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Weltverband sperrt russische Leichtathleten für Olympische Spiele

Russische Leichtathleten dürfen laut BBC und Sky News nicht an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro teilnehmen. Damit zieht der Weltverband die Konsequenzen aus Doping-Enthüllungen.

17.06.16, 17:21 17.06.16, 18:34


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Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hat die Sperre der russischen Leichtathleten auf unbestimmte Zeit verlängert. Das berichten übereinstimmend die Sender BBC und Sky sowie die russische Nachrichtenagentur Tass. Damit ist eine Teilnahme der Sportler an den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro ausgeschlossen.

FILE - In this Feb. 7, 2014 file photo the Russian and the Olympic flags wave during the opening ceremony of the 2014 Winter Olympics in Sochi, Russia. The credibility of the fight against doping in sports will be at stake Friday, June 17, 2016 when track and field's world governing body decides whether to uphold or lift its ban on Russian athletes ahead of the Rio de Janeiro Olympics. Sports geopolitics — and the key issue of individual justice vs. collective punishment — frame the debate heading into the meeting of IAAF leaders in Vienna.  (AP Photo/Patrick Semansky, file)

Russlands Leichtathleten werden bei den kommenden Olympischen Spielen nicht dabei sein.
Bild: Patrick Semansky/AP/KEYSTONE

Russlands Leichtathleten waren im November des vergangenen Jahres von der IAAF gesperrt worden, nachdem die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada in einem 323-seitigen Bericht Beweise für einen flächendeckenden, systematischen Betrug vorgelegt hatte. Demnach waren viele Erfolge russischer Leichtathleten das Ergebnis von Doping, der Vertuschung positiver Kontrollen sowie Korruption.

Die IAAF hatte Russland eine Liste mit Reformen an die Hand gegeben, die Sportminister Wladimir Mutko versprach, umzusetzen. Zuletzt hatte Präsident Sebastian Coe von «Fortschritten» gesprochen, die Wada kam jedoch in ihrem jüngsten Bericht zu einem anderen Schluss.

Demnach seien von Februar bis Mai dieses Jahres insgesamt 736 geplante Dopingproben aus unterschiedlichen Gründen nicht durchgeführt worden. Zudem berichtete die Wada von eklatanten Versäumnissen vieler Athleten bei der Angabe des Aufenthaltsorts.

Prominente Sportler von A bis Z, die mit Doping erwischt wurden

Putin spricht sich gegen Kollektivstrafe aus

Vor der Entscheidung, über die die BBC und Sky News berichten, hatte sich Russlands Staatspräsident Wladimir Putin zu Wort gemeldet. «Es kann keine Kollektivverantwortung aller Athleten geben. Das ganze Team kann nicht verantwortlich gemacht werden für einen Einzelnen, der gegen die Regeln verstossen hat», sagte der Kreml-Chef in St. Petersburg.

Putin wies ausserdem erneut Vorwürfe wegen systematischen und von staatlichen Stellen organisierten Dopings in seinem Land zurück: «Es gibt keine Unterstützung der Regierung für Regelverletzungen im Sport, besonders nicht in der Frage des Dopings, und es kann auch keine geben.»

Vor Putin hatte bereits Russlands Sportminister Wladimir Mutko die IAAF zur Berücksichtigung der Bemühungen seines Landes im Anti-Doping-Kampf aufgefordert. In einem offenen Brief an IAAF-Präsident Coe bat Mutko, die Suspendierung «zu überdenken».

Update: Nachweislich saubere Athleten sollen sich laut Nachrichtenagentur sda trotz allem um einen Einzelstart - eventuell unter olympischer Flagge - bewerben können.

bka/bam/dpa/AP

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ollowain 26.06.2016 13:16
    Highlight Das Russenbashing wird ja langsam aber sicher lächerlich....next level cold war...
    1 0 Melden
  • rodolofo 18.06.2016 08:26
    Highlight Die Russen wollten ihren sportlichen Erfolg um jeden Preis. Dafür riskierten sie die Gesundheit ihrer SportlerInnen.
    Diese skrupellose Haltung beginnt sich jetzt zu rächen.
    "Eher kommt ein Kamel durchs Nadelöhr, als ein Reicher ins Himmelreich!"
    Oder anders gesagt: "Vertrauen ist das wichtigste Kapital auf dem Weg zum Erfolg!"
    Ist das Vertrauen einmal zerstört, dann erhalten die Prestigeträchtigen Sportskanonen keinen Zugang mehr zu den Internationalen Wettbewerben, und es ist aus mit der Propaganda.
    Die schillernde Seifenblase ist geplatzt.
    Das "Russische Wintermärchen" ist vorbei...
    2 4 Melden
  • exeswiss 17.06.2016 23:46
    Highlight putin: «Es kann keine Kollektivverantwortung aller Athleten geben. Das ganze Team kann nicht verantwortlich gemacht werden für einen Einzelnen, der gegen die Regeln verstossen hat»
    WADA: 736 geplante Dopingproben aus unterschiedlichen Gründen nicht durchgeführt worden
    wait, what?!
    2 1 Melden
  • silverback 17.06.2016 22:38
    Highlight Wenn etwas vorauszusehen war, dann das. Amen.
    6 6 Melden
    • oskar 18.06.2016 02:02
      Highlight ich höre den grössenwansinnigen im kreml schon zetern und drohen. einmal mehr spielen die russen unfair...
      2 1 Melden
  • Cool Beans 17.06.2016 21:44
    Highlight Ich hoffe Athleten können irgendwie antreten, auch mit anderer Fahne. Sonst war die harte für nix, Ich meine die die nicht gedopt haben.
    7 1 Melden
  • MARC AUREL 17.06.2016 21:08
    Highlight Richtig so! Die Russen ( vorallem Putin und seine Marionetten) glauben sie könnten sich alles erlauben!
    15 12 Melden
    • Pasch 17.06.2016 21:52
      Highlight Guck mal über dir... Schneid die Fäden durch die dich lenken zu solchen Aussagen.
      9 17 Melden
  • Pasch 17.06.2016 20:47
    Highlight Wie hat mal jemand gesagt: Alle dopen, soll es doch legal sein, dann weis man wenigstens was am besten wirkt. Oder so ähnlich...
    9 15 Melden
  • retofit 17.06.2016 19:42
    Highlight Unglaublich, was für eine Heuchelei...
    9 16 Melden
  • R&B 17.06.2016 19:31
    Highlight Richtig so!
    17 9 Melden
  • ramonke 17.06.2016 19:12
    Highlight nice!
    16 7 Melden

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