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Los Angeles Clippers owner Donald Sterling (R) puts his hand over his face as he sits courtside with his wife Shelly (L) while the Clippers trail the Chicago Bulls in the second half of their NBA basketball game in Los Angeles in this December 30, 2011 file photo. The National Basketball Association banned Los Angeles Clippers owner Sterling from the game for life and fined him $2.5 million for racist comments made public over the weekend, the league's commissioner said on April 29, 2014.  REUTERS/Danny Moloshok/Files   (UNITED STATES - Tags: SPORT BASKETBALL)

Clippers-Eigentümer Donald Sterling unterliegt gegen seine Ex-Frau Shelly vor Gericht.  Bild: DANNY MOLOSHOK/REUTERS

Ex-Frau setzt sich durch

Rassist Sterling zieht vor Gericht den Kürzeren – Steve Ballmer darf seine Los Angeles Clippers kaufen

Der kalifornische Supreme Court hat den Verkauf der Los Angeles Clippers gegen den Willen ihres Eigentümers für rechtens erklärt. Donald Sterlings Ex-Frau hat ihn nach einem Rassismus-Skandal für handlungsunfähig erklärt und den Deal mit Microsofts Ex-CEO Steve Ballmer eingefädelt.

29.07.14, 08:29 29.07.14, 08:45

Donald Sterling, der abgesetzte Besitzer des NBA-Teams Los Angeles Clippers, erlitt vor dem kalifornischen Superior Court eine Niederlage.

Das Gericht blockierte den Verkauf der Clippers für zwei Milliarden Dollar an den ehemaligen Microsoft-CEO Steve Ballmer nicht.

Das höchste kalifornische Gericht macht den Weg für eine Übernahme der Los Angeles Clippers durch Steve Ballmer frei. Bild: Ted S. Warren/AP/KEYSTONE

Heimliche Tonaufnahmen brachten Sterling zu Fall

Der steinreiche Donald Sterling (80) war vor drei Monaten von der National Basketball Association (NBA) lebenslänglich gesperrt worden, nachdem heimlich aufgenommene, im privaten Kreis geäusserte, rassistische Äusserungen in Medien aufgetaucht waren

«Du kannst mit Schwarzen schlafen, du kannst machen, was du willst. Ich bitte dich nur, das nicht zur Schau zu stellen und sie nicht mit zu meinen Spielen zu bringen.»

Donald Sterling

Rassistische Äusserungen gegenüber seiner Freundin V. Stiviano haben Donald Sterling zu Fall gebracht. Bild: AP/FR161655 AP

In den Mitschnitten ist zu hören, wie er seine Freundin V. Stiviano dafür kritisiert, dass sie sich via Instagram mit Schwarzen zeigt. «Du kannst mit ihnen schlafen, du kannst machen, was du willst. Ich bitte dich nur, das nicht zur Schau zu stellen und sie nicht mit zu meinen Spielen zu bringen.»

Sterlings geschiedene Frau Shelly Sterling (58) veräusserte anschliessend im Sinn der NBA und mit einem von ihr in Auftrag gegebenen Gutachten, wonach Donald Sterling nicht mehr handlungsfähig sei, die Clippers für die Rekordsumme von zwei Milliarden Dollar an Steve Ballmer. Donald Sterling versuchte, den Verkauf zu verhindern. Er hatte die Clippers vor 33 Jahren für zwölf Millionen Dollar gekauft.

Shelly Sterling liess ihren Ex-Mann für unzurechnungsfähig erklären und verkaufte die Los Angeles Clippers gegen seinen Willen.  Bild: Nick Ut/AP/KEYSTONE

«Fall Sterling» wird weiter Wellen schlagen

Bei der Urteilsverkündung zog der Einzelrichter auch in Betracht, was den Clippers bei einem Nichtverkauf drohte. Sponsoren, Spieler und Coach wären abgesprungen – den Clippers hätte das Ende gedroht oder zumindest hätte die Franchise einen massiven Wertverlust erlitten. 

Das Verkaufsangebot von zwei Milliarden Dollar sei eigentlich vom Markt her gesehen viel zu gut und nicht nachvollziehbar, so Richter Levinas.

Donald Sterling will sich noch lange nicht geschlagen geben. Bild: AFP

Sein Rechtsspruch vom Montag wird den «Fall Sterling» um die NBA kaum beenden. Diverse weitere Gerichtsverfahren laufen oder sind eingeleitet. Vor Gericht hatte Donald Sterling der NBA gedroht, er werde sie bis zu seinem Lebensende verklagen. Auch das Urteil vom Montag will er anfechten, wobei er aber den Verkauf seiner Clippers kaum mehr verhindern kann. Die Liga auf jeden Fall verkündete sofort nach dem Urteil, dass sie den Verkauf der Clippers so schnell wie möglich vollziehen will. (dux/si)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Hans der Dampfer 29.07.2014 09:19
    Highlight typisch amerikanischer witz. das schweizer bundesgericht erlaubt hitlergruss und ausdrücke wie "drecksjugo" und "scheissasylant" und in amerika kostet eine harmlose bitte 1.8 millionen. die welt spinnt echt.
    0 1 Melden
    • cbaumgartner 29.07.2014 11:20
      Highlight Die Amis sind ja eh komplett durch... Für so etwas wird man als Rassist hingestellt aber die ganzen patriotischen Redneck Idioten, welche sich weitaus schlimmer äussern, die lieben ja nur ihr Land...
      0 0 Melden

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