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ARCHIV - ALS VORSCHAU AUF DIE SKI ALPIN SAISON 2017/18 STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Die Schweizer Skirennfahrerin Lara Gut, aufgenommen im Training, am Mittwoch, 19. Oktober 2016, auf der Diavolezza, Pontresina. Die Schweizer Skifahrer treten kommendes Wochenende zum ersten Weltcup der Saison in Soelden, Oesterreich, an. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Gut beim Training auf der Diavolezza. Bild: KEYSTONE

«Lara ist ein Rennpferd. Wenn sie startet, wird sie auch voll fahren. Aber …»

Überraschend frühes Weltcup-Comeback von Lara Gut: Die Tessinerin kehrt nach ihrer schweren Knieverletzung nicht erst in einem Monat in Nordamerika zurück. Sie startet bereits heute beim Riesenslalom in Sölden. Was liegt drin?



Alle waren sie von einem Comeback Ende November in Killington ausgegangen. Umso mehr, als Lara Gut selbst vor Monatsfrist in Zermatt den Eindruck erwecken liess, dass sie in Sölden zwar schon vor Ort sein werde, allerdings nur für die Pressekonferenz ihres Ausrüsters am Donnerstag. Vom Samstag und dem Start zum Riesenslalom war damals keine Rede.

Sie habe nie über Sölden gesprochen, so Gut, die Gesamtweltcupsiegerin von 2016, «weil seit meiner Verletzung mein primäres Ziel war, stark zurückzukommen und mich nicht unter Druck zu setzen». In ihrem Hinterkopf dürfte die schnellere Rückkehr als zunächst angenommen aber immer einen gewissen Platz beansprucht haben.

Viel kürzere Vorbereitung als gewohnt

Das Ganze konkretisierte sich erst am Mittwoch, als Gut den Cheftrainer Hans Flatscher in die Comeback-Pläne einweihte. Da der Donnerstag als Trainingstag nicht infrage kam, wurde gestern ein Training im Engadin organisiert. Da die «vier, fünf Läufe» (Flatscher) auf der gewässerten Diavolezza wunschgemäss verliefen, entschloss sich die 26-jährige Tessinerin zum Start in Sölden. «Ich bin zurück», liess sie danach in den sozialen Medien verlauten.

Die Startnummern

Lara Gut hat die Startnummer 6 zugelost erhalten. Mit Kombinations-Weltmeisterin Wendy Holdener (Nummer 16) und der jungen Walliserin Mélanie Meillard (Nummer 17) verfügen zwei weitere der insgesamt sieben Schweizerinnen über eine gute Startposition.

Gut sagt, der Start in Sölden sei ihr wichtig, «um zu sehen, wie ich und mein Knie auf das Rennen reagieren. Diese Erfahrung wird mir während dem ganzen Winter helfen.» Klar sei aber, dass die Vorbereitungen auf den Gletscherprolog, den sie im Vorjahr und 2013 gewonnen hat, anders ausgefallen seien als sonst: «Normalerweise haben wir uns einen Monat lang auf Sölden vorbereitet.»

Flatscher seinerseits warnt davor, von Gut die gleiche Leistung wie im Vorjahr zu erwarten: «Lara ist ein Rennpferd. Wenn sie zu einem Rennen startet, dann wird sie auch voll fahren. Aber dieses Rennen in Sölden wird sie nicht gewinnen können.» Der Cheftrainer spricht deshalb für die 23-fache Weltcupsiegerin von einem «Rennen, welches dem Aufbau der weiteren Saison dient». Man könne sich immer fragen, wann der optimale Zeitpunkt für eine Rückkehr sei, so Flatscher. «Lara befindet sich definitiv im Zeitrahmen, der ein Comeback vertretbar macht.»

Gleich wieder ein gutes Gefühl auf dem Schnee

Gut hatte sich im Februar beim Einfahren für den WM-Kombinationsslalom in St.Moritz einen Kreuzbandriss und einen Meniskusschaden im linken Knie zugezogen. Anfang September nahm die 26-Jährige das Training auf Schnee wieder auf. Danach begab sie sich mit ihrem Privat-Team nach Valle Nevado. Für die Zeit in Chile war eigentlich nur freies Skifahren geplant. Doch nach einer Woche freiem Fahren begab sich Gut bereits wieder zurück zwischen die (Riesenslalom-)Tore.

Auch dabei hatte Gut gleich wieder ein gutes Gefühl. Dieses setzte sich im Oktober fort, die Trainings verliefen besser als geplant. Letzte Woche schob Gut einen Konditionsblock ein, die Woche zuvor hatte sie sich der Speed-Vorbereitung gewidmet. Dies zeige eindeutig, so Flatscher, dass sich seine Topfahrerin erst kurzfristig für den Start in Sölden entschieden habe. «Sonst hätte Lara sicher nicht dieses Vorbereitungsprogramm bestritten.» (ram/sda)

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Video: watson/Corsin Manser, Emily Engkent

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