Sport

Kambundji mit erster Schweizer EM-Sprintmedaille seit 1978 – auch Hussein holt Bronze

08.07.16, 19:03 09.07.16, 09:14

Es hat nicht sollen sein: Kariem Hussein kann seinen EM-Titel über 400m Hürden nicht verteidigen. Der Ostschweizer lag bis kurz vor Schluss auf dem zweiten Rang, wurde dann aber noch um vier Hundertstel vom Spanier Fernandez auf Platz 3 verdrängen. Der 27-Jährige notierte eine Zeit von 49,10 Sekunden. Neuer Europameister ist der Favorit Yasmani Copello Escoba, der für die Türkei startet.

Freude über Bronze bei Kariem Hussein.
Bild: KEYSTONE

Hussein ist mit Rang 3 der sechste Schweizer nach Fritz Schwab (10 km Gehen), Philippe Clerc (100 m/200 m), Meta Antenen (Fünfkampf/Weit), André Bucher (800 m) und Viktor Röthlin (Marathon), der an Europameisterschaften zwei Medaillen gewinnen konnte.

Mujinga Kambundji gewinnt die erste Schweizer Frauen-Medaille bei Europameisterschaften seit Anita Weyermann 1998 und die erste EM-Sprint-Medaille der Schweizerinnen der Geschichte und die erste der Nation seit Peter Muster 1978 über 200m. Die Schweizerin rettet zwei Hundertstelsekunden ins Ziel.

Die Bernerin wurde beim überlegenen Sieg der Niederländerin Dafne Schippers hinter der Bulgarin Ivet Lalova-Collio Dritte. Bei leichtem Gegenwind (0,2 m/s) wurde Kambundji in 11,25 Sekunden gestoppt.

Erste Spring-Medaille der Schweizer Frauen: Mujinga Kambundji (r.) holt Bronze über 100 Meter.
Bild: MICHAEL KOOREN/REUTERS

Alex Wilson qualifizierte sich für den EM-Final über 200m. Der 25-jährige Basler belegte im ersten Halbfinal bei starkem Gegenwind in 20,71 Sekunden den 2. Platz hinter dem Türken Ramil Guliyev. Wilson überzeugte bei der Entscheidung auf den ersten Metern, fiel dann aber auf den siebten Rang zurück und verpasste die Limite für Rio um 0,20 Sekunden. (fox/sda)

Alex Wilson steht im 200m-Final.
Bild: KEYSTONE

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