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50 Mal probiert, lediglich drei Mal ist was passiert: Davos-Keeper Genoni war nur schwer zu überwinden. Bild: KEYSTONE

Die Lions hatten im dritten Playoff-Spiel 33 Torschüsse mehr und verloren trotzdem. Doch das ist nicht einmal der Saisonrekord

07.04.15, 13:45 07.04.15, 14:24
Reto Fehr, Benjamin Knaack


Keine Frage: Es war eine Weltklasseleistung, die Davos' Goalie Leonardo Genoni gegen die ZSC Lions gezeigt hat. Sogar der unterlegene Trainer Marc Crawford wusste, wer den Ausgang des dritten Playoff-Spiels massgeblich beeinflusst hatte. «Genoni hat das Spiel für den HCD gerissen», sagte er blick.ch.

Doch nicht nur die Weltklasseparaden von Genoni waren für die 2:3-Niederlage des ZSC verantwortlich, sondern auch das schwache Torschussverhalten der Lions. «Vorwürfe müssen wir uns vor allem wegen unserer mangelnden Chancenauswertung machen», sagte auch Center Luca Cunti. 

Die Statistik ist eklatant: 50 Torschüsse gab der ZSC ab, die Davoser gerade einmal 17 – 33 Schüsse weniger als der Gegner. Das riecht nach Saisonrekord. Doch der Geruch täuscht: Bereits in der regulären Saison haben die beiden Klubs Ambrì-Piotta und der EV Zug die bisherige Bestmarke aufgestellt. Ende September trafen sie aufeinander, Zug lieferte einen wahren Sturmlauf und schoss 55 Mal aufs Tor, Ambrì lediglich 18 Mal – und siegte dennoch 2:1.

Auch bei den Lakers gegen Fribourg (53:26 Torschüsse, Endstand 4:5 ) oder den Kloten Flyers und dem EHC Biel (50:23 Torschüsse, Endstand: 1:2) waren es am Ende die Verlierer-Teams, die deutlich öfter aufs Tor geschossen hatten. Besonders effektiv zeigte sich Lugano Anfang März, als es das Team gegen Servette lediglich 22 Mal probierte (20 Torschüsse weniger als der Gegner) und dennoch sieben Tore erzielte (Endstand: 7:2).

Oft probiert und doch gescheitert? In der Fotostrecke findet ihr die krassesten Beispiele aus dieser Saison.

Schlechtes Schussverhältnis und trotzdem gewonnen (Eishockey-Saison 2014/15)

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