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epa06518076 Jenny Perret of Switzerland reacts as she and Martin Rios play Anastasia Bryzgalova and Aleksandr Krushelnitckii of the Olympic Athlete from Russia (OAR) in the Mixed Doubles Round Robin semi final match at the Gangneung Curling Centre in Gangneung during the PyeongChang Winter Olympic Games 2018, South Korea, 12 February 2018.  EPA/JAVIER ETXEZARRETA

Die Schweizer Mixed-Curler erhalten für ihre Silbermedaille je 25'000 Franken. Bild: EPA/EPA

Geld, Autos oder gar nichts – das sind die Olympia-Prämien von Pyeongchang

13.02.18, 16:15


Curler Jenny Perret und Martin Rios erhalten von Swiss Olympic für den Gewinn der Silbermedaille an den Olympischen Spielen in Pyeongchang eine Prämie von 50'000 Franken. Die Schweizer Prämien – für einen Olympiasieg in einer Einzeldisziplin gibt es 40'000 Franken – liegen in etwa im internationalen Durchschnitt. Bei ihren Olympia-Prämien sind manche Nationen erfinderisch, andere grosszügig und einige auch geizig. Ein Querschnitt:

Die Befreiung:

Eine Million pro Monat für einen Olympiasieg – und das ein Leben lang. Zum Luxus-Dasein dürfte diese Gold-Prämie für Südkoreas Wintersportler trotzdem nicht reichen, eine Million Won sind umgerechnet nur 865 Franken. Verlockender ist da schon eher die Befreiung von der Militärpflicht für jeden Medaillengewinner beim Gastgeber der Spiele.

epa06514781 Gold medalist Hyojun Lim (L) of South Korea of South Korea is flanked on the podium by silver medalist Sjinkie Knegt (L) of the Netherlands and bronze winner Semen Elistratov of the Olympic Athletes of Russia during the medal ceremony for the Men's Short Track Speed Skating 1500m event during the PyeongChang 2018 Olympic Games, South Korea, 11 February 2018.  EPA/JEON HEON-KYUN

Lim Hyo-jun (mitte) muss nie mehr ins Militär. Bild: EPA/EPA

Die Grosszügigen:

Ein italienischer Olympiasieger bekommt 150'000 Euro sofort und zusätzlich vier Jahre lang jährlich 30'000 Euro. Für Silber und Bronze gibt es ähnliche Regelungen mit etwas weniger Geld. Auch die Letten mit satten 140'000 Euro für Gold und die Litauer, die einen Olympiasieg mit 115'800 Euro und einem Auto belohnen, lassen sich nicht lumpen.

epa06520893 Gold medal winner Arianna Fontana of Italy celebrates during the Women's Short Track Speed Skating 500 m final at the Gangneung Ice Arena during the PyeongChang 2018 Olympic Games, South Korea, 13 February 2018.  EPA/HOW HWEE YOUNG

Arianna Fontana sahnt insgesamt 270'000 Euro ab. Bild: EPA/EPA

Das Rentenmodell:

Neben einer steuerfreien Prämie von bis zu 50'000 Euro für Gold erhält jeder polnische Medaillengewinner ab seinem 40. Geburtstag eine lebenslange, steuerfreie Rente. 2600 Zloty, das sind rund 715 Franken, werden monatlich überwiesen. Zum Vergleich: In Polen liegt der Durchschnittslohn bei rund 1100 Franken brutto.

epa06505568 Kamil Stoch of Poland during the Men's Normal Hill Individual Ski Jumping qualification at the Alpensia Ski Jumping Centre during the PyeongChang 2018 Olympic Games, South Korea, 08 February 2018.  EPA/FILIP SINGER

Kamil Stoch hat die erste Goldchance vergeben, zwei hat er noch. Bild: EPA/EPA

Das Staffelmodell:

In der Niederlande ist das erste Gold mehr wert als ein zweiter oder dritter Olympiasieg. 25'500 Euro sind als Prämie für einen Triumph in Pyeongchang ausgelobt. Sollte zum Beispiel Eisschnelllauf-Superstar Sven Kramer öfter gewinnen, bekäme er für Gold Nummer zwei nur noch 16'830 Euro, ein drittes Gold brächte lediglich weitere 8415 Euro.

epa06517414 Gold medalist Sven Kramer of the Netherlands during the medal ceremony for the men's Speed Skating 5000m event during the PyeongChang 2018 Olympic Games, South Korea, 12 February 2018.  EPA/JEON HEON-KYUN

Sven Kramer ist schon vierfacher Olympiasieger, kommt noch ein fünftes Gold dazu? Bild: EPA/EPA

Die Steuersparer:

Dank eines Gesetzes, das noch unter Ex-Präsident Barack Obama verabschiedet wurde, sind die amerikanischen Olympioniken jetzt von der sogenannten Siegsteuer ausgenommen. Von den um 50 Prozent erhöhten Prämien von bis zu 37'500 Dollar für Gold bleibt den Athleten daher nun auch deutlich mehr. Für Stars wie Lindsey Vonn sind aber auch diese Summen wohl eher Peanuts.

Jamie Anderson, of the United States, celebrates winning gold after the women's slopestyle final at Phoenix Snow Park at the 2018 Winter Olympics in Pyeongchang, South Korea, Monday, Feb. 12, 2018. (AP Photo/Lee Jin-man)

Jamie Anderson hat im Snowboard-Slopestyle das erste Gold für die USA geholt. Bild: AP/AP

Die Knauser:

Für schwedische Medaillengewinner gibt es traditionell ausser Ruhm und Ehre nichts. Bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro verschenkte das schwedische Komitee nur die Olympia-Maskottchen. Auch die Norweger zahlen ihren Medaillengewinnern kein Geld. Sie würden sich im nächsten Jahr für ein Sport-Stipendium von bis zu 12'000 Euro qualifizieren. Das reduziert sich, wenn der Athlet mehr als 50'000 Euro pro Jahr verdient. Und das trifft auf fast alle norwegischen Stars zu.

epa06514497 Gold medalist Simen Hegstad Krueger (C) of Norwar is flanked by silver medalist Martin Johnsrud Sundby (L) of Norway and bronze winner Hans Christer Holund of Norway during the medal ceremony for the Men's Cross Country 15 km + 15 km Skiathlon race during the PyeongChang 2018 Olympic Games, South Korea, 11 February 2018.  EPA/JEON HEON-KYUN

Die Norweger Simen Hegstad Krueger (Mitte), Martin Johnsrud Sundby (links) und Hans Christer Holund müssen sich mir ihren Medaillen begnügen. Bild: EPA/EPA

Und Russland?

Auch wenn die russischen Athleten wegen des Skandals um Dopingmanipulationen bei den Spielen in Sotschi diesmal nur unter neutraler Flagge starten dürfen, gibt es im Erfolgsfall Prämien von der Regierung. Vier Millionen Rubel (65'000 Franken) wären es für Gold. Extra-Zuschüsse loben die Heimatregionen oft noch aus. Die Olympiasieger erhalten zudem noch ein Luxusauto. Nach den Sommerspielen in Rio wurde das erste geschenkte Auto schon einen Tag später im Internet zum Verkauf angeboten. (pre/sda)

Third placed curlers Russian athletes Anastasia Bryzgalova, left, and Aleksandr Krushelnitckii smile at each other at the podium during the venue ceremony after the mixed doubles final curling match at the 2018 Winter Olympics in Gangneung, South Korea, Tuesday, Feb. 13, 2018. (AP Photo/Natacha Pisarenko)

Nur Bronze und damit kein Luxusauto für die russischen Mixed-Curler. Bild: AP/AP

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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    Alle Leser-Kommentare
  • jm2000 14.02.2018 09:28
    Highlight "Jamie Anderson hat im Snowboard-Slopestyle das erste Gold für die USA geholt". Meines Wissens nach hat der Amerikaner Red Gerard im Männer Snowboard-Slopestyle einen Tag vorher die erste Gold-Medaille für die USA geholt. :)
    0 0 Melden
  • banda69 14.02.2018 07:44
    Highlight Woher stammt das Geld für die Schweizer Prämien?
    5 1 Melden
    • dechloisu 14.02.2018 08:31
      Highlight Haben sie schonmal etwas vom schweizer Sportfonds gehört?
      3 1 Melden
  • andrew1 13.02.2018 22:18
    Highlight Was mich mal interessieren würde: müssen sie etwas dem verband abtreten oder können sie alles behalten? Der verband unterstütz ja meistens sehr gut.
    22 0 Melden
  • Hugo Wottaupott 13.02.2018 21:22
    Highlight Für was soll man da Sportler sein? Lieber Milliongeschmierter Funktionär oder wie die sich nennen.
    24 4 Melden
  • Zurigo 13.02.2018 20:24
    Highlight Und die Nordkoreaner? ;)
    14 0 Melden
    • Hugo Wottaupott 13.02.2018 21:21
      Highlight Ist so dass jeder der nicht Gold holt direkt ins Barakenlager muss.
      27 7 Melden
  • El Rafiosi 13.02.2018 18:06
    Highlight Und was bekommen Schweizer? Ein Kuhglocken-Willkommen-zurück-Gebimmel am Flughafen???
    27 59 Melden
    • DonChaote 13.02.2018 21:16
      Highlight Einmal kurz die augen reiben und den ersten absatz des artikels nochmal lesen... dann haben sie die antwort auf ihre frage und die erklärung des geblitzes
      38 2 Melden
    • Thanatos 14.02.2018 00:47
      Highlight Für alle Lesefaulen:.
      «für einen Olympiasieg in einer Einzeldisziplin gibt es 40'000 Franken»
      Silber: 25'000 CHF.
      Und Bronze sowie Diplome dürften einen 20'000 bzw. 2'000-8'000 CHF grossen Geldsegen bescheren, wenn der gleiche Verteilschlüssel wie 2016 gilt.
      4 0 Melden
    • supi 14.02.2018 17:58
      Highlight Ich habe die Augen gerieben und doch nicht gefunden was die Hockeyteams bekommen würden .. ☹
      1 0 Melden
    • DonChaote 14.02.2018 19:44
      Highlight @supi
      Da haben sie recht. Nach mehrmaliger augenreiberei meinerseits habe ich jedoch nirgends im artikel einen hinweis auf irgendeine mannschaftssportart gesehen (ausser aktualitätsbedingt mixed doppel curling). Aufteilung ioc-prämien für wm siege sind einzel 10k / team 20k / mannschaft 30k. Ende der Spiele, wenn wir im finale die kanadier besiegt haben, erfahren wir es bestimmt 😉
      0 0 Melden

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