Sport
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Moto2-GP von Italien in Mugello

1. E. Rabat (Sp), Kalex

2. J. Zarco (Fr), Kalex

3. D. Aegerter (Sz), Kalex

14. R. Krummenacher (Sz), Kalex

22. R. Mulhauser (Sz), Kalex

23. J. Raffin (Sz), Kalex

out: Tom Lüthi (Sz), Kalex

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Tom Lüthi muss hilflos mitansehen, wie die Streckenposten seine Kalex abtransportieren. bild: Screenshot srf

«Grid Girl» Holdener bringt Aegerter Glück: Rang 3 in Mugello – Lüthi als Führender gestürzt

Bitteres Wochenende für Tom Lüthi in Mugello. Der Emmentaler liegt beim GP von Italien scheinbar unantastbar in Führung, als er stürzt und ausscheidet. Dominique Aegerter fährt erstmals in dieser Saison aufs Podest.



Was für ein Traumstart für Dominique Aegerter und Tom Lüthi beim GP von Italien. Die beiden Schweizer, die von den Positionen 2 (Aegerter) und 4 (Lüthi) starten, übernehmen schon kurz nach dem Start die Führung. Aegerter, der vielleicht auch dank «Grid Girl» Wendy Holdener einen Blitzstart hinlegt, biegt knapp vor seinem Teamkollegen in die erste Kurve.

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«Grid Girl» Wendy Holdener hält für Aegerter den Schirm. gif: srf

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Der Blitzstart von Dominique Aegerter. gif: srf

Doch schon in der 2. Runde zieht Lüthi an Aegerter vorbei und übernimmt die Spitze. Hinter dem Schweizer Duo entsteht sogar schon eine kleine Lücke, weil der von der Pole-Position gestartete Brite Sam Lowes den Italiener Simone Corsi zu Fall bringt.

Lange kann sich aber nicht darüber freuen. In Runde 3 unterläuft ihm in einer Rechtskurve ein dummer Fehler. Er rutscht über das Vorderrad weg und muss einen «Nuller» in Kauf nehmen. Im Kampf um den WM-Titel ein ganz bitterer Rückschlag.

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Lüthi rutscht das Vorderrad weg und er scheidet aus. gif: srf

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Verzweifelt versucht Lüthi seine Kalex wieder fahrbereit zu machen – ohne Erfolg. gif: srf

Aegerter erbt nach Lüthis Sturz die Führung, muss diese aber kurz darauf an Weltmeister Tito Rabat abgeben. Eine Runde später muss der Rohrbacher auch WM-Leader Johann Zarco ziehen lassen. Platz 3 behauptet Aegerter in der Folge aber mehr oder weniger souverän.

Erst ganz zum Schluss muss er sich gegen Sam Lowes noch etwas wehren. Seinen ersten Podestplatz seit Indianapolis im August 2014 gibt er aber nicht mehr aus der Hand. Aegerter überfährt die Ziellinie nach 21 Runden mit 5,280 Sekunden Rückstand auf Rabat.

Aegerter: «Ich bin super happy!»

Der Kalex-Fahrer ist nach dem Rennen völlig aus dem Häuschen: «Ich war von meiner Pace zum Schluss ziemlich überrascht. Ich war auch überrascht, in Führung zu liegen, und wusste gar nicht genau, was tun. Aber ich bin glücklich, erstmals in dieser Saison auf dem Podest zu stehen. Ein perfektes Resultat, ich bin super happy!» 

Einer der Profiteure der zahlreichen Stürze ist auch Randy Krummenacher. Der Zürcher wird 14. und holt zum dritten Mal in Serie Punkte. Robin Mulhauser wird 22., Jesko Raffin 23.

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Champagner, Champagner! bild; screenshot srf

In der WM-Wertung baut Zarco die Führung durch Lüthis Missgeschick deutlich aus. Der Franzose führt nun mit 31 Punkten Vorsprung vor Titelverteidiger Rabat (109:78). Lüthi hingegen fällt mit nun 41 Zählern Rückstand von der zweiten an die dritte Stelle zurück. Aegerter verbessert sich in der Gesamtwertung von der 20. an die 13. Position.(pre/si)

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Skandal um Dominique Aegerter – wie ein Töffstar bei 100 Grad geröstet wird

Töffstar Dominique Aegerter sagt nach dem völlig missglückten GP von Katalonien, die Luft sei ihm ausgegangen. Es ist die offizielle Version und eine Lüge, die einen Skandal verschweigt.

Jammern über die Technik ist im Macho-Millieu Töff unehrenhaft. Und nicht gut fürs Geschäft. Kein technischer Ausrüster liest oder hört gerne über Mängel an seinen Höllenmaschinen.

Deshalb sagt Dominique Aegerter nach dem 17. Platz in Barcelona kleinlaut: «Die Luft ist mir ausgegangen. Ich musste auf den Geraden den Kopf heben um Sauerstoff zu bekommen. Ich konnte einfach nicht mehr. Sonst wäre wohl ein 8. Rang möglich gewesen.» Er nimmt die Schuld auf sich. So möge die Kirche im Dorf bleiben.

Aber …

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