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epa05411123 Yuliya Stepanova of Russia competes in 800m Women Qualifying Rounds at the European Athletics Championships at the Olympic Stadium in Amsterdam, The Netherlands, 06 July 2016.  EPA/MICHAEL KAPPELER

Julia Stepanova löste mit ihrem Geständnis den ganzen Skandal so richtig aus.
Bild: EPA/DPA

Ist Russland wirklich das «Doping-Reich der Bösen»?

Russland gilt inzwischen im Olympischen Sport als «Reich des Bösen». Zu Recht? Sicher ist nur eines: Russlands Sport tickt ganz anders.

24.07.16, 21:23 25.07.16, 07:01


Das hat es in der Geschichte der Olympischen Spiele noch nicht gegeben. Russland drohte wegen «Staatsdoping» die Verbannung von den Spielen in Rio. Die Vorwürfe, durch zahlreiche Untersuchungen erhärtet, sind massiv. Russland soll mit Hilfe des Staates in mindestens 20 Sportarten systematisch gedopt und die Kontrollen bei den Winterspielen in Sotschi manipuliert bzw. gar nicht durchgeführt haben. 15 von 33 russischen Medaillengewinner seien gedopt gewesen. Wahrlich, ein «Reich des Bösen».

Viele Kreise haben den Ausschluss der russischen Sportlerinnen und Sportler für Rio gefordert. Es ist das erste Mal, dass im olympischen Sport eine «Kollektivstrafe» thematisiert wurde. Die Hardliner haben sich nicht durchgesetzt. Im IOC gibt es auch Stimmen der Vernunft. Andere Beobachter sind enttäuscht über den Entscheid.

FILE - This is a Tuesday, Feb. 18, 2014 file photo of  international Ice Hockey Federation President Rene Fasel as he answers a question during a news conference addressing hockey issues at the 2014 Winter Olympics in Sochi, Russia.  NHL players will probably not compete at the next Winter Olympics in 2018 because of a lack of money to cover insurance, Rene Fasel the head of the International Ice Hockey Federation has told The Associated Press.(AP Photo/Mark Humphrey)

René Fasel kann die Entscheidung des IOC aus juristischer Sicht gut verstehen.
Bild: Mark Humphrey/AP/KEYSTONE

«Kollektivstrafen sind nicht zulässig»

Der Schweizer René Fasel, langjähriges IOC-Mitglied und einer der weltweit einflussreichsten Sportfunktionäre gilt zwar als Freund von Wladimir Putin. Aber er hat ein zwingendes juristisches Argument gegen die «Kollektiv-Strafe»: «Es gibt auch im Sport eine Rechtsstaatlichkeit. Kollektivstrafen sind nicht zulässig und es geht nicht, dass jemand von den Spielen ausgeschlossen wird, der sich nichts hat zuschulden kommen lassen.»

Die zentrale Frage bleibt: Ist Russlands Sportkultur tatsächlich so «böse», dass der generelle Ausschluss von Sportlerinnen und Sportlern gerechtfertigt gewesen wäre? Nein. Aber Russlands Sportkultur ist anders. Sie verstört westliche Beobachter durch eine im Westen undenkbare Masslosigkeit und Rücksichtslosigkeit.

Ein Blick zurück hilft, die Gegenwart zu verstehen. Der russische Sport hat keine lange Tradition und keine im Westen selbstverständliche Gewaltentrennung. Erst 1951 ist die Sowjetunion ins IOC aufgenommen worden. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten Russlands Sportler acht Medaillen geholt und einen einzigen Olympiasieger gefeiert: 1908 durch Nikolai Panin in London im Eiskunstlaufen. 1896,1920, 1924, 1928, 1932, 1936, 1948 und bei den Winterspielen 1952 fehlten die Russen. Aber seit 1952 sind es 1861 Medaillen, davon 706 goldene. Nur die USA sind in der olympischen Gesamtbilanz noch besser.

Alexander Popov from Russia looks on after his 100m Freestyle qualifying heat at the Athens Olympic Aquatic Centre, Tuesday 17 August 2004.    epa/dpa  Kay Nietfeld EPA/Kay Nietfeld

Alexander Popov: Holte einige der 1861 Olympiamedaillen für Russland
Bild: EPA

Schon Kommunisten setzten auf den Sport

So wie das agrarische Russland nach der Revolution rücksichtslos industrialisiert und militarisiert worden ist, so haben die Kommunisten, als sie den Propagandawert erkannten, den Sport aufgebaut. Die Sportkultur ist in Russland nicht unter den Augen einer kritischen Öffentlichkeit von der Basis her vom Volksvergnügen zum Business gewachsen wie im Westen. Der russische Sport ist vom Staat mit unbegrenzten Ressourcen von oben nach unten in kürzester Zeit «aus dem Boden gestampft» worden und konnte und kann ohne staatliche Zuschüsse nicht existieren.

Trotz der gleichen Organisation wie im Westen (Fachverbände, nationales Olympisches Komitee) hat das letzte Wort immer das Sportministerium. Für den Erfolg waren (und sind) offensichtlich alle Mittel recht – wie es eben in der Geschichte des russischen Staates liegt. Nach dem Schock von Vancouver 2010 – nur dreimal Gold, Platz 11 im Medaillenspiegel – strebt Russland erst recht mit allen Mitteln die Rückkehr zum Erfolg an. Der Vorwurf, der Staat decke und unterstütze mit Hilfe des Geheimdienstes das Hantieren in der Doping-Giftküche, trifft bei dieser zentralistischen Struktur den Kern der Sache.

epa04092792 An athlete walks past the sign at the Doping Control Station in Laura Biathlon Center at the Sochi 2014 Olympic Games, Krasnaya Polyana, Russia, 21 February 2014. Biathlete and double Olympic cross-country champion Evi Sachenbacher-Stehle is the German athlete at the Sochi Games to fail a doping test, German news agency dpa has learned from reliable sources, 21 February 2014. There was no immediate confirmation from the German Olympic Sports Association DOSB. Sachenbacher-Stehle, 33, who has won five Olympic medals in cross-country skiing, just missed her first biathlon medal in the 12.5km mass start race on Monday when she finished fourth. She won a team sprint cross-country gold in Vancouver in 2010 and a cross-country relay gold in Salt Lake City in 2002. She also has three silvers between 2002 and 2010. In its statement 21 February, the DOSB said it had been informed by the International Olympic Committee (IOC) on Thursday evening that an A sample of a doping test on a member of the German team showed an abnormal reading. The back-up B sample of the test will be opened for analysis Friday when a hearing by the IOC disciplinary committee will also be held, the DOSB statement said.  EPA/HENDRIK SCHMIDT

In Sotschi war Russland wieder top, aber in Vancouver nur Elfter im Medaillenspiegel.
Bild: HENDRIK SCHMIDT/EPA/KEYSTONE

Die absolute Macht des Staates im Sport zeigte sich ja auch 1984: aus politischen Gründen (Retourkutsche für den Boykott der Spiele von 1980 in Moskau der westlichen Staaten) wurde der Verzicht auf die Spiele in Los Angeles verordnet ohne die Sportverbände oder die Sportler nach ihrer Meinung zu fragen. Geldprobleme gibt es bei olympischen Sportarten auch nicht. «Russlands Sport hat beinahe unbegrenzte Mittel zur Verfügung, die Investitionen dürften heute sogar höher sein als zu den Zeiten der Sowjetunion.» Das sagt Wladimir Karpow*, einer der besten Kenner des russischen Sportes. Er war in Moskau Sportjournalist, ehe er in den 1990er Jahren in den Westen Kanadas auswanderte und nicht mit seinem richtigen Namen zitiert werden will.

«Die Summen sind astronomisch»

«Niemand kennt die genauen Zahlen. Aber die Summen sind astronomisch und dürften viel höher sein als die Investitionen in den US-Sport. Es ist ein Prinzip, das in Russland auch in anderen Bereichen gilt: So viel wie nur irgendwie möglich einsetzen. So steigen die Chancen auf einen Gewinn, der mit den «Partnern» geteilt werden kann …» Quantität, die Qualität bringen soll. Eine gewisse Masslosigkeit und Rücksichtslosigkeit.

FILE - In this July 28, 1984 file photo Bill Suiter

Als der Rocket Man in Los Angeles startete, war kein russischer Athlet bei Olympia 1984. Aus Protest.
Bild: Rusty Kennedy/AP/KEYSTONE

Russland ist seit Ewigkeiten ein totalitärer Staat. Totalitär war das Regime des Zaren, der Kommunisten und totalitär ist mehr oder weniger die Regierung von Wladimir Putin. Es fehlt den Sportmachern die westliche Sensibilität für Recht und Gesetz. Kritische Medien haben sie auch nicht zu fürchten. Um es etwas frivol auszudrücken: In westlichen Ländern wird vorsichtiger gedopt. Die Angst, erwischt zu werden, ist im Westen ausgeprägter, zumal es auch eine kritische Öffentlichkeit und unabhängige Medien gibt.

Es hat schon seinen Grund, warum der damalige IOC-Präsident Siegfried Edström beim IOC-Kongress 1951 in Wien, bei dem die UdSSR in den Kreis der olympischen Nationen aufgenommen worden ist, den sowjetischen Abgesandten Konstantin Andrianow eindringlich fragte: «Herr Andrianow, Ihnen muss bekannt sein, dass nicht nur Muskelkraft zu den olympischen Tugenden gehören. Jeder, der sich entschliesst, in unsere Bewegung einzutreten, muss Ehre und Tapferkeit besitzen, muss für Gerechtigkeit eintreten und sich an unsere Regeln halten. Sind Sie mit diesen Prinzipien einverstanden?» Er war es.

Aber auch das gehört in einem gewissen Sinne zum Selbstverständnis der Politik (in Russland ist Sport immer Politik): Zusagen machen und sich nicht darum scheren. Am 19. Juli 1952 werden die Spiele in Helsinki eröffnet und am nächsten Tag holt die Diskuswerferin Nina Romaschkowa das erste Gold des sowjetischen Sportes. Die Sowjets reisen 1952 mit einer 295-köpfigen Delegation nach Helsinki, und gewinnen bei ihren ersten Spielen 71 Medaillen. Russland (bzw. die UdSSR) ist auf Anhieb eine Sport-Weltmacht, nur von den USA übertroffen. So ein Aufstieg geht nur mit Hilfe des Staates und dem rücksichtslosen Einsatz aller Mittel.

epa05439101 (FILE) A file picture dated 23 February 2014 of the Olympic flag (L) and the Russian flag (R) during the Closing Ceremony of the Sochi 2014 Olympic Games in the Fisht Olympic Stadium in Sochi, Russia. The International Olympic Committee (IOC) on 24 July 2016 announced that Russia will not receive a blanket ban from the Rio 2016 Olympic Games following the country's doping scandal. The IOC said that it would be the responsibility of the individual sports federations to check the doping records of Russian competitors under its jurisdiction.  EPA/HANNIBAL HANSCHKE *** Local Caption *** 52752743

Russland und Olympia: Das wird in diesem Jahr ganz speziell sein.
Bild: EPA/DPA FILE

Die «Doping-Druiden» der westlichen Sportmedizin sind besser

Der russische Sport dürfte beim Rühren in den Doping-Hexenkesseln, um es wieder etwas frivol zu sagen, ein ähnliches Problem haben wie in der Wirtschaft: Ein technologischer Rückstand, der seit den späten 1980er Jahren immer grösser wird und mit zum Untergang der Sowjetunion beigetragen hat. Die Druiden der westlichen Sportmedizin sind besser.

Und so wird beim Bemühen, diesen Rückstand aufzuholen, zu jenen unkonventionellen Mitteln gegriffen (Betrug, Korruption), die Russland heute auch in anderen Lebensbereichen schwer zu schaffen machen. Wladimir Karpow* sagt es so: «Der Sport ist in Russland keine Insel der Seligen. Der Sport hat die gleichen Probleme wie die anderen Bereiche der Gesellschaft auch.»

*Name der Redaktion bekannt.

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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bruno Wüthrich 25.07.2016 19:27
    Highlight So lange es Reglemente über Doping gibt, an die sich gewisse Sportler halten, so lange ist es Betrug, wenn sie jemand bricht. Es ist sowohl ein Betrug am Sport, als auch an seinen Konkurrenten, an letzteren sowohl in sportlicher als auch in wirtschaftlicher Hinsicht.

    Wenn man sich überlegt, wie gut ein Olympiasieg - in gewissen Sportarten - vermarktbar, und wie gross die Differenz zur Vermarktbarkeit des Zweitplatzierten ist, so kommt man darauf, dass sich ein gedopter Olympiasieger nicht nur zu Unrecht den Ruhm abholte, sondern sich auch ungerechtfertigt und zum Nachteil anderer bereicherte.
    0 0 Melden
  • Cool Beans 25.07.2016 10:21
    Highlight «Kollektivstrafen sind nicht zulässig» fertig aus!
    4 5 Melden
  • constructor 25.07.2016 09:18
    Highlight Als die österreichischen Biathleten Olympia 2006 in Turin gedopt waren, hatte Bode Miller so aus "Spass" gesagt, dass man darüber nachdenken sollte, Doping zu legalisieren, weil es sowiso schon sehr viele positive Dopingtests gegeben hatte. Ich habe schon 15 Olympiaden gesehen und habe zuviel gesehen und erlebt. Ich bin nachwievor der Meinung, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt, dieses "Problem" zu lösen.
    1. Man sperrt einen Sportler auf Lebenszeit, wenn bei ihm die A und B Probe positiv ist. 2. Man legalisiert Doping, aber Drogen bleiben verboten.
    Alles andere ist verlogen und scheinheilig.
    5 1 Melden
  • -woe- 25.07.2016 07:31
    Highlight Die russischen Institutionen (nationale Verbände, nationale Dopingagentur, nationales olympisches Komitee) halten sich nicht an die olympische Charta. Im Gegenteil: Sie werden vom Staat darin unterstützt, die Regeln zu umgehen. Darum scheint mir ein Ausschluss nicht nur gerechtfertigt, sondern sogar zwingend.

    Und ja, es wird Unschuldige treffen, die dieses Treiben nicht gut heissen. Wie es immer Unschuldige trifft, wenn Staaten mit Sanktionen belegt werden. Seien dies wirtschaftliche, politische oder - wie hier - sportliche Sanktionen.
    17 8 Melden
  • Yolo 24.07.2016 23:16
    Highlight Die anderen lassen sich nur nicht erwischen...
    30 12 Melden
  • Sodeli 24.07.2016 23:01
    Highlight Die DDR hat staatlich gedopt, auch Russland macht es so. Das IOC ist ein Trauerhaufen. Dieser Entscheid ist absolut daneben. Auch hier hat die Diktatur Russland alles im Griff, vor allem IOC Mitglieder. Die FIFA lässt grüssen.
    31 21 Melden
  • bear 24.07.2016 22:37
    Highlight Politik und Sport (Olympia) sollten unbedingt getrennt werden.
    17 3 Melden
  • DomiNope 24.07.2016 22:37
    Highlight Die Sportler die nicht gedopt haben tun mir leid.
    18 2 Melden
    • ndee 25.07.2016 00:09
      Highlight Da mach dir mal keine Sorgen. Die kannst du dir an einer Hand abzählen 😉
      15 23 Melden
    • elmono 25.07.2016 06:47
      Highlight @Radiochopf. Bolt wurde auch nie Doping nachgewiesen, obwohl sämtliche seiner Jamaicakollegen (Frauen und Männer) positiv getestet wurden und Jamaica für seine Dopingkultur bekannt ist. Hat er jetzt nicht gedopt? Wer ernsthaft glaubt die Weltelite im Spitzensport sei dopingfrei ist ziemlich naiv. Bei Kraft- und Ausdauersportarten wird keiner auf dem Treppchen stehen, der nicht nachgeholfen hat. Für mich ist das voll ok, denn der Konsumt will keinen 100 Meter lauf sehen der 12 Sekunden dauert, sondern Spektakel und einen neuen WR.
      18 4 Melden
    • elmono 25.07.2016 12:54
      Highlight @ Malin.B und dann willst du mir sagen, dass ein nicht unterstützter Athlet irgendwas gewinnen kann, wenn nicht die komplette Weltelite "sauber" ist? Bei Olympia steht die genetische Elite der jeweiligen Sportart im Hauptteilnehmerfeld und da entscheidet am Ende das jeweilige Dopingprogramm. Nationen mit viel Geld kreieren irgendwelche Designersubstanzen, die nicht mal auf dem Rader der WADA stehen. Weniger gutbetuchte Nationen greifen auf üblichere Substanzen zurück und ab und an geschieht ein Fehler bezüglich rechtzeitiger Absetzung (Halbwertzeit), was dann zu den "Funden" führt.
      1 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Beobachter24 24.07.2016 22:18
    Highlight @Klaus Zaugg

    Ich will Russlands Doping-Vergehen nicht schön reden.
    Ich kann mir vorstellen, dass die Vorwürfe, die McLaren in seinem Bericht erhebt, tatsächlich alle zutreffen.

    ABER: Nach meinem Verständnis stützt sich die WADA, McLaren und sein Bericht einzig und allein auf einen Kronzeugen. Das halte ich für recht dürftig.

    Herr Zaugg, sie schreiben: "Die Vorwürfe, durch zahlreiche Untersuchungen erhärtet".
    Ich bitte sie hiermit, wenigstens ein paar dieser "zahlreiche[n] Untersuchungen" zu nennen.
    Ein Karpow - Name der Redaktion bekannt - ist dann doch zu wenig.

    Besten Dank im Voraus!
    37 19 Melden
  • Luca Brasi 24.07.2016 21:50
    Highlight Eine Runde Mitleid und ein Taschentuch für die armen Russen, bitte! Immer so missverstanden, nur weil sie anders sind. *Krokodilstränen wegwischend*
    39 27 Melden
  • AJACIED 24.07.2016 21:48
    Highlight Was lafern hier so viele von einer kollektiven Strafe!!!
    Oder von dem das Russlands Sportler zuhause bleiben sollen!!
    Das heisst zB. ein Bogenschiesser müsste auch zuhause bleiben!! Wow sehr fair Sportsleute!!
    Dieses Russland bashing wird zur Mode! Viele schiessen sich auf Russland ein möchte aber nicht wissen welche Länder sonst auf den heissen Stuhl müsste
    32 47 Melden
    • naitsabeS 25.07.2016 03:34
      Highlight Es wurde kollektiv als Russischer Staat gedopt und kollektiv vertuscht. Man könnte sagen das eine kollelktive Strafe angebracht wäre
      17 11 Melden
  • Stachanowist 24.07.2016 21:44
    Highlight Das heutige Russland sei "totalitär", schreibt der Autor. Das ist bei aller berechtigten Kritik am Putin-Regime Quatsch. Auch war das Zarenreich nicht totalitär. Putinrussland und das Zarenreich sind autoritäre Regime par excellence, keine totalitären Regime. Die Sowjetunion war totalitär, insbesondere unter Stalin. Vielleicht mal den Unterschied googeln, bevor man solche Behauptungen aufstellt.

    Es stört mich wirklich, wie fahrlässig auf Watson mit Begriffen wie Faschismus oder Totalitarismus rumhantiert wird.
    41 21 Melden
  • Der Tom 24.07.2016 21:40
    Highlight Ja... sonst dopt niemand! Auf gar keinen Fall!
    32 11 Melden
    • Hoppla! 24.07.2016 23:02
      Highlight Sagt wer? Aber meist wird die "Sportentwicklung" nicht noch vom Staat* gesteuert.

      * Ist es nicht irgendwie absurd, dass sich der Staat um Spitzensport kümmert? Gäbe es nicht weit wichtigere Themen die behandelt werden müssten als ein paar Olympiamedallien?
      12 3 Melden
    • SemperFi 25.07.2016 14:33
      Highlight @Hoppla!: Natürlich ist es absurd, aber wenn sich ein Staat eben hauptsächlich über sportliche Erfolge definiert...
      1 0 Melden

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