Sport

Bei den Olympischen Spielen in Sotschi führte «Ovi» die Russen als Captain an. Bild: EPA

Alex Owetschkin über Olympia 2018: «Ich bin sehr enttäuscht, aber ich werde nicht gehen»

Er war die letzte Hoffnung für Eishockeyfans, doch noch einen NHL-Spieler an den Olympischen Spielen 2018 zu sehen. Nun hat auch Russlands Star Alexander Owetschkin akzeptiert, dass er in Pyeongchang nicht dabei sein darf.

15.09.17, 08:06 15.09.17, 10:14

Nachdem nicht nur die NHL, sondern auch der internationale Eishockeyverband (IIHF) bestätigt hat, dass es den NHL-Spielern nicht erlaubt ist, an den Olympischen Spielen 2018 teilzunehmen, muss auch Alexander Owetschkin die Segel streichen. Der Russe der Washington Capitals war einer der Spieler gewesen, die bis zuletzt für eine Olympia-Teilnahme gekämpft haben.

Vor wenigen Tagen war Owetschkin noch optimistisch

«Ovi», der bei den letzten Olympischen Spielen in Sotschi Russland als Captain angeführt hatte, sagte immer, dass er trotz des Entscheids der NHL in Pyeongchang dabei sein wolle. Nun hat aber auch er resigniert.

In einem von den Capitals veröffentlichten Statement schreibt der 31-Jährige: «Ich sah die News diese Woche und bin sehr enttäuscht, dass die NHL, die IIHF und das Internationale Olympische Komitee so entschieden haben. Ich, meine Teamkollegen und alle Spieler, die gehen wollten, verlieren.»

«Seit ich ein Kind war und seit ich in der NHL spiele, waren immer NHL-Spieler bei Olympia. Wir mussten uns nie zwischen unseren Teams und unserem Land entscheiden», sagt der Stürmerstar. «NHL-Spieler bei Olympia sind gut für das Eishockey und gut für Olympia.»

Nun hätten die NHL und die IIHF eine Entscheidung gefällt und es gäbe nichts mehr zu diskutieren. «Meine Mutter ist zweifache Basketball-Olympiasiegerin. Auch deshalb war es immer mein Traum und eine grosse Ehre, mein Land zu vertreten. Es ist immer noch mein Traum, olympisches Gold zu gewinnen, und ich hoffe, ich kriege 2022 noch einmal die Chance dazu.»

Seine Mutter hat schon doppeltes Olympiagold. Alex muss wohl darauf verzichten.

Auch Wladislaw Tretiak, Präsident des russischen Eishockeyverbands, sagt: «Owetschkin kann nun nichts mehr tun. Ihm bleibt nur noch übrig, für Washington zu spielen und das zu akzeptieren». Tretiak dürfte das definitive Fehlen der NHL-Stars egal sein: Stand jetzt ist Russland in Pyeongchang der Topfavorit auf die Goldmedaille, denn die KHL untersagt ihren Spielern die Teilnahme nicht. (abu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Quilker 15.09.2017 20:01
    Highlight Hockey hat in Amerika einen schwierigen stand gegen alle anderen sportarten. Die Lockouts haben der NHL sehr geschadet. Da will man wohl dem Amerikanischen Hockey Fan nicht zumuten wegen so einem "Turnierli" auf ihre Liga zu verzichten...
    2 2 Melden
  • MaxHeiri 15.09.2017 09:50
    Highlight Lookout Season deswegen wäre geil gewesen :)
    19 1 Melden
    • riqqo 15.09.2017 09:59
      Highlight Der Vertrag läuft meines Wissens noch eine Weile – erst bei der Neuverhandlung kann es ein Lockout geben…
      11 0 Melden
  • HabbyHab 15.09.2017 09:36
    Highlight Und was, wenn es nun von Seite IIHF und IOC heisst, dass die NHL auch in China nicht dabei sein darf, weil sie ja in Korea nicht wollten?
    23 0 Melden
    • Züzi31 15.09.2017 09:56
      Highlight 2022 gibt's eh wieder einen Lockout in der NHL. 👍
      22 0 Melden
  • Denk nach 15.09.2017 08:57
    Highlight Wenn nur noch das Geld zählt.... Unglaublich!
    46 0 Melden
  • riqqo 15.09.2017 08:48
    Highlight Vermutlich sind die Sanktionen gegen Spieler und Teams zu krass. Ich vermute, dass Bettman mit monatelangen Sperren und hohen Bussen gedroht hat. Schade für Ovi.
    59 1 Melden

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