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Der Auftakt war perfekt: Neff und Indergand an der Spitze. Bild: Victor R. Caivano/AP/KEYSTONE

Ratlose Neff nach Rang 6: «Ganz offensichtlich lief etwas nicht so, wie es hätte sollen»

Für Jolanda Neff endete das Mountainbike-Rennen in Rio mit einer Enttäuschung. Die Ostschweizer Mitfavoritin verpasste die Medaillenränge und muss sich mit Platz 6 begnügen.

20.08.16, 19:48 21.08.16, 09:56

Bis kurz nach Rennhälfte konnte Jolanda Neff mit der Spitze mithalten, ehe sie sichtlich geplagt von Rückenschmerzen abreissen lassen musste. Am Ende fehlten der Europameisterin 62 Sekunden zur Bronzemedaille.

Die Rückenprobleme, die Neff seit ihrem Sturz bei ihrem Weltcupsieg in La Bresse vor drei Monaten behindern, machten ihr damit erneut einen dicken Strich durch die Rechnung. Bereits bei der WM im Juli in Tschechien musste Neff von Schmerzen geplagt als Neunte einen herben Dämpfer einstecken.

Neff streckt sich wegen ihrer Rückenprobleme während des Rennens. Bild: KEYSTONE

Den Rücken wollte Neff unmittelbar nach dem Rennen aber nicht als Grund für das Verpassen des grossen Ziels geltend machen. «Ich spürte den Rücken, aber es gehört auch dazu, dass alles funktioniert», sagte sie im SRF-Interview. «Ich kann nur mir selber einen Vorwurf machen. Ich weiss nicht, was ich im Vorfeld hätte anders machen sollen, aber ganz offensichtlich lief etwas nicht so, wie es hätte sollen.» Neff gewann damit wie im Rad-Strassenrennen ein Diplom, sie stellte aber klar: «Ich kam mit einem anderen Ziel nach Rio, als zwei Diplome zu holen.»

Diplom für Indergand

Olympiasiegerin wurde die 22-jährige Schwedin Jenny Rissveds. Die U23-Weltmeisterin setzte sich mit 37 Sekunden Vorsprung vor Maja Wloszczowska aus Polen durch. Bronze ging an die Kanadierin Catharine Pendrel, die Weltmeisterin von 2014.

Linda Indergand, die zweite Schweizerin am Start, zeigte eine gute Leistung und sicherte sich als Achte ein olympisches Diplom. Die 23-jährige Urnerin hatte das Rennen zu Beginn zweieinhalb von sechs Runden angeführt, ehe sie der Spitze nicht mehr folgen konnte. (ram/sda)

Das Podest: Wloszczowska (Silber), Olympiasiegerin Rissveds und Pendrel (Bronze). Bild: FAZRY ISMAIL/EPA/KEYSTONE

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 21.08.2016 08:40
    Highlight Schade für Neff war es ausgerechnet Indergand die bereits so früh in den Angriff ging, Neff hat sich in der Verfolgergruppe und später an der Spitze zu stark verausgabt. Vielleicht war es ein Fehler in die Verfolgergruppe einzusteigen, zwar haben 2 der 7 Verfolgerinnen eine Medaille gewonnen, aber die Bronze-Medaille für Pendrel (die nach einem Sturz am Ende der ersten Runde 25. war) zeigt dass man auch aus dem Feld Chancen hat, zumal man so seine Kräfte besser verwalten kann. Hoffentlich hat Nino heute mehr Erfolg, auch wenn Absalon alles für Gold Nummer 3 tun wird.
    1 1 Melden
  • Zeit_Genosse 21.08.2016 06:01
    Highlight Die Schweizerinnen haben sich in den ersten Runden verausgabt, das Tempo gemacht und viel Führungsarbeit geleistet und sind dann regelrecht eingebrochen. Das gilt es von der Taktik her zu analysieren.
    6 2 Melden
  • Mehmed 21.08.2016 00:23
    Highlight Nino Schurter wirds dann morgen bei den Männern hoffentlich richten.
    14 0 Melden
  • Fischra 21.08.2016 00:09
    Highlight Unsere Sportler sind Top. Ich habe einfach den Eindruck dass sie zu wenig Mentale Unterstützung erhalten um die Leistung im entscheidenden Augenblick auch abrufen zu können. Jolanda Näf ist eine tolle Sportlerin und wird sicher bei der nächsten Olympiade brillieren.
    9 3 Melden
  • Bulwark 20.08.2016 23:24
    Highlight Vielleicht hätte Sie nicht immer an den Wasserflaschrn vorbei fahren sollen? Habe mich gewundert, weshalb Sie sich nie eine schnappte, obwohl es gegen die 30°C war..
    2 17 Melden
    • Fischra 21.08.2016 00:09
      Highlight Sie weiss schon was sie braucht.
      12 3 Melden

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