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epa05344173 Spanish Moto2 rider Luis Salom, of SAG Team, receives medical treatment after accident during the second training session held at the Circuit of Catalonia-Barcelona in Montmelo, Spain on 03 June 2016. The Catalonian Grand Prix will be held on 05 June 2016.  EPA/TONY ALBIR

Luis Salom wurde noch auf der Strecke behandelt, doch es nützte alles nichts. Bild: EPA/EFE

Moto2 trauert um Luis Salom: Der Teamkollege von Jesko Raffin stirbt nach schwerem Trainingssturz

Um 15.26 Uhr verunglückte Luis Salom im Moto2-Training zum GP von Katalonien, um 17.20 Uhr verkündete Dr. Giancarlo Di Filippo, medizinischer Chef des Weltverbandes FIM, dass der Spanier um 16.55 Uhr seinen Verletzungen erlegen ist.



Die Trauer im Motorrad-Zirkus ist gross. Der 24-jährige Spanier ist das erste Todesopfer seit dem Italiener Marco Simoncelli, der im Oktober 2011 in Sepang verunglückte. Gut ein Jahr zuvor starb mit dem Japaner Shoya Tomizawa ein Teamkollege des Schweizers Dominique Aegerter.

Luis Salom

Luis Salom wurde nur 24 Jahre alt.
bild: forum-gpmoto.com

Insgesamt starben 48 Fahrer in der Motorrad-WM seit 1949, unter ihnen auch die fünf Schweizer Ulrich Graf, Hans Stadelmann (beide 1977) sowie Michel Frutschi, Rolf Rüttimann und Peter Huber (alle 1983).

Mit 180 km/h in die Abschrankung

Mit Luis Salom traf es nun wieder einen Teamkollegen eines Schweizers. Der Zürcher Jesko Raffin, der am 12. Juni 20-jährig wird und wie Salom vom Schweizer Marco Rodrigo gemanagt wird, fährt seit diesem Jahr im gleichen SAG-Team.

Was war passiert? Eingangs der zweitletzten Kurve, einer der schnellsten auf dem 4,727 km langen Circuit de Catalunya, fuhr Salom bei rund 180 km/h geradeaus durchs breite Kiesbett und donnerte in die Abschrankung, wie ein (unscharfes) Video auf YouTube beweist. Offizielle TV-Bilder wurden noch keine zur Veröffentlichung freigegeben.

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Hier kracht Salom mit viel Wucht in die Bande.
YouTube/Endurance Racing Videos

Robin Mulhauser ist geschockt

Der erste Arzt war schon nach gut 30 Sekunden an der Unfallstelle. Der Kampf um das Leben von Salom hatte begonnen und das Training abgebrochen. Ein Transport mit dem Helikopter war nicht möglich, weil für die nötigen Rettungsmassnahmen zu wenig Platz zur Verfügung stand. Mit der Ambulanz wurde Salom ins rund 20 km entfernte General Hospital nach Barcelona gefahren, wo auch eine Notoperation nicht mehr helfen konnte. Mutter Maria Antonia und Manager Marco Rodrigo waren der Ambulanz im Privatauto gefolgt.

Auch der FC Barcelona trauert um Luis Salom.

Die verhängnisvolle Stelle

Vor zwei Jahren passierte an der gleichen Stelle ein praktisch identischer Unfall: Damals hatte der Italiener Niccolo Antonelli, am Freitag Trainingsschnellster in der Moto3, mehr Glück, weil er beim Aufprall nicht mit seiner Maschine kollidiert war.

Luis Salom begann seine 118 Rennen dauernde Karriere 2009 und fuhr fünf Saisons lang in der kleinsten WM-Kategorie. 2012 war er WM-Zweiter in der Moto3, ein Jahr später verpasste er den WM-Titel nur darum, weil er beim Saisonfinale in Valencia stürzte und so noch hinter seine Landsleute Maverick Viñales und Alex Rins zurückfiel.

Todesfälle in der Motorrad-WM seit 2000

2003 in Suzuka: Daijiro Kato (Japan)
2010 in Misano: Shoya Tomizawa (Japan)
2011 in Sepang: Marco Simoncelli (Italien)
2016 in Montmelo: Luis Salom (Spanien)

Nach dem Aufstieg in die Moto2 fuhr der neunfache GP-Sieger noch drei von insgesamt 25 Podestplätzen heraus, den letzten zum Saisonstart 2016 mit dem zweiten Rang hinter Tom Lüthi im GP von Katar. (sda/pre/rst)

Die Schweizer Moto2-Piloten 2016

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • teufelchen7 03.06.2016 21:28
    Highlight Highlight RIP :-(
    0 0 Melden
  • evo_enthusiast 03.06.2016 20:18
    Highlight Highlight RIP
    1 0 Melden
  • Amazing Horse 03.06.2016 17:28
    Highlight Highlight RIP. :(
    31 0 Melden
    • Hinkypunk 03.06.2016 21:12
      Highlight Highlight RIP

      Immer sehr tragisch wenn eine Sportart die man liebt jemandem den Tod bringt. Ich wünsche seiner Familie und seinen Freunden ganz viel Kraft.

      Mit einem Kiesbett wäre es wohl nicht so tragisch ausgegangen. I
      6 2 Melden
    • Schnurri 04.06.2016 00:16
      Highlight Highlight Öhm das ist ein Kiesbett? Trotzdem ist es Tragisch und zeigt auf was diese Fahrer unter anderem auch für unsere Unterhalrung riskieren!
      0 0 Melden
    • evo_enthusiast 04.06.2016 08:30
      Highlight Highlight Das ist Motorsport und natürlich auch Unterhaltung für uns, aber vor allem wollen sie gewinnen.
      0 0 Melden

Mit 180 Sachen auf der Rennstrecke – doch dann kommen die Vögel

Zwei Motorradfahrer sind mit 180 km/h auf einer australischen Rennstrecke unterwegs, als ihnen zwei Graureiher die Vorfahrt nehmen.

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