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Die besten Bilder der Olympischen Spiele

Das hast du in der Nacht verpasst: Silber-Tränen im Rollstuhl, Neymars Gold-Treffer und Bolts Handy-Patzer

Dank Neymar haben Brasiliens Fussballer das wichtigste Gold der Spiele geholt. Im Leichtathletik-Stadion überragt Mo Farah, Speerwurf-Weltmeister Julius Yego ist untröstlich und Usain Bolt läuft neben der Bahn nochmals zu Hochform auf. Das lief in Rio, während du friedlich schlafen durftest.



» Ausführliche Resultate und News gibt es hier im Rio-Ticker zum 20. August.

Die Schweizer

In der Nacht auf Sonntag standen für einmal keine Schweizer im Einsatz.

Neymar erlöst Brasilien

Brasilien hat nach den Finalpleiten 1984, 1988 und 2012 erstmals das olympische Fussball-Turnier gewonnen und sich damit das wichtigste Gold dieser Spiele gesichert. Der Gastgeber schlug Deutschland im Final nach Penaltyschiessen.

Nach 120 Minuten stand es nach Toren von Neymar (26.) und Max Meyer (59.) 1:1. Im Penaltyschiessen hielt Brasiliens Goalie Weverton den fünften Versuch der Deutschen durch Nils Petersen. Neymar verwertete danach den entscheidenden Penalty für Brasilien.

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Neymars Freistosstreffer zum 1:0. streamable

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Der alles entscheidende Penalty. streamable

Zwei Jahre nach der 1:7-Demütigung gegen Deutschland im Halbfinal der Fussball-WM feierte Brasilien im Maracanã-Stadion damit eine gelungene Revanche.

Alle Medaillengewinner

Farah holt erneut das Double

Mo Farah hat sich zum Abschluss der Leichtathletik-Wettkämpfe im Olympiastadion in Rio erneut das Double über die Langstrecken gesichert. Der Brite gewann nach dem Sieg über 10'000 m auch das Rennen über 5000 m. Als erster Läufer hatte dieses Kunststück der Finne Lasse Viren 1972 und 1976 geschafft.

Wieder einmal auf der Schlussrunde, die er in 52,83 Sekunden lief, legte Mo Farah die entscheidende Differenz zwischen sich und seine Herausforderer. Der fünffache Weltmeister wehrte auf der Zielgeraden die Angriffe seiner Konkurrenten ab und gewann mit 13:03,30 Minuten sechs Zehntel vor dem Amerikaner Paul Chelimo.

epa05504271 Mo Farah of Britain poses with his gold medals on the podium after winning the men's 5000m final of the Rio 2016 Olympic Games Athletics, Track and Field events at the Olympic Stadium in Rio de Janeiro, Brazil, 20 August 2016. farah alson won the 10000m final.  EPA/YOAN VALAT

Mo macht den «Farah». Bild: YOAN VALAT/EPA/KEYSTONE

Bolt und der falsche Stab

Vor dem Lauf hatte er sich in den Katakomben noch mit Usain Bolt unterhalten. Der neunfache Olympia-Champion und seine Kollegen hatten im nahegelegenen Maracanã den Fussball-Final zwischen Brasilien und Deutschland verfolgt und trafen für die Siegerehrung just auf Farahs Goldlauf im Leichtathletik-Stadion ein.

Vor der Medaillenübergabe blödelten die vier Jamaikaner in den Katakomben wieder einmal etwas herum. Asafa Powell filmte mit seinem Mobiltelefon und übergab den imaginären Stab an Usain Bolt weiter. Der Superstar liess das Gerät dann prompt fallen. Powell nahm es mit Humor.

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Bolt und Powell bei der Handy-Übergabe. streamable

1. US-Sieg seit 108 Jahren

Eine kleine Überraschung setzte es über 1500 m ab. Der Amerikaner Matthew Centrowitz düpierte in einem sehr langsamen Rennen im Schlussspurt die Favoriten aus Afrika. Der 26-Jährige siegte in 3:50,00 Minuten knapp vor Taoufik Makhloufi aus Algerien und dem Neuseeländer Nicolas Willis. Asbel Kiprop, der Weltmeister von 2011, 2013 und 2015 aus Kenia, ging als Fünfter leer aus. Centrowitz ist der erste amerikanische 1500-m-Olympiasieger seit den Spielen von 1908 in London.

epa05504326 Matthew Centrowitz of the USA celebrates after winning the gold medal in the men's 1500m final of the Rio 2016 Olympic Games Athletics, Track and Field events at the Olympic Stadium in Rio de Janeiro, Brazil, 20 August 2016.  EPA/BERND THISSEN

Eingeflaggt zum ersten, ... Bild: BERND THISSEN/EPA/KEYSTONE

Doppeltes US-Staffel-Gold

Die USA haben zum sechsten Mal in Folge olympisches Gold in der 4x-400-m-Staffel der Frauen gewonnen. Das Quartett um Schlussläuferin Allyson Felix setzte sich in 3:19,06 Minuten vor Weltmeister Jamaika (3:20,34) und Grossbritannien (3:25,88) durch. Für die 30-jährige Felix war es der sechste Olympiasieg der Karriere.

Die Männer-Staffel der USA tat es den Frauen gleich und holte ebenfalls Gold. Mit Schlussläufer LaShawn Merritt gewann die USA vor Jamaika und den Bahamas, die das Kopf-an-Kopf-Rennen mit Belgien um Platz 3 für sich entschieden.

The United States team from left, Natasha Hastings, Phyllis Francis, Allyson Felix and Courtney Okolo celebrate winning the gold medal in the women's 4x400-meter relay final during the athletics competitions of the 2016 Summer Olympics at the Olympic stadium in Rio de Janeiro, Brazil, Saturday, Aug. 20, 2016. (AP Photo/David J. Phillip)

... eingeflaggt zum zweiten. Bild: David J. Phillip/AP/KEYSTONE

Semenyas Solo

Das zu erwartende Siegerpodest gab es im Final über 800 m der Frauen. Caster Semenya aus Südafrika gewann in schnellen 1:55,28 Minuten vor Francine Niyonsaba aus Burundi und Margaret Wambui aus Kenia.

Um die drei Medaillengewinnerinnen war im Verlauf dieser Saison eine Diskussion entbrannt, weil die drei Afrikanerinnen intersexuell sind und im Vergleich zu anderen Frauen über einen erhöhten Testosteronwert verfügen.

2016 Rio Olympics - Athletics - Final - Women's 800m Final - Olympic Stadium - Rio de Janeiro, Brazil - 20/08/2016. Caster Semenya (RSA) of South Africa, Francine Niyonsaba (BDI) of Burundi and Margaret Wambui (KEN) of Kenya celebrate their gold, silver and bronze win respectively.  REUTERS/Dominic Ebenbichler FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS.

Noch mehr Flaggen. Bild: DOMINIC EBENBICHLER/REUTERS

Yego weint Silber-Tränen

Dank Thomas Röhler hat Deutschland 44 Jahre nach Klaus Wolfermann wieder einen Speerwurf-Olympiasieger. Der 24-Jährige kam im fünften Durchgang auf 90,30 Meter und feierte damit den grössten Erfolg seiner Karriere.

Silber ging an Weltmeister Julius Yego mit 88,24 Metern, der sich allerdings verletzte und die letzten zwei Würfe nicht mehr absolvieren konnte. Der Kenianer weinte im Rollstuhl sitzend bittere Tränen, gratulierte dem Deutschen jedoch später fair zum Olympiasieg. 

epa05504106 Julius Yego of Kenya is wheeled off after he sustained an injury in the men's Javelin Throw final of the Rio 2016 Olympic Games Athletics, Track and Field events at the Olympic Stadium in Rio de Janeiro, Brazil, 20 August 2016.  EPA/BERND THISSEN

Weltmeister Yego ist untröstlich. Bild: BERND THISSEN/EPA/KEYSTONE

Die Wasserballer aus Serbien sind Olympiasieger. Nach den Bronzemedaillen von Peking 2008 und London 2012 feierte der Weltmeister im Final von Rio de Janeiro einen 11:7-Sieg über Kroatien.

Die US-Basketballerinnen haben in Rio zum achten Mal Gold geholt, ihre beängstigende Serie ausgebaut. Das 101:72 im Final gegen Spanien war bereits der 48. Sieg nacheinander bei Sommerspielen.

Die Volleyballerinnen aus China sind zum dritten Mal Olympiasieger, Russlands Handball-Frauen haben zum ersten Mal Olympia-Gold gewonnen.

Die Schweizer heute

Mountainbiker Nino Schurter ist die letzte Goldhoffnung der Schweiz an den Spielen von Rio. Der Bündner will am Schlusstag im Rennen der Männer seine Medaillensammlung komplettieren und endlich Olympia-Gold holen. Für die Schweiz starten ausserdem Mathias Flückiger und Lars Forster. Mit von der Partie ist übrigens auch Strassen-Weltmeister Peter Sagan.

Switzerland's Nino Schurter looks on during a media conference of Swiss olympic Mountain Bike-team at the Main Press Center MPC at the Rio 2016 Olympic Summer Games in Rio de Janeiro, Brazil, pictured on Wednesday, August 17, 2016. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Ganz cool: Nino Schurter ist bereit. Bild: KEYSTONE

Marathon-Läufer Tadesse Abraham darf sich als 14. der Jahresweltbestenliste berechtigte Hoffnungen auf ein olympisches Diplom machen. Auch weil bei Olympia nur drei Konkurrenten pro Nation startberechtigt sind und er so sogar der Achtschnellste der Saison ist. Für den zweiten Schweizer Läufer Christian Kreienbühl ist dabei sein dagegen alles.

Der Medaillenspiegel

Die Schweiz (2-2-2) liegt auf Rang 33. (pre)

Alle Schweizer Medaillengewinner in Rio

Unvergessene Olympia-Momente: Sommerspiele

08.05.1984: Die Sowjets boykottieren Olympia. Eine Retourkutsche, die ihre Wirkung komplett verfehlt

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19.09.2000: Eric «The Eel» Moussambani säuft über 100 m Freistil fast ab und wird trotzdem zum grossen Star

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26.07.1992: Das beste Team, das jemals Basketball gespielt hat, verzaubert die ganze Welt

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Die Geschichte eines Bauernsohns, der im vorletzten Jahrhundert zum Olympiahelden wurde

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06.08.2012: Felix Sanchez schmuggelt Foto von totem Grosi unter die Startnummer und schafft das grösste Comeback der Leichtathletik

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06.08.1984: Carl Lewis holt sich zum ersten Mal Olympia-Gold in seiner Lieblingsdisziplin

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28.07.1984: Gaby Andersen-Schiess torkelt in der Hitze von LA völlig dehydriert über die Zielgerade des Olympia-Marathons

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25.07.1908: Wyndham Halswelle wird Olympiasieger über 400 Meter – weil er im Final der einzige Läufer ist

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18.10.1968: Bob Beamon springt so weit, dass nicht einmal das Massband reicht

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09.06.1924: Die Schweiz verpasst den Olympiasieg – aber wird Europameister!

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08.08.1992: Marc Rosset holt sich an Roger Federers 11. Geburtstag den einzigen grossen Titel, der dem «Maestro» noch fehlt

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28.8.1972: Mark Spitz holt sich die ersten zwei von sieben Goldmedaillen und schwimmt in jedem Rennen Weltrekord

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01.10.2000: Der Abschluss der Spiele von Sydney ist der Beginn der grossen Liebe zwischen Roger und Mirka

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16.10.1968: Tommie Smith und John Carlos sorgen für die berühmteste Siegerehrung bei Olympia

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26.08.1900: Ein Siebenjähriger wird zum jüngsten Olympiasieger aller Zeiten, aber bis heute kennt niemand seinen Namen

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17.08.2008: Amor trifft besser als der Sportschütze, der nur deshalb berühmt wurde, weil er auf die falsche Scheibe zielte

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04.08.2012: Das knappste Finale in der Olympia-Geschichte im Triathlon gewinnt Nicola Spirig dank einer unglaublichen Willensleistung

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17.09.1988: Zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Seoul gibt es geröstete Tauben

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Daniela Ryf und Nino Schurter sind die Schweizer Sportler des Jahres

Nino Schurter und Daniela Ryf wurden an den Credit Suisse Sports Awards in Zürich als Schweizer Sportler und Sportlerin des Jahres ausgezeichnet. Den Preis für das Team des Jahres erhielt die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft.

Zahlreiche Schweizer Sportler haben 2018 Ausserordentliches geleistet, deshalb präsentierte sich das Feld der Nominierten für die Sports Awards von heute hochkarätig wie selten zuvor. Mit Triathletin Daniela Ryf und Mountainbiker Nino Schurter setzten sich im Gegensatz zum Vorjahr, als Wendy Holdener und Roger Federer triumphierten, zwei Athleten durch, die eher aus Randsportarten stammen.

Die weiteren Awards in der TV-Gala gingen an Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer (Trainer …

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