ja, das kann ich verstehen. Aber ich habe mich noch nicht mit dieser Frage beschäftigt. Vielleicht werde ich es in ein paar Tagen tun. Vielleicht auch erst in ein paar Wochen oder in ein paar Monaten.
 

Aber bis zum Spengler Cup werden wir Klarheit haben? 
Das ist möglich. 

HC Davos Cheftrainer Arno Del Curto, Mitte, spricht zu seiner Mannschaft waehrend seinem Timeout waehrend dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League A zwischen den Kloten Flyers und dem HC Davos (HCD) am Freitag, 28. Februar 2014, in der Kolping Arena in Kloten. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Arno del Curto ist seit der Saison 1996/1997 an der Bande des HC Davos.  Bild: KEYSTONE

Wie kommt es eigentlich, dass Sie fast immer gute ausländische Spieler finden? 
Ist das so? Die anderen haben auch gute Ausländer. Lugano, Ambri, Servette, Zug, Bern… 

…auch die Kloten Flyers? 
Ja, auch Kloten. Der Vandermeer macht hinten dicht und wenn es drauf ankommt, wird der Santala bereit sein. Unterschätzen Sie den nicht. Wir hätten gegen Kloten auch verlieren können. 



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Der Tag ist gekommen – Arno Del Curto ist nicht mehr Trainer des HC Davos

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