Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ARCHIVBILD ZUM KARRIEREENDE VON MARTIN PLUESS, AM DONNERSTAG, 16. NOVEMBER 2017 - Der Berner Captain Martin Pluess stemmt den Meisterpokal und feiert mit seiner Mannschaft als Eishockey Schweizermeister nach demsechsten Eishockey Playoff-Finalspiel der National League A zwischen dem EV Zug und dem SC Bern, am Montag, 17. April 2017 in der Bossard Arena in Zug. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Martin Plüss gewann im Frühling dieses Jahres seine letzte Meisterschaft als Spieler. Bild: KEYSTONE

Hockey-Legende Plüss über seinen Rücktritt: «Ein Mangel an Optionen war nie ein Thema»



Der zurückgetretene Martin Plüss schildert im Interview mit der Nachrichtenagentur sda die Gründe, die ihn dazu bewegen, einen Schlussstrich zu ziehen.

Im April führte er den SC Bern als Captain zum Titelgewinn, rund sieben Monate später tritt die Schweizer Hockey-Ikone ab: Martin Plüss, eine der prägendsten Figuren der nationalen Szene. Während seiner brillanten Karriere gewann der 40-Jährige sieben Meistertrophäen – 2005 mit dem schwedischen Topteam Frölunda.

Gegenüber der Nachrichtenagentur sda schildert der 236-fache Nationalspieler seine Beweggründe, nach 1187 Partien und 23 Saisons auf Klubebene einen Schlussstrich zu ziehen. Und der Ex-Center spricht über seinen prägenden Lebensabschnitt in Schweden.

Warum kam der Rückzug erst nach einer längeren Bedenkfrist?
Ich hatte zunächst ein Bauchgefühl, wollte aber alles offenlassen. Für mich war immer klar, dass ich mir vor einem solchen Grundsatzentscheid eine Auszeit nehmen würde. Ich wollte im Kopf frei sein – in alle Richtungen, ohne dabei eine Verpflichtung einzugehen.

Die Möglichkeiten waren vorhanden, sofort nach der Saison weiterzumachen.
Ein Mangel an Optionen war nie ein Thema. Sportlich sprach nichts gegen eine Fortsetzung unmittelbar nach der letzten Saison, meine Fitnesswerte waren sehr gut. Ich hätte auch jetzt noch einsteigen können. Es gab mehrere Möglichkeiten – auch eine Rückkehr nach Schweden.

ARCHIVBILD ZUM KARRIEREENDE VON MARTIN PLUESS, AM DONNERSTAG, 16. NOVEMBER 2017 - Bern's center Martin Pluess controls the puck, during the game of National League A (NLA) Swiss Championship between Geneve-Servette HC and SC Bern, at the ice stadium Les Vernets, in Geneva, Switzerland, Friday, November 18, 2016. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Martin Plüss: Eine Rückkehr nach Schweden wäre möglich gewesen. Bild: KEYSTONE

Wie und wann reifte der Entschluss aufzuhören?
Alle Komponenten richtig abzuwägen, war diffizil. Erst mit der Zeit gewann ich an Klarheit, reifte das Gefühl, der Moment könnte kommen und richtig sein. Aber eben, ein solcher Prozess dauert. Man überlegt sich genau, was Sinn macht, bevor die Würfel fallen.

Habe Sie sich mit Szenarien beschäftigt, die Sie in Zukunft beschäftigen könnten?
Es gibt natürlich zwei, drei Themen, die mich interessieren. Der Prozess geht weiter, ich will mir den Raum schaffen, mich mit Blick auf die Zukunft inspirieren zu lassen. Das Hockey bleibt einer meiner Mittelpunkte, ich schliesse nichts aus.

Sie haben ihren Rückzug via SC Bern kommuniziert. Wie stark ist die Verbindung mit ihrem letzten Klub?
Ich pflege weiterhin eine gute Beziehung mit dem SCB. Ich fühlte mich dort sehr wohl, hatte Erfolg und enorm viel Spass.

Was bleibt nach einer solchen Karriere zurück? Welche Abschnitte prägten Sie speziell? Ihre Jahre in Schweden zum Beispiel?
Die Zeit in Schweden ist für meine Karriere unglaublich wichtig. Ich erinnere mich, dass mir damals während des NHL-Lockouts sehr viele abgeraten haben, zu Frölunda zu wechseln. Ich war trotzdem mutig genug, den Transfer zu wagen, und der Entschluss zahlte sich aus.

Weshalb?
Ich kam in die beste schwedische Stadt zum besten Klub des Landes. Es war eine der wertvollsten Investitionen meiner Laufbahn, ich bin bis heute mit Menschen des Vereins in Kontakt. Diese Erfahrungen sind unbezahlbar.

Erzählen Sie ...
Ich musste mich weit weg von meiner Heimat bewähren und zurechtfinden. Ich gewann einen neuen Blickwinkel, ich sah gewisse Dinge plötzlich kritischer, ich entdeckte neue Methoden und eine andere Mentalität. Im Nachhinein profitierte ich enorm von den schwedischen Einflüssen und Eindrücken. Ich entwickelte mich als Spieler und Persönlichkeit weiter. (sda)

Eishockey Saison 2017/18

Niklas Schlegel, der neue Marco Bührer

Link to Article

Den Kopf durchlüften – HCD-Captain Andres Ambühl hofft in der Nati auf belebende Impulse

Link to Article

#adventshockey – wen ausser Tanne Richard und Zimti Pestoni kennst du noch?

Link to Article

27 «grandiose» Weihnachts-Geschenke aus den Fan-Shops der Schweizer Klubs

Link to Article

«Ad-Meier-able» – Timo Meier hat jetzt mehr Tore erzielt als Sidney Crosby

Link to Article

«Wo die wilden Spielerhändler schaffen» – Zug auf dem Weg zur Nummer 1 im Land

Link to Article

Biel-Manager Daniel Villard: «Unser Budget ist zu klein, um immer Titelkandidat zu sein»

Link to Article

So gut sind die 17 neuen Ausländer der National-League-Klubs

Link to Article

«Es war kein finanzieller Entscheid» – Grégory Hofmann erklärt seinen Wechsel zum EV Zug

Link to Article

Alle Playoff-Topskorer seit der Saison 2002/03

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Video des Tages: «Hip Hop bringt uns sprachlich weiter»

Play Icon

Video: watson/Leo Helfenberger, Emily Engkent

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Daniela Ryf und Nino Schurter sind die Schweizer Sportler des Jahres

Nino Schurter und Daniela Ryf wurden an den Credit Suisse Sports Awards in Zürich als Schweizer Sportler und Sportlerin des Jahres ausgezeichnet. Den Preis für das Team des Jahres erhielt die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft.

Zahlreiche Schweizer Sportler haben 2018 Ausserordentliches geleistet, deshalb präsentierte sich das Feld der Nominierten für die Sports Awards von heute hochkarätig wie selten zuvor. Mit Triathletin Daniela Ryf und Mountainbiker Nino Schurter setzten sich im Gegensatz zum Vorjahr, als Wendy Holdener und Roger Federer triumphierten, zwei Athleten durch, die eher aus Randsportarten stammen.

Die weiteren Awards in der TV-Gala gingen an Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer (Trainer …

Artikel lesen
Link to Article