Sport

Darryl Dawkins (2.v.l.) war einer der berüchtigtsten «Korbzerstörer» in der NBA. Bild: AP/KEYSTONE

Der Scherbendunk: Ein Highlight, das immer mehr aus dem Basketball verschwindet

Dunks sind die Highlights im Basketball. Die Kulmination dessen ist es, wenn dabei der Korb noch in seine Einzelteile zerlegt wird. Ein Spektakel, das aus gutem Grund immer rarer wird.

12.01.17, 14:25 12.01.17, 16:23
Donat Roduner
Donat Roduner

Eigentlich ist sie ziemlich dumm, die Ekstase, die entsteht, wenn ein Basketballer den Korb mit einem übermenschlichen Dunk zerbersten lässt. Zum einen ist die Verletzungsgefahr durch das herumfliegende Glas erheblich und zum anderen ist die Chance gross, dass das Spiel aufgrund des zerstörten Materials abgesagt oder verschoben werden muss.

Aber ich kann die Freude verstehen. Ein Dunk, bei dem der ganze Korb in die Brüche geht, ist Ausdruck von roher Kraft, eine ultimative Machtdemonstration. In der NBA zelebrierte das Darryl Dawkins am ausgeprägtesten in der Saison 1979/80. Der «Chocolate Thunder» zertrümmerte innert kurzer Zeit zwei Körbe, was ihm von höchster Instanz eine Bussenandrohung einbrachte und dazu die NBA veranlasste, den «Breakaway Rim» einzuführen, also den Korb mit eingebauter Federung. 

Die legendären Szenen des 2015 verstorbenen Darryl Dawkins. Video: YouTube/plutoniumcore2

«Darryl Dawkins ist der Vater aller Powerdunker. Ich bin nur sein Sohn. Vermutlich sein bester Sohn», sagt Shaquille O'Neal mit seinem patentierten Grinsen. «Shaq» hat mit seinen 2,16 m und 150 kg Körpermasse während seiner Karriere auch den einen oder anderen Korb in die Knie gezwungen. Manchmal sogar sprichwörtlich:

Für «Shaq» wurden eigene Statistiken eingeführt. bild: youtube

O'Neals Wucht waren die Körbe also nicht gewachsen, darum musste die NBA nach der Saison 1992/93 erneut einschreiten. Die Konstruktionen wurden verstärkt und haben seither jedem noch so wuchtigen Dunk standgehalten. Zudem ist es regeltechnisch sowieso verboten, den Korb zu zerstören. Das wäre mit einem technischen Foul zu ahnden. Ebenso das (zu lange) Hängen am Ring.

Die Körbe in der besten Basketballliga der Welt sind unterdessen nahezu unzerstörbar. Das haben die Leute von «Sport Science» in ihrem Test stichhaltig belegt:

Weil der Ring in der Aufhängung und nicht mehr im Glas verankert wird, geht dieses auch nicht in die Brüche, wenn ein 300-kg-Klavier einen Dunk probiert. Die ganze Stahlkonstruktion dahinter allerdings schon, doch die dafür notwendigen Kräfte sind durch einen Menschen, so schwer er auch sein mag, nicht replizierbar.

Da die NBA-Modelle aufgrund ihrer Grösse nicht in jeder Halle aufgestellt werden können, gibt es aber immer noch Körbe, die direkt im Plexiglas verankert sind und deshalb bei Misshandlung in die Brüche gehen. Für Scherbenliebhaber darum zum Abschluss ein paar Highlights, deren Wiederholung immer schwieriger wird:

«His Airness» Michael Jordan

Man beachte auch seine unglaubliche Sprungkraft. Video: YouTube/TripleH123oncp

Maskottchen-Fail

Video: YouTube/RugratsLiveAction

Die inoffizielle Top 16

Video: YouTube/jimmyballers20

Die besten NBA-Punktesammler aller Zeiten

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen dieser Basler Fussball-Reporter nach ihrer falschen Prognose? Unbezahlbar

Die Geburtsstunde einer Legende: Jamaika hat 'ne Bobmannschaft!

Lara Gut scheidet in der Abfahrt aus

Hier werden zwei Olympia-Skicrosser spektakulär durch die Luft geschleudert

«Vorwärts Marsch!» – hier findest du die schönsten Laternen des Morgestraichs

Rumantsch, du hast die schönsten Fluchwörter! Errätst DU, was sie bedeuten?

Kim-Schwester gibt Pence einen Korb

Apple veröffentlicht Notfall-Update für iPhone, Mac und Watch (und TV)

Letzte Umfragen: Klarer Nein-Trend zu No Billag ++ 60 Prozent lehnen Initiative ab

Die irische Rebellin, die lieber stirbt, als auf die britische Krone zu schwören

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Hischier und Bärtschi treffen – Sbisa bucht bei Comeback einen Assist

In seinem ersten Spiel nach längerer Verletzungspause reiht sich Luca Sbisa unter die Punktesammler. Beim 6:3-Heimsieg seiner Vegas Golden Knights gegen Montreal gibt er den Assist zur 2:1-Führung.

Der neue NHL-Klub aus Las Vegas, Leader in der Western Conference, kann wieder auf Luca Sbisa bauen. Nebst einem Tor bilanziert der Zuger Verteidiger nun zehn Assistpunkte, obwohl er in dieser Saison erst 25 Spiele absolvieren konnte.

Für Sbisa ist eine unglückliche Zeit zu Ende gegangen. Ab dem 12. …

Artikel lesen