Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Montreal Canadiens goaltender Carey Price makes a save against New York Islanders' Anders Lee during the third period of an NHL hockey game in Montreal on Sunday, Nov. 22, 2015. (Graham Hughes/The Canadian Press via AP)

Seit Carey Price nicht mehr das Tor der Canadiens hütet, läuft gar nichts mehr. 
Bild: AP/The Canadian Press

Prices Verletzung hat ihren Preis: Nach dem besten Start ever läuft bei Montreal nichts mehr 

Seit Star-Torhüter Carey Price verletzt ist, läuft bei Montreal Canadiens gar nichts mehr. In den letzten Tagen gab es sogar zweimal eine 2:5-Klatsche gegen das schlechteste Team der NHL, die Columbus Blue Jackets. Die Franchise steckt tief in der Krise. 

27.01.16, 20:09 27.01.16, 22:06
Nik Dömer
Nik Dömer



Verrückter könnte die bisherige Saison für die Montreal Canadiens nicht sein! Mit unglaublichen neun Spielen in Serie legte die kanadische Franchise den besten Start in ihrer Geschichte hin. Nun liegt das Team ausserhalb der Playoff-Plätze und steht in der Liga auf Platz 19. In dieser Woche verloren die Canadiens gar gleich zweimal gegen das schlechteste Team der Liga, die Columbus Blue Jackets, mit 2:5. Tiefer kann man eigentlich gar nicht mehr sinken. 

Was ist passiert?

Während Montreal den Ausfall von Stürmer-Star Brendan Gallagher im Herbst – er fing einen Slapshot ab und brach sich dabei zwei Finger – noch einigermassen verkraften konnte, wiegt die Verletzung von Price doch markant schwerer.

Gallagher fängt einen Slapshot mit der Hand ab. 
streamable

Seit der Keeper sich am 25. November gegen die New York Rangers eine Unterkörper-Verletzung zugezogen hat, gingen von 27 Partien 20 verloren. 

Hier verletzte sich Price am 25. November gegen die Rangers. 
streamable

Die Beteiligten sind ratlos. Ohne ihren Star-Torhüter und Team-Leader scheinen die Canadiens nicht zur alten Stärke zurückzufinden. Weder Mike Condon (Fangquote 90,4 Prozent), noch Ben Scrivens (Fangquote 87,8 Prozent) oder Dustin Tokarski (Fangquote 87,3 Prozent) können ihn im Team ersetzen.

Condon, der sich in seiner Rookie-Saison befindet, macht als Ersatz noch den besten Eindruck. Bei seinen 26 Einsätzen in dieser Saison gewannen die Habs die Hälfte der Partien. Die anderen Keeper weisen eine negative Bilanz auf. 

Scrivens macht einen schlechten Eindruck im Tor der Canadiens. 
streamable

Canadiens haben nicht nur ein Torhüter-Problem

Natürlich darf man nicht nur den Goalies die Schuld in die Schuhe schieben. Auch die Spieler auf dem Eis machen keine gute Figur. Seit Price nicht mehr den Kasten hütet, schiessen die Spieler im Schnitt weniger als zwei Tore pro Partie. Zuvor waren es noch stolze 3,6 Tore pro Spiel. 

Solche Reaktionen sah man in letzter Zeit öfters auf der Montreal-Ersatzbank. 
streamable

Die Topstars im Team wie P.K. Subban, Max Pacioretty, Alex Galchenyuk und Brendan Gallagher scheinen verzweifelt zu sein. Nicht zuletzt, weil Trainer Michel Therrien fleissig die Linien rotiert und damit seinen Jungs das Leben noch schwerer macht. Kommt dazu, dass Pacioretty am Dienstag einen Slapshot von Subban mit dem Gesicht abgefangen hat. Ob er nach dem All-Star-Wochenende wieder fit ist, ist zurzeit noch nicht bestätigt. 

Der sonst so fröhliche Subban nahm gestern niedergeschlagen vor den Medien zum aktuellen Schlamassel Stellung und meinte: «Ich habe heute eine Menge Buh-Rufe verdient. Um ehrlich zu sein, sie hätten noch lauter buhen sollen. Das war kein gutes Spiel von mir.»

Sinnbildlich für die aktuelle Verfassung der Canadiens: Subban verliert die Scheibe hinter dem Tor. 
streamable

Nicht ganz so deutliche Worte fand Gallagher: «Wir haben mit der genau gleichen Truppe auch schon viele Spiele gewonnen. Die Art wie wir versuchen zu spielen, war immer die Gleiche, doch irgendwie mangelt es nun an der Ausführung.»

Und der Trainer? Der findet natürlich wieder die typischen Worte für einen Mann in seiner Lage: «Wir müssen nun viele Dinge in unserem Spiel richtig analysieren. Es war nicht alles schlecht. Man darf nicht immer nur das Resultat sehen. Wenn die Leute sehen würden, wie hart meine Jungs arbeiten, dann würden sie uns weniger kritisieren», so Coach Therrien. 

Montreal Canadiens coach Michel Therrien watches the play during the second period of his team's NHL hockey game against the Boston Bruins on Tuesday, Jan. 19, 2016, in Montreal. (Ryan Remiorz/The Canadian Press via AP)

Therrien scheint nicht mehr weiter zu wissen. 
Bild: AP/The Canadian Press

Fakt ist, Carey Price wird auch noch in den nächsten drei bis vier Wochen ausfallen und den Canadiens bleibt keine Zeit mehr um zu experimentieren. Sonst ist der Playoff-Zug für die kanadische Franchise langsam aber sicher abgefahren.

Abonniere unseren Daily Newsletter

6
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Tikkanen 27.01.2016 20:28
    Highlight Guter Artikel. Mir fallen zwei Facts auf: 1. Die zwei grössten Hockeyteams der westlichen Hemisphäre verlieren in Serie. Die einen 9x, die anderen 7x😭
    2. Der Price verletzt sich immer in Spielen gegen die oberfoulihünd aus dem grossen Apfel😡
    8 7 Melden
    • Hiocio 28.01.2016 08:59
      Highlight Price hat sich diese Verletzung leider selber zugezogen, das passiert halt als Goalie. Zudem war dies sein Comeback nach einer bereits im Voraus zugezogenen Verletzung.
      0 1 Melden
  • HabbyHab 27.01.2016 20:20
    Highlight Und GM Bergevin hat kürzlich an einer PK gesagt, Therrien werde nicht gefeuert, obschon dieser wirklich keinen Plan hat, was er tut. Völlige Miss-Handling von Spielern, schlechte Taktik, er macht Spieler grundsätzlich uneffizienter.
    9 0 Melden
    • Dan Rifter 27.01.2016 22:01
      Highlight Wenn der Goalie - auch wenn Price "ganz OK" ist - 20 Ränge ausmacht, dann läuft irgendwas schief.

      Solides Playoffjahr für Kanada.
      2 2 Melden
    • HabbyHab 27.01.2016 22:22
      Highlight ja der einzige grund, weshalb therrien die letzten zwei saisons seinen job behalten hat, ist mvprice. traurig, aber wahr
      2 1 Melden
    • Santale1934 28.01.2016 07:39
      Highlight Ich hoffe, dass die Habs die Wende nochmals schaffen. Nicht, weil ich die Habs so ungemein lieb habe, aber weil die Habs in den Playoffs einen richtigen Gegner darstellen können und für Spannung/Emotionen sorgen.
      1 0 Melden

HCD holt Lindbäck aus Nashville +++ Fritsche von Fribourg zu Servette

Nach der Saison ist vor der Saison – die Klubs der National League haben bereits fleissig an ihren Kadern für die Saison 2018/19 gefeilt. Aber wer wechselt wohin? Wir haben die aktuellsten Transfers und eine Übersicht sämtlicher Klubs.

Der 30-jährige Schwede Anders Lindbäck wechselt mit einem Einjahres-Vertrag aus der Organisation der Nashville Predators zum HC Davos. Der Keeper wird den Bündnern bereits zum Saisonstart zur Verfügung stehen, sofern die Spiellizenz rechtzeitig eintrifft.

Somit verfügt der HCD aktuell oder drei Goalies im Kader. Die jungen Gilles Senn und Joren van Pottelberghe standen bereits in den vergangenen zwei Jahren für Davos zwischen den Pfosten. Lindbäck weist eine für einen Goalie imponierende …

Artikel lesen