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Louis van Gaal krempelt Manchester United komplett um, Erfolg hat er damit bisher nicht. Bild: Jason Cairnduff/REUTERS

Erfolgloses Manchester United: Von Fergusons letztem Meisterteam ist fast keiner mehr da

Seit dem Ende der Ära von Manager-Legende Sir Alex Ferguson hat sich bei Manchester United extrem viel verändert. Staff und Kader wurden fast komplett ausgetauscht – der Erfolg ist dadurch jedoch noch nicht eingetroffen.

01.09.15, 18:25 01.09.15, 19:02
Nik Dömer
Nik Dömer

Sir Alex Ferguson hat den Erfolg nach Manchester gebracht. 27 Jahre lang war er der grosse Matador an der Seitenlinie der «Red Devils». Der Schotte gewann mit seinem Team 38 Titel, darunter 13 Mal die Meisterschaft, fünfmal den FA Cup, zweimal die Champions League und einmal den Cup der Cupsieger.

Ferguson erklärt Rooney den Weg zum Tor.  Bild: KERIM OKTEN/EPA/KEYSTONE

Das Ende einer Ära

2013 holte ManU das letzte Mal den Premier-League-Titel. Trainer-Legende Sir Alex Ferguson trat danach zurück. Das glorreiche Kader von damals existiert praktisch nicht mehr. Acht Spieler sind noch dabei: Wayne Rooney, David De Gea, Phil Jones, Chris Smalling, Antonio Valencia, Ashley Young, Michael Carrick und Sam Johnstone. 

Nachdem der ehemalige Everton-Coach David Moyes das Ruder in Manchester übernahm, verpasste der Klub zum ersten Mal seit 1995 die Champions League. Moyes wurde noch in der gleichen Saison entlassen. Für ihn ernannte man im Frühling 2014 als Übergangslösung Co-Trainer und Spieler-Legende Ryan Giggs zum Chef. Am Ende der Spielzeit stand ManU auf dem 7. Rang der Tabelle.

David Moyes kam bei Manchester lediglich zu einem Kurzeinsatz.  Bild: PETER POWELL/EPA/KEYSTONE

Anschliessend kam im letzten Sommer der ehemalige Bayern-Trainer Louis van Gaal. Mit ihm sollte der Erfolg wieder zurückkehren. Die erste Saison unter dem Holländer beendeten die Red Devils auf dem enttäuschenden Platz 4. Zudem blieb der erhoffte Erfolg auch im FA Cup aus.

Geld alleine bringt keine Meistertitel

Heute fehlen dem Verein Spieler wie Giggs, Vidic, Evra, Nani oder van Persie, die ManU damals zum Meistertitel geführt haben. Auch die jungen Akteure von damals – Kagawa, Chicharito oder Welbeck – haben sich prächtig entwickelt und wären heute für den Verein Gold wert. 

Welbeck spielt heute für Arsenal.   Bild: EDDIE KEOGH/REUTERS

Louis van Gaal hat nun für die neue Saison angekündigt, dass er um jeden Preis Meister werden will. Sonst solle ihn doch der Verein feuern, so der Holländer. Mit Schweinsteiger und Depay hat er zusätzlich zwei Hoffnungsträger geholt, die dem Team neuen Schwung verleihen können. 

Er hat mit United noch Grosses vor.  Bild: John Sibley/REUTERS

Die Transferliste der neuen Spielzeit ist bei Manchester United überschaubarer als auch schon. Vorerst. Gut möglich, dass im Winter noch einige Verzweiflungs-Transfers dazukommen, denn der Saisonstart war eher durchwachsen.

Zurzeit haben die Red Devils bereits fünf Punkte Rückstand auf Leader Manchester City. Es ist denkbar, dass van Gaal ohne Meistertitel in der Premier League als Trainer pensioniert wird. 

Das waren die bisherigen Topskorer der Premier League

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Forrest Gump 01.09.2015 21:57
    Highlight "die jungen Akteure von damals – Kagawa, Chicharito oder Welbeck – haben sich prächtig entwickelt und wären heute für den Verein Gold wert." Ein Kagawa konnte weder in Manchester, noch danach in Dortmund an seine erste Dortmund-Zeit anknüpfen. Chicharito konnte sich bisher nirgends wirklich durchsetzen und dürfte es auch in Leverkusen schwer haben. Und Danny Welbeck hat nach einem guten Start in London auch nicht wirklich überzeugt und in 37 Spielen nur 8 Tore geschossen. Prächtig entwickelt hat sich bisher leider keiner von denen. Keiner der genannten würde das Team wirklich weiter bringen..
    2 1 Melden
  • Jol Bear 01.09.2015 19:15
    Highlight Von aussen macht es den Eindruck einer richtungs- und konzeptlosen Vereinspolitik. Den ganzen Sommer lang täglich neue Gerücht um diesen oder jenen Spieler, den ManUtd verpflichten will, van Gaal scheint hyperventilierend kein Stein auf dem andern zu lassen. Möglicherweise wurde unter Ferguson die eigene Nachwuchsförderung vernachlässigt? Jedenfalls ist von einer nur wenigstens minimalen Kontinuität rein gar nichts zu spüren. Ich würde darauf wetten, dass innerhalb der nächsten zwei Jahren sowohl van Gaal als auch drei Viertel des gegenwärtigen Kaders verschwunden sind.
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Ich studiere am Undenkbaren herum: Braucht der Fussball auch Playoffs?

Nie hätte ich einen Gedanken an diese absurde Möglichkeit verschwendet. Aber beim langweiligen Bayern-Kantersieg gegen Dortmund durchfährt mich ein Geistesblitz: Was, wenn es im Fussball auch Playoffs gäbe?

Ich wollte nie Playoffs im Fussball. Meister soll das Team werden, das ein ganzes Jahr lang das beste ist. Und nicht bloss während weniger Wochen im Frühling.

Aber was, wenn so viele Ligen keine spannende Schlussphase mehr kennen? Wenn die Meister schon mit dem Blühen der Osterglocken bekannt sind? Muss man da nicht etwas ändern, um die Attraktivität zu steigern? Soll der Fairness-Gedanken der Belohnung für den besten Klub einer ganzen Saison zugunsten von mehr Spannung geopfert werden? …

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