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Junge Fussballfans erscheinen zum Training der Schweiz Fussball Nationalmannschaft in Freienbach am Dienstag, 7. Oktober 2008. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

So, einfach in Gross: Ein Sinnbild für die Begeisterung der Schweizer Nati-Fans.
Bild: KEYSTONE

Der zwölfte Mann sollt ihr sein! Das grösste Problem der Schweizer Nati sind wir Fans

Der verwöhnte Schweizer Fussball-Fan macht es unserer Nati nicht einfach. Statt sie bedingungslos nach vorne zu peitschen, wird lieber genörgelt. Dabei sollten die Fans doch der zwölfte Mann sein. Und zwar nicht nur an grossen Turnieren, sondern auch in bedeutungslosen Testspielen wie heute gegen Moldawien.

03.06.16, 16:11 03.06.16, 17:54


Ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen. Zusammen mit drei meiner besten Kollegen sitze ich an diesem 11. Oktober 2011 im Zug Richtung Basel, um dort der Schweizer Nationalmannschaft das letzte Geleit zu erweisen. Die EM-Endrunde von 2012 ist bereits verspielt – zum ersten Mal seit 2002 verpasst die Nati ein grosses Turnier – , jetzt trifft das Team von Ottmar Hitzfeld zum Jahresabschluss noch auf Montenegro.

Players enter the stadium during the Euro 2012 group G qualification soccer match between Switzerland and Montenegro at the St. Jakob-Park Stadium in Basel, Switzerland, on Tuesday, October 11, 2011. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Schweiz – Montenegro vor halb-leeren Rängen. Bild: KEYSTONE

Trotz verpasster EM war die Stimmung – zumindest bei uns – ausgelassen. Was gibt es Schöneres, als mit guten Freunden ein Spiel unserer Nationalmannschaft live schauen zu dürfen? Tja, anscheinend so einiges.

Singen verboten

Obwohl knapp 20'000 Zuschauer den Weg in den St.-Jakob-Park gefunden haben, herrscht abgesehen vom Montenegro-Block Totenstille im Stadion. Nur im oberen rechten Eck stehen vier Jungs, welche versuchen, für Stimmung zu sorgen. Beim Einmarsch der Nati fliegen Fetzen durch die Luft, es wird gesungen, es wird gefeiert – bis uns von hinten ein Zuschauer dumm anmacht und findet, wir sollen «endlich die Klappe halten» und uns setzen.

Wie viel Bier dabei im Spiel war ... man weiss es nicht.
streamable

Es ist nicht so, dass wir kein Verständnis haben. Wir sehen ein, dass er nur will, dass auch sein Sohn etwas vom Match mitbekommt. Doch wohin sollen wir dann? Wo ist 90 Minuten Leidenschaft bei Spielen der Schweizer Nati noch angebracht?

Wir platzieren uns neben der Guggenmusik, welche wie fast immer im Stadion vertreten ist. Immerhin da finden wir mit unseren Fan-Gesängen etwas Anklang. Doch der Funken schwappt nie auf die restlichen Zuschauer über. Die Spieler können sich noch so Mühe geben, das letzte Spiel dieser EM-Quali wenigstens noch zu gewinnen, mehr als ein wenig Applaus bei den beiden Toren zum 2:0-Sieg gibt’s nicht. Aber wieso auch? Alles andere als ein Erfolg gegen dieses kleine Montenegro, gegen das man auswärts noch blamabel 0:1 verloren hat, ist sowieso nicht angebracht. Und überhaupt: Die Spieler würden doch eh alle lieber für Montenegro spielen, wenn sie könnten.

Wer die letzten beiden Sätze nickend zur Kenntnis genommen hat, ja der gehört genau zu dieser Problem-Sorte.

Der zwölfte Mann sollt ihr sein

Egal wann, egal wo, egal gegen wen: Nie macht Fussball mehr Spass, als wenn die Zuschauer dich nach vorne pushen. Dies kann im EM-Spiel gegen Frankreich der Fall sein, muss es aber auch bei einem unbedeutenden Spiel gegen Montenegro. Denn wenn ich die Stimmungsbarometer an diesem Dienstagabend zwischen den beiden Fanlagern vergleiche, könnte ich es verstehen – um noch zum zweiten Punkt zu kommen – , wenn die Spieler tatsächlich lieber für Montenegro spielen würden. Denn was im Montenegro-Fanblock abgeht ... unbeschreiblich!

Swiss Coach Ottmar Hitzfeld looks on ahead of the Euro 2012 group G qualification soccer match between Switzerland and Montenegro at the St. Jakob-Park Stadium in Basel, Switzerland, on Tuesday, October 11, 2011. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Montenegrinische Fans in Basel: Sie feuerten ihre Mannschaft lautstark und pausenlos an. Bild: KEYSTONE

Klar: Montenegro erreichte die erste Play-off-Teilnahme für eine EM, das muss natürlich gefeiert werden. Und ebenfalls verständlich, hält sich die Euphorie nach der verpassten EM aus Schweizer Sicht in Grenzen. Aber trotzdem. Ob in guten wie in schlechten Zeiten – aber eigentlich vor allem in schlechten – braucht das Team den Rückhalt der Fans. Diese Floskel mit dem zwölften Mann auf dem Platz kommt nicht von irgendwo.

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  • 9%Genau so, wie es die Spieler verdienen: Jubeln in guten, Pfeifen in schlechten Zeiten.
  • 25%Mir fehlt der Enthusiasmus. Egal, ob in guten oder schlechten Zeiten.
  • 22%Wenn's läuft, ist's gut, wenn's nicht läuft, fehlt aber die Unterstützung.
  • 44%Stimmung zu schlecht. Egal, ob bei Sieg oder Niederlage.

Jeder, der schon einmal für eine Fussball-Mannschaft aufgelaufen ist, weiss, wie es sich anfühlt, von Fans angefeuert zu werden. Nichts spornt einen mehr an sein Bestes zu geben als enthusiastische Zuschauer am Spielfeldrand. Egal ob in der 5. Liga, einem Testspiel oder an der EM: Je grösser die Aufmerksamkeit von aussen, desto grösser der Wille auf dem Feld. Man soll Spiele gewinnen wollen, und nicht müssen.

Wie damals in Deutschland

Denkt nur zurück an die WM 2006 in Deutschland. So einen Aufmarsch von Schweizer Fans habe ich selten erlebt. In Dortmund, beim Spiel gegen Togo glich der Signal Iduna Park einem roten Meer, welches nichts anderes gemacht hat, als endlos die Schweizer Hymne von sich zu geben. Ein Schweizer Fussballfest, das bis heute seinesgleichen sucht. Und siehe da: Die Schweiz qualifiziert sich als Gruppensieger für die Achtelfinals. Wer weiss, was noch drin gelegen wäre, hätte Marco Streller seine Zunge zügeln können.

Die Schweizer Nationalhymne in Dortmund gegen Togo. So muss das aussehen! streamable

Nur sollte diese Faszination für den Fussball auch abseits der grossen Turniere zelebriert werden. Denn wenn sich Shaqiri und Co. beispielsweise an das Testspiel gegen Bosnien-Herzegowina im März zurückerinnern, wird ihnen bestimmt nicht die Euphorie der Schweizer Fans in den Sinn kommen. Eher jene der bosnischen Anhänger. Dabei müssten es genau diese Erinnerungen sein, welche in den Köpfen der Spieler herumschwirren. Denn diese positiven Gedanken tragen zum Erfolg der Nati bei. Und da sind wir uns einig: Eine erfolgreiche Schweiz wollen wir alle sehen.

Swiss supporters during the group G match of the 2006 FIFA World Cup between France and Switzerland in Stuttgart, Germany, Tuesday 13 June 2006. (KEYSTONE/EPA/Ronald Wittek)

Auch in Stuttgart gegen Frankreich war an der WM 2006 die Hölle los.  Bild: EPA

PS: Diese Abrechnung soll nicht bedeuten, dass ihr so sein sollt wie wir. Ihr sollt nicht betrunken wie wir an diesem besagten Tag in Basel auf der Tribüne stehen und Lieder der Schweizer Nati lallen. Wir alle sollten lediglich wieder mehr Leidenschaft an den Tag legen und stolz darauf sein, dass die Schweiz ein weiteres Mal für uns an einer EM vertreten ist. Wir sollten stolz darauf sein, dass diese Jungs mit dem Schweizerkreuz auf der Brust für unser Land spielen, egal welches Land unter dem Kreuz noch im Herzen schlägt. Und diesen Stolz müssen wir den Spielern zeigen. Immer und überall. Der zwölfte Mann müssen wir sein.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Tom Garret 09.06.2016 00:40
    Highlight Meine Erfahrung ist, dass auswärts und an grossen Turnieren die Stimmung der Schweizer sehr gut ist. An den Heimspielen hingegen überhaupt nicht. Da gehen halt vor allem die verkorksten Bünzlischschwizer hin. Es ist ja auch immer sehr Künstlich. Mein letztes Spiel in der Schweiz war das letzte Quali Spiel für die EM in Portugal. Vor dem Spiel wurde das schwenken mit den Sponsoren Fähnli geübt und als zum ende jeglicher Jubel durch Laute Musik übertönt wurde und man vom Platzspeaker sogleich aufgefordert wurde nun Happy Birthday für Kuhn zu singen wars das für mich...
    2 0 Melden
  • Mätse 08.06.2016 21:48
    Highlight Stuttgart war mega und Dortmund der absolute Höhepunkt (wohl das spiel vor den meisten ch-fans überhaupt) meiner nati-zeit. Luxemburg im Letzi war dann aber zuviel und seither tue ich mich schwer. lueged mir mal das jahr...
    4 0 Melden
  • EM Zet 08.06.2016 12:33
    Highlight Wänn denn uf eimal feschtschtellsch , dass es paar spezialischte chueglogge mit is stadion gnoh händ, bisch den uf eimal doch froh drüber wänn d guggemusig awesend isch :P
    8 7 Melden
  • Batteryman 05.06.2016 09:27
    Highlight Schritt eis: Weg mit dere elende Guggemusig, abgseh devo dasses ohni Alkohol ned z erträge isch ghörts eifach ned zum fuessball
    40 5 Melden
  • TeeBee05 04.06.2016 08:06
    Highlight Schon allein weil ihr drei Gladbacher im Kader habt, bin ich ein Fan der Schweizer Nati ❤️ Schon allein für Yann, Nico und Granit wünsche ich euch, dass ihr das Turnier mit Erfolg abschließt 💪🏼
    25 2 Melden
  • Howard271 04.06.2016 00:28
    Highlight Die Fans sollten eigentlich wissen, dass eine Quali für eine EM oder WM für die Schweiz immer noch nichts Selbstverständliches ist. Erst seit 2004/06 sind wir nach teilweise jahrzehntelangen Unterbrüchen wieder an EM/WMs mit dabei. Und schon denken alle, sie können bei jedem Spiel einen Sieg erwarten. Anfeuern statt meckern!
    19 1 Melden
  • thompson 03.06.2016 22:01
    Highlight Seit froh, dass die organisierten Fans,die sonst in den Kurven sind, die Nati nicht besuchen.
    Das würde zu Spielabbrüchen und Terror führen.
    Der SFV hätte es verdient
    1 49 Melden
  • Ratchet 03.06.2016 17:34
    Highlight Danke! Solch ein Artikel müssten mal die 20min- und Blickkommentierer lesen.
    Wir sind Fans und keine Arbeitgeber. Wir sollten endlich aufhören Forderungen zu stellen und einfach die Nati anfeuern. Als FCZ Fan hat mich zum Beispiel das Pfeifen der Südkurve nach dem Cupsieg unglaublich aufgeregt. Wir müssen sowohl in guten als auch schlechten Zeiten da sein.
    Der Wille einer Mannschaft passt sich am Niveau der Fans an.
    76 18 Melden
    • jk8 03.06.2016 18:56
      Highlight Naja, gepfiffen hat die Südkurve erst als die Mannschaft sich als Helden feiern lassen wollte.
      Und den Nati-Support kann man sowiso nicht gut mit jenem des Clubfussballs vergleichen...
      30 10 Melden
    • c-real1896 03.06.2016 21:00
      Highlight @Jk8
      Wieso genau kann man die natispiele nicht mit dem klubfussball vergleichen? Soviel ich weiss, gibts mehr schweizer als zürcher oder berner oder bisler oder luganesi oder lausannais...also sollte es bei ca. 8mio schweizer doch wohl möglich sein, den enthusiasmus zu komprimieren, oder?
      6 19 Melden
    • Maett 03.06.2016 22:33
      Highlight @c-real1896: waren Sie schon einmal bei einem Club-Fussballspiel? Ich stehe gerne in die Kurven, weil da wirklich was los ist; dort sind die Leute, die sich mit genau dieser Mannschaft seit Jahren bis Jahrzehnten identifizieren, viele Stunden ihres Lebens in sie investiert haben, Tattoos mit dem Vereinslogo tragen etc.

      Das ist wirklich was anderes. Eine Nationalmannschaft baut hingegen eher nicht auf Fantreue auf, sondern auf Nationalstolz (sie repräsentiert ja eine Nation, daher der Name). Und ich glaube, dass der (was die Nati betrifft) in den letzten Jahren ernsthaft abhanden gekommen ist.
      11 4 Melden
    • Seebär 03.06.2016 23:23
      Highlight Finde auch das man klub und nati Support nicht vergleichen kann. Bei der nati spielt verdammt nochmal eine Gugge Musik....

      Es sind eher Leute die auch ans Eidgenössische Schwingfest, und sich weniger mit Fussball befassen, was man an den Kommentaren im Stadion hört. Patrioten die die Schweizer Farben im Ausland mit stolz zeigen. Ist im Klub Fussball gleich nur Regional beschränkt
      8 0 Melden
    • Maett 04.06.2016 10:31
      Highlight @Seebär: das war eben auch mein Gedanke, ohne Patrioten muss man sich über mangelnden Support einer Nationalmannschaft nicht wundern, weil nur die sich zerreissen würden (zumindest haben nur patriotisch geprägte Länder laute Fans)... aber das ist schon OK, eine Länderauswahl kann man wirklich nicht mit einer Mannschaft aus der Liga vergleichen. Wir überlebens auch ohne übereuphorisiertes Publikum, ändern kann man's eh nicht :-)
      5 0 Melden
    • fuegy 08.06.2016 16:13
      Highlight Was hat denn bitte Patriotismus mit einem Sport-Event zu tun?! Natürlich liegt es nahe, das Team aus dem eigenen Land zu unterstützen aber es ist deshalb noch lange nicht Pflicht! Ich unterstütze das Team, welches ich am besten finde von der Spielweise u.s.w. her, deshalb bin ich England Fan. Zwar sind sie nie sehr erfolgreich aber sie spielen einen Fussball, welchen ich mehr mag als den der Schweizer. Ich freue mich für jeden Sieg der Schweizer Nati, bei einem Duell aber trage ich das England Shirt. Bin ich deswegen weniger Schweizer? M.M.n nicht.
      3 4 Melden
  • Mate 03.06.2016 17:27
    Highlight Dann ändern wir das doch! An alle die es aufregt, dass keine Stimmung aufkommt: holt euch Tickets im "Schweizerblock" unten in der Mitte (dort wo eine Kurve zu stehen hat)! Lasst euch nicht von Nörglern am Stimmung machen aufhalten. Wenn auch nur ein kleiner Teil kommt, der sich über fehlende Stimmung aufregt, sind wir schon ein paar Nasen die etwas anreissen können. Und selbst die trägen Sitzplätzler lassen sich ab und zu anstecken.
    35 5 Melden
  • Goon 03.06.2016 17:22
    Highlight Welche CH-Nationalmanschaft? Wenn ich eine richtige Nati sehen will schau ich die Eiahockey WM
    60 96 Melden
    • Goon 03.06.2016 18:51
      Highlight Was sind den solche wie ich?
      22 50 Melden
    • HerrBircher 04.06.2016 00:02
      Highlight Vermutlich Personen die versuchen verschiedene Sportarten gegeneinander auszuspielen.
      Die Frage warum sie dann Artikel lesen die den Fussball betreffen ist darum sehr berechtigt.
      15 3 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 04.06.2016 00:07
      Highlight Die Schlimmsten
      14 1 Melden
    • Goon 04.06.2016 06:38
      Highlight Mimimimi
      4 26 Melden
  • Amboss 03.06.2016 17:01
    Highlight Ich bin jetzt mal so ehrlich und gebe zu: Ich bin ein bisschen so ein Nörgler. Und zwar aus einem ziemlich einfachen, wie vielleicht auch ziemlich blöden Grund: Es macht keine Freude.
    Und zwar ziemlich genau seit Hitzfeld. Da veränderte sich die Nati. Ab da zählten die Resultate. Und ja, die stimmen ja auch. Aber dieser Beton-Querpass-Resultatfussball blockiert irgendwie alles und führt udn vermag mich einfach nicht zu packen.
    Ich schaue gern Fussball, alles mögliche, aber Nati-Spiele, das macht kein Spass.
    Leider hat Petkovic daran nichts verändert...
    36 16 Melden
    • bobi 03.06.2016 17:28
      Highlight Die Schweiz ist ein gutes Team, aber leider (noch) nicht mehr. Es fehlt ihr schlicht die Klasse, um spielerisch UND mit Resultaten zu glänzen. Was zählt letztlich? Genau, die Resultate. Deshalb verstehe ich ihren Vorwurf nicht ganz.
      8 11 Melden
    • Amboss 03.06.2016 19:07
      Highlight @Bobi. Ich hab ja gesagt, die Resultate stimmen. Und sie muss ja auch nicht glänzen. Aber spielen. Vorwärts. Sich einsetzen, Gas geben. Ich habe immer das Gefühl, da ist keine Freude in dieser Mannschaft.

      Aber ich gebe es zu. Vielleicht glorifiziere ich die Zeit vor hitzfeld...
      Vielleicht war es damals nicht besser, nur ich jünger :)
      14 2 Melden
    • Matthiah Süppi 03.06.2016 22:15
      Highlight Ich sage nur Vogel unter Kuhn dazu. Von wegen Querpässen
      8 0 Melden
    • Maett 03.06.2016 22:38
      Highlight @bobi: nein, das sind z.T. gute Einzelspieler, aber ein Team ... naja. Heute waren es wieder einmal zu viele Fremdkörper auf dem Platz, zu viel passt einfach nicht zusammen.

      Klar, es ist eine Nationalmannschaft, die trainieren nicht das ganze Jahr zusammen... aber warum kriegen das andere Länder hin? Die Klasse wäre bei uns ja auch vorhanden, eigentlich haben wir ausser Knipsern so ziemlich alles.

      Für die EM bin ich zumindest nicht besonders positiv gestimmt.
      5 3 Melden
    • Amboss 04.06.2016 07:42
      Highlight @maett: Vielleicht ist ganz einfach das Konzept "Nationalmannschaftsfussball" nicht mehr zeitgemäss. Mir scheint, das Niveau ist generell bedeutend tiefer als im Clubfussball. Ich denke, im heutigen Fussball braucht man ein System, muss Abläufe trainieren, Rollen festlegen.
      All das geht bei der Nati nicht.


      Ich denke, andere Nationen bringen es einigermassen hin weil sie entweder einfach viel die besseren Spieler haben (unsere sind nur durchschnittlich) oder einen Ausnahmekönner, um den sich alles dreht (haben wir auch nicht)
      -
      2 4 Melden
    • bobi 04.06.2016 08:23
      Highlight @ Maett. Ich habe das Gefühl, dass die negativen Berichte der Medien (nicht diese über die Leistungen) der Nationalmannschaft auch ein Stück weit geschadet haben. Dr unbändige Siegeswille fehlt mit manchmal auch. Aber jetzt folgt die EM und somit auch die entscheidende Phase. Bei den Positionen fehlt uns ein gutes IV Duo (Klose ist gut, rest schlecht oder zu Unkonstant), ein typischer 10er (Spielmacher) und wie von Ihnen bereits gesagt ein Knipser. Letztlich alles sehr wichtige Positionen. Nichts desto trotz bin ich zuversichtlich für die EM.
      1 0 Melden
    • Maett 04.06.2016 10:29
      Highlight @bobi: ich denke auch, dass die Medienberichterstattung ein Problem ist!

      Und mit Klose und Lustenberger hätten wir eine tolle IV, nur weil sie nicht aufgeboten wurde (die Geschichte mit Lustenberger hat übrigens zwei Seiten), haben wir dort nicht automatisch ein Problem. Höchstens damit, dass nicht die Besten zwei spielen. Aber ich denke dass die Backups auch einigermassen funktionieren werden (zumal der sich völlig ausser Form befindliche Senderos nun doch nicht nominiert wurde).
      2 0 Melden
    • fabianhutter 09.06.2016 11:59
      Highlight @Amboss: Das war doch schon immer so, dass ein guter Club besser war als jede Nationalmannschaft. Zum einen weil ein Club die Spielertypen aussuchen und so eine passende Mannschaft zusammenstellen kann und zum anderen weil sie das ganze Jahr über miteinander trainieren.
      Und du hast auch recht, wenn du spielerisch guten Fussball sehen willst, dann schau Championsleague...

      Bei der Nati geht es, zumindest für mich, um Emotionen, Spannung und dann sind mir gute Ergebnisse an der EM dann auch viel wichtiger als ein schönes Spiel.
      1 0 Melden
  • fuegy 03.06.2016 17:00
    Highlight Für mich wird zuviel erwartet von der Schweizer Nati. Wenn's gut läuft werden die Spieler und der Trainer übereuphorisch gefeiert und die Erwartungen an das Team sind die gleichen wie bei der Deutschen Nati. Was m.M.n. zuvuel ist. Dementsprechend tief ist der Fall, wenn's mal nicht so läuft und das Nati Team wird "verrissen". Wir Schweizer sollten zufrieden sein als solch kleines Land eine erfolgreiche Nati zu haben, welche uns regelmässig an diesen Turnieren vertritt. Den 1/8 Final zu erreichen ist schon sehr gut und sollte uns stolz machen, nicht den 1/4 Final als selbstverständlich nehmen.
    41 5 Melden
  • BLCNY 03.06.2016 16:55
    Highlight Bin gespannt wie die Tessiner heute so drauf sind. Kann mir gut vorstellen das die Stimmung in Lugano besser sein wird als in der Deutsch-schweiz, was halt auch an der Mentalität liegen könnte😁
    Der Deutschweizer braucht halt länger bis er aus sich raus kommt, das sieht man auch häufig an Konzerten!
    13 7 Melden
  • Santale1934 03.06.2016 16:40
    Highlight Starker Text! Danke!

    24 6 Melden
  • bobi 03.06.2016 16:24
    Highlight Unterschreibe ich zu 110 %. Die Fanszenen in der Schweiz sind zum Teil gesanglich gut, singen 90 Minuten lang. Keine Spur davon bei Spielen der Nationalmannschaft. Ob es eventuell am Kantönligeist liegt?
    50 6 Melden
    • maxi 03.06.2016 16:35
      Highlight Liegt wohl daran das ich bestimmte spieler nicht ausstehen kannund deshalb der nati fernbleibe (1-2 away games um den länderpunk zu machen pro kampange). Sehe halt bigott nicht ein wieso ich spieler jahr für jahr verfluche aber bei ein par spielen untetstützen soll!
      18 13 Melden
    • The fine Laird 03.06.2016 17:02
      Highlight Ich hätte eine Erklärung. Warum sollte man Spieler, welche deinem Rivalen gehört und man hasst, plötzlich mögen nur weil es EM bzw. WM ist?
      22 10 Melden
    • bobi 03.06.2016 17:26
      Highlight Ich verstehe durchaus, dass man gewisse Spieler nicht mag. Ganz besonders diese des Erzfeindes. Aber mag jemand alle Spieler des eigenen Teams? Denke nicht! Zudem unterstützt man die Nati / Schweiz und nicht einen einzelne Spieler.
      15 8 Melden
    • Mate 03.06.2016 17:32
      Highlight Ich verstehe euren Punkt, es gibt auch für mich Spieler die ich nicht mag. Aber dann unterstütze ich halt die Schweiz und nicht einen einzelnen Spieler. Das schafft jedes Land ausser der Schweiz, springt über euren Schatten, Leute!
      19 5 Melden
    • Der Beukelark 03.06.2016 17:58
      Highlight Ihr hasst wirklich Spieler nur weil sie bei einem anderen Verein spielen? Das ist ja noch fast einheschränkter als bei Leuten die den Migrationshintergrund beklagen. Come'on Guys, kann doch nicht euer Ernst sein.
      21 24 Melden
    • The fine Laird 03.06.2016 18:17
      Highlight Nun ich bezog mich auf User bobis Kommentar betreffend den Fans welche 90 Minuten singen. Genau diese Fans sind ja die Fanatiker der Klubs und darum habe ich meine Erklärung dazu beigetragen. Natürlich wird es wohl noch einige Gründe geben. Warum, weshalb und wiso.
      10 1 Melden
    • satyros 03.06.2016 20:23
      Highlight Klubfans und Natifans haben wenig miteinander zu tun. Ist glaub fast überall auf der Welt so. Bei Spielen der argentinischen Nati wird auch weniger gesungen als in der Liga. Einfach auf einem ganz anderen Niveau.
      6 0 Melden
    • bobi 04.06.2016 08:25
      Highlight @ Satyros. Ist schon so. Das traurige ist das für die Nati nicht mal richtige Fangesänge existieren 😁
      3 0 Melden
    • maxi 04.06.2016 08:51
      Highlight Wieso kreiert ihr den nicht welche?


      Ich meine es kann ja nicht auch noch die aufgabe von club fans sein euch bei länderspielen zu unterhalten...
      4 0 Melden
  • Nosgar 03.06.2016 16:17
    Highlight Guggenmusik aus den Stadien zu verbannen wäre schon mal ein guter Anfang.
    80 24 Melden
    • Der Beukelark 03.06.2016 17:59
      Highlight ...Kuhglocken und Kuhhörner gleich mit.
      27 10 Melden
    • Quentin Aeberli 03.06.2016 20:33
      Highlight Die Guggenmusik braucht es aus meiner Sicht ja auch nicht. Aber in unserem Zustand war's halt die beste Variante an diesem Abend;)
      11 3 Melden
    • Jol Bear 03.06.2016 21:47
      Highlight Die einen hassen Guggenmusik, andere Schweizerfahnen, andere können mit Secondos nichts anfangen, andere regen sich auf, wenn der Trainer in der italienischen Landessprache redet, es wird über hohe Spielersaläre gemotzt. Die Schweiz ist eben eine nivellierte Zweckgemeinschaft, man arrangiert sich im Kompromiss: Es sind zwar Zuschauer im Stadion, diese applaudieren gelegentlich, wenns nicht läuft wird etwas mehr genörgelt als sonst, Emotionen sind insgesamt austariert. Dafür gibts nach den Natispielen keine Krawalle oder Autokorsos. Gibt ja gewollt auch nie Anlass dazu.
      6 0 Melden

Herr und Frau Mötzli, können wir uns nicht einfach mal freuen?!

Die Schweiz schlägt Serbien hochdramatisch 2:1. Schlagzeilen machen aber die Doppeladler beim Jubel von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri. Die Gesten waren unüberlegt und unnötig. Aber auch verständlich für Spieler, bei denen sich so viel um Identität und Zugehörigkeit dreht.

Als sich Xherdan Shaqiri nach seinem 2:1 in der 90. Minute gegen Serbien dazu entschied, seine Hände zum Doppeladler zu formen, da wurde er innert Sekunden vom Helden zum Deppen. 

Zumindest für ganz viele Schweizer Fans. Die Freude über den Sieg wurde schnell gedämpft. Dürfen sich Schweizer da überhaupt noch freuen? Das war doch Hochverrat!

Zum Glück, so muss man fast sagen, haben Shaqiri und Xhaka mit dem Doppeladler für einen kleinen Skandal gesorgt. Sonst, man stelle sich vor, hätten …

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