Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Samuel Schmid, President of the IOC Inquiry Commission and former President of Switzerland, reacts during a press conference after an Executive Board meeting, in Lausanne, Switzerland, Tuesday, December 5, 2017. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Alt-Bundesrat Samuel Schmid hat die Russen des systematischen Dopings überführt. Bild: KEYSTONE

Samuel Schmid sperrt Russen aus: «Ich habe keine Angst vor Putin»

Aus dem Ruhestand auf die Weltbühne. Alt-Bundesrat Samuel Schmid verbannt als IOC-Untersuchungsleiter die russische Olympia-Mannschaft aus Südkorea. Nun verrät der 70-Jährige Berner, wie er dabei vorgegangen ist. 

07.12.17, 04:20 07.12.17, 08:47


Nach 9 Jahren ist er aus der Versenkung aufgetaucht. Ausgerechnet der als Bundesrat oft getadelte Berner legt sich auf der Weltbühne mit Wladimir Putin an. Der Seeländer hat als Leiter der IOC-Kommission Russland wegen systematischen Dopings von den olympischen Winterspielen suspendiert. 

Wie hat Schmid die Russen überführt? Angefangen habe alles mit Indiskretionen von russischen Athleten. Dann habe man  Berichte, Tausende Mails, Tagebucheinträge und Dokumente analysiert und mit Whistleblowern und Zeugen gesprochen.

Keine Angst vor Putin 

«Dabei haben wir festgestellt, dass das russische Doping im Vorfeld von Sotschi eine systematisch aufgezogene Operation war, die bis in sehr hohe Verwaltungskreise reichte», sagt Schmidt in einem Interview mit dem Blick. Man habe aber keine Hinweise, dass Putin direkt involviert gewesen sei – dies im Gegensatz zum Sportminister. 

Mit dem Ausschluss haben Schmid und das IOC die Russen gedemütigt. Während den Ermittlungen habe er sich aber nie bedroht gefühlt. «Ich habe keine Angst vor Putin. Aber wir hockten auch nicht blauäugig im Gelände». Man habe Sicherheitsmassnahmen ergriffen, damit die Kommission nicht ausspioniert oder gehackt worden sei. 

«Meine Mission ist erfüllt. Aber nun wird mir sicher nicht langweilig. »

Samuel Schmid

Die Zusammenarbeit mit den Russen sei aber sehr schwierig gewesen. Briefe und Einladungen seien nie beantwortet worden. 

Samuel Schmid hatte sich nach seinem Rücktritt als Bundesrat aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. An ein grosses Comeback denkt er jetzt aber nicht: «Meine Mission ist erfüllt. Ich habe auch noch andere Engagements. Mir wird sicher nicht langweilig», so Schmid zum Blick. 

(amü)

2000 Kilometer quer durch Griechenland

Video: srf/SDA SRF

Das könnte dich auch interessieren:

Genital-Check bei jungen Flüchtlingen: Jetzt intervenieren Fachleute und Politik

Wie ein Fussball-Teenie 600'000 Franken für Koks und Alk verprasste und abstürzte

Wir haben kürzlich dieses BMW-Plakat gesehen – und hatten da ein paar Fragen

Das passiert, wenn Manchester-Fans beim FC Basel nach Champions-League-Tickets fragen 😂

«NACHBARN AUFGEPASST» – Wie eine Touristin in Deutschland zur Einbrecherin erklärt wurde

St.Gallen verbietet Burkas – 3 Dinge, die du dazu wissen musst

Diese 9 Schweizer Orte liebt das Internet (zu sehr)

Mehr als nur Sex zwischen Bäumen: Wie dieser Wald im Aargau zum «Schwulewäldli» wurde

Trump Jr. postet dieses Fake-Bild – und wird vom Moderator komplett demontiert

iOS 12 ist hier – das sind 13 nützliche Tipps für iPhone-User

Instagram vs. Realität – wie es hinter den perfekten Fotos wirklich aussieht

Riesen-Show von Shaqiri – deshalb wechselte ihn Klopp trotzdem in der Halbzeit aus

Autistin flüchtet aus Angst vor SBB-Ticket-Kontrolle – und wird hammerhart bestraft

Diese 19 Comics zeigen, wie sich Depressionen und Angst anfühlen

Sex, Lügen und Politik: Der Fall Kavanaugh erinnert an die Hetze gegen Anita Hill

Das essen wir alles in einem Jahr

Unsere Liebe zu den Bauern endet beim Portemonnaie

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

5
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ollowain 07.12.2017 13:15
    Highlight Feindbild Russland gestärkt, bravo! Ich hoffe die Mitläufer wissen was man unter dem Begriff Vasall versteht...
    14 13 Melden
  • Luca Brasi 07.12.2017 12:12
    Highlight Wer Blocher und die ganze SVP überlebt hat, dem macht der Putin keinen Bammel. 😆
    37 9 Melden
  • Quacksalber 07.12.2017 10:45
    Highlight Einfach Klasse und auch typisch für unsere Schweiz.
    15 4 Melden
  • cheko 07.12.2017 08:55
    Highlight Starkes Statement von Herr Schmid!
    29 9 Melden

Heute ist Start der National League! Diese 7 neuen Regeln musst du kennen

Bevor du in der National League wieder mitreden willst, musst du die aktuellen Regeländerungen kennen. Wir haben die sieben Punkte für dich zusammengefasst.

Endlich ist es so weit, nach Monaten des Wartens geht heute die National League wieder los. Doch Spieler – insbesondere die Torhüter –, Schiedsrichter und Fans müssen sich auf einige wichtige Regelanpassungen gefasst machen. Wir verschaffen dir den Überblick über die sieben Änderungen.

Diese Änderung wird dir als Hockey-Fan sofort auffallen, wenn du heute Abend ins Stadion läufst, oder den Fernseher einschaltest: Die Torräume auf dem Eis haben eine neue Form – die gleiche, die sie in der NHL …

Artikel lesen