Sport

Die Schweizerinnen begeistern in Südkorea. Bild: KEYSTONE

Darum ist die Bodycheck-Regel im Frauen-Eishockey ein totaler Witz

Das olympische Eishockeyturnier der Frauen macht auch dieses Jahr wieder Spass. Ein Makel haftet dem Event allerdings noch an: Die Frauen dürfen keine Checks austeilen. Unverständlich.

13.02.18, 09:08
Adrian Bürgler
Adrian Bürgler

Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft macht derzeit viel Freude. Nach dem 8:0-Spektakel gegen zugegebenermassen schwache Koreanerinnen lässt das Team von Daniela Diaz einen 3:1-Sieg gegen Japan folgen und sichert sich damit die Teilnahme in den Viertelfinals.

Florence Schelling zeigt sich erneut in absoluter Topform hält heute 37 von 38 Schüssen auf ihren Kasten. Der Sturm mit Alina Müller und Lara Stalder kann auch die gegnerischen Reihen gehörig durchwirbeln. Man darf, wenn alles zusammenpasst, gar von einer Medaille träumen.

Florence Schelling brilliert. Bild: EPA/EPA

Auch sonst begeistert das Frauenturnier bislang. Die Spiele ohne koreanische Beteiligung sind jeweils umkämpft. Selbst die Favoriten USA und Kanada marschieren nicht einfach durch. Die Amerikanerinnen müssen gegen Finnland lange zittern und Russland hält gegen Kanada anständig mit.

Doch ein Umstand nimmt dem Turnier seinen Glanz. Es ist einer der Hauptgründe, weshalb das Fraueneishockey vielerorts immer noch belächelt wird: Bodychecks sind immer noch nicht erlaubt.

Und diese Tatsache ist gelinde gesagt lächerlich. Es gibt keinen vernünftigen Grund, weshalb Checks bei den Frauen nicht erlaubt sind. 1990, an der ersten Frauen-WM der Geschichte, waren Bodychecks noch erlaubt. Doch damals waren Kanada und die USA nicht nur spielerisch, sondern auch physisch derart überlegen, dass sie das Turnier von A bis Z dominierten.

Körperkontakt ist erlaubt, Checks allerdings nicht. Bild: EPA/EPA

Also entschieden die Verantwortlichen beim Internationalen Verband, die Checks aus internationalen Turnieren zu verbannen – auch um Verletzungen vorzubeugen.

Checks gehören zum Hockey

Die Zeiten haben sich geändert. Auch das Eishockey ausserhalb Nordamerikas ist mittlerweile stark genug, um eine physische Komponente hinzuzufügen. Schliesslich verbietet man den Frauen im Volleyball auch nicht zu springen. Weibliche Golfer müssen ihren Parcours auch nicht zu Fuss absolvieren, während die Männer im Golfcart herumbrausen.

Genau so absurd ist es übrigens, dass Frauen (von Männern bestimmt) einen vollen Gesichtsschutz tragen müssen, während die Männer bei der Wahl ihres Visiers frei sind. Aber ich schweife ab. 

Checks gehören zum Eishockey – auch bei den Frauen. Denn den Frauen fehlt heutzutage eine Möglichkeit, die Gegnerin ohne Stockeinsatz von der Scheibe zu trennen. Das Resultat: Viele Stockschläge und Haken.

Auch bei den Damen geht es so richtig zur Sache. Video: YouTube/KopiCampur

Tatsächlich könnten Checks teilweise sogar helfen, Verletzungen zu verhindern. Da sie nie mit einem ernsthaften Check rechnen müssen, haben viele Spielerinnen den Kopf noch unten. Da es aber dennoch teilweise zu Kontakten kommt, ist die Gefahr von Hirnerschütterungen ziemlich gross. Lernen auch die Mädchen von Anfang an einen Check «zu fressen», können Verletzungen reduziert werden.

Umfrage

Sollen Bodychecks im Frauen-Eishockey erlaubt werden?

2,689 Votes zu: Sollen Bodychecks im Frauen-Eishockey erlaubt werden?

  • 89%Ja
  • 7%Nein
  • 4%Weiss nicht.

Zu guter Letzt würde das Erlauben von Körperchargen auch den Schiedsrichterinnen das Leben erleichtern. Aktuell sind Berührungen ein riesiger Graubereich. Teilweise wird jeder Kontakt gepfiffen, manchmal wird vieles laufen gelassen. Eine konkrete Regel würde es den Unparteiischen erlauben, eine klare Linie durchzuziehen.

Es ist höchste Zeit, das Spiel attraktiver und fairer zu machen, und auch den Frauen Checks zu erlauben.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schrödingers Katze 13.02.2018 23:32
    Highlight 7) Unsere Girls haben in Sotschi sensationell Bronze geholt. Trotz Versprechungen des Verbandes hat sich seither im Frauenhockey leider noch zu wenig getan. Besonders nicht an der Basis (Nachwuchs & Frauenliga). Ohne starke Basis wird es auch zukünftig schwer sein, mit den USA & Kanada auf Augenhöhe zu spielen.
    Ich drücke unserer Frauennati die Daumen und ziehe achtungsvoll meinen Hut vor den Ladies, die so viel Zusatzaufwand betreiben, um auf diesem Niveau spielen zu können. Alleine mit den Strukturen des CH-Frauenhockeys würde es leider kaum dazu reichen.

    So... jetzt bin ich fertig =)
    2 1 Melden
    • Raffaele Merminod 14.02.2018 08:55
      Highlight Die Frauennati hat soeben die Schwedinnen geschlagen und ist Gruppensieger. Sie sind auf Medaillenkurs.
      Und man liest fast nichts davon.
      Dafür gibt es ellenlange Berichte online und am Radio über die abgesagten Skirennen.
      Versteh das irgendwie nicht.
      5 0 Melden
    • Adrian Buergler 14.02.2018 09:38
      Highlight Hallo liebe Userin,
      Danke für deine ausführliche Meldung. Ich verstehe deine Meinung sehr gut. Ich denke auch nicht, dass Checks von einem Tag auf den nächsten eingeführt werden könnten. Wie du gesagt hast, eine korrekte Ausbildung ist dafür sehr wichtig.

      Allerdings denke ich nicht, dass das Problem der Hirnerschütterungen mit der Abschaffung von Checks gelöst wird. Den bei einem korrekten Check (Schulter an Schulter) kommt es normalerweise nicht zu einer Hirnerschütterung. Stattdessen sollten irreguläre Checks stärker Bestraft werden.
      1 1 Melden
    • Adrian Buergler 14.02.2018 09:39
      Highlight Aber eben, das ist nur meine Meinung und erst noch die eines Mannes. Die Spielerinnen und Trainerinnen weltweit sollten selbst entscheiden dürfen, wie es in dieser Frage weitergeht.
      2 0 Melden
    • Schrödingers Katze 14.02.2018 11:40
      Highlight Lieber Adrian
      Vielen Dank für deine Antwort. Über die Checks kann man geteilter Meinung sein, ist völlig legitim. Wo wir uns aber einig sind, ist, dass alles mit einer besseren Ausbildung steht oder fällt. Und da gehts leider nicht ohne die Männer. Finde es deshalb toll, dass du als Mann über das Frauenhockey schreibst und auch für unsere Selbstbestimmung einstehst =)
      1 0 Melden
    • supi 15.02.2018 10:06
      Highlight @Schrödingers Katze
      Stimmt der Verband hätte definitiv mehr tun können/müssen ... auch wenn sich dort die Awareness (und damit auch verschiedene Dinge) bezüglich Frauenhockey verbessert hat.

      Vergleicht man mit FIN so haben die seit 10 Jahren 300 % Stellenprozente für die Frauen im Verband. In der SUI sind es durch Diaz seit 18 Monaten 100 %, dazu kommen ab diesem Jahr CHF 50'000.- Frauenlabel-Entschädigung für alle 44 Frauen-Teams ! = d.h. 1100.- entspricht ca. 2 % des jährliche Budgets eines C-Teams ...
      Vergleich: Beim Elite Label kriegen 12 Junioren-Teams 1,5 Mio. !?
      0 0 Melden
    • supi 15.02.2018 10:11
      Highlight @Schrödingers Katze

      Positiv zu vermerken sind die Aktivitäten in den Clubs seit 2014 in Zahlen:
      +24 % Lizenzen bei den Mädchen/Frauen ... mehr Mädchen im Nachwuchs (Sotschi Effekt?)

      + 37 % mehr Frauenteams in der C-Liga ...
      durch Freiwillige und "Nimmermüde" die ihren Beitrag leisten..

      BRAVO !

      0 0 Melden
  • Schrödingers Katze 13.02.2018 23:26
    Highlight 6) In einem Punkt hast du aber recht. Im Frauenhockey wird leider sehr viel von den Männern bestimmt. Um unser Spiel auf das nächste Level zu heben, brauchen wir mehr Mädchen, die Hockey spielen und die im Nachwuchs gut ausgebildet werden. Für beides sind wir auf die Mithilfe der Männer angewiesen, da wir zu wenige sind, um eigene Nachwuchsmannschaften bilden zu können. Ohne ein aktives Engagement der Männer fürs Frauenhockey wird die Entwicklung weiter so schleppend verlaufen.
    2 0 Melden
  • Schrödingers Katze 13.02.2018 23:25
    Highlight 5) Da ist bei den Männern sehr viel Gruppendruck dabei. Frag mal A und B Spieler, die nach 18 mit Vollgesichtsschutz gespielt haben, was sie sich auf dem Eis alles anhören und bieten lassen mussten deswegen. Aber ja…. Die Männer haben auch Jahrzehnte vor dem Helm bereits einen Tiefschutz getragen. Die Prioritäten scheinen also nicht unbedingt auf dem Gesicht zu liegen 😉
    Aber auch da scheint sich langsam ein Wandel abzuzeichnen. Im Team meines Bruders spielen praktisch Alle Ü18 noch mit Gitter. Was die Frauen betrifft, so ist mir bisher noch keine begegnet, die mit Halbplexi spielen möchte.
    4 0 Melden
  • Blue64 13.02.2018 23:25
    Highlight Bis zu den Elite Junioren dürfen Mädchen in einer Mannschaft mit Jungs spielen - die meisten lernen den regulären Check, austeilen wie einstecken!
    Frauen checken Frauen - warum nicht! Es wird dann genauso viel oder wenig passieren wie während der zB gemischten Novizen Top Zeiten.
    0 1 Melden
  • Schrödingers Katze 13.02.2018 23:25
    Highlight 4) Was das Visier angeht. Ich sehe keinen vernünftigen Grund, weshalb man nicht mit Vollgesichtsschutz spielen sollte. Auch bei den Männern. Bessere Sicht hin oder her. Die Jungs haben schon über 10 Jahre mit Gitter gespielt, bevor sie mit 18 aufs Halbplexi wechseln dürfen. Da scheint mit den Augen der Jungs mit 18 aber offenbar plötzlich etwas nicht mehr in Ordnung zu sein und sie sehen vom einen Tag auf den anderen nicht mehr richtig aus dem Gitter raus. Da braucht man dann uuuuunbedingt ein Halbplexi…. -.-
    Auch hier ist die Gefahr von Verletzungen sehr hoch, wäre aber einfach vermeidbar.
    6 0 Melden
  • Schrödingers Katze 13.02.2018 23:23
    Highlight 3) Auch im Schweizer Verband wird oder wurde dies diskutiert. In den unteren Ligen (3. &4.) gibt es offenbar Teams, die Mühe haben, genügend Spieler zusammenzukriegen, da viele Spieler wegen der geringeren Verletzungsgefahr in die Plauschliegen wechseln, wo Checks nicht erlaubt sind. Die Frauen haben leider ebenfalls notorisch mit schmalen Kadern zu kämpfen: Viele sind froh, wenn sie mit mehr als 2 Blöcken spielen können. Da fällt jede Verletzte stark ins Gewicht.
    4 1 Melden
  • Schrödingers Katze 13.02.2018 23:22
    Highlight 2) Ohne gute Ausbildung ist das Verletzungsrisiko (Hirnerschütterungen!!) nicht nur für Mädchen viel zu hoch. Hirnerschütterungen können lebenslange Folgen haben. Da muss es einfach zweitrangig sein, ob es für den Zuschauer spannender ist oder nicht. Gerade in einer Zeit, in der mit «Respect my Head» Kampagnen geführt werden, um Hirnerschütterungen zu verringern, ist es durchaus angebracht, über die Abschaffung des Checks auch für Männer zu debattieren. Kanada ist da schon weiter. Sie haben für die unteren Männer- und Nachwuchsligen den Check abgeschafft.
    5 0 Melden
  • Schrödingers Katze 13.02.2018 23:22
    Highlight 1) Lieber Adrian
    Mit deinem Artikel triffst du bei mir einen wunden Punkt. Sorry im Voraus für die vielen Posts 😉
    Ich sehe das Ganze nämlich überhaupt nicht so. Als langjährige Eishockeyspielerin und Trainerin sehe ich diverse Gründe, die gegen das Checken bei Frauen (Und teilweise auch bei Männern) sprechen. Sie haben alle mit der Verletzungsgefahr zu tun. Mädchen sind leider in vielen Clubs immer noch "minderwertig" (werden ja nie in der 1. Mannschaft spielen) und werden deshalb in der Ausbildung öfters vernachlässigt. Checks geben und annehmen muss aber gut gelernt sein!
    http://-
    4 0 Melden
  • Raffaele Merminod 13.02.2018 18:58
    Highlight Also ich finde dieses Eishockey ohne Bodycheck eigentlich ganz toll. Mir fehlt das jetzt nicht.
    15 10 Melden
  • Sarah Bühler 13.02.2018 17:07
    Highlight Das liegt daran, dass der Altersunterschied beim Fraueneishockey viel grösser ist als bei Männern. Frauen dürfen schon ab 12 Jahren in einer Frauenmannschaft mitspielen und dort spielen sie gegen solche die massiv älter sind und dementsprechen schwerer und grösser.
    Ich spiele auch in einer Frauenmannschaft und wäre einverstanden, dass Checks erlaubt wären aber ich hätte auch bedenken wenn ich einen Check gegen eine 12 Jährige und 2 Köpfe kleineres Mädchen machen müsste.
    Wenn das Mindestalter für das Frauenteam auf das Alter wo man im Nachwuchs Checks ausüben darf erhöht wäre sind Checks gut.
    27 5 Melden
  • supi 13.02.2018 16:47
    Highlight Lese ich die Posts hier könnte man meinen Eishockey besteht nur aus Bodycheck. Doch mit einem Bodycheck hat noch nie jemand ein Tor gemacht.
    In Wirklichkeit lieben wir die alle die schönen Spielzüge: Laufen - Passen - Schiessen - und das ist es was Fraueneishockey uns zeigt !
    Für was braucht es den Bodycheck? Ich störe den gegn. Spielaufbau oder nehme dem Gegner den Puck weg.
    Die Frauen müssen diese Situation (ohne Bodycheckmöglichkeit) anders d.h. intelligenter lösen!

    Fussball, Eishockey, Tennis sind immer ein anderer Spoirt wenn es Frauen ausüben. Stoppen wir die negativen Vergleiche :-)
    17 29 Melden
    • riqqo 13.02.2018 17:24
      Highlight Schaust du auch Hockey?
      Genaue Checks können schnell einen Gegenangriff einleiten, der dann mit Laufen, Passen und Schiessen zu einem Tor führt.
      Zudem gibts im Frauen-Hockey einfach eher ein Hacken, Stockschlag oder Halten, weil man den Gegner nicht mit einem korrekten Check bremsen kann.
      15 4 Melden
  • Best of 7 13.02.2018 16:16
    Highlight Bin auch nicht dafür, dass es bei den Frauen so hart zugehen muss wie bei den Männer. Aber wenn diese sanfte Berührung mit dem Hintern wie gestern gegen Japan, als schon eine Schweizerin auf der Strafbank war, als Bodycheck auslegt wird, muss man sich schon überlegen, ob sie nicht lieber mit Wattebällchen um sich werfen wollen.
    16 5 Melden
  • alterecht? 13.02.2018 14:24
    Highlight Peinlicher Sexismus von alten Männern!
    19 35 Melden
  • Chatzegrat Godi 13.02.2018 13:06
    Highlight Und ich sage Euch, so wie die Regeln für die Frauen aktuell sind, ist es gut. Eventuell sind die Frauen der Zeit sogar etwas voraus.
    29 18 Melden
  • kupus@kombajn 13.02.2018 13:01
    Highlight Eigentlich bin ich grundsätzlich für die gleich Regeln für Männer und Frauen, es sei denn, unterschiedliche Regeln drängen sich aus medizinischen Gründen auf. Mann und Frau sind nun einmal nicht gleich gebaut. Und ich glaube, mich erinnern zu können, einmal gelesen zu haben, dass Frauen anfälliger für Hirnerschütterungen sind. Ausserdem neigen Frauen bei Hirnerschütterungen offenbar eher zu Langzeitschäden.
    12 17 Melden
  • Deutschi 13.02.2018 12:01
    Highlight Das ist schon korrekt so und andere Sportarten sollten sich anpassen

    Frauen Eishockey ist eine eigene Sportart!
    Frauen dürfen bei den Männern spielen

    Das ist doch genial der einzige Sport der Rücksicht auf Frauen nimmt und Sie fördert
    15 27 Melden
  • Kommentareschreiber 13.02.2018 12:00
    Highlight Also ich möchte nicht unbedingt lauter 100kg-Frauen beim Hockeyspielen zusehen. Und darauf käme es wohl heraus, wenn man checken erlauben würde...

    Ich ziehe das heutige technische, raffinierte Spiel vor. Abgesehen davon würde es wohl den Kreis der an diesem Sport interessierten Mädchen im Kindesalter (und deren Eltern) arg einschränken. Und das wäre Jammerschade für die kleine Sportnation Schweiz.
    19 31 Melden
    • kupus@kombajn 13.02.2018 12:55
      Highlight im Kindesalter spielen die Mädchen ohnehin mit den Jungs, und da ist das Körperspiel ab Stufe Moskito (Ausnahme Moskito B) erlaubt.
      21 5 Melden
    • Best of 7 13.02.2018 16:24
      Highlight 100 Kilo Frauen? Ich glaube, dass bei den Männern nicht 1% der Spieler über 100 Kilo sind. Also vollkommen absurd diese Aussage. Aber auch ich bin dafür, dass es nicht so hart wie bei den Männer sein muss. Aber deswegen muss man nicht gleich mit Fantasiezahlen kommen!
      18 7 Melden
    • ManuL 13.02.2018 17:09
      Highlight @Best of 7: Ich meinte das Durchschnittsgewicht in der NHL liegt bei knapp über 90kg. Von daher gibt es sehr wohl ein paar Spieler die über 100kg sind (z.B. Ovechkin)
      7 3 Melden
    • Best of 7 13.02.2018 18:02
      Highlight ManuL...das stimmt, und untermauert ja gleich meine Aussage, dass die wenigsten Spieler über 100 Kilo sind!
      5 7 Melden
  • c_meier 13.02.2018 11:45
    Highlight sollte man dies nicht den Frauen und den zuständigen Fachorganisation der IIHF überlassen wie sie das haben möchten?

    ich denke nicht, dass dies ein Durchschnittszuschauer beurteilen kann, der Frauen-Eishockey an Olympischen Spielen schaut, aber sonst während dem Jahr kein Liga-Spiel oder WM.
    37 3 Melden
  • UncleHuwi 13.02.2018 11:42
    Highlight Sehe ich auch so👍 Noch ein Frage dazu: Kann mir jemand sagen wieso der zweite Goalie auf der Bank die ganz Zeit die Maske an hat? Ist das Pflicht bei den Frauen?
    13 3 Melden
    • supi 13.02.2018 13:12
      Highlight Ja .. International Pflicht .. Event. Neu auch bei den Männern ?
      3 1 Melden
    • ta0qifsa0 13.02.2018 17:07
      Highlight Das wird auch in der Schweiz auf fast allen Juniorenstufen schon so gehandhabt. Man darf davon halten, was man will..
      4 0 Melden
  • CDickson 13.02.2018 11:31
    Highlight Ich sehe zwar keinen logischen Grund für diese Zusatzregeln, trotzdem finde ich das Frauenspiel attraktiv und schaue an Olympia gerne zu. Frauen messen sich mit Frauen und nicht mit Männern und die gleichen Regeln machen es nicht per se besser.

    Interessant ist ja, dass der Trend in der NHL Richtung "softer" geht:

    Weniger Enforcer, weniger Fights, härtere Disziplinarstrafen, Visorpflicht, das Spiel wird immer schneller und technischer und vom medizinischen Erkenntnisgewinn von langzeitschäden von Hirnerschütterungen und deren juristischen Konsequenzen müssen wir gar nicht sprechen.


    24 2 Melden
    • chnobli1896 13.02.2018 12:06
      Highlight Es ist eine gute und logische Entwicklung in der NHL. Nur schon aufgrund der zu erwartenden Schadensersatzforderungen von ehemaligen Spielern in den nächsten X Jahren.
      11 2 Melden
  • kanu 13.02.2018 10:52
    Highlight Finde eher das Gegenteil richtig, Männer müssten auch so spielen. Bei den Männer gibt es genau so viele Strafen für Hacken usw., ist ein absurdes Argument, es gäbe dann weniger Halten, Hacken.
    Es gibt bei den Frauen (wie im Unihockey) genügend Kontakt, man muss einfach vor dem andern die Banden zu machen.
    32 22 Melden
    • gupa 13.02.2018 11:38
      Highlight Fand es mühsam zum schauen, da das Spiel ohne Checks wirklich ein bisschen absurd wird. Komme auch aus dem Unihockey und finde dort wird mehr Körpereinsatz erlaubt, was fürs Fraueneishockey sicher auch machbar wäre. Die krachenden Checks mit Anlauf könnte man immer noch ahnden.
      14 8 Melden
    • pirifi 13.02.2018 13:59
      Highlight Denke auch, dass sich eine Regel wie im Unihockey eignen würde. Mehr Körperkontakt/Checks bringt noch etwas mehr Spannung ins Spiel.
      Schulter = zulässig
      Stock, Knie, Hüfte = unzulässig
      9 2 Melden
  • Entenmann 13.02.2018 10:39
    Highlight Der Golfcart-Vergleich hinkt wohl, denn meines Wissens sind solche Wägelchen bei ernsthaften Wettkämpfen ohnehin nicht zugelassen.

    Ansonsten gebe ich dem Verfasser absolut Recht. Ein weiteres Argument für die Abschaffung des Checkverbots ist, dass die talentierten Mädchen nicht selten parallel mit männlichen Junioren und in Frauenmannschaften spielen und sich daher immer wieder auf die unterschiedlichen Regeln einzustellen haben.
    17 7 Melden
  • Goon 13.02.2018 10:29
    Highlight Sehe ich auch so.

    Aber würde mich dann Fraueneishockey mehr interessieren? Nicht wirklich.


    24 36 Melden
  • What’s Up, Doc? 13.02.2018 10:25
    Highlight "Genau so absurd ist es übrigens, dass Frauen (von Männern bestimmt) einen vollen Gesichtsschutz tragen müssen, während die Männer bei der Wahl ihres Visiers frei sind. Aber ich schweife ab." Nein du schweifst nicht ab! Das ist genau der gleiche Blödsinn, als ob die Frauen nicht wüssten welche Risiken ein Spiel ohne Gitter birgt. Der Verband soll solche Entscheidungen den Frauen überlassen, die Männer dürfen ab 18 auch ohne Spielen.
    51 8 Melden
    • Mclovin 13.02.2018 15:08
      Highlight Ich glaube es wäre nicht sehr förderlich für das Fraueneishockey,würde man offene Visiere erlauben.Keiner will ausgeschlagene Zähne,Gesichtsverletzungen oder Schwere Hirnerschütterungen bei Frauen sehen.Da überlegen sich Eltern zweimal ob sie ihre Tochter fürs Eishockey anmelden sollen.Zudem ist das nicht Fernsehtauglich.
      8 23 Melden
    • What’s Up, Doc? 14.02.2018 11:19
      Highlight "Keiner will ausgeschlagene Zähne,Gesichtsverletzungen oder Schwere Hirnerschütterungen bei Frauen sehen." Und bei uns Männern ist das anders nur weil wir einen "Sack" haben? Die 50er lassen grüssen!
      0 0 Melden
  • naitsabeS 13.02.2018 10:12
    Highlight Frauen haben generell eine höhere Anfälligkeit für Gehirnerschütterungen. Die Nackenmuskeln können die Schläge den Kopf nicht gut stabilisieren. Im Basketball zum Beispiel: Bei gleichen Regeln kommen bei Frauen Gehirnerschütterungen häufiger vor als bei Männern.
    Hockey ist sowieso schon ein Sport bei dem Gehirnerschütterungen ein massives Problem und ich finde es sinnvoll, möglichst viel zu unternehmen um dem vorzubeugen.
    Natürlich sind deswegen Frauen- und Männerhockey unterschiedliche Spiele, aber ich schaue genau so wenig Damenhockey für die harten Checks wie Damenbasketball für die Dunks.
    39 5 Melden
  • samy4me 13.02.2018 10:02
    Highlight Ich fände eine Anpassung dieser Regel auch gut. Ohne Checks ist Eishockey halt schon nicht dasselbe. Aber wie stehen die Spielerinnen selber zu dieser Sache? http://I
    9 11 Melden
    • Adrian Buergler 13.02.2018 10:38
      Highlight @samy4me: Unter den Spielerinnen gibts es geteilte Meinungen. Kleinere, leichtere Spielerinnen sind eher gegen eine Einführung. Grössere, kräftigere Athletinnen eher dafür.
      18 4 Melden
    • Joe Smith 13.02.2018 13:19
      Highlight @Bürgler: Vermutlich haben Sie gar nicht bemerkt, dass Sie mit Ihrer Antwort soeben das beste Argument für die Beibehaltung dieser Regeln geliefert haben. Werden Checks zugelassen, müssen sich Frauen unter 1.80cm Länge und 100kg Masse eine andere Sportart suchen, da sie dann auf dem Eis keine Chance mehr haben. Wollen Sie das wirklich?
      10 9 Melden
    • Adrian Buergler 13.02.2018 13:25
      Highlight @Joe Smith: Das stimmt so nicht. Nur weil im Eishockey Checks zugelassen sind, sind kleinere Spieler nicht chancenlos. Bestes Beispiel sind Martin St. Louis, aktuell Denis Malgin oder Lino Martschini. Der Trend im Hockey geht so auch mit erlaubten Checks in die Richtung eines schnelleren, technischen Spiels.
      9 5 Melden
    • Connor McSavior 13.02.2018 13:31
      Highlight @Joe Smith: diese Aussage hinkt ziemlich. Wenn du Eishockey ein wenig verfolgst, dann sind dir die Namen Johnny Goudreau, Brad Marchand, Tyler Johnson und ganz besonders Patrick Kane bestimmt ein Begriff oder? Alles Weltklasse NHL Spieler (besonders, was ihre Technik betrifft), die aufgrund deiner Aussage in der besten Liga der Welt keine Chance haben dürften...
      7 6 Melden
    • Joe Smith 13.02.2018 15:31
      Highlight Sind die tatsächlich alle 1.60 gross und 45 kg schwer?
      6 8 Melden
    • Connor McSavior 13.02.2018 17:25
      Highlight Habe kurz und grob recherchiert: die Durchnittsgrösse von Team Canadas Frauenmannschaft ist etwas mehr als 1.70m. 1.60 wäre also 10 cm unter dem Durchschnitt. Die oben von mir genannten Spieler sind alle knapp 1.75m gross, der Durchschnitts-NHL-Spieler war 2015 1.85m gross, also 10 cm grösser.
      Das sollte deine Frage beantworten ☺
      4 0 Melden
    • Hallo22 13.02.2018 17:36
      Highlight @joe smith Martin St. Louis war nur 173 gross und 82 kg schwer und buchte in seiner besten Saison in der NHL in 82 Spielen 102 Punkte. Lino Martschini (EV ZUG) ist noch kleiner und nur 66 kg schwer und spielt trozdem ziemlich gut. Ja ich weiss er ist kein Playoffspieler aber trozdem hat er in bisher allen Playoffs für Zug im Schnitt 0.78 Punkte pro Spiel gemacht....
      3 0 Melden
    • Hansruedi @Charlotte 13.02.2018 20:51
      Highlight @joe smith: Grösse, Gewicht, Physis sind Elemente, aber nicht alle.

      Anfang der Neunziger (1991) kam Pawel „the Russian Rocket“ Bure in die NHL (damals noch eine ziemliche Rumpelliga, mit Goons und allem was dazu gehört). Er war mit seinen unterdurchschnittlichen 178 cm 14 Jahre in der Liga, 91 „Rookie of the year“ und 3x Liga Topscorer.

      Sein Speed war für damalige Verhältnisse unglaublich und genau das ist der Punkt: was nützt es deine Gegner, wenn sie einen Kopf grösser sind, dich aber nicht erwischen?!
      Das physische Spiel gehört zum Hockey, sonst kannst du ja gleich zum Fussball:-)
      3 2 Melden
  • marhu13 13.02.2018 09:40
    Highlight Betreffend Visier ist es echt ein wenig lächerlich das sie dies nicht selbst bestimmen dürfen. Betreffend checks: Ich denke es kommt dem Spiel sogar zu gute das sie keine austeilen dürfen. Das Spiel wird flüssiger, es wird weniger dump and chase gespielt (diese Methode finde ich zum zuschauen sehr unattraktiv) stattdessen wird der Weg zum Tor über Passspiel gesucht.

    In der Plauschliga in der ich spiele wurde auch auf Frauenregeln gewechselt, und siehe da, der Spielfluss, das Niveau, insbesondere das technische, wurde besser und das ganze ansehnlicher.
    98 57 Melden
    • Bonzino 13.02.2018 10:26
      Highlight Genau richtig gesehen. Für mich ist das nicht geil, wenn eine Frau an die Bande geknallt wird. Im Spiel ok. Das Spiel der Schweizerinnen gegen Korea war richtig gut anzuschauen. Es lief was.
      21 2 Melden
    • supi 13.02.2018 10:27
      Highlight Für mich gilt:
      - ohne Bodycheck = technisches Eishockey, viele Zuschauer mögen dies
      - mit Bodycheck = geht es nur noch um die Physis, wer ist bulliger und kräftiger ... doch die Frauen werden nie Männereishockeyaner sein, deshalb diese Regel belassen ;-)

      Richtig ist der Punkt mit der Anspannung, im CH-Frauenhockey gibt es viele Hirnerschütterungen z.B. Sara Benz 2,5 Jahre Dauer bis sie wieder zurück war.
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    • Luzi Fair 13.02.2018 13:35
      Highlight No Check = no hockey

      Dump & Chase unattraktiv? Schau mal NHL und dann reden wir wieder darüber.
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    • DäPublizischt 13.02.2018 13:48
      Highlight Fussball wäre mit Banden anstatt Seitenlinien auch flüssiger und für den Zuschauer attraktiver. Man würde damit allerdings einen essentiellen Teil des Fussballs grundlegend verändern. Das soll nicht so sein!

      Zum Eishockey gehören Checks dazu! Und die Gitterpflicht (oder Vollplexi) zeigt, dass es den Entscheidungsträgern dabei nicht darum geht, den Sport attraktiver zu machen.
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    • alterecht? 13.02.2018 14:29
      Highlight Es ist trotzdem sexistisch.. oh das schwache Geschlecht spielt auch dann nehmen wir mal Härte raus... beim Visier bin ich andere Meinung Vollvisierpflicht auch bei den Männern.. Schluss mit dem peinlichen Machogehabe von wegen ein richtiger Mann braucht das nicht..
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    • Stogge 13.02.2018 14:33
      Highlight Deine Plauschliga in Ehren, aber es ist schlicht nicht der gleiche Sport ohne Checks. Bei euch wird es wohl auch eher "schlechte" Schlittschuhläufer haben. Wir sprechen aber hier von ausgebildeten Eishockeyanerinnen, welche Checks sehr gut annehmen und austeilen könnten.

      Die Frauen können inzwischen so gut Eishockey spielen, dass es diese Regel nicht mehr braucht. Bin aber keine Frau, diese sollten dies auch selbst bestimmen dürfen.
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  • raues Endoplasmatisches Retikulum 13.02.2018 09:22
    Highlight Sehr Richtig, die Zusatzregeln bei den Frauen machen wenig Sinn.
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  • Waldorf 13.02.2018 09:15
    Highlight Ist in etwa wie wenn man beim Frauenboxen Gesichtstreffer untersagen würde.
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    • Salettispaghetti 13.02.2018 09:30
      Highlight haha..guter vergleich!
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    • HCAP Ducky Book 13.02.2018 10:26
      Highlight Beim Boxen könnten auch das Gesicht verunstaltet werden. Beim Eishockey haben sie ja dafür Gitter.
      Bezüglich den Bodychecks musste ich gestern gegen Japan schmunzeln, als die Schweizerin mit dem Allerwertesten ein bisschen ausgefahren war.
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    • Waldorf 13.02.2018 13:05
      Highlight Kommen wir nun zu den Gittern...
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    • supi 13.02.2018 16:48
      Highlight Schlechter Vergleich, kann nicht verglichen werden
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    • Waldorf 13.02.2018 17:34
      Highlight Habs trotzdem gemacht. Thihi.
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Auf diese 5 Spieler muss die Schweiz gegen Kanada besonders aufpassen

Heute startet die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft der Männer mit dem Spiel gegen Kanada ins olympische Turnier. Dem sonst übermächtigen Gegner fehlt ohne die NHL-Stars jeglicher Glanz. Dennoch haben die Kanadier gefährliche Spieler dabei.

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