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Das klare Ziel des Schweizer Leichtgewichts-Vierer in Rio: Gold. Bild: KEYSTONE

Kein Federer, kein Wawrinka – aber diese Schweizer gehören in Rio zu den Favoriten

Nach Roger Federer und Belinda Bencic sagt auch noch Stan Wawrinka für Rio ab. Die Tennis-Delegation ist jetzt zwar arg geschwächt, doch die Schweiz hat noch andere grosse Medaillenhoffnungen bei Olympia am Start.

02.08.16, 20:05 02.08.16, 21:21

janick wetterwald, ralf meile



Stan Wawrinka und Roger Federer sind nicht an den Olympischen Spielen in Rio dabei. Zusammen holten die beiden 2008 in Peking Olympia-Gold im Doppel – auch acht Jahre später durfte man in der Schweiz von Tennisgold an den am Freitag startenden Spielen in Rio hoffen. 

Roger Federer und Stan Wawrinka sind in Rio nicht mit dabei.
Bild: KEYSTONE

Mit den Absagen der beiden Stars wird das doch etwas schwieriger, zumal ja auch das Frauenteam dezimiert nach Rio gereist ist. Belinda Bencic musste ebenfalls verletzungsbedingt Forfait geben. Jetzt liegt es an Timea Bacsinszky (Einzel und Doppel) und Martina Hingis (Doppel) die Tennismacht Schweiz in Brasilien würdig zu vertreten. 

Zum Glück hat die Schweiz in Rio noch andere heisse Eisen im Feuer. Das sind unsere Medaillenhoffnungen:

Rudern

Der Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann ist das Schweizer Flaggschiff und gilt als grosser Favorit auf eine Medaille. Das Quartett Mario Gyr, Simon Niepmann, Simon Schürch und Lucas Tramèr ist Welt- und Europameister und hat im letzten Jahr den Gesamtweltcup gewonnen. Alles andere als Edelmetall in Rio de Janeiro wäre daher eine herbe Enttäuschung.

Diese vier Jungs wollen in Rio die Goldmedaille.
Bild: KEYSTONE

Mountainbike

Nino Schurter holte 2008 Bronze, vor vier Jahren gewann er Silber und nun will er endlich Olympiasieger werden. Der Bündner hat allerbeste Aussichten – genauso wie Jolanda Neff, die als grosse Favoritin zum Frauenrennen antritt.

Nach Silber jetzt Gold? Nino Schurter gehört zu den Favoriten.
Bild: KEYSTONE

Rad

Jolanda Neff strebt auch eine Medaille im Strassenrennen an. Ein Ziel, das im Bereich des Möglichen liegt. Bei den Männern wird viel davon abhängen, wer alles am Start steht. Fabian Cancellara will es nochmals allen zeigen, bevor er Ende Jahr aufhört. Zudem zeigte Michael Albasini in diesem Frühling wiederholt, dass er in coupierten Eintages-Rennen ein gefährlicher Aussenseiter ist.

Cancellara ist bereits in Rio angekommen – holt er für die Schweiz eine Medaille?
Bild: KEYSTONE

Triathlon

Nicola Spirig geht als Titelverteidigerin an den Start. Ob sie nach London auch in Rio de Janeiro Gold holt? Die Zürcherin gehört nach wie vor zu den herausragenden Akteurinnen ihrer Sportart.

Das Ziel immer vor Augen: Nicola Spirig.
Bild: KEYSTONE

Fechten 

Die Degenfechter treten im Mannschafts-Wettkampf an, wo sie dem Kreis der Favoriten angehören. Das ist klar, denn Max Heinzer, Fabian Kauter und Benjamin Steffen zählen zur Weltspitze.

EM-Gold war es 2014 – dieses Jahr kämpfen die Degenfechter in Rio um Gold Bild: Valeriano Di Domenico/freshfocus

In London endete der mit Spannung erwartete Auftritt viel zu früh – in Rio erhalten die Fechter eine zweite Chance auf einen Erfolg in der Einzel-Konkurrenz. Und klappt dies wieder nicht, so gibt es fünf Tage darauf im Teambewerb, der in London nicht im Programm stand, noch eine Möglichkeit.

Reiten

Steve Guerdat peilt die Titelverteidigung an – in London 2012 holte er Gold.
Bild: KEYSTONE

Olympiasieger Steve Guerdat gewann im letzten Jahr auch den Weltcupfinal. Der Jurassier ist das Aushängeschild einer Schweizer Equipe, deren erklärtes Ziel eine Team-Medaille ist.

Beachvolleyball

An der Copacabana steht aus Schweizer Sicht wohl die Frauen-Konkurrenz im Fokus. Isabelle Forrer und Anouk Vergé-Dépré haben ein World-Tour-Turnier in China gewonnen. Joana Heidrich und Nadine Zumkehr erreichten vor wenigen Tagen in Klagenfurt den zweiten Rang.

Sie spielen bald an der brasilianischen Copacabana um Olympia-Medaillen: Isabelle Forrer und Anouk Vergé-Dépré. Bild: KEYSTONE

Kunstturnen

Die aussichtsreichste Starterin ist Giulia Steingruber. Die 22-jährige Ostschweizerin ist amtierende Europameisterin im Mehrkampf, zählt im Sprung und am Boden zur Extraklasse.

Jubeln kann sie bereits. Turnt Giulia Steingruber in Rio zu einer Medaille?
Bild: KEYSTONE

Doch eine WM-Medaille hat sie noch keine geholt und bei Olympischen Spielen wird auf einem noch höheren Niveau geturnt als bei WM und EM – und die Übung muss praktisch fehlerfrei sein.

Fazit

Das kommunizierte Ziel von fünf Medaillen ist für die Schweizer Delegation in Rio immernoch ein realistisches Ziel. 

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9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • BoomBap 03.08.2016 08:18
    Highlight Giulia 😍😍
    0 0 Melden
  • cibiman 03.08.2016 07:51
    Highlight Wir haben die Weltbesten Mountainbiker. Aber wieso sieht man diese immer nur an Olympia am Fernsehen?
    3 1 Melden
  • Cool Beans 03.08.2016 07:48
    Highlight Go N1NO!
    1 0 Melden
  • AJACIED 02.08.2016 23:13
    Highlight Bravo das ist Olympia. Es gibt auch anderes als Tennis.
    Mensch wir haben solch super Sportler über die wir sprechen können, als nur darum zu sprechen das die Tennisler nicht spielen
    10 0 Melden
  • Saul_Goodman 02.08.2016 21:03
    Highlight 2 mal gold für die mountainbiker/innen in rio! da bin ich mir sicher!
    14 1 Melden
  • SwissGTO 02.08.2016 20:35
    Highlight Sehr merkwürdig. Jeder andere Sportler passt doch seine Wettkämpfe so an dass er am Jahreshöhepunkt fit ist.
    Und unsere Helden ?
    5 33 Melden
    • SeKu 02.08.2016 21:16
      Highlight Olympia ist im Tennis schlicht kein Jahreshöhepunkt.
      33 1 Melden
    • Schreiberling 02.08.2016 21:34
      Highlight Selten sowas dämliches gehört.
      14 5 Melden
    • smoenybfan 02.08.2016 23:17
      Highlight Naja, beim Tennis sieht man den Stellenwert aktuell ja. Einige Absagen: Thiem, Berdych, Halep, Bob und Mike Bryan, Lopez, Pliskova uvm...
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