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08.05.2016; Leipzig; Fussball 2. Bundesliga - RasenBallsport Leipzig - Karlsruher SC; 
Jubel von Leipzig ueber den Aufstieg in die 1. Bundesliga (Ottmar Winter/Witters/freshfocus)

Endlich in der 1. Liga: Die Roten Bullen feiern den dritten Aufstieg in vier Jahren. Bild: Ottmar Winter/freshfocus

Ob es einem passt oder nicht – Aufsteiger RB Leipzig wird irgendwann zum Traditionsverein

RB Leipzig hat es geschafft. Sieben Jahre nach dem Einstieg von Getränkehersteller Red Bull ist der Aufstieg von RasenBallsport in die 1. Bundesliga perfekt. Dort wird sich der «Dosenklub» etablieren, allen «Hatern» und Fussball-Romantikern zum Trotz.



Da sind sie also, die Roten Bullen. In der 1. Bundesliga. Nach drei Aufstiegen in vier Jahren. Doch während die Spieler von RB (für RasenBallsport) Leipzig ausgelassen auf dem Rasen tanzen und sich mit Bier bespritzen, ärgern sich vor dem Fernseher die Fussball-Romantiker. Denn ausserhalb Leipzigs freuen sich nur die wenigsten über den ersten Ostklubs in der höchsten Liga seit dem Abstieg von Energie Cottbus im Jahr 2009.

RB Leipzig verkörpert für viele Fans das «Böse» des modernen Fussballs. Ein Produkt aus dem «Red-Bull-Reagenzglas» ohne Tradition seien die Bullen. Ein machtgieriger Klub, der nur so mit Geld um sich wirft und einem der abstiegsgefährdeten Traditionsvereine wie dem VfB Stuttgart, Werder Bremen oder Eintracht Frankfurt den Platz in der Bundesliga wegnähme. Der streitbare Investor Dietrich Mateschitz sei auch nicht besser als die Scheichs bei Manchester City und Paris St-Germain. Fussball sei für ihn nur eine weitere Plattform, sein Brausegetränk weltweit zu vermarkten.

08.05.2016; Leipzig; Fussball 2. Bundesliga - RasenBallsport Leipzig - Karlsruher SC; 
Jubel bei den Leipzigern mit Torhueter Fabio Coltorti (3.v.r. Leipzig). Leipzig Aufsteiger in die 1. Bundesliga (Modla/Expa/freshfocus)

Unwillkommen in der Bundesliga, doch das ist Fabio Coltorti (dritter von rechts) und seinen Teamkollegen egal. Bild: Modla/freshfocus

Klar, diese Vorwürfe sind nicht von der Hand zu weisen. Doch wer so argumentiert, hat ein sehr romantisiertes Bild vom Fussball. Dieser ist im Jahr 2016 längst ein Millionen-Business. Ohne Fremdkapital sind die immer höheren Spielergehälter vor allem für Durchschnittsklubs kaum mehr zu finanzieren. Wo wäre der FC Zürich ohne die Canepas, wo der FC Sion ohne Christian Constantin, wo der FC Luzern ohne Bernhard Alpstaeg? Womöglich am selben Ort wie Servette oder Xamax.

Traditionsvereine sind selber schuld

Doch zurück in die Bundesliga: Dort ist die hochgelobte 50+1-Regel, gemäss der kein Investor mehr als 50 Prozent Stimmenanteil im Klub haben darf, längst untergraben. Nicht nur für Werksklub Leverkusen, bei dem Pillenhersteller Bayer die völlige Kontrolle hat, gibt es eine Ausnahme. Auch beim VfL Wolfsburg (VW) und 1899 Hoffenheim (SAP) wird ein Auge zugedrückt. Warum also nur RB Leipzig verteufeln?

Traditionsvereine wie Stuttgart, Frankfurt oder Bremen sind für ihre Misere selbst verantwortlich. Auch sie sind längst zu Wirtschaftsunternehmen mutiert, schaffen es aber nicht, aus ihren Möglichkeiten das Beste herauszuholen. Dass es auch anders geht, zeigen kleinere Klubs wie Mainz 05, Augsburg oder der SC Freiburg (neben Leipzig der zweite direkte Bundesliga-Aufsteiger).

epa05293661 Stuttgart players Toni Sunjic (L) and Timo Baumgartl (R) show their dejection after the German Bundesliga soccer match between VfB Stuttgart and FSV Mainz 05 in Stuttgart, Germany, 07 May 2016. Mainz won 3-1.  EPA/DENIZ CALAGAN (EMBARGO CONDITIONS - ATTENTION - Due to the accreditation guidelines, the DFL only permits the publication and utilisation of up to 15 pictures per match on the internet and in online media during the match)

Ständiger Führungswechsel und kein Konzept: Der VfB Stuttgart hat sich sein Grab selbst geschaufelt.
Bild: EPA/DPA

Und auch vom ungeliebten Retortenklub gibt es längst nicht nur Negatives zu berichten: Der Vorwurf, die Roten Bullen würden mit dem Geld nur so um sich werfen, ist schlichtweg falsch. In den sieben Saisons seit der Neugründung hat der Klub vor allem in junge (nur in Ausnahmefällen älter als 23), hungrige Spieler investiert und dafür 48 Millionen Euro ausgegeben, 43,5 davon allein in den letzen beiden Zweitliga-Saisons.

Das ist zwar eine stattliche Summe, aber Leipzig hat im Vergleich zu Klubs wie PSG oder ManCity ein völlig anderes Konzept: Statt wahllos Stars von anderen Klubs zusammen zu kaufen, setzt man in Deutschlands Osten auf Nachhaltigkeit.

Spitzenausbildung für junge Talente

Die Mehrheit des kolportierten der 100-Millionen-Investments Mateschitz' flossen nämlich nicht in Spielermaterial, sondern in die Infrastruktur. Für 33 Millionen Euro wurde beispielsweise ein neues Trainingszentrum gebaut, wo nach modernsten Erkenntnissen trainiert wird. Mit dem Ziel, jungen Talenten eine Spitzenausbildung zu bieten und langsam aber kontinuierlich an den Profifussball heranzuführen. Und das Projekt trägt schon erste Früchte: In Deutschlands U-Nationalmannschaften findet man bereits die ersten bei RB Leipzig ausgebildeten Spieler.

08.05.2016; Leipzig; Fussball 2. Bundesliga - RasenBallsport Leipzig - Karlsruher SC; 
Jubel Leipzig, Fahrt im offenen Bus durch die Stadt, Leipzig Aufsteiger in die 1. Bundesliga (Ottmar Winter/Witters/freshfocus)

In Leipzig ist bei der Aufstiegsfeier am Sonntagabend die Hölle los.
Bild: Ottmar Winter/freshfocus

Auch die Akzeptanz beim Publikum steigt – zumindest in Leipzig. An den Zuschauerzahlen – mit 29'167 hat man hinter Nürnberg den zweithöchsten Schnitt der 2. Liga –  lässt sich ablesen, dass die Menschen in der Region den Klub zunehmend akzeptieren. Bei der Fahrt im offenen Doppeldecker waren die Strassen am Sonntagabend voll jubelnder Fans. Mode-Fans mögen viele nun sagen. Doch wer hatte vor dieser Saison schon Sympathien für Leicester City?

Fakt ist: RB Leipzig wird kein Projekt mit kurzer Lebensdauer sein. Der ungeliebte Aufsteiger wird sich in der Bundesliga etablieren – und irgendwann zum Traditionsverein werden. Wer weiterhin Profifussball sehen will, muss das akzeptieren. Ob es einem passt oder nicht. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Almos Talented 11.05.2016 18:54
    Highlight Highlight Ihr könnt euch den club ja gerne schönreden.
    Wer in die zukunft schauen will muss nur den US-Sport betrachten.

    wenn der einfluss der investoren so gross ist, werden sie früher oder später eine geschlossene liga machen. denn ein investor hat kein interesse daran, das sportliche und finanzielle risiko eines abstiegs in kauf zu nehmen.
    klar, man kann sich damit dann zufrieden geben. als zuschauer wird man das höchste niveau des fussballs geniessen können. aber mMn entspricht dies nicht dem grundkonzept vom wettbewerbs sport
  • 5000AA 09.05.2016 18:42
    Highlight Highlight wer es nicht lebt kann es nicht verstehen!
  • rodman 09.05.2016 17:18
    Highlight Highlight Ich stelle mir selber die Frage, warum RB Leipzig den Fussball kaputt machen würde. Weil die einen grossen Sponsor anstatt 20 kleine Geldgeber haben?

    Warum sollte ich wütend auf ein Verein sein, das noch nicht lange viele Matchbesucher hat, dafür aber offensichtlich einen guten Job nicht nur Fussball) macht? Es gibt genug Beispiele von Vereinen die trotz viel Geld einen sehr schlechten Job machten. Ich hab all diese Historienvereinsgeschäftsführer satt, die wahllos Trainer entlassen, Spieler aussortieren oder verkaufen und die Branche diskreditieren . Wo ist dort der "Hass" anderer Fans?
    • gecko25 09.05.2016 18:41
      Highlight Highlight mir fällt es einfach leichter einem vor 100 Jahren gegründeten Sportverein zuzujubeln als einem Produkt eines Grossindustriellen nachzueifern. Ja die Traditionsvereine haben auch Sponsoren, nur drängen sich diese nicht in einen Vereinsnamen und ändern so mir nichts dir nichts die Vereinsfarben.
    • rodman 09.05.2016 19:03
      Highlight Highlight Ich weiss, was du meinst. Es wird allerdings von keinem Fan eines Jahrhundertvereins verlangt, dass er RB Leipzig zujubeln soll. Es geht mir lediglich darum, dass man einen anderen Verein - trotz sinnvoller Langzeitstrategie und ohne aggressiveres Konkurrenzverhalten als andere Vereine - nicht dumpf hassen muss.
  • Fairness_3 09.05.2016 16:44
    Highlight Highlight Bis Redbull Leipzig ein Traditionsverein wird dauert es viele viele Jahre, wenn überhaupt. Ich habe grossen Respekt vor Vereinen wie Freiburg, Augsburg, Darmstadt oder Main, welche sich den Erfolg hat erarbeiten ohne Grossinvestor.
  • f303 09.05.2016 15:55
    Highlight Highlight Also mal ehrlich: Den Sport hat RB sicher nicht kaputt gemacht und wird es auch nicht tun. Das machen die (geldgeilen Sportfunktionäre und Spieler) schon schön selbst. RB nutzt lediglich die vorhandenen Strukturen bestmöglich aus. Das System war schon vorher krank. Warum haben es die Traditionsvereine verpasst, diesen Transferwahnsinn zu bremsen als sie noch konnten? Lange genug dabei sollten sie ja gewesen sein. Ich verstehe die Kritik an der Auslöschung des übernommenen Vereins. Mehr nicht. Ich persönlich denke, dass hinter den "Traditionalisten" oft einfach auch Neider stecken. just my 2ct
  • Randy Orton 09.05.2016 14:29
    Highlight Highlight Der Vergleich mit Leverkusen und die Aussagen über Leicester zeigen einfach auf, dass der Journalist selbst keine Ahnung vom Fussball hat. Klar ist es ein Geschäft, aber Traditionen sind den Fans halt auch wichtig. Und schlussendlich zeigt sich, ob ein Verein akzeptiert und in der Bevölkerung getragen wird nicht an einer Aufstiegsfeier sondern wie zB bei Pauli wenn man absteigt.
    • dumdidumdidum 09.05.2016 16:45
      Highlight Highlight "Traditionen sind den Fans halt auch wichtig..."
      1. Gibts nur in Mannschaftssportarten
      2. Den Vereinen sind die Meinungen der Fans nicht so wichtig wie es immer behauptet wird.
    • Randy Orton 09.05.2016 17:40
      Highlight Highlight 1. Fussball ist ja auch eine Mannschaftssportart...
      2. Und worauf stützt du diese Aussage? Ohne Fans kann ein Klub gar nicht existieren und wenn du mal an ein paar Fussballspiele gehst und mit den Fans sprichst, merkst du auch, was die Klubs und Spieler alles für die Fans machen, nicht nur umgekehrt.
    • dumdidumdidum 09.05.2016 22:06
      Highlight Highlight Woher ich das nehme. Würden sie auf die Fans hören, wäre Steffen nicht bei Basel, Petric nie gewechselt, Da Costa noch im Tor von Zürich, Salzburg wie auch andere Vereine wären nicht gekauft worden,...
      (übrigens ich bin fast jede Woche im Stadion)

      Ich hab nicht bestritten, dass Fussball keine Mannschaftssportart ist. Ich wollte darauf hinaus, dass in anderen Sportarten nicht auf Tradition gepocht werden kann und trotzdem haben sie z.T. viele Anhänger. Kann man dann noch guten Gewissens Fan eines Einzelsportlers sein? Wie siehts bei Radteams aus, die wechseln permanent den Namen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stachanowist 09.05.2016 14:03
    Highlight Highlight Ich mag RB Leipzig, sie leisten einen super Beitrag zur Diversität in der Bundesliga.

    Denn: Jetzt gibt es dort Traditionsvereine mit wenig Kohle (Werder Bremen, VfB Stuttgart etc.), Traditionsvereine mit viel Kohle (Bayern München, BVB), Vereine mit Tradition und neuerdings viel Kohle (Hoffenheim, Wolfsburg) und jetzt eben auch einen Verein, den es neuerdings gibt, und das mit viel Kohle - RB Leipzig. Eine Kombi mehr! Wer hat was gegen Wandel und Diversität? Ist ja nicht so, dass 18 Redbull-Teams um den Titel kämpfen, oder?

    Vorsicht: Beitrag mag Spuren von Ironie enthalten. Aber nur Spuren.
    • maxi 09.05.2016 16:55
      Highlight Highlight Hoffenheim zum traditionsverein gemacht...autsch!
    • Stachanowist 09.05.2016 17:16
      Highlight Highlight TSG 1899 Hoffenheim... In Worten: Achtzehnhundertneunundneunzig...

      Nicht alt genug für Dein Verständnis von Tradition? Sollte die Tradition bis 1291 zurückreichen? :P
  • Switch_On 09.05.2016 13:15
    Highlight Highlight Ich bin mit der These des Autors nicht ganz einverstanden. Was passiert, wenn Mateschitz keine Lust mehr hat und sich ein anderes Hobby sucht? Dann wird RB so schnell wieder verschwinden wie sie aufgetaucht sind. Und zwar genau weil es kein Traditionsverein ist.
    Trotz allen Millionen sind bsplw. Man City und Chelsea Traditionsvereine, die auch bei einem Ausstieg der Investoren weiterleben würden und einige Zuschauer hätten.
    Das ist bei RB nicht der Fall. Es ist auch nicht vergleichbar mit Wolfsburg oder Leverkusen. Wir werden sehen wie das Projekt verläuft....
    • Ratchet 09.05.2016 17:06
      Highlight Highlight Ich bezweifle, dass RB schon bald wieder aussteigen wird. Wie man sie kennt, sind sie sonst schon überall im Sport präsent und haben wohl keine Angst vor Verluste. Ausserdem würden sie mit einem plötzlichen Verschwinden und Stich-Lassen-des-Clubs sehr schlechte Werbung für ihre Marke machen. Das Projekt Leipzig dient ja als Marketingzweck.
      Bevor RB geht, wird man RB Leipzig schon lange akzeptiert haben. Vor allem dadurch, dass eben RB Leipzig das einzige BuLi Team aus dem Ostblock ist, haben sie kaum Konkurrenz Fans zu finden.
  • Saint-City 09.05.2016 13:13
    • peeti 09.05.2016 14:53
      Highlight Highlight Merci! Etwas mehr Recherche hätte dem Artikel gut getan. Momentan gibt es ja Gerüchte um einen Kauf von Leeds United durch RB... Als Fan von einem solch traditionsreichen Club hätte ich meine liebe Mühe, wenn dann Vereins-Logo, -Name und Farben geändert würden.
  • zg1967 09.05.2016 13:11
    Highlight Highlight
    Das war gestern ein schwarzer Tag für den deutschen Fussball.

    Schickt die Bullen zurück in den Kuhstall!

    Dieser Verein darf NIEMALS zur Normalität werden und muss jedes Spiel den Hass spüren. Ihr macht unseren Sport kaputt!!
    • Cityslicker 09.05.2016 13:19
      Highlight Highlight Genau - und Hass wird "unseren Sport" retten... Stimmt - Normal ist das sicher nicht.
    • maljian 09.05.2016 13:38
      Highlight Highlight Unseren Sport

      Findest du, dass man mit einer Mannschaft einen ganzen Sport kaputt machen kann?
      Spielst du denn selber oder bist du "nur" Anhänger einer Mannschaft?
    • zg1967 09.05.2016 15:18
      Highlight Highlight Ich bin seit Jahren Anhänger einer Mannschaft und spiele seit Jahren selbst Fussball. Es ist natürlich nicht nur Red Bull alleine, die unseren Sport immer mehr zum Zerfall bringen. Nein auch die Scheichs und anderen Fimen die einen Klub alleine besitzen! (Golfsburg, Hoppenheim, und die Chemie Pillen aus Leverkusen). Es darf nicht sein dass eine Person oder Frima einen Klub alleine führt und nur Geld einschiesst. Denn der Verein gehört allen die sich mit diesem Verein idendifiziern können. So wird unser Sport früher oder später kaputt gehen. Football is for you and me not for fucking industry.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thomas_v_Meier 09.05.2016 13:11
    Highlight Highlight Mag alles sein.

    Wichtige Unterschied zu den Clubs mit Scheichs und anderen Mäzenen. Diese übernehmen nicht einen Club und löschen dessen Historie und Farben wie es Red Bull macht, auch z.B ins Innsbruck. Das ist eine andere Dimension.

    Der immer wiederkehrende Vergleich mit Leverkusen oder Wolfsburg hinkt gewaltig. Diese Vereine wurde von Mitarbeiter des Werk gegründet für Firmensport und haben sich entwickelt.

    Auch bei Hoffenheim wurde die Geschichte des Vereins nicht gelöscht, da trat ein Mäzen auf mit Bezug zum Ort und Verein auf den Plan
    • maxi 09.05.2016 17:04
      Highlight Highlight Villeicht meinst du salzburg nicht innsbruck?

      Was hat den hoppenheim.in seiner geschichte geleistet das ea für einen traditionsverein reicht? Ausser den etiketenschwindel 1899... Es braucht mehr als das grünsungsjahr um als traditionsverein durchzugeh.
  • uelidäschwert 09.05.2016 13:02
    Highlight Highlight "Warum also nur RB Leipzig verteufeln?" Stimmt, Hoffenheim ist ja derart beliebt...
  • 2sel 09.05.2016 12:59
    Highlight Highlight Alles was mit "Red Bull" anfängt, wird sicherlich nie ein "Tradirionsverein" werden...
  • Valindra Valindragam 09.05.2016 12:54
    Highlight Highlight RB Leipzig ein Traditionsverein! Das werden wir alle nicht mehr erleben und RB Leipzig hoffentlich auch nicht!
  • Schreiberling 09.05.2016 12:26
    Highlight Highlight Das ist doch alles ein Marketingtrick der Bayern, damit sie nicht mehr der meistgehasste Verein der BuLi sind 😄
    • maxi 09.05.2016 17:04
      Highlight Highlight Das hat machen die freunde wob und hoffenheim unter sich aus
  • Coach Cpt. Blaze 09.05.2016 12:00
    Highlight Highlight Red Bull Leipzig hat in der vergangenen Saison mehr für Transfers ausgegeben als der Rest der 2. Liga zusammen. Zudem stehen Sie gemessen an Transferausgaben an 8. Stelle in ganz Deutschland (inkl. 1. BL!). Während Traditionsvereine (und auch andere Retortenklubs wie Lev oder Wob) abertausende Mitglieder zählen, sind dies bei RB genau 14 an der Zahl; grösstenteils Kadermitglieder der Firma Red Bull... (Quellen: Transfermarkt & Block1898). Gute Ausbildung hin oder her - Red Bull soll die Finger vom Mannschaftssport lassen und lieber Musiker, Einzelsportler oder Weltallspringer finanzieren!
    • Cityslicker 09.05.2016 13:11
      Highlight Highlight Nun ja... sie haben zu Beginn der Saison sehr viel ausgegeben - dafür in der Winterpause im Gegensatz zu vielen anderen gar nichts. Und der Verein hat über 300 Mitglieder, nach DE-Vereinsrecht würden sieben genügen.
    • torpedo 09.05.2016 15:30
      Highlight Highlight Vielen Dank, Cheesesteak! Nun hat wenigstens jemand für den Artikel recherchiert...
  • Luca Brasi 09.05.2016 11:51
    Highlight Highlight Für den Artikel gibt es für Herrn Reich eine Jahreslieferung des Gummibärchengesöffs umsonst. ;)
    Freuen wir uns auf weitere tolle neue Fussballclubs wie Union Ballsportliebender Schweizer Zürich, Calcio Svizzero Zürich, Nouvelle Equipe Sans Tradition pour L'Economie Vevey, etc. Wer braucht da noch "Loservereine" wie Aarau, St. Gallen oder Lugano? Kommt mal im modernen Fussball an, Leute! Geld regiert die Welt. Und sonst gibt es immer noch die nordkoreanische Fussballliga.

    Achtung: Dieser Kommentar kann Spuren von Ironie enthalten.
    • maxi 09.05.2016 12:24
      Highlight Highlight Sry das mit der ironie zuspät gesehn nach zwei sätzen wollte ivh kotzen und hab den blitz gedrückts
  • thompson 09.05.2016 11:42
    Highlight Highlight Als Spieler würde ich sofort zu RB gehen. Was hier aber vergessen geht, sind die Fans.
    Tradition und Fankultur kann man sich nicht kaufen.
    Das werden harte Auswärtsfahrten für die Fans von RB Leipzig
    • Bash Burelli 09.05.2016 11:48
      Highlight Highlight Ich glaube, die sind da bereits ziemlich leidenserprobt. Eine Fankultur kann aber bei RB noch entstehen. Man kann ja nicht von einem jungen Club erwarten, dass der bereits bei der Entstehung Tradition und Geschichte hat. Wichtig ist, was die Fans nun daraus machen.
    • Amboss 09.05.2016 11:54
      Highlight Highlight Zwei Anmerkungen:
      Erstens:
      Es heisst doch Schalke "04", Mainz "05". Und meines Wissens ist auch Bayern München nicht aus dem Urknall entstanden und BVB hat ein "09" im Logo.
      Also: Auch diese Vereine wurden irgendwann mal gegründet...
      Wieso ist es in den 2000er jahren Verboten, einen Verein zu gründen? Fankultur kann sich ja auch entwickeln...

      Zweitens:
      Der Protest gegen RB ist schon alt. Unangenehme Auswärtsfahrten sind die sich gewohnt. Und ich würde mich in einem Viertligastadion, wo man die Sicherheitsmassnahmen nicht wirklich kenn, unwohler fühlen als in einem BL -Stadion
    • maxi 09.05.2016 12:28
      Highlight Highlight Wenn ein marsch zu einen heimspiel, wie vor ca 2-3 hahren passiert, unter polizeischutz stattfinden muss würde ich mich auf frankfurt schalke dortmund hsv und so seeehr freuen :D
    Weitere Antworten anzeigen
  • Léon Sim 09.05.2016 11:41
    Highlight Highlight Mir wäre es lieber gewesen wenn St. Pauli aufgestiegen wäre...
    • Léon Sim 09.05.2016 12:00
      Highlight Highlight Ist mir 10000mal lieber als Lazio-Fans die Klose mit dem Hitler Grüss begrüssen...
    • peeti 09.05.2016 12:03
      Highlight Highlight äh und wieso? Hältst du es wie Blatter, dass Fussball und Politik nichts miteinander zu tun haben?
      St. Pauli leistet übrigens einen bemerkenswerten Beitrag zur Integration, indem sie bspw. immer einige Tickets gratis an Flüchtlinge, Sans-Papiers etc verschenken.
    • maxi 09.05.2016 12:30
      Highlight Highlight Pauli ist abschaum... Politik hat in fankurven nichts zu suchen! Keine refugees welcome spruchbänder keine affengeräusche keine hitlergrüsse einfach nix!

      Geht ins stadtparlament oder so aber lasst fussball fussball sein!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Amboss 09.05.2016 11:40
    Highlight Highlight Sehr gute, sachliche und treffende Analyse.

    Was man vielleicht noch anfügen kann:
    Ich vermute, RB hat in der Tat einen Vorteil: Sie konnten sich die Strukturen geben, die erforderlich sind im Milliarden-Business "Fussball".
    Mir scheint, andere Vereine (zB VfB, Werder) haben den Schritt in die Gegenwart nicht geschafft. Zu viel "Vereins-Mythos", zu wenig Unternehmen, zu wenig Professionalität. In den gemütlichen 90er und Nullerjahren ging das noch.
    Im Milliarden-Fussball der 2010er-Jahre aber nicht mehr...
  • Hoppla! 09.05.2016 11:34
    Highlight Highlight Interessant finde ich die Defintion von Retorte: "[...]ist die künstliche oder planmäßige Herstellung einer Sache gemeint, die normalerweise einen natürlichen oder ungeplanten Ursprung hat." Quelle: wikipedia

    VfB Stuttgart: Geplante Fusion aus FV Stuttgart und Kronen-Klub Cannstatt -> Retortenklub!
    1. FC Kaiserlautern: Alles geplant (https://de.wikipedia.org/wiki/1._FC_Kaiserslautern#Stammbaum) -> Retortenklub!
    Real Madrid: Gründung als Madrid und erst ab 1920, dank einem könglichen Erlasses als Real Madrid bekannt -> Retortenklub!
    usw.

    Tief durchatmen und eine Fünf gerade stehen lassen.

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