Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa05219041 Swiss Moto2 rider Thomas Luethi of the Garage Plus Interwetten team in action during a free practice session second day for the Motorcycling Grand Prix of Qatar at Al Losail International Circuit in Doha, Qatar, 18 March 2016. The 2016 MotoGP World Championship season's first race will be held in Doha on 20 March.  EPA/-

Tom Lüthi will endlich den WM-Titel.
Bild: -/EPA/KEYSTONE

Tom Lüthi: Endlich Weltmeister oder wieder «nur» der Erste nach den Kränzen?

Die Europa-Saison beginnt mit dem GP von Spanien in Jerez. Für Tom Lüthi geht es bereits um «alles oder nichts».

klaus zaugg, jerez



Seit Einführung der Moto2-WM zählt Tom Lüthi Jahr für Jahr zu den Titelanwärtern. Er hat das Team, die Finanzen, die Maschine, das Talent und die Erfahrung, um Weltmeister zu werden. Er fährt am Sonntag sein 106. Moto2-Rennen und ist damit der routinierteste Pilot dieser Klasse. Und neben Dominique Aegerter, Xavier Siméon und Simone Corsi der einzige wichtige Fahrer, der seit der ersten Moto2-WM 2010 immer noch dabei ist.

epa05222977 Swiss Moto2 rider Thomas Luethi (C) of the Garage Plus Interwetten team celebrates after winning the Moto2 race of the Motorcycling Grand Prix of Qatar at Losail International Circuit in Doha, Qatar, 20 March 2016.  EPA/STR

An Talent und einem guten Team im Rücken fehlt es Tom Lüthi nicht.
Bild: EPA

Aus dem Schwingsport gibt es einen treffenden Ausdruck für die Situation von Tom Lüthi und Dominique Aegerter: die Ersten nach den Kränzen. Will heissen: die Besten, denen es doch nicht ganz zum Festsieg und Kranzgewinn reicht. Weder Tom Lüthi (29) noch Dominique Aegerter (29) spielten bisher im Titelkampf eine Rolle. Die besten Klassierungen bisher: 4. Schlussrang für Tom Lüthi (2010, 2012, 2014), 5. Schlussrang für Dominique Aegerter (2013, 2014).

Aegerter zweimal vor Lüthi

Tom Lüthi hat die Saison so gut begonnen wie noch nie. Sieg beim ersten Rennen in Katar. Aber die zwei nächsten Rennen haben bereits eine leise Enttäuschung gebracht: Je Platz 7 beim GP von Argentinien und beim GP der USA – und beide Male von Dominique Aegerter (zweimal 5.) besiegt.

Vor dem ersten Rennen in Europa am Sonntag in Jerez sieht das Gesamtklassement so aus:

  1. Sam Lowes (GBR) 47 Punkte
  2. Alex Rins (ESP) 46 Punkte
  3. Johann Zarco (FRA) 45 Punkte
  4. Tom Lüthi (SUI) 43 Punkte
  5. Dominique Aegerter (SUI) 35 Punkte.

Alle fünf WM-Spitzenreiter fahren die gleiche Maschine (Kalex), verwenden die gleichen Reifen (Dunlop) und die gleichen Motoren (Honda). Alle haben damit die gleichen technischen Voraussetzungen.

Johann Zarco, left, of France, Sam Lowes, center, of Great Britain, and Alex Rins, right, of Spain, celebrate after the Texas Moto2 motorcycle race at the Circuit of the Americas, Sunday, April 12, 2015, in Austin, Texas. Lowes finished first, Zarco finished second, and Rins finished third. (AP Photo/Tony Gutierrez)

Zarco, Lowes und Rins (v. l.) stehen im Gesamtklassement vor den Schweizern.
Bild: Tony Gutierrez/AP/KEYSTONE

Lüthis einzige Chance

Tom Lüthis einzige Chance gegen die weniger erfahrenen, aber aggressiveren und jüngeren Siegfahrer Alex Rins (20/21 Moto2-Rennen), Sam Lowes (25/39) und Johann Zarco (25/73) ist Konstanz auf hohem Niveau. Konstanz auf höherem Niveau als Platz 7. Deshalb ist der GP von Jerez bereits ein Rennen, bei dem es um «alles oder nichts» geht. «Es sind jetzt vier Punkte Rückstand» sagt Tom Lüthi. «Das ist wenig, wir sind gut im Rennen. Aber es stimmt, wir brauchen in Jerez ein Spitzenresultat, sonst wird der Abstand zu gross.» Sonst ist der Traum vom Titel schon nach vier von 18 Rennen ausgeträumt.

«Wir brauchen in Jerez ein Spitzenresultat, sonst wird der Abstand zu gross.»

Tom Lüthi

Er ärgert sich im Rückblick. In Argentinien sei nicht viel mehr drin gelegen. «Aber in Austin hatte ich bis kurz vor Schluss gute Chancen auf einen Podestplatz. Es bleibt mir nur der Ärger über die schwachen letzten Runden.» Er habe das Rennen analysiert. «Es waren einfach verschiedene Faktoren, die da zusammengekommen sind.»

10.04.2015; Austin; Motorrad - Grosser Preis von Texas 2015 - Training; Thomas Luethi (SUI) (Lukasz Swiderek/PSP/freshfocus)

Lüthi schaut kritisch auf die letzten Runden in Austin zurück.
Bild: Lukasz Swiderek/freshfocus

Die grosse Kunst, die letztlich einen Weltmeister macht: dafür sorgen, dass möglichst oft möglichst viele Faktoren stimmen. Das ist Tom Lüthi in der Moto2-WM bisher nicht gelungen.

Tom Lüthi kann hin und wieder ein Rennen für sich entscheiden – er hat bis heute sechs seiner 105 Moto2-Rennen gewonnen. Aber das reicht nicht, um Weltmeister zu werden. Wenn Tom Lüthi im Gesamtklassement mehr als zehn Punkte zurückfällt, dann gewinnt er nicht genug Rennen, um den Rückstand wieder aufzuholen. Aber er darf nicht zu viel riskieren: ein «Nuller», also ein Rennen ohne WM-Punkte, wäre auch das vorzeitige Ende aller Titelhoffnungen.

Aegerter: Kein Siegfahrer, kein Titelkandidat

Oder könnte es am Ende gar Dominique Aegerter schaffen? Nein. Er kann konstant unter die ersten fünf oder sechs fahren – aber auch das reicht nicht für den Titel. Am Ende triumphieren die Fahrer, die dazu in der Lage sind, drei, vier oder gar fünf Rennen zu gewinnen und einen «Nuller» wettzumachen. Dominique Aegerter hat erst ein einziges seiner 102 Moto2-Rennen gewonnen. Er ist kein «Siegfahrer» und damit auch kein Titelkandidat.

Aegerter freut sich auf die Rennen in Europa.

Aber die beiden Schweizer sind dazu in der Lage, in jedem Rennen für Spektakel zu sorgen und in jedem Rennen ums Podest zu fahren. Das reicht, um das Publikumsinteresse wachzuhalten. Dieses Interesse ist für die Zukunft entscheidend. Der Sauerstoff des Geschäftes ist die TV- und Medienpräsenz. Erst die ermöglicht es beiden Fahrern, die Werbung zu verkaufen. Tom Lüthi und Dominque Aegerter bekommen von ihrem Team die Maschinen und die gesamte Infrastruktur zu Verfügung gestellt, ein Teil der Spesen wird bezahlt und beide bekommen ein Grundgehalt, das nicht sechsstellig ist. Das Geld verdienen sie mit dem Verkauf der Werbeflächen auf dem Kombi und dem Helm. Je mehr Medienpräsenz, desto besser. Diese Werbeverträge sind stark resultatabhängig (Prämien) und bringen je nach Saisonverlauf zwischen 500'000 und 700'000 Franken ein.

epa05272010 Swiss Moto2 rider Dominique Aegerter of the CarXpert Interwetten team prepares for the first practice session of the Spanish Motorcycling Grand Prix at the circuit of Jerez, southern Spain, 22 April 2016. The Motorcycling Grand Prix of Spain will take place in Jerez on 24 April 2016.  EPA/JOSE MANUEL VIDAL

Dominique Aegerter in Jerez.  bild: EPA/EFE

Mehr als 200'000 Zuschauer schauten bei allen drei bisherigen Live-Übertragungen unser Staatsfernsehen (SRF). Inzwischen erreichen die «Asphaltcowboys» gleich gute Einschaltquoten wie die Formel 1. Das ist wichtig. Die TV-Verträge laufen für die Motorrad-GP und für die Formel 1 Ende Saison aus. Das Fernsehen hat politischen Spardruck und es braucht gute Quoten und Argumente, damit der Vertrag mit GP-Promoter Dorna verlängert und weiterhin jedes Moto2-Rennen live übertragen wird.

Nach dem ersten Tag zum GP von Spanien in Jerez sind die Voraussetzungen durchaus vielversprechend. Tom Lüthi steht nach zwei freien Trainings auf Position 3, Dominique Aegerter auf Position 8.

Alle Schweizer Töff-GP-Sieger

Sportler unterhalten uns ... auf allen Ebenen

Höhlenmensch, Schrei-Baby, Bikini-Beauty, lahmer Gaul: So sehen wir Federer, Djokovic und Co.

Link to Article

«Keiner schlägt seine Frau ausser Yassine, der denkt sich, das Chikhaoui» – wir haben mal wieder unseren Spass mit Fussballer-Namen

Link to Article

Und jetzt die besten User-Memes: «Ich habe noch keinen Spieler zu Hause besucht – ausser bei Daniel Davari» 

Link to Article

«Egal wie viele Medis er schon hat – Admir will Mehmedi» – die besten Egal-Memes mit Schweizer Sportlern

Link to Article

«In allen Ehen weiss es der Mann besser, ausser bei Andrew hat das Weibrecht» – wir haben unseren Spass mit Skifahrer-Namen

Link to Article

Shaqiri als Käse, Drmic als Katzenfutter oder Magnin als Guetzli: 10 Fussballernamen, die sich als Marke eignen

Link to Article

Ideal fürs Transferfenster: Shaqiri und Co. geben ultimative Bewertungen für Fussball-Klubs ab

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lil'Ecko 23.04.2016 12:34
    Highlight Highlight Tom wird wohl nie wieder Weltmeister, er ist ein guter Pilot aber in den Fights fehlt ihm oft der letzte Zacken Überzeugung/Biss.
    • ch2mesro 23.04.2016 16:36
      Highlight Highlight das ist leider so, seine konkurrenten wissen genau das tom, wenns hart auf hart kommt zurücksteckt....

Hischier-Assist zum Ausgleich in der letzten Minute – doch New Jersey verliert dennoch

Die New Jersey Devils verpassten es, erstmals seit fast einem Monat zwei Siege aneinander zu reihen. Bei den formstarken Anaheim Ducks gingen sie in einer furiosen Startphase nach 98 Sekunden in Führung, lagen aber keine 70 Sekunden später bereits 1:2 zurück. Nach dem ersten Drittel stand es 4:4.

In der Schlussminute der regulären Spielzeit, als die Devils den Goalie durch einen weiteren Feldspieler ersetzt hatten, war Nico Hischier am 5:5 beteiligt. Für den Walliser war es im 24. Spiel der 18. …

Artikel lesen
Link to Article