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Die besten Bilder des Cape Epic 2016

Hinterrad gebrochen, Velo getragen und ins Ziel gejoggt! Diese 2 Schweizer erleben Horrorstart am Cape Epic

654 Kilometer bewältigen die 1250 Fahrer am Cape Epic. Mit dabei sind auch 52 Schweizer. Zwei von diesen erleben einen sehr unglücklichen Start: Das Hinterrad von Werner geht in der Abfahrt in die Brüche. Doch es hätte noch schlimmer kommen können.

Reto Fehr, Südafrika



Das Cape Epic startet mit einem kurzen Prolog. 26 Kilometer waren es dieses Mal. Ein Klacks. Ab heute Montag folgen sieben Etappen, auf denen die Fahrer täglich rund 100 Kilometer und 2000 Höhenmeter durch die afrikanisches Sommerhitze abstrampeln.

watson am Cape Epic 2016

watson berichtet in einer losen Folge von einem der härtesten Mountainbike-Etappenrennen der Welt, dem Cape Epic. Während acht Tagen fahren die 1200 Teilnehmer in Zweierteams 650 Kilometer durch die Gegend um Kapstadt. Dabei bewältigen sie rund 15'000 Höhenmeter. 52 Schweizer sind mit am Start. Viele von ihnen sind Amateure, welche sich über die gleiche Strecke wie die Profis mühen.

Zu diesen gehören Profis wie Urs Huber (gewann mit Partner Karl Platt den Prolog und gehört zu den Gesamtklassaments-Favoriten), Konny Looser und Martin Gujan oder Rekordsieger Christoph Sauser, der allerdings letztes Jahr zurücktrat und mit seinem jungen südafrikanischen Partner nicht um den Sieg mitreden wird. Bei den Frauen gilt Ariane Kleinhans mit ihrer dänischen Partnerin Annika Langvad (Siegerinnen 2014 und 2015) als das Team, welches es zu schlagen gilt und mit Esther Süss kämpft eine weitere Schweizerin um den Gesamtsieg. 

Mit dabei sind auch Werner und Alfred aus Frauenfeld. Doch schon nach rund 18 Kilometern passiert's: Werners Hinterrad geht in die Brüche. «Ich übersah in einer Abfahrt einen Stein – da hat's geknallt», erklärt der 54-Jährige das Unglück fast unbeeindruckt und ergänzt, «zum Glück bin ich nicht gestürzt.» Klar ist aber: Weiterfahren geht nicht. Ein Ersatzrad gibt's erst im Ziel. Oder von einer guten Fee, die grad zufällig in der Gegend ist. Die Fee kommt nicht vorbei. Also heisst es: tragen. Die beiden wechseln sich ab.

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Werner und Alfred im Streckenabschnitt «Stairway to Heaven» – sie dürften die schöne Aussicht auf den Tafelberg und Kapstadt in der Distanz nicht genossen haben. Schade.
YouTube/Reto Fehr

Denn Aufgeben ist keine Option. Oder zumindest nicht beim ersten Problem nach 18 Kilometern und rund einer Stunde Fahrzeit. «Aufgeben» steht nämlich auf jener Liste mit Worten, welche jeder Cape-Epic-Teilnehmer im Vorfeld möglichst aus seinem Wortschatz streicht. Genauso wie «die Nerven verlieren». In der Ruhe liegt beim Ausdauerevent die Kraft.

Was in solchen Situationen ebenfalls hilft: Humor. Beides beweisen Werner und Alfred im Ziel. «Die Zuschauer waren begeistert, als sie uns das eine Velo tragend vorbeijoggen sahen. Wenn so was passiert, bist du für diese nachher der Held. Aber unterwegs war's ‹än Schiissdräck›.» Sie lächeln. «Es kann ja nur noch besser werden. Jetzt haben wir das Pech für die ganze Woche verbraucht», hofft Werner.

Cape Epic 2016

Hier trägt Alfred das Bike seines Teamkollegen Werner. Die beiden wechselten sich mit Tragen ab.
Bild: watson

Die beiden Ostschweizer bestritten zuvor schon einige Mehretappenrennen. Sie wissen trotz der misslichen Lage daher, dass es noch schlimmer hätte kommen können. Auf einer langen Etappe wäre die Situation kaum gut herausgekommen: «Dutzende Kilometer latschen, das schaffen wir dann nicht», sagt Werner.

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Zieleinfahrtlauf von Werner und Alfred.
YouTube/Reto Fehr

Übrigens: die zwei Schweizer dürfen sich trotz ihres Zwischenfalls nicht über den Titel «Erstes Problem am Cape Epic 2016» freuen. Denn bei Halbprofi Charles Keey riss beim ersten Tritt in die Pedale die Kette.

Cape Epic 2016

Kaum gestartet, schon defekt: Charles Keey beim Prolog.
Bild: watson

Der Südafrikaner gibt seinen Ruhepuls mit 38 an. Und obwohl er mit der Erfahrung von sechs beendeten Epics weiss: Aufgeben ist keine Option, auf keinen Fall die Nerven verlieren und den Humor bewahren – der Herzschlag dürfte in diesem Moment ziemlich weit von seinem Ruhepuls entfernt gewesen sein. 

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