Sport
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Wird von den Locals gefeiert: Silber-Gewinnerin Nicola Spirig.  Bild: KEYSTONE

Brasilianer bejubeln sie fast so frenetisch wie ihre Fussballer – so wurde Silber-Spirig empfangen

Die sechste Schweizer Medaillengewinnerin Nicola Spirig hat an ihrer Feier im House of Switzerland harte Konkurrenz: von jubelnden brasilianischen Fussballfans und von ihrem Sohn.

21.08.16, 05:54 21.08.16, 08:45

Um 20 Uhr hätte Spirig auftreten sollen. Doch da war das Fussball-Finalspiel zwischen Brasilien und Deutschland noch in vollem Gang. Mehrere hundert brasilianische Fans verfolgten die Partie auf einer Leinwand vor dem Schweizer Haus. Zehn Minuten später dann der erlösende Treffer im Penaltyschiessen:

Schon auf der Strecke viele Schweiz-Fahnen

Die Menge tobte, schrie und tanzte. Und machte danach schon bald Platz für die 34-jährige Zürcher Unterländerin.

Sie habe schon an der Strecke viele Schweizer Fahnen gesehen, sagte Spirig. Sie sei «sehr, sehr glücklich» mit der Silbermedaille. Das waren vorerst ihre einzigen Quotes, denn das nächste Störmanöver folgte auf dem Fuss: Ihr dreieinhalbjähriger Sohn Yannis war mit den Interviewplänen der Mutter nicht ganz einverstanden und klammerte sich an ihr Bein. «Muesch schnell warte», sagte der Moderator, zuerst sei jetzt der Onkel auf der Bühne mit seinen Fragen dran.

Konnte sich schon während des Rennens nicht über mangelnde Unterstützung beklagen: Nicola Spirig. Bild: LARRY W. SMITH/EPA/KEYSTONE

Bevor sich die Triathletin von der Bühne verabschiedete und ein paar Meter weiter zum Medientermin ging, zeigten sich die Brasilianer äusserst flexibel: Fast so frenetisch, wie sie vorher ihre Fussballmannschaft bejubelt hatten, applaudierten sie nun der Schweizer Silbermedaillen-Gewinnerin.

Beach-Start-Training in St.Moritz

An der Pressekonferenz war dann doch noch einiges zu erfahren. Etwa, dass sie den Beach-Start fürs Schwimmen in den Bergen trainiert hatte («Das war gar nicht einfach in St.Moritz») oder dass sie ihre Konkurrentin und spätere Gewinnerin Gwen Jorgensen mit dem Gespräch über die Führung auf der Laufstrecke «psychisch aus dem Rhythmus bringen» wollte – und dass ihre Zukunft auf der Langdistanz liegen könnte.

Empfang im House of Switzerland: Nicola Spirig präsentiert ihr Edelmetall. Bild: KEYSTONE

Das wäre zwar laut Spirig nicht ganz einfach mit der Familie zu vereinbaren, sei aber «naheliegend». Sie habe immer gesagt, Rio seien ihre letzten Olympischen Spiele als Triathletin. Aber vielleicht habe ihr Trainer Brett Sutton noch «eine andere verrückte Idee», die sie dann ausprobiere. Eines ist klar, antwortete sie auf eine Journalistenfrage: «Ich werde sicher keine Schützin.» (sda)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Hans der Dampfer 21.08.2016 11:25
    Highlight Also das ist sicher eine ganz tolle Leistung für die Spirig gratuliert werden muss aber nachdem sie die Dominatorin war in den letzten Jahren hatte ich doch mit Gold gerechnet auch wenn sie eine Verletzung Anfang des Jahres etwas zurück warf.
    0 13 Melden
    • Sveminem 21.08.2016 15:10
      Highlight Wie wäre es mit ein paar Kommas? Erleichtert das Lesen ungemein...
      1 1 Melden

Der heimliche WM-Sieger – ein Klotener, der nicht absteigt

Eine der erstaunlichsten Leistungen bei dieser WM ist beinahe übersehen worden: Der Klotener Patrick Obrist (25) ist mit Österreich nicht abgestiegen.

Ein Klotener an der WM? Gibt es das? Captain Denis Hollenstein und unser letztjähriger WM-Topskorer Vincent Praplan sind ja nicht in unser WM-Team berufen worden.

Aber Österreichs Nationaltrainer Roger Bader hat Patrick Obrist (25) wie schon vor einem Jahr beim Aufstieg ins WM-Team geholt. «Es ist unser bester Defensiv-Center und im Box-Play Weltklasse. Er ist robust und schnell genug, um auf WM-Niveau mithalten zu können. Es ist mir ein Rätsel, warum er in Kloten am Flügel spielen musste.»

So …

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